Gedanken oder Fragen

19.06.2009 um 07:27 Uhr

Sklaverei war unmenschlich

Stimmung: gut

Sklaverei bedeutete ein fundamentales Unrecht, Grausamkeit, Brutalität und Unmenschlichkeit.
dieses erkannte der US Senat jetzt in einer Resolution an.

Wurde ja auch mal langsam Zeit.

Dieses Unrecht liegt nicht nur auf amerikanischer Seite. Denn viele europäische Handelshäuser, Reedereien sowie Bankhäuser verdienten früher mit und an dem Sklavenhandel sehr viel Geld.
Einige Schweizer Banken und Geldhäuser wurden durch die Beteiligung an dem Sklavenhandel erst zu europäischen Grossbanken.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Menschheit. Der Mensch als Ware.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. LunaPiena schreibt am 19.06.2009 um 07:34 Uhr:und doch wird diese geschichte weitergeschrieben, einfach der heutigen zeit angepasst,
    wie z.b. 1 euro job's und ähnliches

    lg
    luna piena
  2. Seren_a schreibt am 19.06.2009 um 11:59 Uhr:Ein wahres Wort, luna piena!
  3. Rabenmutter schreibt am 19.06.2009 um 12:34 Uhr:...außer dass man körperlich nicht misshandelt werden darf, hat sich wirklich nicht viel geändert...
  4. AngelInChains schreibt am 19.06.2009 um 15:54 Uhr:Da kann ich zustimmen, leider.

    Dass die USA das erst heute anerkannt haben, ist schon verwunderlich. Andererseits frage ich mich, ob denn andere Staaten, in denen die Sklaverei existierte, soetwas je geaeussert haben? Wenn wir einfach mal ein paar Jahrhunderte zurueck denken - bis Jahrtausende - dann hatten wir im gesamten europaeischen Mittelalter "Sklaven" (zB in Form der Lehnsmaenner) und so auch in der griechischen und roemischen Antike.
  5. Rabenmutter schreibt am 19.06.2009 um 16:57 Uhr:... und heutzutage werden sie z.B. von Zeitarbeitsfirmen verliehen ...
  6. Chihiro schreibt am 19.06.2009 um 17:20 Uhr:man lese einfach mal die Geschichte des bekannten hamburger Zoos Hagenbeck, der mitte des 19. Jahrhunderts mit "Völkerschau" begonnen hat.
    Zu der Zeit, war es normal, Gruppen aus fremden Ländern unserem hochnäsigen Volk zu präsentieren, ganz besonders wurde immer auf die andersartigkeit hingewiesen.
  7. Rabenmutter schreibt am 19.06.2009 um 17:35 Uhr:Ja, der Zirkus Sarassani (oder Sarrasani - ich schreib das immer falsch, dabei sind die mit mir verwandt...) hat früher auch "kuriose" Menschen ausgestellt... :-(
  8. AngelInChains schreibt am 19.06.2009 um 17:51 Uhr:"ALLE" haben frueher Voelkerschauen angeboten. So grausam es klingt, es war damals der Zeitgeist. Falsch war es, aber man kann nicht einzelnen Personen eine Schuld zuweisen, weils ein Massenphaenomen war. Man kann hoechstens sagen, das damals vorherrschende Denken war menschenunwuerdig.
  9. sternenschein schreibt am 20.06.2009 um 06:12 Uhr:Wenn man sich das vorstellt, wir würden heute in einem Zirkus oder Zoo in einem asiatischen oder afrikanischen Land in einer Völkerschau vorgeführt und ausgestellt.
    Merkwürdig.
    Klar, die Leibeigenschaft hier unterschied sich auch nicht sehr von der Sklavenhaltung.
    Die Zwangsarbeit sowie die KZ's im dritten Reich waren teils wohl noch schlimmer.
    Da ging es ja nur zum Teil um arbeiten, zm anderen Teil um vernichten durch Arbeit.
    Und ihr habt recht, heute gibt es auch wieder "Zwangsarbeit" ohne Misshandlung. Obwohl im Grundgesetz steht, wir habendie freie Berufswahl und es darf niemand zu einer Arbeit gezwungen werden.
    Es ist schon merkwürdig, wie Menschen mit Menschen umgingen und auch immer noch umgehen.
    Danke für die Kommentare.
    Liebe Grüsse
  10. LunaPiena schreibt am 20.06.2009 um 13:50 Uhr:lese ich eure beiträge, dann kommt mir eine sklaverei in den sinn wo noch tagtäglich
    aktuell ist auf der ganzen welt.

    die prostitution die gekoppelt ist an zuhälter !
    diese frauen verlieren nicht nur ihre eigenbestimmung sondern werden auch unter
    zuhälter wie ne ware weiter verkauft.
    als würde das nicht schon reichen, werden sie verprügelt bis hin das sie umgebracht
    werden und irgendwo verscharrt.

    wo ist der unterschied zu der sklaverei die von den usa endlich anerkannt werden ?

    - die nachkommen gehen nicht automatisch in die sklaverei
    - schwerpunkt liegt ausschliesslich bei den frauen
    - produktionsländer weltweit (herkunftsländer der frauen)
    - hautfarbe egal bzw. abhängig vom modetrend der freier
    - und und und

    also von der menschenverachtung her und der handelsware mensch als solches
    fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass es keine sklaverei mehr geben soll

    ne andere variante die ebenfalls alltag ist, findet man vorwiegend in den armen länder
    wo man den eltern die kinder abkauft.
    die kinder der prostitution, kinderarbeit oder ähnlichem zuführt....

    werden solche kinder von adoptionswilligen paaren gekauft, hat es für mich nichts
    mit glück für das kind zu tun, denn es ist und bleibt ein menschenhandel der untersten
    schublade


    aber eben wohin man sieht, findet man überall mehr oder weniger neigungen wo die
    fremdbestimmung vorherscht über einen erwachsenen mündigen menschen und kinder
    können noch weniger dagegen setzen als es die erwachsenen können.......

    sklaverei im weitesten sinne wird es wohl immer geben, die einfach der jeweiligen zeit
    angepasst wird und einen neuen namen erhält
  11. AngelInChains schreibt am 20.06.2009 um 16:03 Uhr:Wenn man es ganz streng nimmt, verkaufen sich doch sehr viele Leute. Nicht nur Protituierte, sondern zB auch Models... Aber eigentlich auch jeder(!) Dienstleister, der irgendwie andersweitig seinen Koerper zur Verfuegung stellt. Und ganz "freiwillig unfrei" sind auch all die Menschen, die sich von der Mode versklaven lassen und keine eigenen Entscheidungen mehr treffen. Und wie viele Jugendliche werden von ihren Eltern versklavt? Fast jeder Mensch auf der Welt ist, streng genommen, irgendwie ein Sklave (wenn man darunter jemanden versteht, der auf eine Weise unfrei ist, und vielleicht zusaetzlich auch noch sich selbst verkauft), nur der "Grad" des Sklaveseins ist anders. Mal gilt die Unfreiheit als "normal", mal als verwerflich. Mal entsteht Leid, mal nicht.

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