Gedanken oder Fragen

20.05.2010 um 20:19 Uhr

Vergiss ihn

So oft wird nach einer Trennung gesagt:
"Verrgiss ihn"


Doch ist es wirklich so einfach?
Kann man einen Menschen den man einmal liebte, so einfach vergessen?

Fällt dieses "darüberhinwegkommen" mit zunehmendem Alter und Reife leichter als in der Jugend oder ist es eher umgekehrt?

Nabby ist erst 16, und doch leidet sie sehr darunter ihn nicht vergessen zu können.
In einem Kommentar zum Thema
schrieb sie: 

nabby schreibt am 19.05.2010 um 14:42 Uhr:
Es sagen immer alle,vergiss ihn vergiss ihn,aber diese Leute wissen nicht was wahre Liebe ist.
Ich versuche set 2 jahren,diesen Jungen zu vergessen,wir waren fast 2 jahre zusammen.und nun,läuft er an mir vorbei als wär ich Luft für ihn,er macht mit seiner neuen vor meinen Augen rum..Und sagt allen,dass ich sein größter fehler war und ich hoffentlich sterben soll,ich bin mir so sicher,dass ich ihn nicht vergessen kann ! Ich hatte schon viele nach ihm,nur um ihn zu vergessen,aber alles ist gescheitert. ich hatte nie die zuneigung von mein eltern,sie haben mich wie dreck behandelt,alles Lief nicht in meinem Leben und dann kam er ! Und ich hab das erste mal gemerkt was es heißt wenn man sich bei einem wohlfühlt,seit wir nicht mehr zusammen sind geht mein leben den bach runter,was würde ich nur alles dafür tun wenn er einmal hallo zu mir sagen würde. ! ich lag schon im krankenhaus,weil mein kreislauf schlapp gemacht hat,und soltle zum pyschologen..er hat das mitgekriegt und gelacht und meitne sie ist krank ! und wenn alle sagen wieso hasst du sie ? SAGT er einfach so,sie ist einfach uncool.
Aber kann man sowas nach Zwei jahren beziehungen sagen ? :(
Ich hab fast ein jahr nichtmal seine stimme gehört,aber ich höre sie in meinem Gedanken jeden abend,ich spüre seine Nähe,und jeden abend wenn ich die augen schließe seh ich jede einzelne szene..
Jede,wir haben jeden Tag zusammen vebracht,nächtelang Telefoniert,ach die meisten denken Kinderliebe.
ja okay ich bin jetzt zwar erst 16 und hab noch ein langes leben vor mir.
Aber Menschen die wirklich Lieben,wissen wie weh das tut .
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Nasoetwas schreibt am 20.05.2010 um 20:45 Uhr:Man vergisst nie jemanden mit dem man viel Zeit verbracht hat. Es können sowohl positive als auch negative Gedanken sein. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Nabby so etwas durchmacht und sie ist nicht der einzige Mensch, die weiß was wahre Liebe ist und das sie weh tut.
  2. Schlafblume schreibt am 21.05.2010 um 07:22 Uhr:Hart, wie der über sie spricht... Der kann ihre Liebe doch gar nicht verdienen..
  3. ameparia schreibt am 21.05.2010 um 20:46 Uhr:Ich frage mich, was Nabby vermisst. Also, was genau? Ihn? Die Nähe? Die Liebe? Die Sicherheit, geliebt zu werden...? Verschiedene Gedanken gingen mir durch den Kopf... Ich kann nachfühlen, wieso es so schwer für sie ist. Und zugleich denke ich mir: mach dein Leben, deine Gedanken und Gefühle nicht von einem einzigen Menschen abhängig. Das wünsche ich ihr.
  4. sternenschein schreibt am 24.05.2010 um 20:43 Uhr:@Nasoetwas,
    ich glaube auch, so etwas tut in jedem Alter weh. Wenngleich es später vielleicht etwas anders verarbeitet wird. Aber selbst das ist nicht immer der Fall.

    @Schlafblume,
    war auch mein erster Gedanke bei seinem beschriebenen Verhalten, er hat ihre Liebe wirklich nicht verdient.
    Leider projeziert man sovieles seiner eigenen Wùnsche und Vorstellungen in den anderen hinein, so dass die Wirklichkeit, wie der andere wirklich ist, oftmals garnicht gesehen wird, oder gesehen werden will.

    Liebe Grùsse
  5. sternenschein schreibt am 24.05.2010 um 20:59 Uhr:@ameparia,
    ich glaube, es wird von allem etwas sein, welches du anfùhrst, was sie vermisst.
    Ich lese es ja auch hier in den Blogs immer wieder, diese grosse Sehnsucht nach einem Menschen, der einen hält, Sicherheit und Liebe gibt.
    Habe im Moment gerade die Vorstellung von entwurzelten Menschen im Kopf, die verzweifelt versuchen Halt und Festigkeit zu finden. Und dieses, so wird oftmals geglaubt, kann man nur in dem anderen finden.
    Durch Umklammerung, durch Symbiose.
    Wie du schreibst, ist es wohl verkehrt, dieses alles an einem einzigen Menschen festzumachen. Zu glauben, wenn er geht bricht die Welt zusammen und man versinkt in dem Abgrund des so tùckischen und grausamen Lebens.

    Mit einer Ausnahme, sollte man es nicht an einen einzigen Menschen festmachen, die Ausnahme ist man selbst. Nur an sich selbst kann man diese Hoffnung festmachen, indem man lernt auf sich zu achten, sich wertzuschätzen, ja, auch sich zu lieben.
    Doch wie schwer ist dieses, wenn das Grundgerùst nicht da ist, nicht erbaut wurde, wenn die Eltern, wie Nabby es schreibt, sie immer nur wie Dreck behandelten.
    Woher soll dann diese Selbstachtung kommen?
    Es ist so unendlich schwer, sich selbst an die Hand zu nehmen, sich nicht loszulassen, sich selbst und dieses verletzte Kind in einem,auf den Weg in eine bessere selbstbestimmte Zukunft zu fùhren.
    Wenn einem dieses Gerùst dafùr von niemandem mitgegeben wurde.
    Ja, ein wenig glaube ich, Nabby vermisst in ihrer Sehnsucht sich selbst. Weiss nicht, wie sie sich finden kann und hoffte darauf, dass ihr dieser Junge auf der Suche nach dem Selbst behilflich ist.
    Doch er liess ihre Hand einfach los.
    Liebe Grùsse
  6. ameparia schreibt am 25.05.2010 um 10:05 Uhr:'"Habe im Moment gerade die Vorstellung von entwurzelten Menschen im Kopf, die verzweifelt versuchen Halt und Festigkeit zu finden. Und dieses, so wird oftmals geglaubt, kann man nur in dem anderen finden."

    Was für ein Bild.. 'Der entwurzelte Mensch'.
    Ich kenne diese Sehnsucht zu gut, weißt du vermutlich *lach*... Ich erinnere mich, dass es bei mir in der Jugend auch so war. Ich fand es nicht in mir, und so brauchte ich ganz dringend einen Partner.

    "Mit einer Ausnahme, sollte man es nicht an einen einzigen Menschen festmachen, die Ausnahme ist man selbst. Nur an sich selbst kann man diese Hoffnung festmachen, indem man lernt auf sich zu achten, sich wertzuschätzen, ja, auch sich zu lieben.
    Doch wie schwer ist dieses, wenn das Grundgerùst nicht da ist, nicht erbaut wurde, wenn die Eltern, wie Nabby es schreibt, sie immer nur wie Dreck behandelten.
    Woher soll dann diese Selbstachtung kommen?"

    Wiedermal so wunderschön geschrieben, sternenschein... Die Antwort auf die Frage hast du wohl ein paar Zeilen eher geschrieben: "indem man l e r n t ..." . Man kann es lernen. Es muss Nabby wirklich unglaublich schwierig fallen, aber es ist erlernbar, selbst wenn es in der Kindheit fehlte. "Sich selbst vermissen." Sich finden. Ihre Situation ist nicht ausweglos, dessen bin ich mir sicher. Aber sie ist vertrackt und schwieriger.

    "Weiss nicht, wie sie sich finden kann und hoffte darauf, dass ihr dieser Junge auf der Suche nach dem Selbst behilflich ist.
    Doch er liess ihre Hand einfach los."

    Vielleicht kann auch gerade das - das Loslassen - heilsam werden. Weg von ihm - hin zu ihr. Ich weiß es nicht.

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