Island

26.07.2010 um 19:34 Uhr

Enge Schluchten - weite Ebenen

Sonntag, den 25.7., 20. Tag


Morgens ist mein Zelt noch ein wenig feucht und der Himmel sieht nicht vielversprechend aus, aber während des Frühstücks fallen keine Tropfen und auch später nicht. Irgendwann kommt the money collecting woman und kassiert für dieses wunderbaren Platz 750 Kronen, umgerechnet 4,71 €. Den Campern mit dem grünen Zelt, die sehr spät in der Nacht ankamen, war das wohl zuviel :-(((, denn sie sind sang- und klanglos wieder verschwunden, natürlich ohne zu bezahlen. Danach packe ich so langsam alles zusammen, mache noch einen Abstecher zum Kirkjugólf

 

 

und dann geht es Richtung Westen.

Ein bisschen wehmütig ist mir ja schon zu mute, jeder Kilometer bringt mich jetzt wieder zurück Richtung Flughafen.

Nach einem kurzen Telefonat mit Schorsch steht mein Zeitplan und ich weiß, dass ich mich nicht beeilen muss – die Gruppe wird erst am frühen Abend in Stóra-Mörk eintreffen. Deshalb entschließe ich mich noch zu einem Abstecher in die Fjarðárgljúfar – ein echter Glücksgriff.

Zwei Busse laden grade ihre menschliche Fracht ein und dann bin ich mal wieder alleine unterwegs. So eine atemberaubende Schlucht und ich bin jahrelang dran vorbeigefahren. Ich bin über zwei Stunden dort unterwegs und als ich zum Auto zurückkomme, fängt es an zu regnen: die Wettergötter meinen es echt gut mit mir. Danach geht es in die Mittagszeit und nach Vík und auch ganz schnell wieder weiter. Víkurskáli ist gerammelt voll mit Bustouristen. Ansonsten sind die Straßen erstaunlich leer, anscheinend konzentriert sich dieses Jahr alles auf den Pauschaltourismus. Ich weiß wirklich nicht, was ich davon halten soll.

Nach etlichen Fotostopps

 

 

 

baue ich dann mein Zelt in Hamragarðar auf, noch so ein wundervoller Zeltplatz direkt neben dem Seljalands- und am Gljúfuráfoss.

Und weil zum Treffen in Stóra-Mörk noch so viel Zeit ist, klettere ich mal wieder die Berge hoch und schaue von dort oben in die weite Landschaft........

 

 

Später begrüßen mich dann Sigi und Georg mit ihrer kleinen Reisegruppe in ihrem Ferienhaus und erzählen völlig begeistert von ihren bisherigen Erlebnissen mit einer Angelfahrt auf den Breiðafjörður, einem Strandritt und dem Seeadlerpaar, das seine Jungen beschützt und der tollen Unterbringung in Milli Vina und ….irgendwann ist es halb zwölf und ich widerstehe der freundlichen Einladung mir doch ein Bett in einem der Zimmer zu nehmen. Ich möchte meine 100%Zeltquote dieses Jahr erfüllen. Allerdings werde ich zum Frühstück kommen, die Annehmlichkeit gönne ich mir.

Ach ja, als ich übrigens zum Auto gehe, ist das grau vom Vulkanstaub, den der Wind den ganzen Tag aufgewirbelt hat!!!

25.07.2010 um 13:58 Uhr

wieder allein unterwegs

Samstag, den 24. 7., 19. Tag


Als ich ins Bett gehe, fällt leise Regen auf mein Zelt und als ich wachwerde, höre ich es immer noch tröpfeln – ich kann es fast nicht glauben. Die Hektik in der JuHe-Küche gefällt mir nicht so gut, deshalb gibt es nur ein schnelles Frühstück, bevor ich mich auf die Socken mache.

Die erste Zeit scheine ich völlig allein auf der Straße zu sein, kein Auto kommt mir entgegen, keins überholt mich! Die Sicht ist begrenzt, tiefhängende Wolken und hin und wieder Sprühregen.

Am Jökulsárlón ist auf einmal die Hölle los, viele Busse, Autos, Wanderer. Ich rufe meinen Schatz an, stelle mich kurz vor die Webcam und verdrücke mich zweihundert Meter weiter auf die Parkmöglichkeit hinter der Brücke. Zum Strand ist es nicht weit, die Krías flitzen über den Fluss, außer mir kein Mensch unterwegs, aber ein paar Meter vor mit landet eine große Raubmöwe. Ein sehr beeindruckender Vogel, der mir sicherlich bis zum Knie reichen würde. Ich habe schon etliche Schauermärchen von Skua-Angriffen gehört, deshalb verziehe ich mich lieber und fahre ein paar Kilometer weiter bis zum Fjallsárlón. Dort wird mir ein wunderbares Stündchen geschenkt mit einem wunderbaren Licht, das Reflexe auf die Eisberge zaubert. Dort sind auch nur eine Handvoll Menschen und ich wandere ein wenig herum, am Rand der Lagune entlang. Die Luft ist viel milder als am Jökulsárlón und es sind immer wieder blaue Löcher in der Wolkendecke zu sehen, besonders schön über dem Gletscher selbst.

 

 

Auch bei der Wanderung zur nächsten Gletscherzunge (irgendwas mit -kambur) bleibt das Wetter trocken und mild

 

 

 

und erst in Skaftafell schüttet es wie aus tausend Löchern. In der Toilette ziehen sich etliche bis auf die Haut durchnässte Wanderinnen um und die Busgruppen stehen mit ziemlich betroffenen Gesichtern unter dem Regenschutz – viele Wanderungen sind heute abgesagt. Für mich geht es weiter über den großen Sander, wieder, wie's scheint, ganz allein unterwegs!

Ich beschließe bis Klaustri durchzufahren, habe auch keine Lust bis auf die Haut nass zu werden. Eine weise Entscheidung, denn hier – scheint die Sonne.

Kirkjubæjaklaustur, wie es richtig heißt, ist ziemlich schnell durchfahren, eine Handvoll Häuser, eine Schule mit Schwimmbad, das ich ausgiebig nutze, ein Icelandairhotel, sowas wie ne Landwirtschaftsschule, das Systrakafí und ein Laden, hab ich was vergessen? Dafür gibt es aber den Systrafoss, der sogaqr dieses Jahr Wasser führt

 

 

und den Kirkjugólf, einen Basaltsteinboden.

Es ist noch früh, als ich in Kleifar am Wasserfall mein Zelt aufschlage, es ist das einzige vor Ort. Klaustri selbst hat einen sehr gut ausgestatteten Platz, aber Kleifar, 1 km vom Dorf entfernt, liegt viel schöner an einem Wasserfall. Und genau diesen Wasserfall springen eineige isländische Jugendlichen runter, als ich grad mein Zelt aufbaue. Verrückte Sache!

 

 

 

Später laufe ich noch den Weg über die Heiði, am Systravatn vorbei. Der Aufstieg hat es in sich, oben ist es recht flach mit einem wunderbaren Weitblick bis aufs Meer bzw. ins Hinterland! Es ist sehr warm und ich reiße mir vom Leib was geht. Natürlich habe ich nix zum Trinken mitgenommen, der Systravatn ist am Rand trübe und sonst gibt es erst nach einem atemberaubend steilen Abstieg (jedenfalls für mich) ein Bier aus dem Laden.

 

 

 

Jetzt hole ich mir gleich mein Buch und lese noch ein wenig und dann geht es ab in die Heia.

23.07.2010 um 19:30 Uhr

Bin noch hier

Ob ich heute noch dazu komme, den gestrigen Tag zu dokumentieren, wage ich zu bezweilfeln. Nur so viel:

wir sind von Bakkagerði über Egilsstaðir nach Djúpivogur gefahren und haben dort auf dem Zeltplatz übernachtet - natürlich alles bei strahlendem Sonnenschein.

Heute sieht der Himmel grau aus und ich habe die ersten Regentropfen gesehen. Im Osten sind wir noch bei Sonnenschein abgefahren, aber je weiter wir gegen westen kamen um so grauer wurde der Himmel. Und hier in Smyrlabjörg gibt es jetzt auch die ersten Regentropfen. Mein Zelt steht in Vagnsstaðir, aber ich lasse es mir heute gut gehen und genieße dasausgezeichnete Buffet hier im Hotel.

Wir sind heute morgen sehr früh gegen sechs, sieben Uhr von zwei Schweizern geweckt worden, die anscheinend ein Vergnügen daran haben, mit ihrem Autotürenknallen die Leute zu wecken. Jedenfalls ist an Schlafen nicht zu denken, weil alle paar Minuten wieder die Tür geräuschvoll aufgemacht und zugeknallt werden muss. Trotzdem liege ich bis kurz vor acht im Schlafsack, bis wir uns dann endlich für ein Frühstück entschließen. Darum sind wir schnell wieder auf der Straße und haben noch Zeit, einen Abstecher ins Jökulsá í Lóni-Tal zu machen - Stafafell

 

hat übrigens wieder als JuHe auf! Dort sindfahren wir abenteuerliche Wege, von denen ich schon glaubte, das es sie in Island nicht mehr gibt.

Bei Werner gibt es eine Tasse Kaffee und etliche interessante Diskussionen, wir machen noch einen Abstecher zum Wikingerdorf - leider ist Durchfahrt und-gang verboten, ich setze Rosa in Hafnarnes ab und bin wieder allein on the road.

Eigentlich wollte ich ja in Haukafell

 

bleiben, aber es ist eine düstere Stimmung und ich wäre ganz allein. Ein wunderschöner Zeltplatz, aber in keiner Weise ausgeschildert und daher auch menschenleer. da es bei Smyrlabjörg keine Zeltmöglichkeit gibt, lande ich in Vagnsstaðir, aber komme nochmal zum Essen zurück. Und ich freue mich hier Ulla zu treffen!

 

 

21.07.2010 um 20:04 Uhr

Das andere Ende der Welt

Mittwoch, den 21.7., 16. Tag


Nachdem gestern am Nachmittag Wolken aufzogen, begrüßt uns heute morgen beim Blick aus dem Zelt - blanker Himmel und Sonnenschein! Der kalte Nordostwind, der sich mit den Wolken einstellte, hat pünktlich alles weggeweht, was den Blick auf Blau verstellen könnte.

Ich frühstücke in aller Ruhe, Rosa schläft nach ihren 36 km Fahrradtour gestern heut etwas länger. Schließlich packen wir in aller Ruhe und gegen 11 machen wir uns auf den Weg nach Osten.

Diesmal führt der Weg über die Ringstraße und nicht Möðrudalur, aber trotzdem gibt es natürlich ein paar Fotostopps für Herðubreið und Hochlandausläufer.

 

 

Durch das Jökuldalur

 

 

führt uns schließlich der Weg in die Héraðsflói und öffnet den Blick auf die Dýrfjöll.

 

Etliche km weiter geht es knapp am Meer entlang, bis sich eine Bucht mit einem wunderbaren Blick auf Liparitberge und schroffe schneebedeckte Berspitzen, aber auch auf das blaue Meer hin öffnet – Borgarfjörður eystri.

Der Campingplatz ist groß genug mit überwiegend isländischer Belegung und wir finden ein windgeschütztes Plätzchen hinter den Hecken. Neben dem Platz erhebt sich die Elfenburg Álfaborg. Später hat Rosa die wunderbare Idee sich im Ævintyraland die I-Pods mit den örtlichen elfengeschichten geben zu lassen, und während wir so durch grüne Wiesen und über Flüsse wandern, hören wir die Geschichten von Broghildur, álfakona, Naddi, dem ungeheue, Borgar Márin und anderen.

Ein wunderbarer Tag, den wir jetzt im Restaurant beschließen, vielleicht machen wir ja auch noch beim Pub-Quiz mit, Teil des Festival Bræðslan

Die Konzerte, unter anderem mit KK und Ellen, aber auch anderen hochkarätigen isländischen Musikern, fangen morgen erst an und da sollte ich zumindestens ja eigentlich auf dem Weg in den Westen sein. Ein bisschen Planungsluft hab ich noch, mal sehen!

 

20.07.2010 um 19:07 Uhr

Weite Wege

Dienstag, den 20.7., 15. Tag


Ich schlafe sehr gut, so gut wie schon lang nicht mehr! Ich befürchte, Hans muss uns zu Hause ein Zelt aufschlagen ;-)

Das Wetter ist unverändert, eher noch einen Tick wärmer und das Frühstück findet wieder unter freiem Himmel statt.

Beim Warten am Infozentrum auf den Bus mit Rosa spricht mich wieder die Frau aus dem Flugzeug gestern an. Sie ist mit Studiosus-reisen unterwegs und sie erzählt von ihren vielen Fahrten mit diesem Reisuntenehmer. Den Fotografen aus der Gruppevon gestern, der die rubbelige isländische Luftstraße so schlecht vertragen hat hat dann in der Nacht noch ein Hexenschuss ereilt. Vielleicht sollte man ihm auch mal ne Zeltreise empfehlen, ist anscheinend gut für den Rücken.

Rosa kommt an, hat einen schönen Tag in Akureyri verbracht und ist bereit mit mir noch einen Tag am See hier zu verbringen.n Auch unsere nette österreichische Familie treffen wir an der Rezeption wieder. Weil das Rad, das Rosa sich ausleihen möchte, vom Besitzer des Platzes bereitgestellt wird, unterhalte ich mich auch mit ihm noch eine Zeitlang; über seinen Bronco aus dem Jahr 1972, der aussieht wie fast neu, über meine erste Islandreise, als seine Mutter sich noch um das Gewächshaus gekümmert hat, über die schönsten Plätze am See und vieles mehr. Er ist auch derjenige, der in allen ausliegenden Karten des Myvatn das Wort Hverfjall durchgestrichen und durch die alte Bezeichnung Hverfell ersetzt hat; er möchte nicht, dass die alten Namen in Vergessenheit geraten!

Danach schmeißen wir noch eine Waschmaschine voll schmutziger Wäsche an und für mich geht es danach zu den Dimmuborgir. Als ich ankomme, ist es erstens 24° heiß und zweitens alles voller Menschen und ich denke schon an Flucht zurück. Aber was solls, wer in Trier im Sommer in der Hauptsaison über den Trierer Hauptmarkt gehen kann, schafft auch die paar Menschlein hier. Nachdem mir die ersten Horden entgegengekommen sind – der Reiseleiter mit dem Schild Reise XY Nr. 4....immer schön hochgehalten vornweg – wird es etwas leerer, vor allem als ich dann die längere Runde einschlage und man könnte wähnen, völlig allein auf diesem ver- und bezaubernden Fleckchen Erde zu sein. Ganz ab und zu kommt man der ein oder die andere entgegen, keiner überholt mich und als ich dann Krókur, the difficult path, einschlage, bin ich tatsächlich richtig einsam. Ich wundere mich über das 'schwierig', weil nur zu Beginn ein paar Steinchen zu erklettern sind und es dann auf schmalem, aber durchaus glattem Pfad voran geht, aber zwischendrin gibt es doch ein paar Kletterpassagen, wenn man, so wie ich nicht auf die Wegemarkierung achtet. Es wird übrigens immer heißer und ich freue mich über jede dem Wind ausgesetzte Stelle.

Wird fortgesetzt

19.07.2010 um 18:37 Uhr

Hítablygjan - Hitzewelle

Gestern kam es schon im Radio, heute hat uns die Hitzewelle auch hier erreicht: satte 19° im Schatten!!!!!! Schon unerträglich heiß, Zeit sich heute was Erfrischendes einfallen zu lassen außer einer extra langen Wanderung um die Krafla und den Víti-Krater!

Lasst euch von den Fotos überraschen!

18.07.2010 um 21:18 Uhr

Zeitweise getrennte Wege

Sonntag, den 18. 7. 13. Tag


Der Morgen erwartet uns mit einer Überraschung – Sicht fast Null. Dichter Nebel hüllt die Landschaft ein und unsere Zelte sind außen ganz klamm. Wir lassen es gemütlich angehen und verbringen erstmal ein Stündchen im Schwimmbad. Gegen 11 brechen wir auf in Richtung Varmahlið, auf einen kleinen Abstecher bei Ásdís. Dort ist es ein weniger netter und die Sonne kommt stellenweise durch.

Rosa möchte gern für ihren Chef Junghengste anschauen, er braucht für seine Herde Blutauffrischung. Also nimmt uns Elvar mit auf die Weiden und wir verquatschen die Zeit mit Pferdedingen und Fotos machen. Àsdís ist ja witrklich eine total liebe und nette, die uns gleich einlädt zum bleiben.

Aber unsere Pläne sind etwas anders:

zuerst möchte ich nach Gásir um Marianne noch einmal zu sehen

und danach bringe ich Rosa nach Akureyri, wo sie zwei Nächte verbringen und die Stadt kennenlernen will und ich düse weiter nach Mývatn. Über der Stadt hängt auch der kalte klamme Hochnebel, und ich hoffe in Richtung Südosten besseres Wetter anzutreffen.

Und wirklich, je weiter in die gewünschte Richtung desto blauer der Himmel.

Am Mývatn selbst ist es wunder-, wunder, wundervoll, ein phantastisches Licht und nur minikleine Wölkchen, die sich an den Bergen aufhängen.

Ich beziehe den Platz auf dem vor 24 Jahren schonmal Gelas und mein Zelt standen,

 

Bjarg – direkt am See und leiste mir dann hier im Hotel Reynihlið ein feines Abendessen.

18.07.2010 um 20:54 Uhr

It's a long way to........ Húnavellir

Samstag, den 17.7., 12.Tag

Die Sonne – wie soll es auch anders sein – weckt uns wieder und nach einem Frühstück und Plausch mit der benachbarten Schweizer Familie packen wir unsere Sachen zusammen und machen uns so langsam auf in Richtung Südosten. Nach einem Fototermin am HotPot direkt am Meer,

 

 

etlichen Fjordumrundungen und atemberaubenden Ausblicken auf das glitzernde Meer und den blauen Himmel,

 

 

dem Besuch des heißen Wasserfalls,

 

und einem kleinen Abstecher nach Reykhólar passieren wir Bjarkarlundur und fahren wieder über die neu eröffnete Straße über die Töllatunguheiði.

Diesmal geht es am Ende aber nicht in Richtung Hólmavík, sondern nach rechts ab Richtung Staðarskáli. Leider zieht dichte, hochnebelartige Bewölkung und ein scharfer Nordwind auf und das Thermometer sinkt auf 8°.

Eigentlich wollten wir ja bei Staðarskáli zelten, aber der Gedanke an einen ungeschützten Zeltplatz, der den Wettergewalten ausgesetzt ist, macht uns frösteln und ich denke an den Platz bei Húnavellir, wa wir sicher in der Lobby des Hotels für dern Rest vom Abend Zuflucht finden werden vorm ins Bettgehen. Außerdem lockt der Gedanke an das tolle Schwimmbad dort.

Also nehme ich noch einem etliche km unter die Reifen und siehe da, je weiter östlich desto blauer der Himmel und milder die Temperaturen.

In Húnavellir kochen wir uns nach dem Zeltaufbau noch schnell ein Abendmahl und dann gönne ich mir, obwohl es draußen durchaus auszuhalten ist, ein Glas Rotwein in der Lobby, bevor mir wieder die Augen zufallen.

Reine Fahrtstrecke heute 379 km – viel zu viel, mach ich nicht nochmal!

16.07.2010 um 21:02 Uhr

Teil 2

1. Teil

Freitag, den 16.7., 11. Tag


Nun mal ganz ehrlich: wer wäre so bekloppt und würde sich daheim bei 8° und tiefhängenden Wolken mit dem Frühstück auf die Veranda oder in den Garten setzen? Ich eigentlich nicht ;-)

Nachdem ich mich in Korpudalur noch eine lange Zeit von der isländisch-norwegischen Familie - sie kamen gestern Abend noch und schlugen ihr Zelt neben dem meinen auf - zum Kaffee eingeladen wurde und über dies und das und Island im speziellen unterhalten habe, sitze ich jetzt im Hamraborg in Ísa und habe noch mehr als zwei Stunden, bis Rosa mit dem Flieger ankommt. Es gibt heißen Kaffee, eine Internetverbindung und sogar Strom für das Netbook. Ich war auch schon beim Glashaus um die Nachricht von Iris zu überbringen, aber es war niemand da oder alles schlief noch. Da die Glashausseite offenstand, konnte ich auch schon die dschungelartige Pflanzenfülle bewundern, von der Iris gesprochen hatte.

Nun, ich werde es nach her nocheinmal versuchen.