Gedanken oder Fragen

02.05.2012 um 15:10 Uhr

Kuckuck, Kuckuck

Der Kuckuck ist da.
Am vorletzten Märztag hörte ich ihn rufen. Noch vor dem 1. Mai lies er sein lautes "Kuckuck, Kuckuck" über die Felder erschallen, auf der Suche nach einer Partnerin.
Für mich ist der erste Kuckucksruf des Jahres irgendwie immer etwas ganz besonderes. Er gehört zum Frühling, zum Ankündiger wärmerer Zeiten.

Die anderen Vögel sind fleissig am Nester bauen, warten mit Sicherheit nicht auf den Kuckuck, auf diesen Strolch, der seine Eier in fremde Nester legt.
Die Stiefgeschwister aus dem Nest wirft und seinen grossen Schnabel weit aufreisst, um sich von den kleinen Adoptiveltern durchfüttern zu lassen, bis er flügge wird.
Gut finde ich dieses Verhalten nicht, aber so ist eben die Natur und so ist es geplant.
Und dennoch mag ich den Kuckuck, er ist ein wunderhübscher Vogel und er hat einen lautstarken Ruf, den man weithin vernehmen kann.

Die Menschen waren von diesem Frühlingsboten, dem Kuckuck scheinbar schon immer angetan.
Ihm wurde sogar ein Kinderlied gewidmet.
Kuckuck, Kuckuck, rufts aus dem Wald,
lasset uns singen, tanzen und springen,
Kuckuck, Kuckuck, Frühling wirds bald.

Dichtete Hoffmann von Fallersleben ( 1798 - 1874 ) damals.

Wer kennt es nicht, dieses alte Kinderlied, wer hatte es als Kind nicht gesungen.
Ich glaube, wir kennen es fast alle.

Und so sollen wir nicht nur tanzen und singen, sondern auch noch springen,
in Anbetracht der erwachten Natur, wenn der Frühling sein blaues Band durch die Lüfte wehen lässt und der Kuckuck seinen Ruf erschallen lässt.
So springet denn, dem Sonnenschein und dem schönen Wetter entgegen.
Vielleicht mutieren wir dann alee zu kleinen "SpringinsFeld"
Wobei ich mich frage, wo dieser Ausdruck, "Du spring ins Feld", wohl herkommen mag?
Sprangen die Menschen früher alle in die Felder? Heute hätten wohl die Bauern etwas dagegen, wenn man in ihren Feldern herumspringen würde.
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Phil_Sophie schreibt am 02.05.2012 um 15:20 Uhr:Kuckuck, Kuckuck ruft's aus dem Wald.
    Lasset uns singen, tanzen und springen.
    Frühling, Frühling wird es nun bald.

    Kuckuck, Kuckuck lässt nicht sein Schrei'n:
    Komm in die Felder, Wiesen und Wälder.
    Frühling, Frühling, stelle dich ein.

    Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held.
    Was du gesungen, ist dir gelungen.
    Winter, Winter räumet das Feld.

    *********** :-) **************
  2. Circe schreibt am 02.05.2012 um 20:23 Uhr:hab auch schon den ersten kuckuck gehört^^☼
  3. sternenschein schreibt am 03.05.2012 um 02:05 Uhr:@Phil_Sophie,
    der Winter hat das Feld geräumt, auch wenn und die Eisheiliehn mit der
    "Kalten Sophie" noch ins Haus stehen und eventuelle Nachtfröste.
    Hoffe die Sophie wird nicht so arg kalt.

    @Circe,
    freust du dich auch immer so sehr, wenn du den Kuckuck das erstemal im Jahr hörst?
    Bei euch im Süden müsste er theoretisch ja immer ein paar Tage eher zu hören sein, als hier im Norden,

    Liebe Grüsse
  4. Phil_Sophie schreibt am 03.05.2012 um 07:24 Uhr:@Sternenschein... das ist eine wirklich gute Frage, kann eine Seele (Sophie) wirklich frieren? Da hätte ich mal wieder ein Phil(o)Sophie(sches) Thema :-)
  5. AdrienneMole schreibt am 03.05.2012 um 21:43 Uhr:Also wo's hier um den Kuckuck geht und offensichtlich Experten anwesend sind, hätte ich mal eine Frage. In meinem Garten ist ein Nest, in dem bis gestern noch ein Ei lag, meiner Meinung nach ein Kuckucksei. Und jetzt: Ist es weg! Das ist doch verkehrte Vogelwelt! Wer klaut denn Kuckuckseier? Das macht doch keinen Sinn. Ideen?
  6. Phil_Sophie schreibt am 04.05.2012 um 06:57 Uhr:Ganz schlimm ist der Eichelhäer. Der räubert in fremden Nestern. Aber ich liebe diesen Vogel.
    Ja, eine Seele kann nicht frieren, da muss ich dir recht geben. Manchmal habe ich aber das Gefühl, dass es eben doch so ist - seelischer Tiefpunkt -
  7. Circe schreibt am 04.05.2012 um 14:23 Uhr:ja klar, wenn man ihn gehört hat ist es klar, dass jetzt der Frühling da ist. Bringt mir mehr als der kalendarische frühlingsanfang
    und ja ich hab ihn tatsächlich zwei tage vor dir gehört:)
  8. Circe schreibt am 04.05.2012 um 14:24 Uhr:@phil sopie

    ausserdem haben eichelhäer so wunderschöne blaugemusterte federn. ich heb sie immer auf, wenn ich eine finde^^
  9. sternenschein schreibt am 04.05.2012 um 21:03 Uhr:Die Eicheläher mag ich auch sehr gerne. Habe im Winter immer etwa 4 Stück hier, sehe sie dann wenn sie sich Futter holen. Sind ein wenig scheuer als die Elstern und Krähen. Ihr Gefieder ist prächtig mit diesem Glanz in den Federn.
    Wir finden diese Nesträuberei natürlich brutal und furchtbar, aber es sorgt wohl für eine gesunde Vogelpopulation.

    @Phil, mit der frierenden Seele bin ich immer noch am nachdenken.;-)
  10. AdrienneMole schreibt am 05.05.2012 um 10:22 Uhr:Danke für den Linktipp, sternenschein!
  11. Rabenmutter schreibt am 09.05.2012 um 22:11 Uhr:Ich hab heut den ersten Kuckuck in diesem Jahr gehört und musste gleich an deinen Eintrag denken! :-)
  12. sternenschein schreibt am 09.05.2012 um 22:33 Uhr:@Rabenmutter,
    Hier hat er heute sogar noch in der Fastdunkelheit um 22 Uhr gerufen und am Nachmittag mischte sich sein Ruf in das Donnergrollen aus der Ferne.
    Die Partneruche scheint anstrengend und zeitintensiv zu sein. :-)
    Liebe Grüsse
  13. sternenschein schreibt am 03.08.2013 um 19:29 Uhr:Die Frage bleibt, müssen sich frierende Seelen mit fremden Federn schmücken?
    Sich als Weibchen ausgeben, wenn sie doch männlich sind?
    So etwas macht nicht einmal der Kuckuck und der Nesträuber, der Eichelhäher schon garnicht, ,it seinem metallisch bunten Gefieder.

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