Gedanken oder Fragen

24.02.2009 um 14:14 Uhr

Schiller und das Leben

Sterben ist nichts --
Doch leben und nicht sehen,
Das ist ein Unglück !

Zitat: Friedrich Schiller ( aus Wilhelm Tell I, 4)

.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. JOblogt schreibt am 24.02.2009 um 17:32 Uhr:Träume nicht vom Leben, sondern lebe deinen Traum.
  2. elfatuo schreibt am 24.02.2009 um 21:56 Uhr:Doch leben und nicht sehen wollen,
    Das ist ein Unglück !

    Doch leben und nicht sehen wollen,
    Das ist Glück !

    Denk ich mir manchmal... wenn man doof naiv durch die Welt tapert ist dann nicht einiges leichter? Oder sind dann leichte Dinge um so komplizierter?
  3. Muffin schreibt am 24.02.2009 um 22:52 Uhr:Hmm...Ich frage mich, wie das gemeint ist?... Meint der Schiller da etwa das Blindsein an sich? Oder doch eher sehen können, aber auf eine Art und Weise blind durch die Welt gehen... es wäre interperetierungswürdig^^
  4. sternenschein schreibt am 25.02.2009 um 00:23 Uhr:@Joblogt, danke.
    Ich glaube fast, wir leben unsere Träume. Denn auch die schlechteren Dinge gehören oftmals zu unseren Träumen. Selbst wenn wir dieses nicht als erstrebenswert ansehen, so beeinflusst uns auch dieses.
    @elfatuo,
    ich hatte auch einmal gesagt/gedacht, Menschen die nicht viel nachdenken, nicht reflektieren haben es oftmals einfacher durch das Leben zu gehen. Ohne gross zu denken lebt es sich vielleicht besser oder zumindest selbstverständlicher, doch dennoch möchte ich nicht so leben.
    @Muffin,
    Beim Eintragschreiben schrieb ich dazu:
    Ganz sicher hat auch Friedrich Schiller den Tod von nahestehenden Menschen als Unglück angesehen. Als Verlust. Den eigenen Tod kann man wohl nur als Unglück ansehen, solange man noch am leben ist. Hinterher wird es sich wohl relativieren.
    Aber dieses ist es, dass die meisten Menschen Angst haben vor dem Tod. Ihn als Unglück ansehen.
    Doch was wäre gegen den Tod ein Leben, welches nicht gelebt wurde, da man nicht sehend war.
    Aber diese Interpretation löschte ich dann wieder.
    Für mich ist nicht das sehen mit den Augen gemeint. Denn egal wie scharf diese sehen können, so haben wir doch alle blinde Flecken, vielleicht sogar mehr als Blinde es haben, die garnichts sehen können und dennoch so vieles sehen, vielleicht sogar mehr als wir sehenden es können.
    Es heisst ja nicht umsonst, nur mit dem Herzen sieht man gut.
    Für mich ist es eher eine Metapher, selbst wenn Schiller es vielleicht wirklich auf das sehen mit den Augen bezog.
    Einige Blinde werden das Blindsein auch heute als Unglück ansehen, andere nicht, denn sie entwickeln dafür die anderen Sinne um so mehr.
    Zu Zeiten Schillers mag das Blindsein eventuell schlimmer gewesen sein, als es heute ist, denn ich weiss nicht, wie sich Blinde zu damaligen Zeiten zurechtfanden und für ihren Lebensunterhalt sorgen konnten. Auch dieses konnte wohl als Unglück angesehen werden.
    Denken würde ich aber eher, es sei symbolisch gemeint, war jedenfalls mein erster Gedanke zu dem Text.
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  5. ShineyArmstrong schreibt am 25.02.2009 um 12:28 Uhr:Huhu,
    Ich finde diesen Zitat irgendwie sehr weise. Ich glaube schon dass das Leben ein Unglück ist. Aber das Sterben ist nichts...hm...das macht einen schon nachdenklich.

    LG
    Shiney
  6. JOblogt schreibt am 25.02.2009 um 16:04 Uhr:Wieso soll das Leben ein Unglück sein @shiney. Es endet zwar immer tödlich, doch das Leben hält auch viele glückliche Stunden bereit. Wenn Du an einem Tag zum herzhaft Lachen hast, dich freust oder einem anderen Menschen eine Freude machst, bleibt doch unter dem Strich ein Reingewinn.
  7. ShineyArmstrong schreibt am 25.02.2009 um 21:12 Uhr:Huhu Jo,
    Ja das stimmt schon... aber manchmal ist man doch auch so tollpatschig dass das Leben unglücklich ist. Auch wenn man für einen Moment herzhaft lacht. Ein gewinn hat man ja, aber wer weiß wie lange noch? ... Gewinne verliert man ja auch wieder. Na klar freue ich mich riesig wenn ich Glücklich mache, aber das ist ja auch nur von kurzer dauer.
    Alles hält nur Sekunden an und doch hält es lange an.

    Liebe Grüße
    Shiney
  8. sternenschein schreibt am 26.02.2009 um 15:41 Uhr:@Shiney,
    ich halte es wie Jo, denke auch nicht, dass Leben sei ein Unglück. Es hält vieles fùr uns bereit, und selbst im momentanen Unglück liegt oftmals schon der Samen für neues Glück, wenn auch vielleicht für ein anderes, als wir es uns ausmalten und wünschten. Wir müssen es nur sehen können und offen dafür sein.
    Untern Strich würde ich das Leben nicht als Elend ansehen, sondern als Gewinn und Gabe für die wir dankbar sein sollten.
    Liebe Grüsse
    sternenschein

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