Gedanken oder Fragen

21.12.2009 um 13:39 Uhr

Schreck um Mitternacht

von: sternenschein   Kategorie: persönliches   Stichwörter: Mitternacht, Gans, schreien, Fuchs, Schnee, laut

Gestern, um Mitternacht..
Kein Glockenschlag aus der Ferne zu hören. Die Kirchen sind zu weit weg. Nur der Ruf des Kauzes schallt manchmal durch die Nacht, sowie die nächtlichen Geräusche der Natur, in die sich aus der Ferne manchmal Todesschreie mischen, von Tieren die den tierischen Jägern der Nacht zur Beute fallen.

Ich las noch etwas im Netz, als lautstark von draussen ein Gepolter ertönte.. Gefolgt von einem ganz lautes Schreien der Gänse.
Schlägt der Hühnermörder wieder zu. Nein, meine Gänse sollte er nicht bekommen.

So nahm ich meine Taschenlampe, liess Jacke Jacke sein und stürzte raus in den Schnee. In die Finsternis und die Kälte, in Richtung Teich, um die Gänse zu retten.

Lautstarkes Flügelschlagen nebst lautem Gänsegeschrei war zu hören, zu sehen eher weniger. In Gedanken sah ich schon den Ganter mit dem Fuchs kämpfen. Wie der Fuchs ihn am Hals gepackt hatte. Lief zum Teich und schrie noch lauter, "Hey, verschwinde, weg da".
Ja, ich kann laut rufen, auch noch um Mitternacht. Da niemand hier in der Nähe ist, ausser meine Katzen und Gänse, hört mich hier niemand und stört sich somit auch niemand daran.

Hannes, der Ganter, flatterte am Teichrand, es war ein einziges Drunter und Drüber. Er kam heraus, fiel immer wiedersich fast überschlagend hin, lief schreiend in den Busch. Genaues konnte ich in der Dunkelheit nicht sehen. Dachte immer noch, er kämpfte fauchend mit dem Fuchs.
Vom Fuchs war aber nichts zu sehen. So redete ich beruhigend auf Hannes ein und er kam vorsichtig wieder zwischen den Bäumen und Büschen hervor. Während Frau Gans auf dem Teich immer noch lautstark und flügelschlagend nach ihm rief. In der Dunkelheit lief Hannes gegen einige Äste , was wohl auch seinem fehlenden Auge geschuldet ist, um sich wieder in den Teich zu begeben. So schwammen dann Ganter und Frau Gans wieder glücklich vereint, leise schnatternd, auf dem Wasser.

Heute sah ich, Gänseherr Hannes ist bei bester Gesundheit. Gerade nahm er mit seiner Gänsedame ein Bad in seiner Trinkschüssel mit warmen Wasser und widmete sich der Federpflege. Er will für seine Herzensdame doch schön aussehen.

Und ich? Ich bin froh, dass der Fuchs ihn nicht am Hals hatte, wie befürchtet. Froh, dass es Hannes gut geht. Beim Geschrei um Mitternacht hatte er sich wohl in irgendeinem Ast am Teich verfangen und kam nicht frei. Kann mit einem Auge schon mal passieren, da läuft er, auf der augenlosen Seite, schon desöfteren irgendwo gegen.
Es war ein Schreck um Mitternacht, ohne grössere Folgen. Und Hannes lebt.
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. jedderuesch schreibt am 21.12.2009 um 14:51 Uhr:Armer Hannes, aber gut, dass es ihm gut geht und er sich schon wieder schön macht! Ich wünsch dir, dass du rauskriegst, wer da unter den Hühnern sein Unwesen getrieben hat, dann wünsch ich, dass der verschwindet, und dann wünsch ich dir lauter kleine Federbällchenküken als neue Hühnerschar. Jawohl...
  2. aloneone schreibt am 21.12.2009 um 22:05 Uhr:Na Gott sei Dank!!!

    Hast du die Gänse über Nacht nicht drin - im Stall oder sowas ähnlichem? Die von unserem Nachbarn sind nachts in einem Gartenhäuschen, da hat der Fuchs keine Chance.

    LG
    A.
  3. sternenschein schreibt am 24.12.2009 um 02:55 Uhr:Liebe Jedde,
    danke für deine Wünsche.
    Ich gehe davon aus, mir im Frühjahr wieder junge Hühner zu kaufen, dann gibt es auch wieder Federbällchen. Bin sogar am überlegen ob ich nicht auch mindestens zwei Enten haben will. ;-)
    Ist seltsam jetzt, wenn ich mir im Supermarkt Eier kaufen muss. Zudem schmeckten die von meinen Hühnern gelegten doch irgendwie besser.

    Liebe aloneone,
    hatte sie früher Nachts in einem Gehege mit Gänsehütte eingesperrt. Irgendwie waren sie da nicht so zufrieden. Sie lieben ihre Freiheit. Dort hatte sich dann nachts ein Fuchs unter den eingegrabenen Zaun unter durchgebuddelt und Hannes seine Gans gefressen. Hannes hatte wohl moch mit ihm gekämpft. Er war tagelang total traurig und phlegmatisch, bis seine neue Frau ihn dann wieder herauslockte.
    Jetzt gehen sie Nachts häufig auf den Teich. Dort kann der Fuchs sie wohl nicht so leicht erreichen und sie fühlen sich sicherer auf dem Wasser.

    Liebe Grüsse
    sternenschein

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