Gedanken oder Fragen

29.01.2009 um 09:09 Uhr

Vermögensverteilung in Deutschland.

von: sternenschein   Kategorie: Politisches   Stichwörter: Vermögen, Reichtum, Armut, Deutschland, gerecht, ungerecht

Stimmung: gut

1 Prozent der Bevölkerung besitzt 23 % des Gesamtvermögens.

aber

70 Prozent müssen sich 9 Prozent des Gesamtvermögens teilen.


Seit 2002 ist die Schere zwischen Arm und Reich wesentlich weiter aufgegangen.

Das ist so, als hättet ihr 100 Äpfel, die ihr an 100 Menschen verteilen sollt. Dem einen gebt ihr gleich 23 Äpfel, weil er so gierig ist und am liebsten alle Äpfel hätte.
29 Menschen bekommen dann 68 Äpfel, die sind doch auch gut dran, bekommt jeder von denen über 2 Äpfel.

Huch, jetzt sind ja nur noch 9 Äpfel da, und noch 70 Menschen die warten, dass sie auch etwas bekommen.
Den 70 Menschen gebt ihr jetzt die 9 Äpfel, bekommt eben jeder davon nur eine dünne Apfelscheibe. Die haben schliesslich die Äpfel geerntet, Leistung muss sich schliesslich lohnen.

Bisschen unzufrieden gucken die 70 ja schon, fragen weshalb der eine 23 Äpfel bekam, die er sowieso nicht alle aufessen kann, sie aber nur ein kleines Scheibchen eines Apfels. Finden sie garnicht gerecht.
Aber da wir von unserer Apfelkanzlerin gelernt haben, sagen wir, wir können nun mal nur die Äpfel verteilen die da sind. in Zeiten knapper Äpfel kann nicht jeder so viel bekommen. Schliesslich muss alles gerecht verteilt werden.
Gerecht, wenn einer 23 Äpfel bekommt, obwohl er nicht mitgepflückt hat, wir als Pflücker aber nur eine dünne Scheibe? Fragen die siebzig.
Die Sachzwänge und die Globalisierung wollen es so. Wenn wir dem einen, nicht die 23 Äpfel geben, ist er beleidigt und geht wo anders spielen.
Das leuchtet den 70 Menschen ein. Sachzwang, logisch. So kann dann die Apfelkanzlerin, als gerechte Verteilerin, auch wiedergewählt werden.
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Clarice schreibt am 30.01.2009 um 07:36 Uhr:das stimmt echt bedenklich...
  2. MariaHilf schreibt am 30.01.2009 um 10:12 Uhr:Zahlen....die uns immer wieder erschlagen...und dabei haben wir doch heimlcih Angst, das einer den zweiten Apfel von uns haben will....
    und.....die Frage, was wir dagegen tun wollen oder können?....

    Als Vorschlag - was wir tatsächlich tun könnten, um ein Elend weniger zu haben...in Guantananmo leben immer noch über 200 Häftlinge - die sind da angeblich ja nur eingesperrt, weil kein Land Platz für die hat.....also ich.....ich bin geschieden - könnt einen von denen heiraten - dann darf er ja auch hier sein....und ok - ich teile meine Äpfel mit ihm.....

    Klar hat das eine nicht s mit dem Andern zu tun....und uns Anschie nehm ich auch nicht sooo gern in Schutz....Ideen! - und die auch TUN!....darum gehts....

    davon ab - dank ich dir nochmal für die Erinnerung! - es braucht auch Menschen, die das immer wieder sagen!
  3. Erdbeerkuchen schreibt am 30.01.2009 um 14:28 Uhr:Ich finde die Vermögesverteilung auch nicht schön, jedoch sollte man das Vermögen nicht mit Äpfeln gleichsetzen. Das hört sich an, als würden 70% der Bevölkerung hier Hungerleiden.

    Außerdem sollte man dann auch im Gegenzug erwähnen, dass das unterste Drittel der Bevölkerung keine Steuern zahlt und noch Tranferleistungen vom Staat erhält.

    Ich finde es auch nicht perfekt, aber so schwarz und weiß ist es auch nicht.
  4. AngelInChains schreibt am 30.01.2009 um 14:50 Uhr:Dass arme Menschen Unterstuetzung bekommen, wuerde ich nicht kritisieren, denn jeder Mensch kann in Not geraten und dann darauf angewiesen sein. Lieber sollten wir froh sein, dass in unserem Sozialsystem so eine Hilfe existiert. Auch, wenn es einige Menschen gibt, die es AUSnutzen. Jedes System, auch, wenn es an sich gut ist, kann von Menschen, wenn gewollt, auch MISSbraucht werden. Aendert aber alles nix daran, dass die Hilfen fuer ein wuerdiges Leben oft etwas (zu) knapp sind.

    Uebrigens ist es auch nicht so, dass ein Auslaender, den man geheiratet hat, dadurch automatisch nach Deutschland einwandern darf. Dazu muss der deutsche Partner naemlich erst einmal ein Einkommen nachweisen, das das Amt als ausreichend fuer die Versorgung von zwei Personen erachtet. Ansonsten kann man verheiratet sein wo und mit wann man will - der Partner darf trotzdem nicht einreisen. Das nur nebenbei.

    Abgesehen davon aendert es nichts an der Armut deutscher armer Menschen, wenn ein Nichtdeutscher in eine reiche(re) deutsche Familie eintritt. Und hier ging es ja um die armen Deutschen.

    Auch frage ich mich ganz ehrlich, wieso man als sehr vermoegender Mensch Angst davor haben sollte, etwas abzugeben? Ich weiss, ich als nicht wohlhabender Mensch kann viel reden, aber ich denk, wenn ich so viel Geld haette, dass ich kaum mehr wuesste, wohin damit (solche Personen gibts!), dann spraeche doch nichts dagegen, einen Teil zu spenden.
  5. MariaHilf schreibt am 30.01.2009 um 15:34 Uhr:und es ist nur gut, das reiche Menschen unser System NICHT missbrauchen - Grüße an Herrn Zumwinkel...außerdem beziehen sich die Zahlen nicht auf die Welt???? und da gibts einige , die mächtig hunger haben....und hier auch übrigens....wen nem Harz 4 -Kind 2 Euro pro Tag zur Verfügung stehen, dann kannste ja mal ordentlcih Pausenbrot schmiern......ich mein ZWEI EURO....leb davon mal einen tag - ich mein, da muss der Kühlscharnk aber vorher leer sein....Transferleistungen - ich lache laut!....jeder Steuerhinterzieher kostet doch das Wievielfache mehr???...und das tun wir alles übrigens nicht aus Wohltätigkeit , sondern um die Ruhe und Sicherheit im Staat zu gewährleisten.....ich? wünsch euch was!
  6. AngelInChains schreibt am 30.01.2009 um 15:38 Uhr:Ich glaub, du hast nicht verstanden, was ich geschrieben habe.
  7. sternenschein schreibt am 01.02.2009 um 04:53 Uhr:@Clarice, finde ich auch.
    Bedeutetja auch, das 30% unserer Bevölkerung 91 % des Vermögens besitzen.

    @Maria_Hilf,
    einen der Guatanamo Gefangenen zu heiraten, würde aber nichts daran ändern, dass 1 Prozent der Menschen bei uns 23 Prozent des Vermögens haben.;-)
    Angie, Schröder und CO haben aber mit dazu beigetragen, dass sich bei denen das Vermögen immer mehr anhäuft, da sie die Steuern für Vermögende und Superreiche exorbiant gesenkt haben.
    Und wenn ich es richtig mitbekommen habe, können die jetzt ihre Haushaltsbediensteten auch noch von der Steuer absetzen. Ich denke auch, dass die Reichen unser System vielmehr missbrauchen, als dieMenschen die hier in Not sind.
    Da kommen ganz andere Summen zusammen, als diese ganzen Kleckerbeträge.
    Die Zahlen sind für Deutschland.
    Irgendwie erschreckend.

    @Erdbeerkuchen,
    das untere Drittel zahlt schon Steuern im gewissen Sinne.
    Verbrauchssteuern auf die Güter die sie kaufen.
    Und da sie ihr ganzes Geld, weil es nicht allzu üppig ist, für Ihr überleben ausgeben müssen, zahlen sie proportional recht viel Steuern.
    Der Staat zahlt eine Hartz IV Empfänger etwa 350 Euro, davon bekommt er an Verbrauchssteuern einen Teil wieder zurück.
    Götz Wernerbehauptet sogar die Superreichen zahlen keine Steuern, da sie alles an Kosten umlegen können und es auf die Preise wieder aufgeschlagen wird, so dass ihre Kunden letztendlich die Steuern für sie bezahlen.
    Die niedrigen Steuern bei uns für Höchstverdienende und auf Vermögen, bewirklen jaerst diese Gier nach immer mehr. Denn wenn ab einem bestimmten Satz das meiste vom Staat abgeschöpft werden würde, dann wäre man auch nicht mehr so gierig danach immer mehr zu haben.
    Eine weitere schimme Sache ist ja auch, dass ohne Arbeit, ur mit Geld, viel sehr viel mehr verdient werden kann, als mit jeder noch so schweren Arbeit.
    Man sagt zwar, das Geld arbeitet, aber wie sagte letztens einer, der viel Geld hatte, er hat Geld noch niemals arbeiten sehen, das tun nur die Menschen.
    Wo Geld ist, kommt noch welches dazu, dieses Sprichwort stimmt auch, besonders auch bei uns.
    Und wenn 70 % nur 9 % des Vermögens besitzen, dann heisst es ja auch, dass da schon die Mittelschichten mit eingerechnet sind. Die natürlich kein Hunger leiden. Aber dennoch sind 9 % gerade dann, wenn man diese Menschen mit einbezieht, doch sehr, sehr wenig.
    @AngelInChains,
    bei diesen niedrigen Summen von Missbrauch zu sprechen, ist schon fast lächerlich, selbst wenn es welche auszunutzen versuchen. Da wird dann gross von Sozialfahndern gesprochen, die nach einer zweiten Zahnbürste im Bad fahnden und ähnliches, damit ja keiner die 350 Uro zu Unrecht kassiert.
    Während Zumwinkel, der mal eben 2 Millionen an der Steuer vorbeischleust sich zu Unrecht angegriffen fühlt.
    Und soviel Missbrauch kann diese Personengruppe niemals betreiben, dass sie den Schaden anrichten, den die Banken mit ihrem Missbrauch angerichtet haben, und der Steuerzahler jetzt bezahlen soll. Bei den Banken und den Reichen hätten die diese "Sozailfahnder" lieber einsetzen sollen, dann hätte es mehr gebracht, als diese lächerlic kleinen Summen, die da unter Umständen eingespart werden können.
    Bei einem bedingungslosen Grundeinkommen, Bürgergeld, Negativsteuer oder wie immer man es nennen will, für jeden, würde dieser ganze Quatsch von Missbrauch sowieso wegfallen, da dann jeder das gleiche bekommen würde und keiner sich die Leistung erschleichen könnte/würde.
    Zumal, gerade in diesen unsicheren Arbeitszeiten wie wir sie heute haben, würde es den Arbeitnehmern ein Stück weit mehr Sicherheit geben, dasie wüssten worauf sie sich bei einem Jobverlust einstelle müssten/könnten ohne gleich daran denken zu müssen,in diesem Fall erst einmal ihre ganzen Rücklagen verbrauchen zu müssen, bevor sie Hilfe bekommen.
    Und es hätte endlich ein Ende mit diesen hunderten von Ämtern und Behörden die alle für Sozialtransfer heute zuständig sind. Es wäre auch Schluss mit der Gängelei.
    Der Missbrauch bei den Reichen würde wahrscheinlich dennoch weitergehen, da sie immer Möglichkeiten finden sich arm zu rechnen und vieles absetzen können.
  8. AngelInChains schreibt am 01.02.2009 um 17:28 Uhr:Mit Missbrauch meinte ich nicht tatsaechlich arme Leute, die die Arbeit verweigern oder ein bisschen mehr Geld bekommen wollen, sondern solche, die so tun, als seien sie beduerftig, und trotz eigentlich vorhandenem genuegend hohen Einkommen zusaetzlich Geld vom Staat kassieren wollen. Ueber diese Hausdurchsuchungen nach Maennersocken bei allein lebenden Frauen und diesen ganzen Muell haben wir uns, glaube ich, schon einmal unterhalten. Natuerlich ist das Bloedsinn, und wenn man sich die Sozialfahnder sparen wuerde, waer mehr Geld fuer andere Zwecke da. Beispielsweise zur Erhoehung von H4.

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