Gedanken oder Fragen

14.05.2007 um 13:39 Uhr

Victor Jara zum Gedenken, der Pinochet zum Opfer fiel.

Stimmung: gut nachdenklich

Ueber das heutige Chile:

Es herrscht keine Gerechtigkeit. Die Leute die man bestrafen sollte, werden nicht bestraft. Vielleicht ist es auch garnicht klug, sie zu bestrafen. Daraus entsteht nur ein endloser Kreislauf von Gewalt.
Irgendwann müssen wir die Gewalt doch mal stoppen. Es muss Leute geben, die zeigen, wie man es besser macht.
Ich habe in den letzten 20 Jahren, von den Angehörigen der Opfer nicht ein einziges Mal gehört: "Wir wollen die Folterer foltern. Wir wollen die Mörder morden. Wir wollen die Vergewaltiger vergewaltigen." Sie sagen: " Wir möchten die Körper, damit wir sie begraben können. Wir wollen wissen, was passiert ist und um sie weinen können. Wir wollen wissen was passiert ist, mit all den Leuten, die verschwunden sind. Wir möchten, das unsere Leiden gewürdigt werden. Und die Verantwortlichen, müssen kommen und sagen: " Es tut mir Leid, ich bereue was passiert ist." Doch das ist bis heute nicht geschehen.
( Isabel Allende, Autorin von dem Roman * Das Geisterhaus* in einem Interwiev mit der *Wiener Zeitung* )

Mit diesem Beitrag möchte ich erinnern, an die Zeit der Diktatur unter Pinochet in Chile. Und ganz besonders an den Folksänger Victor Jara, ein Folteropfer von vielen, dem ein Denkmal in einem U2 Song gesetzt wurde.
Wann endlich verschwindet Diktatur, Unfreiheit und Folter von diesem Planeten? Wann wird dieses alles von den Menschen und Politikern, nicht mehr so einfach hingenommen?
Zu diesem Thema haben Rougenoir und LittleLunaticGirl auch Beiträge verfasst. In dem sie die Kommentare dazu zusammentrug. Ein Dankeschön dafür. Zum vertiefen besucht bitte auch deren Seiten. Rougenoir hat den Blog *...or i could go out un the rain*, und LittleLunaticGirl den Blog: *mein Reich des Chaos*.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenLittleLunaticGirl schreibt am 14.05.2007 um 14:39 Uhr:Es ist wirklich traurig, Du hast so Recht, liebe Sternenschein :(
  2. zitierenkulturellkreativ schreibt am 14.05.2007 um 15:16 Uhr:Ich finde deinen Beitrag gut, und wertvoll; auch an Victor Jara zu erinnern - ich hatte vor langer Zeit eine LP von ihm.
    "Wann endlich verschwindet Diktatur, Unfreiheit und Folter von diesem Planeten?" - wenn diese Frage - nicht nur in den Köpfen - sondern auch im Herzen von wirklich vielen Menschen _brennt_!

    "Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit." - Friedensreich Hundertwasser –
  3. zitierenrougenoir schreibt am 14.05.2007 um 18:05 Uhr:Hundertwasser ... ich frag mal ganz doof, der Maler? *g*
    Jedenfalls, stimmt! Man sollte nicht denken, dass man alleine nichts ausrichten kann, es gibt Leute, die genauso denken, man muss sie nur finden ... und dann ... öh, was tun ;) (aber was *g*).
    Man sollte gleiches eben nicht mit gleichem vergelten, das würde ja bedeuten, man wäre keinen deut "besser" ... Die Umsetzung, na ja, solange ich noch selbst irgendwelche "Rache" Gedanken habe, will ich da lieber nicht von anderen fordern, dass sie keine haben sollten *hust*, aber ich finde es bemerkenswert, dass diese Menschen keine Rachegedanken haben. Rache bringt ja eigentlich sowieso nichts ... das macht die Sache nicht ungeschehen, und außerdem ... sollte man auch vergeben *hust* können, das befreit ;).
    Nunjah, danke übrigens, dass du da "Werbung" für meinen Blog gemacht hast *hehe* :).
    Liebe Grüße :)
  4. zitierenbeastlover schreibt am 14.05.2007 um 19:45 Uhr:ich denke bevor das verschwindet,sind wir schon lange verschwunden...
  5. zitierenLittleLunaticGirl schreibt am 14.05.2007 um 20:48 Uhr:Gute Frage, Rougenoir: Was genau soll man tun? Frage ich mich auch oft.

    Und sehr gut, was Du zur Rache geschrieben hast *mich Dir anschliess*
  6. zitierenrougenoir schreibt am 16.05.2007 um 12:18 Uhr:Wenn ich mir diese Frage stelle, komm ich meistens zu der Antwort bei mir selbst anzufangen und eher als Vorbild (ohjehohjeh) zu dienen, als ein Moralapostel zu sein. Die meisten, die anderen ihre Fehler vor Augen halten, haben genau diese in sich, und so will ich nicht sein ... Ich denke, man kann schon seine Meinung zu manchen Dingen kundtun, allerdings nicht in der Art eines "Lehrers".

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