Gedanken oder Fragen

07.11.2009 um 14:45 Uhr

Suche nach dem Sinn

Stimmung: gut

Wo können wir anfangen zu suchen?
Wenn wir uns auf die Suche nach des Lebens Sinn begeben?

Die Sinnsuche ist eine schwierige Suche. Der Sinn verbrigt sich oftmals, lässt sich nicht erkennen.
Ja entzieht sich uns, manchmal wohl um so mehr, je stärker wir danach suchen.

Und glauben wir ihn gefunden zu haben, ihn fest in den Händen zu halten, so stehen wir anderntags doch oftmals wieder mit leeren Händen da. Halten nur noch ein Fragment einer leeren Hülle dessen, was wir für den Sinn hielten in unseren Händen.
Einige sagen, sie fühlen sich so unendlich leer, da sie den Sinn nicht finden oder erkennen könnten, der in ihrem Leben liegt. Ein wohl wahrlich trauriges und beklemmendes Gefühl, diese innere Leere.
Es ist nicht einfach mit dem Sinn.

Wer nicht den Sinn des Lebens im Herzen sucht,
der sucht vergebens, kein Geist und wär er noch so reich, kommt einem edlen Herzen gleich.

Zitat: Friedrich von Bodenstedt
1819 in Peine geboren, 1892 gestorben.

Ein sehr schönes Zitat, wie ich finde.
Liegt es daran, dass so viele Menschen immer weiter auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens sind?
Daran, das sie im äusseren danach suchen und nicht in ihrem eigenen Herzen?.

Besteht der Sinn des Lebens darin, Reichtümer anzuhäufen, Dinge zu besitzen, berühmt zu werden? Sollte dieses alleine unser einziges Ziel und Streben sein?
Ich glaube nicht.

Ich wäre glücklich wenn......ich dieses und jenes hätte. Wie oft hören wir so etwas. Und was ist, wenn es wirklich so kommt. Wie lange hält dann das Glücklichsein an?
Es ist alles nur geliehen. Nichts von dem was wir materiell besitzen, können wir mitnehmen oder auf immer und ewig behalten. Irgendwann müssen wir gehen und alles hier angesammelte zurücklassen.
Der Sinn des Lebens wird wohl nicht darin liegen.
Vielleicht liegt er eher in dem loslassen, zurücklassen, hingeben?

Ob Friedrich von Bodenstedt den Sinn seines Lebens je gefunden hat, ich weiss ich nicht.
Er war ein recht rast und ruheloser Mensch, der viel reiste. Den Orient, Russland und Amerika auf seinen Reisen durchquerte. .
Unter anderem Bücher schrieb und Puschkin übersetzte.
Sich darüber wunderte, dass Frauen und selbst 12 jährige Kinder in den USA die Pferde ritten oder gar selbst die Kutschen lenkten, das die Funken an den Steinen nur so stieben, wie er schrieb. .
Ob er auf seinen Reisen seinen eigenen Lebenssinn fand, wer weiss?

Gibt es den Sinn des Lebens? Oder suchen wir nur nach einem Irrlicht da draussen oder drinnen in uns?
Ich selbst denke, es gibt einen Lebenssinn, denn weshalb sollte es sonst so sein, wie es ist?
Werde noch mal in meinem Herzen danach suchen gehen. Wer weiss, wie er heute aussieht?;-)
Der Sinn.
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. rougenoir schreibt am 07.11.2009 um 16:06 Uhr:Ich denke (auch), dass materielle Dinge, die wir besitzen wollen nur ein Ersatz dafür sind, was wir eigentlich wollen. Denn "wir wollen alle mehr oder weniger dasselbe" ... ;) überleben und glücklich sein *hehe*. Nun denken wir aber leider, dass Besitztümer oder auch die Anerkennung (oder vielleicht auch das Begehren ... oder so, Liebe würd ich das nicht nennen, ich weiß auch ehrlich gesagt garnicht so wirklich, was wirklich Liebe ist, vielleicht sollte ich das rausfinden ... MEIN Sinn des Lebens *g*) von möglichst vielen anderen Personen uns wirklich glücklich machen können ... und sehen eben "den Sinn des Lebens" darin genau das zu erreichen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das Dilemma vieler, die das erreicht haben, von dem sie dachten es würde sie glücklich machen, darin liegt, dass es sie nicht wirklich glücklich macht.
    Ich bin also mehr oder weniger meistens davon überzeugt, dass es den Menschen glücklich macht, wenn er einfach ... öhm frei ist und geliebt wird, und liebt ... mit seinen Eigenheiten ;) und so weiter und so fort.

    Ob es da jetzt einen höheren Sinn im Leben gibt?! Keine Ahnung, muss es für mich auch nicht geben, eigentlich will ich momentan einfach nur glücklich sein ;).

    Liebe Grüße
    Lieselotte
  2. AngelInChains schreibt am 07.11.2009 um 16:22 Uhr:Der Sinn ist doch erstmal das Leben selbst, egal, wie es kommt. Wenn einem das nicht genug ist, dann kann man sich natuerlich ein paar Zusatz-Sinne suche ;) Das ist ja eine ziemlich individuelle Frage.

    Ich persoenlich moechte einfach ein moeglichst glueckliches Leben leben, bis ich dann irgendwann sterbe. Das waere doch schon gut genug. Egal, wie "gluecklich" jetzt zu verstehen ist. Sinnlos faende ich mein Leben nur, wenn ich am Ende denken wuerde: "Nun sterbe ich und habe gar nichts erreicht, war nichtmal gluecklich, also haette ich auch gar nicht geboren werden muessen."

    Natuerlich koennen wir nach dem Sinn auch viel logischer fragen. Das geht dann wohl tatsaechlich darueber, was man erreicht hat. Hat diejenige Person der Gesellschaft irgendetwas gebracht, oder waere alles dasselbe gewesen, haette sie niemals gelebt? Aber diese Definition finde ich persoenlich sehr emotionslos, und Emotion macht im Leben viel aus und sollte deswegen bei der Sinnsuche nicht ausgeklammert werden.

    Daher sehe ich es als Sinn an, einfach gluecklich gewesen zu sein, auf welche Art auch immer, und egal, ob man fuer die Welt irgendetwas Grosses geschaffen hat, oder nicht. Hauptsache, man selbst war gluecklich.
  3. Sadeyes schreibt am 07.11.2009 um 16:50 Uhr:Ich bezweifele es eher, dass es "den" Sinn des Lebens gibt. Jeder bekommt irgendwo seine Aufgaben gestellt und hat seinen ganz besonderen und eigenen Lebensweg.
    Ich finde es richtig und wichtig zu versuchen, zu verstehen, zu lernen. Es gibt so viel da draußen und in uns. Aber einem Phantom nachzujagen... kommt man da je ans Ziel? Ist das nicht eher eine Vermeidung des Lebens an sich? Dem, das sich gerade abspielt... dem Hier und Jetzt?
    Ich glaube, es geht mehr darum, sich selber kennenzulernen mit allen Facetten. Das Leben auch mit all seinen Tiefen zu akzeptieren. Herauszufinden, was einen erfüllt und glücklich macht.
    Sich öffnen können... zum Leben ja sagen... immer wieder...

    Liebe Grüße
  4. Lyriost schreibt am 08.11.2009 um 08:40 Uhr:... wir suchen bang in Zeit und Raum
    was nur im Ewigen zu finden.
    Sagt Hermann Hesse.

    Liebe Grüße sagt
    Ly
  5. Erdbeerkuchen schreibt am 08.11.2009 um 21:57 Uhr:Sehr schön geschrieben und deinen Gedankengängen ist wohl auch nichts mehr hinzuzufügen.
    Viele Grüße
    Erdbeere
  6. sternenschein schreibt am 10.11.2009 um 02:16 Uhr:Liebe Lieselotte,
    du sprichst das Dilemma an, von der Vorstellung wenn ich das noch habe, dann bin ich ganz bestimmt glücklich.
    Um dann zu merken, es ist nur sehr vorübergehend und nicht wirklich nachhaltig, dieses besitzende Glück. Und schon muss eine Steigerung her, die allerdings auch nicht glücklicher macht.
    Kann diese Suche des Glücks im aussen überhaupt erfolgreich sein? Dieses sich abhängig machen in seinem Befinden von anderen Dingen und Personen.
    Kurzfristig vielleicht, aber längerfristig ist dieses doch sehr die Frage.
    Ich glaube schon, dass dieses geliebtwerden und lieben, so wie man ist, schon dazu beitragen kann.

    Liebe AngelInChains,
    das wäre natürlich ein fatales Fazit, sich am Lebensende zu sagen, ich hätte auch garnicht geboren werden müssen. Es hätte nichts geändert.

    Ich bin fest davon überzeugt, jeder Mensch erreicht etwas, verändert das Leben der anderen auf die eine oder andere Art. Selbst wenn es nur in Kleinigkeiten ist.

    Ziel sollte es wohl wirklich
    sein, wie du es sagst, ein glückliches Leben zu führen was jeder für sich definieren muss was das für ihn ist.
    Ich hätte fast gesagt, irgendwann auf ein erfülltes Leben zurückblicken zu können, aber da kann auch jeder unter "erfülltes" Leben etwas anderes verstehen.
    Für den einen mag es dieses sein, wenn er viel reiste, viel gesehen hat, für einen anderen, wenn er sich in ein Kloster oder einer Erimitage zurückzieht.
    Für den einen, wenn er der Hektik und der Schnelligkeit frönt, für den anderen wenn er die Zeit entschleunigt hat.
    Für mich persönlich wäre es zuviel, wenn ich am Ende sagen könnte, ich habe soviel erlebt und gesehen, es war soviel, dass ich schon garnicht mehr weiss was es alles war. .;-)

    Liebe Grüsse
    sternenschein
  7. sternenschein schreibt am 10.11.2009 um 02:53 Uhr:Liebe Sadeyes,
    den generellen Sinn des Lebens, der für alle gilt, wird es wohl tatsächlich nicht geben.
    Du hast Recht, jedes Leben ist anders und ganz eigen, wohl auch in seiner Aufgabenstellung und Abläufen.
    Sich selber kennenzulernen, anzunehmen, zu sehen, mit seinen ganzen Facetten und das Leben auch mit seinen Tiefen zu akzeptieren fällt wohl vielen sehr schwer.
    Ich finde aber auch, schon darin liegt ein ganzes Stück Sinn.

    Hallo, lieber Lyriost,
    ich musste über das Hesse Zitat lachen, auch wenn es gut ist.
    Denn wieviele glauben nicht an die Ewigkeit? Wo sollen sie dann suchen, wenn es sie für sie nicht gibt?
    Ich selbst denke, wir wussten "vorher" was unser Sinn sein wird, und wir werden "nachher" wissen ob wir diesen, unseren Sinn mehr oder weniger erfüllt haben.
    Aber das ist eine Glaubens oder Ansichtssache.

    Wobei, nebenbei gesagt, mir die Ewigleit schon fast wieder Angst macht, ich wüsste nicht ob ich sie haben wollen würde. Sie ist so "ewig"!
    Dieses zu beurteilen ist schwierig, da man kaum etwas beurteilen kann, was man nicht kennt.


    @Erdbeere,
    dankeschön für deine Worte.

    Jetzt noch eine Frage an euch.
    Etliche schreiben sie fühlen sich so endlos leer. Spüren nur eine grenzenlose Leere in sich und können deshalb keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen.

    Manchmal nach einer Trennung oder dem Verlust eines Menschen, manchmal auch nach Umbrüchen im Leben.
    Diese Gefühl der inneren Leere lässt sie einfach nichts mehr empfinden.
    Eine derartiges Gefühl von innerer Leere kenne ich garnicht.
    Ich war zwar auch schon mal depressiv, aber doch war sebst zu der Zeit, die Vergangenheit angefüllt und hatte ihren Sinn, nur die Zukunft erschien kaum bewältigbar oder nicht erstrebenswert bzw. sinnvoll. Vieleicht hatte ich auch einfach gedacht, ich hätte meinen Sinn schon erfüllt.
    Nur dieses leere Gefühl hatte ich dabei nicht.
    Kennt von euch einer dieses Gefühl der inneren Leere, der Sinnlosigkeit und wie könnte man es ändern, wenn es auftritt?
    Wodurch ist es bedingt?

    Liebe Grüsse an euch..
  8. Sadeyes schreibt am 10.11.2009 um 11:15 Uhr:Ich kenne das in verschiedenen Varianten, weiß aber nicht, ob Du eine davon meinst. Eine , wie Du auch schon gesagt hast, durch Verlust hervorgerufen, wenn ein geliebter Mensch auf einmal aus dem Leben verschwindet und eine so riesige Lücke hinterläßt, dass sie zu groß ist, um sie relativ bald wieder ausfüllen zu können. Hier ist einfach Trauer und sich Zeit geben angesagt.
    Die andere Leere, die ich kenne, wird durch übergroße Erschöpfung erzeugt. Wenn man so lange funktioniert und auf hohem Level Leistung bringen muss, der Körper aber zu wenig Ruhe bekommt. Irgendwann ist man an einem Punkt angelangt, wo man so erschöpft ist, dass man innerlich leer wird. Hier hilft eigentlich nur Ruhe, auch wenn es in so Situationen oft fast unmöglich erscheint, sich eine Auszeit zu verschaffen. Denn in dem Moment, wo man sich ausruht, fühlt man sich oft schuldig, wegen den Dingen, die man noch erledigen muss und der Angst und dem Druck, das alles nicht zu schaffen. Wenn man da nicht aufpasst, ist man Ruckzuck in einem ziemlich schwierigen Kreislauf gefangen.
    Für mich fast das schlimmste war, als ich mich durch all das Leid und die vielen schlimmen Dinge und all den Stress von meinen eigenen Gefühlen distanziert habe (sowas kann auch durch ein Trauma entstehen). Irgendwie mußte ich ja immer weiter funktionieren und weil immer so viel war, hab ich eben meine Gefühle weggeschoben und versucht, zu ignorieren, sie nicht zu fühlen oder zu betäuben. Mit dem Erfolg, dass ich nach einiger Zeit gar nicht mehr imstande war, überhaupt noch was zu fühlen. So Basisdinge schon, aber das war alles wie durch einen Nebel. Das ging so weit, dass ich das Gefühl hatte, ich bin nicht mehr ich. Und das war ziemlich beängstigend. Auch gerade, weil ich gar nicht wußte, wie ich wieder zu meinen Gefühlen finden sollte.
    Hier haben mir Ruhe und so eine Art Meditation geholfen. das heißt, ich versucht, mich immer wieder erst auf meinen Körper zu konzentrieren, was ich wo gerade fühle, wie zB heiß/kalt, etc. Und später dann auf meine eigenen Gefühle. Also, was ruft diese Situation in mir hervor. Was fühle ich und wo in meinem Körper. Langsam geht es wieder, aber es ist noch sehr wackelig und das leichteste bissel, das mich dann doch wieder belastet oder überfordert, wirft mich da wieder raus. Aber es wird immer besser.
    Und ganz manchmal fühle ich auch eine Leere, wenn ich daran denke, wie schwierig wohl auch noch die nächsten Jahre werden (könnten) und ob und wann ich es mal da raus schaffe. ich glaube, da hilft nur Akzeptanz. Dass man selber so ist, dass das Leben so ist. Und der Glaube, dass es auch immer wieder besser werden kann.
    Vielleicht hast Du nie so gefühlt, weil Du, egal was passiert ist, nie verlernt hast zu glauben und zu akzeptieren, dass das Leben eben so ist und da auch die Schattenseiten dazu gehören?
  9. AngelInChains schreibt am 10.11.2009 um 16:25 Uhr:Ich kenne diese schlimmere, totale Leere aus zwei Situationen: nach Traumata wie schweren Unfällen (wobei das wohl das ist, was medizinisch als "Schock" bezeichnet wird, und was ja weiter bekannt ist), und dann gibt es dieses Gefuehl auch bei Depressionen manchmal, allerdings auch nur nach besonders belastenden Ereignissen (vielleicht auch eine Form von Schock?).

    Ich kann mir sogar einen sinnvollen koerperlichen Mechanismus dahinter vorstellen: Der Koerper schaltet alles ab, damit die belastende Situation nicht mehr belastend wirkt. Nur dummerweise vergisst der Koerper bei manchen Menschen dann wohl ab und zu, danach wieder umzuschalten. Wobei es ja komisch ist, dass man bei dieser Leere doch was fuehlt, und zwar, dass diese Leere unangenehm sei. Also "Leere" und gar keine Gefuehle sind wohl doch nicht gleichzusetzen, sonst wuerde man ja nicht merken, dass einen die Leere stoert.

    Und da kommt dann das Problem SVV rein. Diese Leere wuerde ich persoenlich als Art Mauer beschreiben. Man ist wirklich nicht faehig, zu denken, und ist wirklich einfach blind. Es fallen einem keine Loesungen ein und man sieht auch nichts Positives mehr, ebenso fuehlt man sich die gesamte Zeit permanent bedroht. Es ist ein ganz schreckliches Gefuehl, in dem man hilflos ist, weil man nicht mehr logisch denken kann. Also insofern erinnert es mich schon stark an ein Unfalltrauma, nur, dass es aus fast nichtig erscheinenden Gruenden ploetzlich wieder auftreten kann. Und was diese Mauer zum Einsturz bringt, ist nur ein extremer Impuls. Bei vielen wohl leider auch SVV.

    Ich weiss es von mir selbst noch, einmal habe ich auch so gehandelt, da war diese Blockade wirklich von einer Sekunde auf die andere weg, ich fuehlte mich ploetzlich wieder ganz toll, konnte wieder genauso denken, wie sonst, und hatte wieder Zuversicht. Nur dummerweise hielt der Zustand keine zwei Minuten, dann war die Mauer wieder da. Und was schreit es dann natuerlich im Hirn? "Noch mehr SVV, dann gehts dir noch einmal besser!" Ein fataler Suchtmechanismus, auf den ich mich dann irgendwann auch nicht mehr eingelassen habe.

    Wobei ich nicht sagen wuerde, ich waere "geheilt". Ich wuerde nicht dafuer garantieren wollen, dass ich nicht rueckfaellig werde, wenn ich mich mal wieder so schlimm fuehlen wuerde. Das Schlimme ist ja, dass einem durch diese Blockade ja die geistige Flexibilitaet fehlt und man daher auch schlecht urteilen kann, was man lieber machen sollte un d was nicht. Also ich denke, viele Leute in der Situation greifen dann einfach zu SVV, weils das erste ist, was ihnen als "Loesung" einfaellt, wenn es auch nicht dauerhaft wirkt. Wie gesagt, die Urteilsfaehigkeit ist in dem Zustand einfach enorm herabgesetzt. (Uebrigens finde ich daher den Vergleich zu Drogenrausch und Drogensucht sehr passend).
  10. rougenoir schreibt am 10.11.2009 um 22:21 Uhr:Früher hatte ich diese "leerzustände" Wochenlang, heute reicht ein Musikwechsel, irgendeine sinnlose oder sinnvolle Beschäftigung und das Gefühl ist weg ... Na ja, eigentlich ist es fast immer da, aber ich bemerke es nicht, weil ich einfach nicht "da" bin ... irgendwo in der Traumwelt verschollen. Eigentlich ist das auch eine meiner Süchte (?), aber das fällt mir erst jetzt auf. Wenn irgendwas besonders anstrengend, langweilig oder sonstwie unangenehm für mich ist, dann bin ich einfach "weg".
    Ansonsten wird das irgendwie anders betäubt, ... Fernsehn, Internet, permanente musikalische Berieselung ... äh, essen oder auch nicht essen um mich glücklich zu machen, wobei mich ersteres direkt danach längerfristig unglücklich macht und ersteres für längere Zeit sehr glücklich. Oder ich kaufe irgendwas, egal was (aber meistens ist es doch fast sinnvoll) ...
    Irgendwas muss immer getan werden, damit die Zeit vorbei geht und das möglichst schnell und vergnüglich ;).

    Eigentlich versuche ich also permanent diese Leere zu betäuben. So ungefähr wie Sportler fit gespritzt werden mache ich mich so mehr oder weniger Lebensfähig (es funktioniert nicht wirklich, aber immerhin so ... halb vielleicht *g*) ... ach ja, ich lache auch noch über alles und immer ;), hab ich ganz vergessen.

    Nundenn ... das Kernproblem? Hmmm ... scheint mir ein größeres Problem zu sein, als dieses halbe Leben, oder einviertel?!
    Jah, Trauma ... soweit ich weiß. :)

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