Gedanken oder Fragen

24.06.2010 um 03:33 Uhr

Schiller und das Unglück

In grosses Unglück lernt ein edles Herz
Sich endlich finden; aber wehe tut's,
Des Lebens kleine Zierden zu entbehren.

Zitat: Friedrich Schiller ( Maria Stuart I, 1 )

So gesehen, hätte das Unglück dann auch seinen Sinn, wenn wir erst durch dieses zu uns selbst finden können. Wenn Verlust oder Unannehmlichkeiten dabei helfen uns selbst zu finden.
Wir uns erst dadurch selbst erkennen können. Ganz und gar.

Natürlch ist es toll und schön, wenn alles so läuft, wie wir es uns wünschen, keine Zierden des Lebens entbehren müssen.
Von Sieg zu Sieg zu eilen, wer will das nicht?

Wohin aber entwickeln wir uns dabei?
Entfernen wir uns nicht dadurch manchmal von uns selbst?

Braucht es dafür erst einen Verlust, eine Niederlage, ein Unglück, um uns selbst finden zu können.
Um ganz zu werden?

Schiller sagt auch:
Wer in Unglùck fällt,
verliert sich leicht aus der Erinnerung der Menschen!

Zitat= Friedrich Schiller
(Turandot, Prinzessin von China, III, 3 )

Auch hiervon, von dem aus der Erinnerung nach einem Unglùck fallen, kann man in so einigen Blogigo Blogs lesen. Von Freunden, die sich abwenden so wie der Wind von vorne bläst.
Von Freunden die keine wirklichen Freunde waren.
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Kikilein schreibt am 24.06.2010 um 08:14 Uhr:Jede Phase die man durchmacht, lehrt einen etwas über sich selbst. Die negativen Dinge mehr als die positiven. Man lernt seine Grenzen kennen, seine Reaktion, sein Verhalten.
    "Was einen nicht umbringt macht einen stark", fällt mir auf anhieb da ein.
    In solchen Situationen erkennt man eventuell welche Schwäche man hat, die einen selbst stört, die man aber vorher nie gesehen hat. Und natürlich kann man diese ändern.
    Ja, diese Situationen die nicht so schön sind...da erkennt man wer in seiner Umgebung wirklich zu einem hält und wie diese zu einem stehen...

    Ich schwafel wieder...

    Liebe Grüße
  2. Nasoetwas schreibt am 24.06.2010 um 10:09 Uhr:finde ich ganz und gar nicht, Kikilein.
    GENAU SO IST ES.

    Ich hatte vor Jahren mal ein psychisches Tief. In dem Jahr kam das Unwetter über Dresden und Umgebung.
    Als ich das sah, wurde mir klar wie klein mein eigenes Problem ist und es ging mir schlagartig besser. Ich habe mich sogar geschämt.
  3. Kikilein schreibt am 24.06.2010 um 13:27 Uhr:Genau das meine ich doch. Man erkennt durch so etwas sich selbst und kann handeln.
  4. sternenschein schreibt am 26.06.2010 um 17:37 Uhr:Liebe @Kiki,
    überwiegend habe ich auch in Situationen, die nicht so gut liefen, am meisten lernen können, am meisten für mich selbst gewonnen.
    Die grossen, die guten Momente waren wichtig, aber die Unguten ebenso oder sogar noch mehr, rückblickend betrachtet.

    Liebe @nasoetwas,
    klein sollte man sich zwar nicht machen, doch solche Erlebnisse, die vieles relativieren, "ins richtige Licht setzen", sie sind schon wichtig, um dann doch letztendlich gestärkt weitergehen zu können.

    Liebe Grüsse

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