Gedanken oder Fragen

14.12.2010 um 03:21 Uhr

Was wurde aus Hannah Jones

Was wurde aus Hannah Jones?
Diesem damals 13 jährigen Mädchen, über das ich am
12.08.2008 einen Eintrag schrieb. *Klick hier*
Dieses Mädchen, welches seit seinem 5. Lebensjahr aufgrund einer seltenen Leukämierkrankung mehr Zeit in den Krankenhäusern verbrachte als zu Hause.
Von den Chemotherapien bekam Hannah ein Loch im Herzen, die Ärzte machten ihr nicht viel Hoffnung, wenn sie sich nicht ein neues Herz transplantieren liesse.
Sagten aber gleich, es könnte sein, dass auch dieses dann wieder erkranken könnte, so dass nach 10 Jahren eine weitere Transplantation anstehen würde.

Hannah Jones, aus Hereford in England, wollte dieses alles nicht mehr.
Sie wollte nicht mehr ihr Leben in Krankenhäusern und Krankenzimmern verbringen.
Sie beschloss, mit ihren 13 Jahren, in Würde daheim sterben zu dürfen.
Gerichte und das Gesundheitsamt wollten das 13 jährige Mädchen zwingen, sich den Behandlungen zu unterziehen. Sie drohten sogar damit Hannah den Eltern, bei Nichtbefolgen, wegzunehmen.
Letztendlich gewann Hannah ihren Kampf. Es wurde dem 13 jährigen Mädchen erlaubt in Würde sterben zu dürfen.

Hannah hatte noch einige Wünsche vor ihrem Tod. Sie wollte mit den Eltern zu Hause ein schönes Weihnachten feiern und ihr Herzenswunsch war, noch einmal in ihrem Leben das Disneyland zu sehen.
Dieser Wunsch ging für Hannah in Erfüllung.

Im Jahr 2009 machten die Ärzte ihr dann Hoffnung, dass eine Herz OP doch besser ausgehen könnte, als bisher vorhergesagt.
Hannah, die vorher nur noch sterben wollte, entschied sich dann doch für eine Herztransplantation.

"Ich weiss, ich hatte entschieden, dass ich das absolut nicht wollte. Aber jeder hat das Recht seine Meinung zu ändern"
Sagte Hannah Jones, 2009, als sie sich doch für eine Herztransplantion entschied.
So konnte und durfte Hannah Jones mit dem neuen Herzen weiterleben.

Ihre Geschichte und wie es weiterging ist heute im
WDR, am 14.12.2010 von 22:00 bis 22:30 Uhr zu sehen.
"Herzensangelegenheiten, die Geschichte der Hannah Jones".

Ich hoffe Hannah, diesem willensstarken Mädchen, welches inzwischen 15 Jahre alt sein müsste, geht es gut und sie hat alles gut überstanden und noch ein langes Leben vor sich.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. aloneone schreibt am 14.12.2010 um 12:20 Uhr:Ich kann mich noch gut an den Fall damals erinnern und an dieses Mädchen, das sich so würdevoll und ruhig für seinen Tod entschieden hatte. Ich wusste nicht, dass sich das später nochmal geändert hat und sie noch lebt, und ich freue mich sehr, das zu lesen!

    Wünschen wir ihr ein langes Leben in Gesundheit!!!
  2. Rabenmutter schreibt am 14.12.2010 um 14:21 Uhr:Ich freue mich auch, das zu lesen!
  3. Muffin schreibt am 14.12.2010 um 19:48 Uhr:Ich finde es schön, dass sie sagt, jeder hat das Recht seine Meinung zu ändern :) Ich hoffe auch, dass es ihr gut geht, auch wenn ich mir das leider nicht anschauen kann, hoffe ich doch, du wirst darüber berichten.
    Liebe Grüüüße
  4. Lyriost schreibt am 15.12.2010 um 09:22 Uhr:Ob Entscheidungen, die mit dem eigenen Wohl und Wehe zu tun haben, richtig sind oder falsch, das ist nicht die Frage. Aber ein jeder muß das Recht haben, sie frei zu treffen – und auch zu revidieren.

    Liebe Grüße
  5. Pelegrina schreibt am 15.12.2010 um 19:33 Uhr:Ich konnte es nicht sehen, möchte mir jemand erzählen, wie es war? Wie geht es ihr?
  6. aloneone schreibt am 15.12.2010 um 19:38 Uhr:Ich habe es auch nicht gesehen... vielleicht erzählt Sternenschein es uns?
  7. sternenschein schreibt am 16.12.2010 um 02:46 Uhr:Ihr Lieben,
    wenn ich mal über Menschen schreibe, dann schaue ich meistens später noch einmal was aus diesen Schicksalen geworden ist.
    Dass Hannah sich umentschieden hatte, las ich im letzten Jahr schon in der englischen Presse. Doch es stand nirgends, wie es danach weiterging.
    es war eine sehr schwierige Zeit für Hannah Jones, aber auch für ihre Mutter und Vater damals. Ihre Mutter ist Krnakenschwester, arbeitet auf einer Intensivstation, weiss somit was eine Herztransplantation bedeutet.
    Hat oft genug erlebt, was bei einer OP schiefgehen kann, sah Patienten dabei sterben, sah aber auch die Erfolge, wenn es bei den operierten bergauf ging.
    Hannah ging es immer schlechter, ihr Herz hatte nur noch 10 bis 20 % der normalen lEistung. Sie wurde immer schwächer, konnte die Schule nicht mehr besuchen.
    Sie hätte schon jeden Tag sterben können als sie sich noch einmal untersuchen liess und sich umentschied.
    Dann ging das warten auf ein Spenderherz los. Kommt es noch rechtzeitig.
    Als die Nachricht kam, es gibt eines, ging alles ganz schnell. Hannah wurde mit dem Hubschrauber ins Herzzentrum geflogen und sofoert operiert.
    Bangen und Hoffen, auch ob ihr Körper das neue Herz annehmen wird.
    Jetzt schlug es in ihrer Brust, es war so ungewohnt für sie. Hannah meinte, das neue Herz fühlt sich so gross an, viel grösser als ihr altes. Ja, und eine grosse Narbe hatte sie von der OP.
    Sie muss sehr viele Tabletten jeden Tag nehmen, damit ihr Körper das Herz nicht abstöst, einige Tabletten davon muss sie ihr Leben lang nehmen.
    Inzwischen hat Hannah wieder Kraft geschöpft, kann teils wieder ihre Schule besuchen und mit ihrer Schwester spielen. Ihr neues Herz scheint gute Arbeit zu leisten, ihr wieder ein Leben zu ermöglichen.
    Ich hoffe und wünsche ihr, es wird weiter bergauf gehen und komplikationsfrei für Hannah bleiben, so dass sie in der Lage ist ein normales Leben zu führen, wie andere Teenager auch.
    Danke für eure Gedanken und liebe Grüsse an euch.
    sternenschein.
  8. eineReisende schreibt am 16.12.2010 um 02:47 Uhr:Ich habe die Doku leider nur zur Hälfte gesehen.

    Hannah erzählte von ihrem Gesundheitszustand und ihrer Entscheidungsfindung. Dabei machte sie den Eindruck in sich ruhen. Sie war sich ihrer Sache sicher und konnte der bevorstehenden Entwicklung ins Auge sehen. Die von mir empfundene Ausstrahlung dieses 13jährigen Mädchens hat mich sehr beeindruckt.

    Auch die Einstellung der Eltern verdient höchsten Respekt, so denke ich. Genau wie ihre Tochter haben sie die Situation sehr realistisch betrachtet. Sie haben die Entscheidung über ihr Leben ganz klar ihrer Tochter zugesprochen, was mich sehr beeindruckt hat.
    An einer Stelle meinte die Mutter, sie hätte sich bei dem EGOISTISCHEN Gedanken ertappt, Hannah zu der Operation überreden zu wollen um sie nicht zu verlieren. Sie hat sich dann zur Ordnung gerufen.

    Die Familie stand mit beiden Beinen im Leben und waren trotz allem lebensfroh, so mein Eindruck.
  9. aloneone schreibt am 16.12.2010 um 10:11 Uhr:Es ist so schön, das zu lesen! Danke Sternenschein!
  10. Pelegrina schreibt am 16.12.2010 um 11:16 Uhr:Ich danke auch, für die Erklärungen. Meinen Respekt vor den Eltern!
  11. Peter Ustinov schreibt am 19.11.2012 um 08:24 Uhr:
    aloneone:Ich kann mich noch gut an den Fall damals erinnern und an dieses Mädchen, das sich so würdevoll und ruhig für seinen Tod entschieden hatte. Ich wusste nicht, dass sich das später nochmal geändert hat und sie noch lebt, und ich freue mich sehr, das zu lesen!

    Wünschen wir ihr ein langes Leben in Gesundheit!!!

    Sie hat all dis nur gemacht um ins Disneyland zu kommen!!!

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