Gedanken oder Fragen

17.10.2012 um 06:30 Uhr

Wo sind die Prinzessinnen hin ?

Stimmung: gut

Die Fliege liess sich auf meine Hand nieder.

Ich beobachtete sie. Sie putzte sich emsig mit ihren Beinchen. Strich wieder und wieder damit über ihren Kopf, über ihre Riesenaugen.
Dann mit den Hinterbeinchen über über ihre fast durchsichtigen, von schwarzen Linien durchzogenen filigranen Fluegel.

Sie schaute mich an. Ich bot ihr ein Körnchen Zucker dar, das sie mit ihrem Saugrüssel ertastete, nahm, sich einverleibte..zufrieden summend flog sie dann davon.

Ich war noch Kind, die Welt sah anders aus, hatte noch Zauber, so wie die Fliege auch.
Bei der ich immer Angst hatte, ihr zartes Kopfchen wuerde vom Koerper fallen.

Für mich hatte sie den gleichen Wert, wie ich selbst auch. Gleichwertig eben, Lebewesen..
Und heute? Heute würde ich sie wohl erschlagen, nicht mehr erkennen. Wie verändern wir uns doch, im Laufe eines Lebens

. Und so frage ich mich mit
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voller Wehmit, wo nur sind die edlen Märchenprinzessinen und Ritter hin, die sich den Mantel des Erwachsenseins uebergeworfen haben, damit man ihre edle Herkunft, nicht erkennt. Damals besaßen sie sie noch.
Haben sie ihre Traeume im Märchenland des Vergessens abgegeben?
Trug der Vogel der Vernunft sie mit sich fort?

Welch ein armseliger Tausch.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Bloomsbury schreibt am 31.10.2007 um 11:11 Uhr:Ich hab auch einen dunklen Mantel über mein schillerndes Märchengewand geworfen. Wird Zeit, dass ich ihn wieder etwas lüfte ;).
  2. sternenschein schreibt am 21.12.2007 um 06:02 Uhr:@Bloomsbury,
    welch ein Tausch?
    Aber bei Dir schillert das Märchengewand hin und wieder noch durch, wenn der schwarze Mantel des vergessens sich etwas lüftet. ;-)
    Als Kind schien alles möglich.
    Und irgendwann verlor es sich in den Banalitäten des Alltags.
    Das Staunen wurde weniger. Das Blickfeld enger.

    Liebe Grüsse an Dich
    sternenschein
  3. Bloomsbury schreibt am 21.12.2007 um 10:41 Uhr:"Vergiss deine Träume nicht - und opfere deine Wünsche nicht immer wieder dem Alltag!" ... stand mal auf einer Postkarte, die ich bekam. Das gab mir einen Einblick, wie ich von außen gesehen werde.

    Man muss den Mantel selber lüften.

    Wie geht es dir, Sternenschein? Wie verbringst du die Feiertage? Du hast eine erwachsene Tochter, habe ich hier gelesen?

    Viele Grüße, Bloomsbury
  4. sternenschein schreibt am 17.10.2012 um 07:08 Uhr:Liebe Bloomsbury,
    ist zwar ein uralter Eintrag, aber denkst du noch manchmal daran, den Mantel des Erwachsenseins zu lüften und zu schauen was in dir steckt?
    "Vergiss deine trüume nicht - und opfere deine Wünsche nicht immer wieder dem Alltag".
    Ein schöner Spruch mit Gedanken die im Alltag oftmals auf der Strecke bleiben.
    Liebe Grüsse

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