Gedanken oder Fragen

20.01.2009 um 08:41 Uhr

Seit 12 Jahren verschwundene Deutsche lebt in einem Wald bei Bern

Stimmung: gut

Auch im Berner Wald findet man nicht die Freiheit.
Eine seit 12 Jahren vermisste Deutsche Frau, fand die Kantonspolizei Bern nach einem Hinweis eines Spaziergängers in einem Wald bei Bolligen.

Die 52 jährige verschwand im Februar 97 spurlos aus ihrem Heimtort Belzig, Kreis Potsdam-Mittelmark. Hielt sich scheinbar zeitweilig in Italien und Frankreich auf.

Jetzt lebte sie als Einsiedlerin seit fast einem Jahr in einer Höhle aus zusammengesammlten Backsteinen und Regenschirmen, in einem Wald bei Bolligen in der Burgengemeinde Bern ( Schweiz ). Ihre "Behausung" befand sich in so einem entlegenen Waldstück, dass selbst Förrster sie nicht fanden. Die Polizei war erstaunt wie gut G.S. die Kälte dort überstanden hatte.

Die Höhle ist so niedrig, dass man kaum darinnen stehen kann, mit Planen gegen Regenfälle abgedichtet.
Jetzt soll die Einsiedlerin die Höhle verlassen müssen, teilte der Gemeindepräsident Rudolf Burger mit. Nur eine kurze Frist wurde der Frau gesetzt.
Auch wenn sie sagt, es gefällt ihr dort, sie würde gerne da bleiben Aber "Ordnung" muss sein, da ist kein Platz für solche Aussenseiter.
Angeblich solle sie unter Wahnvorstellungen leiden, wie Burger mitteilte. Weshalb sie dort lebt, oder 1997 einfach spurlos verschwand teilte die Frau nicht mit.
Verwandte von G.S.sagten damals, sie sei nervlich labil.
Die Wahnvorstellungen werden ihr unterstellt, da sie von einer "Mission" spricht.

Ich frage mich, muss jeder, der meint eine Mission zu haben, eine Mission erfüllen zu wollen, gleich unter Wahnvorstellungen leiden?

Leiden Barack Obama, Angela Merkel, Ratzinger oder etliche andere Priester und Politiker etwa unter Wahnvorstellungen? Nur weil sie glauben eine Mission zu haben, oder erfüllen zu müssen.

Wer weiss welche "Mission" diese Frau für sich gesucht hat, die sie erfüllen will.
Vielleicht will sie durch ihr einfaches Leben als Einsiedlerin die Welt etwas besser machen, indem sie sich von allem abwendet und auf Konsum verzichtet. Oder eben zeigen, wie einfach man Leben kann?

Ganz sicher wird sie ihre Gründe gehabt haben, weshalb sie 97 aus Belzig spurlos verschwand und dieses Dasein dem in Belzig vorzog.

Jetzt soll sie von der Berner Polizei aus dem Wald, aus ihrem momentanen Eindiedler und Eremiten Dasein vertrieben werden.
Das ganze Jahr über, das sie in ihrer Erdhöhle lebte, fiel die Frau zwar niemanden auf, es hat sie wohl auch keiner gesehen. Aber dennoch, Menschen in Erdhöhlen bringen keinen Gewinn und Umsatz für die Gemeinden. Also weg damit.
Irgendwie schade. Nicht sehr menschlich, auch wenn das Leben in einer Erdhöhle wohl auch nicht so ganz menschlich ist. So hatte sie doch wenigstens einen Zufliuchtsort. Etwas, wo sie glauben konnte, es sei ihrs.
Von dort vertrieben hat sie garnichts mehr. Dann ist ihr alles genommen.

Wäre es nicht viel schöner, viel wünschenswerter, wenn der Gemeindepräsident Rudolf Burger, der Frau eine kleine Blockausholzhütte in den Wald stellen liesse, als Ersatz für ihr Erdloch. Sie dort weiterleben liesse mit etwas mehr Komfort und Sicherheit, wenn sie es denn so möchte?

Es würde der Gemeinde Bolligen, in der Schweiz, zwar ein ganz wenig Geld kosten, es sei denn Freiwillige würden ihr diese Hütte zimmern. Auf der anderen Seite würde die Gemeinde und ihr Gemeindepräsident Rudolf Burger aber sicher die ungeteilte Aufmerksamkeit und Anerkennung der Öffentlichkeit dafür bekommen.
Derartig menschliche Gemeinden gibt es aber wohl nicht mehr, auch nicht in der Schweiz.
Der Wald gehört der Burgengemeinde Bern, da wird kurz eine Frist gesetzt und bis Ablauf der Frist hat die 52 jährige verschwunden zu sein. Oder gibt es doch eine andere Lösung, Herr Burger?
Ist die Burgengemeinde Bern vielleicht doch eine Gemeinde mit Herz? Zu hoffen wage ich es ja fast nicht. Wir werden es sehen.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Hedera schreibt am 20.01.2009 um 10:07 Uhr:Gottlob hat die Dame kein Geld, jedenfalls ist das ja anzunehmen - sonst würde ihr der liebe Bürgermeister sicherlich für den "Schaden" an dem bisher ungenutzten Waldstück für die vergangenen Jahre in Rechnung stellen.
    Sind Nonnen und Mönche auch wahnsinnig? Sie leben auch teilweise sehr asketisch und brauchen bzw. wollen nicht viel. Nonnen glauben sogar noch, dass sie mit Jesus verheiratet sind (öhöm, irgendwie so war das doch, sonst bitte ich um entschuldigung, bin nicht katholisch), wenn das nicht an wahnsinn grenzt.
    Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß...
    aber wenn ich es weiß, dann, ja dann muß alles anders werden. soll die frau doch woanders wahnsinn ausüben, aber ordnung muß sein und gerade auch in der schweiz!
    Illegale in der Schweiz, liebe sternenschein, das schreit doch geradezu nach tagen der regierung!!!!!
  2. Seren_a schreibt am 20.01.2009 um 10:31 Uhr:Danke, Sternenschein, für diesen Beitrag und für die Fragen, die Du aufwirfst, und für das Verständnis für die "Wahnsinnige". Ich könnte auch diese Frau sein, ich habe auch eine Mission und ich war schon nahe daran, auch alles zurückzulassen und so zu leben... Und ich weiß heute abend nicht, wie ich diesem Arzt, der mich gerade behandelt, erklären soll, wie ich ticke. Dass ich das überhaupt tun muss oder soll, liegt daran, dass ich einen Job habe und mich somit rechtfertigen muss, weshalb ich gerade nicht arbeiten kann... Ich bin durch diesen Job eben Teil des Systems und muss gewisse Ansprüche erfüllen, sonst hat das Konsequenzen. Dass ich - und viele - nicht in dieses geradegeschnittene System passen, stört dieses nicht weiters... Raus aus dem Wald, der gehört dem System.
    Der Mann auf dem Hochsitz hatte die ganze Zeit Angst, entdeckt zu werden, und daran gehindert zu werden zu sterben... Er hat es dann doch geschafft. ... :-/
  3. TheNicciPain schreibt am 20.01.2009 um 11:33 Uhr:Sicher scheint die Frau irgendwo 'nen Patsch zu haben - aber wenn ihr danach ist, soll sie doch im Wald leben! Denkt doch nur mal an ÖFF ÖFF (oder wie der hieß)
  4. Nerion schreibt am 20.01.2009 um 12:12 Uhr:Der Wald gehört eigentlich niemanden, also kann man den Leuten nicht verbieten dort zu leben. Wieder mal so ein typisches Beispiel dafür, dass Politiker etc. alles kontrollieren wollen. Ich meine, es ist ja auch nicht so, dass wir den Tieren des Waldes das leben dort gestatten. Der Wald gehört sich selbst und nicht den Menschen.
  5. Seren_a schreibt am 20.01.2009 um 13:22 Uhr:Klar, wenn einer nicht systemkonform leben will, hat er nen "Patsch"... deshalb sind auch die Psychpraxen und Kliniken so voll... :-/ Soweit ich weiß lässt man sich dort so "reparieren", dass man wieder reinpasst ins System und nicht auf so komische Ideen kommt, im Wald leben zu wollen...
    Hey Nerion, das ist zwar eine schöne Einstellung, wird aber wohl so von den meisten dann doch nicht geteilt... Jeder Quadratmeter, der nicht privat gekauft wurde, gehört dem "Staat", der eigentlich wir alle sind, darf deshalb aber noch lange nicht von allen genutzt werden... völlig logisch, ne... ;-)
  6. TheNicciPain schreibt am 20.01.2009 um 13:49 Uhr:Entschuldigung ... aber ICH möchte nicht freiwillig im Wald leben, mich freiwillig der Kälte und Nässe aussetzen ... ich wiederhole mich ungern: wer dies tun will, soll es von mir aus auch. Für mich hat aber die Frau 'nen Patsch, wenn sie ihre Angehörigen im Unklaren lässt ~ man kann ja auch sagen, in dem Moment war sie egoistisch ... was auch immer ... sie hätte zumindest mal sagen können, dass sie geht.

    Wer von Euch würde - beispielsweise zu dieser Jahreszeit - freiwillig in den Wald ziehen? Wer würde jetzt seine warme/trockene Bude verlassen, nur um irgendwo weit ab von allem zu leben? Wer würde freiwillig auf den Kontakt zu seiner Familie, zu seinen Freunden aufgeben?

    Derjenige, der jetzt 'ICH' schreit, lügt in meinen Augen ... denn nur Leute, bei denen irgendwas nicht stimmt, macht das. Meine Meinung.

    Von mir aus, soll sie das tun, wonach ihr ist, aber ICH muss doch nicht ihre Meinung vertreten, oder das toll /nachahmenswert finden...
  7. TheNicciPain schreibt am 20.01.2009 um 13:50 Uhr:sorry, voll die fehler drin (rechtschreibung) ...
  8. Seren_a schreibt am 20.01.2009 um 14:03 Uhr:Hey NicciPain, sagt doch niemand, dass Du irgendwas teilen oder toll finden musst, und Du brauchst Dich für Deine Meinung nicht zu entschuldigen. Ich betrachte die Sache eben aus einer anderen Sicht. Wenn jemand so leben möchte, sollte man ihn lassen, ich glaube, zumindest darin sind wir uns einig.
    Wenn es darum geht, so jemanden psychisch zu bewerten, also seinen Geisteszustand, sollte man vorsichtig sein, finde ich. Denn es gibt genug Ausgerastete oder welche, die kurz davor stehen, die ganz normal in warmen Wohnungen wohnen.
  9. TheNicciPain schreibt am 20.01.2009 um 14:30 Uhr:Sicher, wir sind doch alle ein Stück weit verrückt ... ich denk mal, von uns allen hier bei Blogigo, hab ICH mit den größten Patsch ... deswegen isses nicht unbedingt als negativ zu betrachten, wenn ich sowas sage. ICH würde es halt nur nicht machen bzw, würde ich Bescheid sagen.
  10. 1mishou schreibt am 20.01.2009 um 14:40 Uhr:Ich glaube einfach, dass vie Ungerechtigkeiten im Leben passieren, weil wir uns anmaßen, zu entscheiden, was normal ist und was nicht. Ich sage, dass ALLE normal sind, und die, welche uns nicht normal erscheinen, haben nur eine andere Sichtweise der Welt. JEDER, der einem anderen Menschen nicht schadet, sollte seine Gedanken und Wünsche ausleben dürfen. Wäre was anderes, wenn sie aus Hunger immer irgendwelchen Schafen eines Bauern die Hälse umdrehen würde, Spaziergänger belästigen würde oder ähnliches. Vielleicht ist diese Frau einfach nicht werbeträchtig genug. Vielleicht haben die Obrigkeiten Angst, sich lächerlich zu machen, wenn sie sich auf ihre Seite stellen? Wie auch immer Sternenschein, die Welt braucht noch lange Zeit um sich zu ändern, falls sie es je tut!?
  11. Seren_a schreibt am 20.01.2009 um 14:51 Uhr:;-) Wetten, dass mein Patscher größer ist als Deiner... ;-)) Immerhin kann ich mir bestens vorstellen, wie Öff-Öff zu leben.... dass ichs nicht tue und hier nur eine Depri nach der nächsten schiebe, DAS ist allerdings der eigentliche Patsch. Die Frau hat wenigstens die Fähigkeit, sich so zu entscheiden und den Laden hinter sich dichtzumachen. - Das mit dem Bescheid sagen... das ist wahrscheinlich einfacher gesagt als getan. Wenn man sowas vorhat, ist einem schon klar, wie alle darauf reagieren werden. Das sind so extreme Entscheidungen... es ist nicht leicht, das den anderen zu sagen, die einen dann natürlich abhalten wollen.
  12. Seren_a schreibt am 20.01.2009 um 15:02 Uhr:Hey 1mishou, ich finde sehr schön und einfühlsam, was Du schreibst... Diese Art von Freiheit und Toleranz wünsche ich mir auch für alle. Ich glaube daran, dass wir das erreichen, wenn wir es uns genug für einander wollen. Vielleicht dauert es noch, aber Zeit spielt doch keine Rolle, gibt es ausreichend...
  13. AngelInChains schreibt am 20.01.2009 um 16:01 Uhr:Es mag nicht sehr nett sein, einfach zu verschwinden und die Familie in Sorgen zurueck zu lassen, aber sie Frau hatte sicherlich ihre Gruende, ihr bisheriges Zuhause zu verlassen. Wenn sie dann Gefallen daran gefunden hat, irgendwo im Wald zu leben oder umher zu ziehen - Wieso nicht?!

    Dass die Behoerden da Probleme machen, wundert mich allerdings auch nicht. Der Wald gehoert juristisch eben doch jemandem. Aber wie sieht das eigentlich allgemein bei Obdachlosen aus? Die Frau ist doch auch eine Obdachlose, wie andere auch, wenn man es juristisch betrachtet. Werden die auch alle durch die Gegend gescheucht?

    Wenn sie der Psychiatrie entgehen kann (da gibt es ueble Faelle...), dann wird sie wohl frueher oder spaeter wieder auf Wanderschaft gehen. Ich denke, das kann ihr auch niemand nehmen.
  14. 1mishou schreibt am 20.01.2009 um 16:39 Uhr:@seren_a: Naja, ich bin auf Grund meines Äusseren und meiner Einstellung auch schon zu oft in die Ecke der "nicht normalen" gestellt worden. Deswegen versuche ich immer alle Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind und nicht auf Grund der Äusserlichkeiten, oder der Vorlieben einen Menschen abzustempeln. Wenn doch nur jeder vor seiner eigenen Haustür erst einmal kehren würde, bevor er den Finger auf jemanden richtet, dann wäre uns schon viel geholfen. Und immerhin beweißt uns diese Frau mit ihrer Art zu leben, dass man freiwillig auf jeden Luxus verzichten kann und trotzdem glücklich sein kann. Wir definieren Glück leider nur allzu oft über Besitz!
    Ich habe das Schicksal dieser Frau hier mit einem kopfschütteln gelesen. Ich lese ja zur Zeit "die Wanderhure", dort leben zwei Mädels gerade ähnlich wie die Dame im Wald und finden nichts Schlimmes dabei!
  15. Seren_a schreibt am 20.01.2009 um 17:34 Uhr:Hey 1mishou... ich habe jetzt nur darüber gelesen, was Sternenschein hier geschrieben hat, sonst nichts. Ich weiß nicht, ob sie diese Wahl aus Überzeugung getroffen hat wie Öff-Öff oder aus Verzweiflung und weil sie sich von der Gesellschaft abwenden wollte. Sie sagt ja, wie es heißt, sie habe eine MIssion. Öff-Öff hat auch eine Mission... er will die Gesellschaft dazu bringen, liebevoll miteinander umzugehen und auf der Basis von Liebe miteinander zu leben. Dabei ist er weder gefrustet noch griesgrämig und versteckt sich ja auch nicht. Wahrscheinlich kommt wirklich keiner auf die Idee, ihn irgendwo einweisen zu wollen, obwohl man den Kopf über ihn schüttelt. Wie das bei ihr ist, weiß man - die Öffentlichkeit - wohl (noch) nicht. Aber so oder so ist es zu akzeptieren. Wenn sie im Wald lebte, weil sie von der Gesellschaft frustriert war, ist auch das wieder ein Ruf nach Liebe, nur anderer Tonart als der von Öff-Öff... Wegen dem Besitz: Es ist unheimlich erleichternd, alles loszuwerden... so hab ich es erlebt, als ich auch einmal eine Zeit lang "außerhalb" lebte...
  16. sternenschein schreibt am 20.01.2009 um 20:49 Uhr:Ich finde eure Gedanken hierzu äusserst interessant und sehr differenziert.
    Erst einmal noch ein paar Zusatzinformationen.
    Die Frau arbeitete in einem Tanklager der russischen Armee als Zivilkraft. War geschieden und 96 arbeitslos, hatte einen erwachsenen Sohn und Tochter als sie ging.
    Vorher is sie auch schon einmal einfach weggegangen, wurde aber wiedergefunden.
    Sie sagte jetzt, sie will keinen Kontakt zu ihrer Familie, wollte auch am liebsten anonym bleiben. Ihr "Versteck" hatte sie in einem Dickicht, weit ab von allen Wegen gewählt.
    Sie ist in einem guten gesundheitlichen Zustand trotz der Kälte.
    Die Polizei geht davon aus, dass sie zu einigen Menschen im Dorf wohl Konakt hatte, die sie eventuell mit Nahrungsmitteln versorgten.
    Der Gemeindepräsident und die Behörden waren wirklic am überlegen, ob sie diese Frau zwangsweise in die Psychatrie einweisen lassen sollten.
    Darauf haben sie dann aber verzichtet, da sie niemanden gefährdet und auch sonst sich sehr deutlich ausrücken kann.
    Ich selbst denke auch, nur weil die Verwandten behaupten, sie sei psychisch labil, oder sie jetzt sagt, sie hat eine Mission,
    wäre es merkwürdig sie deshalb in die Psychatrie einzuweisen, wenn sie es garnicht will.
    Auch dass man sie dort weghaben will, wo man doch das ganze Jahr über von ihr garnichts bemerkte, finde ich übel. Man kann doch solche Menschen, wenn sie sich da wohlfühlen, wie die Frau sagt, nicht von Wald zu Wald hetzen.

    Die sollten ihr lieber dabei helfen, dass ihr "Unterschlupf" etwas stabiler und Winterfester wird.

    Den Analoggedanken von Landstreichern und Obdachlosen, die ja wohl auch hin und wieder im Wald nächtigen werden, ist ja auch ein Argument. Irgendwo müssen diese Menschen ja schliesslich schlafen.
    Liebe Grüsse
    sternenschein
    PS:Auf den einen oder anderen Gedanken von euch wil ich noch mal extra eingehen. Denn sie sind sehr nachdenkenswert.l
  17. 1mishou schreibt am 20.01.2009 um 20:56 Uhr:Ein paar Landstreicher haben bei dem See um die Ecke neben der Anglerhütte ihr Zelt aufgeschlagen und sind jetzt seit einigen Jahren dort. Keiner kommt auf die Idee, sie von dort zu verjagen. Sie dürfen sogar das Zelt unter das Vordach der Hütte stellen, sie fühlen sich da wohl und geben mir immer die besten Tips, wo ich Tiere im Dickicht finden kann für meine Fotos!
  18. AngelInChains schreibt am 20.01.2009 um 21:00 Uhr:Landstreicherei ist in einigen Gegenden/Laendern aber generell verboten. Ich weiss nicht, ob die Schweiz auch dazu zaehlt? Dann waere es LOGISCH, wenn bei der Frau auch keine Ausnahme gemacht wird. Ich sage nicht, dass ich das gutheisse, aber in einigen Gegenden ist es eben so, daher schreibe ich "logisch".

    Wobei es natuerlich eine Frage ist, ob man Menschen, die niemandem etwas tun, verscheuchen muss. Da sie niemanden stoeren, finde ich das persoenlich unnoetig, aber mich wundert es leider nicht mehr, dass soetwas geschieht, so oft, wie ich schon davon gehoert habe, dass Menschen ohne Gruende von irgendwo vertrieben wurden. Das betrifft nicht einmal nur Obdachlose, sondern jeden Menschen, der irgendwie von der "Norm" abweicht.
  19. 1mishou schreibt am 21.01.2009 um 06:48 Uhr:snorema, das hast du schön zitiert. Das drückt alles aus, was ich empfinde, wenn ich über diese arme Frau nachdenke. Oder sollte ich sagen reiche Frau? Denn reich ist sie, weil sie gelernt hat mit fast Nichts glücklich zu sein.
  20. Seren_a schreibt am 21.01.2009 um 09:38 Uhr:Ja, und sie hatte den Mut, der mir auch noch fehlt. Ich habe Bindungen, die mir noch zu eng sind, um sie hinter mir zu lassen, das ist das eine. Das andere ist: Man bekommt selbst so einen Ort streitig gemacht, wie man sieht... Wie man sich hier ernähren kann, auch ohne etwas von Menschen zu bekommen, das wüsste ich. Auch dass der Körper weit mehr tolerieren kann, als wir verweichlichten Zivi-Menschen das glauben... es ist ja vor allem der Geist, der das entscheidet...
    MIr geht es also nicht viel anders als Dir, sorema. Das Zitat ist wirklich schön und trifft es für mich genau.
  21. Seren_a schreibt am 21.01.2009 um 17:32 Uhr:Das Gedicht ist wunderschön, liebe snorema (sorry, vorhin ist das "n" untergegangen).
    Was die Ernährung betrifft, kann ich auf das Urkostforum hinweisen (findet man über google), dort sind Leute, die sich auf eine Weise ernähren, wie man das auch kann, wenn man im Wald lebt. Ich muss das mal zu meinen Links hinzufügen. Ich selbst habe dort viel gelernt und viel viel entdeckt... Was man alles essen kann, was sonst als Unkraut oder als giftig bezeichnet wird, oder als völlig ungenießbar. Die Rinde von jungen Birken ist essbar und schmeckt sogar gut (der innere Teil versteht sich)... Vogelmiere ist immer gut und immer da (selbst unterm noch Schnee zu finden), die Hagebutten sind im Winter immer da und sind unglaublich nahrhaft, man kann das Mark herauspressen, so dass die Kerne drin bleiben... "Fortgeschrittene" essen auch Moos - ich habs probiert, es ist so unglaublich intensiv und aromatisch, dass ich davon nur minimal essen konnte, natürlich kann man wie die Eichhörnchen Walnüsse sammeln und eingraben... usw. usw. Es ist halt was dermaßen anderes, dass einige nicht anders können als einen für verrückt zu erklären, wenn man das in den Bereich des Möglichen rückt. Es ist halt eine andere Welt als die des Schweinebratens. ;-) Der Körper braucht viel viel weniger Nahrung, als wir mengenmäßig normalerweise zu uns nehmen (vieles davon ist nur eine Belastung für den Körper).
    Ich nehme an, dass auch Öff-Öff und die Schenker zu dem Thema Ernährung einiges wissen, auch wenn ich es selbst noch nicht gelesen habe... sie haben eine Webseite, auch unter google schnell zu finden.
    Lieben Gruß
  22. 1mishou schreibt am 21.01.2009 um 19:22 Uhr:@snorema: Sehr schönes Gedicht!!!
    Das ist das tolle an Sternenscheins Einträgen, oft lockt er die Menschen, eine rege Diskussion zu führen und jetzt sogar zu Gedichten!!!
  23. sternenschein schreibt am 22.01.2009 um 03:39 Uhr:@1Mishou,
    dankeschön für das Lob, und aber auch in besonderen Masse für deine Gedanken zu diesem Thema.
    Ich dachte bei dieser Frau an das Buch von Marlen Haushofer "Die Wand" in dem sie über das Leben im Wald und der Einsamkeit als "letzter" Mensch der Welt schreibt.


    @snorema,

    freue mich, dass du hier gelesen, deine Gedanken und dieses Gedicht hiergelassen hast.

    Ich denke so ein Leben im Wald ist nicht ganz einfach.
    Denn Kälte ist Kälte, sie kann man sich kaum wegdenken, und ein Mensch kann bei zu tiefen Temperaturen doch Erfrierungen erleiden, oder sogar ganz erfrieren. Was ja jedes Jahr unter Obdachlosen zu Opfern führt.
    Zudem kann sehr einfaches Leben recht anstrengend sein und den Menschen ganz schön fordern.

    was ich nicht genau weiss, wie es hier in Deutschland aussieht. So weit ich es weiss, haben Obdachlose Anspruch auf Sozialhilfe. Diese ist gekürzt, da keine Wohnungsnebenkosten anfallen. Dass diese Personen aber Schlafsäcke sich kaufen müssten, eventuell ein Zelt welches beide auch vor sehr niedrigen Temperaturen schützt, wird nicht berücksichtigt. Ob sich jetzt ein Obdachloser bzw. Nichtsesshafter auch gezwungen werden, sich auf Arbeitsplätze zu bewerben, kann ich mir nicht vorstellen, da ohne Adresse und Wohnung dieses so gut wie aussichtslos ist.
    Die Frau in derSchweiz soll jetzt doch von ihrer Schwester abgeholt worden sein. Ob ich das jetzt gut finde, weiss ich noch nicht. Denn es sah eher so aus, als ob sie lieber dort "wohnen" geblieben wäre.

    der Regierungspräsident dort sagte ja, man könne sie nicht des Waldes verweisen. Denn jeder hat das Recht in den Staatswald zu gehen. Nur wohnen dürfe man dort nicht, oder feste Gebäude errichten.
    So hätten sie dann per Gerichtsbeschluss ein Betretungsverbot für sie letztendlich errecihen müssen, um sie von dort fernzuhalten.

    Die meisten Menschen haben ja schon Angst vor dem Alleinsein, können es nicht ertragen ohne andere Menschen zu sein.
    Da frage ich mich, Serena und Snorema, ob ihr euch vorstellt in der Einsamkeit in der Natur zu leben, oder eher in einer Gemeinschaft?

    Liebe Grüsse

    sternenschein
  24. sternenschein schreibt am 22.01.2009 um 04:33 Uhr:@Nicci,
    nein, ich glaube auch nicht, dass es etwas für dich wäre, wie für die meisten wohl nicht.
    Nur für die, die so leben möchten, sollte man vielleicht die Möglichkeit schaffen und ihnen dieses zugestehen.

    @Nerion,

    ja, den Tieren wird es auch nicht verboten, dort zu leben. Kann man wohl auch schlecht. Aber nicht, dass sie die Menschen die vielleicht im Wald leben auch noch als jagdbares Wild deklarieren.

    Bis jetzt erschiessen die Jäger ausser Wild ja meistens nur sich selbst gegenseitig, bzw. die Treiber.;-)

    @AngelInChains,

    Obdachlose werden teilweise bei uns ja auch schon ganz schön hin und hergejagt. In München z.B. war es mal eine zeitlang üblich die "Landstreicher" von der Polizei aus der Stadt zu verweisen und sie irgendwo draussen in der Landschaft abzusetzen.
    Frage mich gerade, was dann wohl passierte, wenn sie in einem Wald geschlafen haben, ob sie dort auch wieder weggejagt wurden?
    Irgendwo müssen solche Menschen ja bleiben, die können sich ja nicht so einfach in Luft auflösen.
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  25. TheNicciPain schreibt am 22.01.2009 um 07:52 Uhr:..wie gesagt: von mir aus kann jeder leben wo und wie er will .. für mich wäre es nix und ich wäre auch echt sauer, wenn jemand einfach so aus meinem leben verschwindet und ich mir jahrelang sorgen mache ... thats all!
  26. Seren_a schreibt am 22.01.2009 um 11:32 Uhr:Lieber Sternenschein, zu Deiner Frage: Als Kind wünschte ich mir immer, alleine - mit einem Hund allerdings - im Wald zu leben. Ich setzte das nicht um, lebe aber ziemlich zurückgezogen. Äußerlich kann ich Gesellschaft nicht so gut vertragen, jedenfalls nicht in dem Maße wie andere. Ich brauche viel Zeit für mich, bin viel Zeit in der Natur. Wenn ich alleine bin, bin ich niemals einsam. Ich spüre gerade dann mehr Gemeinschaft als wenn ich mit vielen Leuten zusammen bin...
    LG, Serena
  27. Seren_a schreibt am 22.01.2009 um 23:41 Uhr:Oh, aso, liebeR snorema... es klingt mit dem a am Schluss so weiblich. Genau, der Geist kann all das... Der eine geht in den Wald, um dort zu sterben, und stirbt. Die andere geht in den Wald um zu leben, und er lebt. Kälte und Nahrung sind nicht das Thema. Man braucht auch kein Moos oder Birkenrinde zu essen... es geht auch ganz ohne physische Nahrung. Aber das setzt natürlich eine Loslösung von den alltäglichen Denkschienen dieser Welt voraus. Und das ist keine leichte Sache, denn wir sind konditioniert und gehirngewaschen... geprägt auf Schwäche und Verletzlichkeit. Obwohl es immer Menschen gegeben hat und auch heutzutage, die gezeigt haben und zeigen, dass man darüber hinaus gehen kann...
    Ach ja, zu Deiner Frage noch, wer mir nahe steht... Ich fühlte und fühle mich eigentlich immer verbunden mit allen - d.h. wenn ich "bei mir" bin. Alleine kann man mit allen besser verbunden sein als wenn man physisch mit vielen zusammen ist. Also, mir geht es jedenfalls so... Mit wenigen Menschen kann ich mich auch ganz gut geborgen fühlen... besonders wenn sie mich ein wenig verstehen, aber davon gibt es nicht viele.
  28. Seren_a schreibt am 23.01.2009 um 00:16 Uhr:Das ist nicht geschmacklos, jedenfalls nicht von mir. Dieser Mann ist gegangen um zu sterben, es war sein Entschluss. Sein Tagebuch dokumentiert, dass er es wollte und Angst hatte, dabei entdeckt und gestört zu werden. Ich respektiere so eine Entscheidung. Geschmacklos sind mit Sicherheit die Gründe, die dazu geführt haben, diejenigen, die die Qualen verursacht haben, wegen derer er sich so entschieden hat... aber ganz sicher nicht meine Gefühle und meine hohe Achtung seines Lebens und seiner Entscheidung. Oberflächlichkeit finde ich geschmacklos.
  29. Seren_a schreibt am 23.01.2009 um 00:25 Uhr:Möchte noch hinzufügen, dass es bei dieser Aussage von mir, diesen beiden Beispielen unabhängig von meinen tiefen Gefühlen für diese beiden Menschen überhaupt nicht um eine Bewertung geht, sondern nur um eine Bestätigung dessen, was davor gesagt wurde, nämlich dass der Geist die Instanz ist, die entscheidet, und so geschieht es. Der eine Geist ist entschlossen, den Körper aufzugeben, also wird das geschehen. Der andere ist entschlossen, auf diese oder jene Art zu leben, und auch das geschieht. Es ging hier um die Macht und Kraft des Geistes, der eine Entscheidung gefällt hat, egal wie sie aussieht.
  30. AngelInChains schreibt am 23.01.2009 um 00:40 Uhr:Ich moechte es noch einmal verdeutlichen, anhand eines anderen Beispiels, wieso ich die Aussage "Wer es nicht moechte, muss ohne Nahrung nicht sterben" (Folge von "Man kann auch ohne Nahrung leben") geschmacklos aus meiner Weltsicht heraus finde: Denn wenn es so waere, dann stuerben die Menschen in Drittweltlaendern, die offiziell verhungert sind, aus eigenem Willen heraus? Dann kann es gar nicht sein, dass sie stattdessen lieber leben wollten? Denn wenn sie es gewollt haetten, haetten sie ja auch ohne Nahrung ueberlebt?

    An Jasmuheens Programm (1-3 Wochen ohne Nahrung und Wasser leben und dabei nicht abzunehmen und sogar voellig gesund zu bleiben; fuer die, die hier mitlesen und es nicht kennen) starben weltweit uebrigens auch schon einige Menschen. Die Dame hat es dann folgends erklaert: Sie haetten dann wohl nicht stark genug an ihre Lehren geglaubt, wenn es denn nicht geklappt haette.
  31. Seren_a schreibt am 23.01.2009 um 00:50 Uhr:Ich stelle nichts irgendwie hin. Ich sage, er hat sich entschieden, und so ist es geschehen. Dass das sein Entschluss war, steht in seinem Tagebuch. Wenn er es nicht gewollt hätte, wäre er ja wohl nicht auf einen Hochsitz im einsamen Wald gegangen und hätte dort auf Nahrung verzichtet. Er hat sich entschieden und dann etwas getan, um diese Entscheidung umzusetzen. DAS ist die Kraft des Geistes - sich zu entscheiden und entsprechend zu handeln.
    Wer ohne Nahrung leben will, kann das... wobei es auch auf die Motivation ankommt. So jemand muss den geistigen Weg ganz gehen wollen, nicht nur aus allerlei seltsamen Gründen nur das Essen weglassen wollen. Kontroverse Diskussionen um dieses Thema interessieren mich herzlich wenig, denn ich kenne persönlich so eine Person, die das über zwei Jahre lang getan hat, bei bester Gesundheit. Ich bewerte nichts, sondern ich sehe, dass das offenbar möglich ist, so wie vieles andere auch.
  32. Seren_a schreibt am 23.01.2009 um 00:58 Uhr:Ach so, die Menschen in den Dritte-Welt-Ländern müssen jetzt herhalten. DAS ist geschmacklos! Sie haben sich weder für das eine noch für das andere entschieden, das können sie in ihrer Lage gar nicht... es ist UNSERE Verantwortung, dafür zu sorgen, dass unsere Mitmenschen in diesen Ländern nicht an Hunger sterben. Denn wir sind die Stärkeren. In ihrer so schwachen Lage können sie sich gar nicht zu irgendetwas entschließen. Um einen Entscheidung zu treffen und einen Entschluss durchzusetzen ist eine gewisse Kraft vonnöten, sowohl körperliche als auch geistige. Diese Menschen sind einfach Opfer unserer Politik und Unmenschlichkeit. Und es geht so weiter, bis wir anfangen, Liebe zu entwickeln und das zu verhindern.
  33. 1mishou schreibt am 23.01.2009 um 07:24 Uhr:Könnt ihr nicht aufhören, euch zu streiten, wo ihr doch beide eigentlich das Gleiche denkt?
    Fakt ist, dass es Menschen gibt, die an Hunger sterben müssen, das ist doch allein schon schlimm genug. Sich deswegen gegenseitig vorzuwerfen der andere sei geschmacklos, ist doch nicht sinnig oder?
    Fakt ist auch, dass man mit keinem Geld der Welt den Hunger in Afrika stoppen wird, das ist meine Vorstellung. Man müsste Bedingungen schaffen, dass sie sich selbst ernähren können, nur so würde es funktionieren.

    Was anderes: Ich habe mich mal eine zeitlang intensiv mit den Obdachlosen in meiner Gegend beschäftigt (sie besucht und mit ihnen diskutiert) und ich weiß ganz sicher, dass sie alle steif und fest behauptet haben, sie würden nichts lieber wollen, als auf der Straße leben und frei sein. Sie wetterten alle gegen den Staat und von dem wollten sie lieber unabhängig sein. Ach, dachte ich, aber Leute um ne Mark anschnorren ist keine Abhängigkeit oder wie? Aber ich hab dazu nix mehr gesagt, weil ihre Meinung war so eingefahren, dass da nix mehr ging. Aber vielleicht sind die Obdachlosen von Heute ja wirklich ohne eigenen Antrieb hinein geraten...meine Kontakte sind schon ne Weile her!
  34. Seren_a schreibt am 23.01.2009 um 09:51 Uhr:1mishou, Du hast Recht... ich hab keine Lust zu streiten und ich glaube auch, dass wir dasselbe denken. Und es tut mir leid, dass ich mich hab hinreißen lassen, so emotional zu schreiben. Aber so bin ich manchmal auch: emotional, wenn ich glaube, nicht richtig verstanden zu werden, besonders wenn mir etwas ganz wichtig ist... z.B. diese zwei Menschen, die aus dem gewöhnlichen Rahmen ausgebrochen sind und der Welt etwas zeigen. Ich fühle mich beiden sehr nahe.
    Also, ich nehme das "geschmacklos" zurück, liebe AngelInChains, und höre auf, mich zu rechtfertigen. - Wer mich versteht (und das auch will), versteht mich, wer nicht, der nicht, und das ist genau genommen nicht einmal schlimm, denn sooo wichtig bin ich und meine Meinung nicht... ---
    Zu dem über Obdachlose würde ich gern noch was sagen: Es ist klar, dass sie das verteidigen. Zuzugeben, dass man versagt hat und sich in einer Situation befindet, die man selber nicht gut findet, ist irgendwie nicht so einfach. Ich kann ein klein wenig mitreden... ich war eine Zeit lang in einer ähnlichen Situation... Ich habe das überlebt, indem ich betete und langsam die Kraft fand, mich wieder der Welt zuzuwenden, was nicht einfach war. Irgendwann fühlt man sich einfach nicht mehr dazugehörig und hat Angst, überhaupt wieder mit "normalen" Menschen zu sprechen. Was soll man tun, wenn man nicht systemkonform tickt? Was soll man tun, wenn man nicht so viel Power hat wie die anderen? Nicht so viel leisten kann oder nicht DAS, was gefordert wird... Ausbrechen oder sich anpassen. Ich habe mich angepasst... und bin unzufrieden damit. Bin gerade jetzt an einem Punkt angelangt, wo ich das wieder hinterfrage, wo alles in mir gärt... und ich eben deshalb auch sehr emotional bin...
    Die Frau ist in dem Sinne keine Obdachlose wie die, die man eben so nennt... sie ist einen eigenen Weg gegangen.
  35. 1mishou schreibt am 23.01.2009 um 14:44 Uhr:@ seren_a: Gut, ich kann deine Gefühle ein Stück weit nachvollziehen. Deine Zweifel und deine Emotionen haben ja einen Grund...das ist einfach nur, weil du ein Mensch bist und kein Stück Holz oder ein Backstein!
  36. 1mishou schreibt am 29.01.2009 um 00:54 Uhr:@Snorema: Bei Sternenschein darf man eigentlich immer schreiben, was einem auf dem Herzen liegt! Darum treffen wir uns ja auch immer regelmäßig hier bei ihm und entfachen eine rege Diskussion.
  37. lano schreibt am 02.11.2009 um 22:11 Uhr:
    Nerion:Ich meine, es ist ja auch nicht so, dass wir den Tieren des Waldes das leben dort gestatten. Der Wald gehört sich selbst und nicht den Menschen.


    Doch wir gestatten ihnen das nur, den Tieren.
    Und auch nicht der ganze Wald, wir haben sogenannte Wildschutzzäune.
    Kommen sie zu nah an unsere Häuser weden sie vertrieben, Wildschweine zb.
    Aber es gibt auch Listentiere, Bruno der Braunbär zb. der war als Bär zu gefährlich und man musste ihn erschießen.

    Jedenfalls ist das in Deutschland so, aber ich denke auch in der Schweiz.

    Wir lassen den Tieren wie den Indianern auch ein bisschen Land zum rumtollen, mehr nicht. Hunde, Katzen, Vögel, Schweine, sperrt man allerdings ein. die brauchen wohl nicht soviel Freiheit.

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