Gedanken oder Fragen

08.10.2010 um 23:44 Uhr

Von Herzen

Es kommt von Herzen, sagt er.
Denn er war nicht kaltherzig.

Vieles wird mit dem Herz in Verbindung gebracht.
Mit diesem Muskel in uns, der unser Leben lang das Blut durch unsere Adern pumpt und fliessen lässt.
Ohne den für uns kein Leben möglich wäre.

Doch in unserer Sprache und Begrifflichkeit ist das Herz viel mehr, als nur ein uns am Leben erhaltender unermüdlicher Muskel.

Dem einen wird das Herz schwer, wenn er Abschied nimmt, einem anderen bricht gar das Herz.
Gebrochene Herzen hinterlässt ein anderer, selbst bei den stolzesten Frauen, wenn er leichten Herzens weiterzieht. Dorthin wohin sein Herz ihn zieht.
Nein, ihm lastet kein Stein auf dem Herzen, ihm fiel eher ein Stein vom selbigen, wenn sie ihn schweren Herzens weiterziehen liessen.
Mit heissem Herzen empfing ihn die nächste, ihr Herz klopfte bis in den Hals und blieb fast stehen als sie ihn erblickte.
Er tat, als schenkte er ihr sein Herz, doch Herzen haben keine Fenster und niemand schaut hinein. So sah auch sie nicht in die Tiefen seines Herzens, als ihr Herz nur noch für ihn schlug.
Für diesen Herzensbrecher und Herzensräuber, dem sie den Schüssel zu ihrem Herzen gab. Ihm noch ins Ohr flüsterte: "Pass gut drauf auf".
Scheinbar voreilig, denn er achtete ihn nicht wie er es sollte und sie es sich wünschte.
Mein Herz ist frei, dachte er und zog weiter.

Schwere Herzen, leichte Herzen, Herzensbrecher, Stein vom Herzen, heisses Herz, kaltes Herz, lautes Herz, ja selbst herzlose Menschen gibt es.
Ob sie so ganz herzlos und ohne Herz überhaupt leben können, frage ich mich, diese Herzlosen?
Unserem Herz wird vieles zugeschrieben und ganz sicher, habe ich davon einiges noch vergessen hier aufzuführen.
Ein treues Herz vergisst nie.;-)
Herzensdinge.
Lagen mir heute am Herzen.
Morgen liegt da etwas anderes.
..

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. andrina schreibt am 09.10.2010 um 00:12 Uhr:schön formuliert!
  2. aenne schreibt am 09.10.2010 um 00:16 Uhr:Bewahre dir all das, was dir am Herzen liegt . :)
  3. AngelInChains schreibt am 09.10.2010 um 02:52 Uhr:Ich denk, herzlose Menschen gibt es nicht. Es ist bloß eine Frage des Blickwinkels, außerdem eine unserer gesellschaftlichen Normen. Die Masse definiert, was herzlos sei. Egal, ob es wirklich herzlos wäre, oder nicht.
  4. Nasoetwas schreibt am 09.10.2010 um 12:52 Uhr:Mein Gott habe ich ein Glück, dass ich einen habe der mich immer noch liebt.

    Aber alle anderen, die es nicht tun - S I N D H E R Z L O S - !!!!! *grins*

    Herzlos ist für mich einer der einen anderen eiskalt niederschießt, ein Pferd brutal abschlachtet (oder ähnliche Beispiele)

    Allerdings kannte ich auch mal jemanden der eine Frau, die ihm sich derart aufdrängelte benutzt hat und ihr dann einen Tritt in den Hintern gab mit der Bemerkung sie hätte es nicht anders verdient. Sie nervt und kapiert es nicht anders. Ist das herzlos?

    Was Liebe betrifft sollte man nicht von Herzlosigkeit reden. Er hat vielleicht die RICHTIGE noch nicht getroffen und schließlich auch männliche Bedürfnisse.
  5. AngelInChains schreibt am 09.10.2010 um 13:01 Uhr:"Männliche Bedürfnisse" ist ein lächerlicher Begriff, denke ich mir oft. Sind asexuelle Männer keine Männer?
  6. Nasoetwas schreibt am 09.10.2010 um 21:57 Uhr:na gut. Von mir aus auch sexuelle Bedürfnisse.
  7. Schaumalan schreibt am 10.10.2010 um 13:22 Uhr:
    Nasoetwas:na gut. Von mir aus auch sexuelle Bedürfnisse.


    Allerdings kannte ich auch mal jemanden der eine Frau, die ihm sich derart aufdrängelte benutzt hat und ihr dann einen Tritt in den Hintern gab mit der Bemerkung sie hätte es nicht anders verdient. Sie nervt und kapiert es nicht anders. Ist das herzlos?

    ES IST SCHÄBIG!!

    Eine klare Absage, nimm Deine Finger von mir und halte Abstand hätte doch gereicht.
  8. Fledergetier schreibt am 12.10.2010 um 17:42 Uhr:Den Schlüssel des eigenen Herzens zu verschenken sollte auch immer gut überlegt sein...

    Bei mir ist es oftmals eine sehr schnelle Reaktion...
    Man lernt eben doch nie aus, wenn es um Herzensdinge geht...
    Ich verschenke ihn immer noch gern, auch wenn er schon des öfteren einfach weggeworfen wurde, bzw erst gar nicht als Geschenk angesehen wurde. . .

    Vllt irgendwann, werd ich ihn richtig verschenken, ein paar mal kann ich ihn sicher noch beim Schlüsselmacher nachbestellen, das Original hat er ja vorliegen. . .


    Liebe Grüße an dich sternenschein
  9. sternenschein schreibt am 13.10.2010 um 01:50 Uhr:@andrina,
    dankeschön.
    Mir tun nur die fremdsprachigen Google Besucher leid, bei denen ich mich frage, wie Google diesen Text in deren Sprache übersetzt.;-)

    @aenne,
    das werde ich machen. Sowieso!

    @nasoetwas,
    naja, Glück...ihr macht da ja auch beide etwas dafür, dass es so ist und bleibt.

    @AngelinChains und @nasoetwas
    und zu den männlichen Bedürfnissen...
    diesen Begriff finde ich merkwürdig.
    Als entstammt er einer vergangenen Zeit, in der die Frauen keine Bedürfnisse haben durften oder sollten. Aus einer Zeit als es für Frauen hiess, Augen zu und ans Vaterland denken.;-)
    Frauen haben auch Bedürfnisse, ebenso wie Männer, und je nach Person eben mehr oder weniger, denke ich.
    Weshalb wird dieses, die Bedürfnisse immer nur auf den Mann projeziert?
    Liebe Grüsse
  10. sternenschein schreibt am 13.10.2010 um 02:07 Uhr:@Schaumalan,
    würde ich auch als schäbig ansehen, dieses auszunutzen, wenn eine Frau verliebt ist, sie zu benutzen und dann abzuservieren, mit einer derartigen Bemerkung.

    @Fledergetier,
    hoffe, es findet sich einer, der es würdig ist, es als Ehre ansieht, den Schlüssel zu deinem Herzen besitzen zu dürfen.
    Ihn nicht einfach fallenlässt oder gegen dich benutzt.
    Ja, es ist wohl ein Lernprozess, einer der auch bittere Tiefen aufweisen kann.
    Und doch sollte man wohl nicht aufgeben, bis der richtige "Schlüsselbewahrer" sich einstellt. Für ihn wird der Schlüssel zu deinem Herzen ein Schatz sein.;-)

    Liebe Grüsse.
  11. AngelInChains schreibt am 13.10.2010 um 04:37 Uhr:
    sternenschein:
    Weshalb wird dieses, die Bedürfnisse immer nur auf den Mann projeziert?


    Ich schätze mal, verallgemeinert gesprochen, 1. Vorurteile, 2. sprachliche Unbefangenheit. Sprich, die Hälfte derer, die das sagen, sind wohl echt der Meinung, die andere Hälfte wird den Begriff aus der Tradition heraus verwenden und sich keine näheren Gedanken dazu machen. Da ist das einfach eine Floskel, wie "Grüß Gott" oder mittlerweile auch "Wie gehts?" (was ich übrigens schrecklich finde, wenn Menschen das nur aus Höflichkeit sagen, und es sie eigentlich gar nicht interessiert).

    Man mag unsere Gesellschaft für modern halten, aber die Geschlechterklischee sind weit verbreitet. Kinder heute wachsen in einer Welt auf, in der zB freiwillig tanzende Jungen als "schwul" gelten, in der sich eher maskulin kleidende Mädchen sich vorwerfen lassen müssen, sie seien sicher lesbisch, in der langhaarige Männer unabhängig von ihrer weiteren Optik pauschal als "Tunten" beschimpft werden, in der immer wieder von irgendwelchen stumpfen Bestseller-Autoren wissenschaftlich völlig inkorrekte Theorien verkauft werden, wieso Frauen angeblich Schuhe mögen und technisch unfähig sein müssten, während Männer sich für Autos, Bier und Sex interessierten - und wer aus dem Rahmen falle, sei sowieso psychisch gestört, zumindest in seiner Geschlechtsidentität.

    Unsere Gesellschaft ist voll mit uralten Behauptungen, wie Männer und wie Frauen sein sollten. Bei Männern ist da immer die Idee: Aggressivität, körperliche Stärke, geistig wohl eher eine simplere Ausstattung, und natürlich ein extrem übermäßiger Sextrieb.

    Meiner Meinung nach gilt es, solche Klischees zu relativieren, am besten, indem man mit sich selbst anfängt und sich keinerlei Gedanken macht, ob sich das, was man mag und tut "für Frauen/Männer gehöre", oder nicht. Erst, wenn jeder traut, einfach zu leben, wie er will (natürlich, ohne andere Menschen zu schaden), würde sich zeigen, wie Menschen wirklich "ticken". Die Geschlechterklischees würden dann ins Wanken geraten, was zu begrüßen wäre. Aber aktuell kann sich da ja gar nichts tun, wenn die Vorurteile auch noch bestärkt werden, indem viele Menschen glauben, sich normkonform benehmen zu müssen, um sozial nicht ausgegrenzt zu werden.*

    *(Was je nach Umfeld ernsthaft vorkommen kann; ich kenne seit Anbeginn der Tage den Vorwurf, transsexuell zu sein - auch schon, als ich gar nicht wusste, was das ist - nur, weil ich mit 6 oder 7 Jahren lieber mit Autos spielte, als mit Puppen; gut, bei mir mögen die Leute damit vielleicht auch gar nicht so extrem falsch zu liegen, aber ich kenne genügend technisch interessierte oder autobegeisterte Frauen, die sich definitiv selbst als Frauen empfinden, was diesen Irrglauben "Frau mag Technik/Autos = Benimmt sich wie ein Mann = Transe" als Blödsinn entlarven).

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