Enge Schluchten - weite Ebenen
Sonntag, den 25.7., 20. Tag
Morgens ist mein Zelt noch ein wenig feucht und der Himmel sieht nicht vielversprechend aus, aber während des Frühstücks fallen keine Tropfen und auch später nicht. Irgendwann kommt the money collecting woman und kassiert für dieses wunderbaren Platz 750 Kronen, umgerechnet 4,71 €. Den Campern mit dem grünen Zelt, die sehr spät in der Nacht ankamen, war das wohl zuviel :-(((, denn sie sind sang- und klanglos wieder verschwunden, natürlich ohne zu bezahlen. Danach packe ich so langsam alles zusammen, mache noch einen Abstecher zum Kirkjugólf
und dann geht es Richtung Westen.
Ein bisschen wehmütig ist mir ja schon zu mute, jeder Kilometer bringt mich jetzt wieder zurück Richtung Flughafen.
Nach einem kurzen Telefonat mit Schorsch steht mein Zeitplan und ich weiß, dass ich mich nicht beeilen muss – die Gruppe wird erst am frühen Abend in Stóra-Mörk eintreffen. Deshalb entschließe ich mich noch zu einem Abstecher in die Fjarðárgljúfar – ein echter Glücksgriff.
Zwei Busse laden grade ihre menschliche Fracht ein und dann bin ich mal wieder alleine unterwegs. So eine atemberaubende Schlucht und ich bin jahrelang dran vorbeigefahren. Ich bin über zwei Stunden dort unterwegs und als ich zum Auto zurückkomme, fängt es an zu regnen: die Wettergötter meinen es echt gut mit mir. Danach geht es in die Mittagszeit und nach Vík und auch ganz schnell wieder weiter. Víkurskáli ist gerammelt voll mit Bustouristen. Ansonsten sind die Straßen erstaunlich leer, anscheinend konzentriert sich dieses Jahr alles auf den Pauschaltourismus. Ich weiß wirklich nicht, was ich davon halten soll.
Nach etlichen Fotostopps
baue ich dann mein Zelt in Hamragarðar auf, noch so ein wundervoller Zeltplatz direkt neben dem Seljalands- und am Gljúfuráfoss.
Und weil zum Treffen in Stóra-Mörk noch so viel Zeit ist, klettere ich mal wieder die Berge hoch und schaue von dort oben in die weite Landschaft........
Später begrüßen mich dann Sigi und Georg mit ihrer kleinen Reisegruppe in ihrem Ferienhaus und erzählen völlig begeistert von ihren bisherigen Erlebnissen mit einer Angelfahrt auf den Breiðafjörður, einem Strandritt und dem Seeadlerpaar, das seine Jungen beschützt und der tollen Unterbringung in Milli Vina und ….irgendwann ist es halb zwölf und ich widerstehe der freundlichen Einladung mir doch ein Bett in einem der Zimmer zu nehmen. Ich möchte meine 100%Zeltquote dieses Jahr erfüllen. Allerdings werde ich zum Frühstück kommen, die Annehmlichkeit gönne ich mir.
Ach ja, als ich übrigens zum Auto gehe, ist das grau vom Vulkanstaub, den der Wind den ganzen Tag aufgewirbelt hat!!!
















