Gedanken oder Fragen

29.05.2010 um 04:27 Uhr

Multitaskingfähigkeit unseres Gehirns

Frauen sagt man es ja nach,
mehrere Dinge gleichzeitig machen zu können.

Männern wird diese Fähigkeit oftmals abgesprochen, wohl zu Unrecht.
Bisher dachte ich immer, ich sei auch fähig mehreren Dingen gleichzeitig Aufmerksamkeit zu schenken.
Multitaskingfähig zu sein, vieles läuft an Handlungen mehr oder weniger automatisch ab, so dass noch Platz bleibt fùr mehr.

Aber jetzt...
Jetzt zweifel ich an meinen Multitaskingfähigkeiten.
Habt ihr schon einmal versucht ein Lied zu singen, ein Lied welches ihr sehr gut kennt.
Diesen Text eines Liedes zu singen, aber mit der Melodie eines anderen Liedes, welches ihr auch sehr gut kennt?
Mir will es nicht gelingen. Ich bringe diese zwei Lieder nicht zusammen.

Melodie des einen Liedes mit dem Text des anderen, es geht bei mir einfach nicht.
*Schande*;-)

Etwas anderes ist es, zu einer bekannten Melodie einen selbstausgedachten oder ganz neuen Text zu singen, den man noch nicht kennt und mit einer bekannten anderen Melodie in Zusammenhang bringt.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass selbst das Kopfrechnen beim singen eines Liedes schwieriger ist und länger als normal dauert.

Dabei könnte es doch alles so einfach sein, wenn das Gehirm einfach machen wùrde, was man von ihm verlangt.
Oder sind solche unsinnigen Versuche zuviel verlangt?
Immerhin bekomme ich es hin den Text von
"Alle meine Entchen" zu der Melodie von "Mondschein" aus dem Musical Cats zu singen.
Mit Kicheranfällen dazwischen.
"Es waren zwei Königskinder" zu der Melodie von "Guten Abend, Gute Nacht"scheint da schon anspruchsvoller zu sein und zu der Melodie von "Sag mir wo die Blumen sind" wird es noch schwieriger.
Multitasking ade!
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Rabenmutter schreibt am 29.05.2010 um 09:27 Uhr:Na damit setzt du mir ja Ideen in den Kopf... muss ich ausprobieren!!! :-)
  2. Nimien schreibt am 29.05.2010 um 09:35 Uhr:Ich hab es gerade ausprobiert und fand es gar nicht so schwer, "Es waren zwei Königskinder" auf die Melodie von "Guten Abend, gut Nacht" zu singen. Auf "Sag mir, wo die Blumen sind" ist es tatsächlich wesentlich schwieriger, weil der Text sich so gar nicht nicht in die Melodie zwängen lassen will.
  3. chouchou schreibt am 29.05.2010 um 09:44 Uhr:Na, du kommst auf Ideen.....mußte ich auch ausprobieren.Ist schwer,aber macht Spaß. :-)
  4. aloneone schreibt am 29.05.2010 um 10:15 Uhr:Aber dafür geht "Sag mir, wo die Blumen sind" zur Melodie von "Guten Abend, gute Nacht" sehr gut, finde ich *lach*.

    Wenn ich den Liedtext ablesen dürfte, ginge es besser, dann könnte ich ihn, glaube ich, zu jeder Melodie singen. Ich bin bei den meisten Liedern halt nicht besonders textsicher.

    Aber hast du mal versucht, eine Melodie wieder richtig zusammen zu kriegen, während gerade ein anderes Lied im Radio läuft? Das geht bei mir gar nicht *lach*.

    Coooles Experiment.
  5. Yaimm schreibt am 29.05.2010 um 10:18 Uhr:Ob man es wirklich verlernt, wenn man es nicht regelmässig ausübt?
    Ich habe verlernt, beidhändig Klavier zu spielen, also mit jeder Hand eine andere Melodie zur gleichen Zeit.
    Ich kann es nicht mehr, mein Gehirn kann diese beiden Hälften nicht mehr trennen und ich weiß nicht, ob ich es durch intensives Üben wieder erlangen kann.

    Es scheint, als sei da was zusammen geschmolzen, was früher getrennt funktioniert hat.

    Vielleicht übst Du das mal mit den Texten und ich weiter auf meinem Keyboard und in einem halben Jahr legen wir unsere Selbstversuchergebnisse vor ;)
  6. Sandsturm schreibt am 29.05.2010 um 11:31 Uhr:Auf welche Ideen kommst du denn? :D Vielleicht probier ich das mal aus...Sag dir dann ob ichs geschafft habe :D
  7. AngelInChains schreibt am 29.05.2010 um 20:03 Uhr:Ausprobiert. Klappt problemlos. Ist aber absurderweise das einzige, was ich in letzter Zeit parallel hinbekomme. Sonst klappt hier nix mehr, waehrend ich noch vor wenigen Jahren gleichzeitig Musik hoeren, einer stinklangweiligen Rede zuhoeren, mit einer Hand einen Text abschreiben und mit der anderen Zeichnen konnte.
  8. sternenschein schreibt am 02.06.2010 um 15:56 Uhr:Ihr seid ja alle Multitasking Genies.;-)
    Wissenschaftler meinen ja, unser Gehirn sei zum Multitasking nicht wirklich fähig.
    Es schaltet dann immer zwischen den jeweiligen Prozessen schnell hin und her.
    Deshalb soll die Merkfähigkeit beim bearbeiten von zwei Vorgängen gleichzeitig, eher eingeschränkter sein, als wenn man sich nur auf eines konzentriert.
    Wenn Multitasking, dann allerhöchstens nur zwei Vorgänge, aufgrund unserer zwei Gehirnhälften. Aber selbst dabei soll hin und hergeschaltet werden, in der Aufmerksamkeit und Verarbeitung.

    Ich nehme an, dass dieser Gesangsversuch schierig ist, da mit den Liedern schon Nervenverbindungen bestehen die frùher geknùpft wurden, und es dazu in dem selben Hirnareal stattfindet.
    Wie natùrlich das beidhändige Klavierspielen auch. Nur da scheint mir, dass die Bassläufe durch Ùbung automatisiert werden und daher die Melodie unabhängig davon gespielt werden kann. Gut, wenn dazu noch gesungen wird, dann sind es schon drei Abläufe die zur gleichen Zeit stattfinden.
    Da man dabei noch die Umwelt in einem gewissen Masse wahrnehmen kann, eher schon vier Abläufe.
    Doch eine Art Multitasking? Oder eher eine Teilautomation?

    Lesen, bzw. denken und gleichzeitiges schreiben funktioniert ja auch.
    Liebe Grùsse

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