Fluconazol ist ein häufig verwendetes Antimykotikum, das in der Behandlung von Mykosen, Candidosen, Schuppen sowie zur Vorbeugung von Pilzinfektionen eingesetzt wird. Fluconazolhaltige Präparate sind in Deutschland nur auf Rezept erhältlich.

Fluconazol (lateinisch Fluconazol) ist ein pilzhemmender Stoff, der in Zubereitungen wie Fluconazol, Diflucan, Flucofast, Fluconazin, Flucorta, Flumycon, Mycomax, Mycosyst enthalten ist. Fluconazol ist ein Triazolderivat. Die Ärzte betonen die hohe Wirksamkeit fluconazolhaltiger Medikamente im Kampf gegen viele Arten von Hefen, Kryptokokken und anderen pathogenen Pilzen.

Was ist Fluconazol? Eigenschaften und Wirkung

Wie die Ärzte erklären, besteht der Wirkmechanismus von fluconazolhaltigen Medikamenten darin, das Enzym zu hemmen, das für die Produktion einer der Komponenten verantwortlich ist, die die Zellmembran des Pilzes bilden. Durch diese Eigenschaft wird die Durchlässigkeit der Zellmembran erhöht, was zum Verlust von Schutzfunktionen, Wachstumsstopps und dem endgültigen Absterben des Pilzes führt. Fluconazolhaltige Fungizide sind wirksam, wenn sie eine Konzentration am Infektionsherd erreichen, die das Wachstum hemmt oder den Pilz abtötet und gleichzeitig die Sicherheit der menschlichen Zellen gewährleistet.

Verwendung von fluconazolhaltigen Medikamenten

Fluconazol wird am häufigsten zur Behandlung von akuter und rezidivierender vaginaler Candidiasis, Candidiasis einschließlich Mundschleimhaut, Hals, Speiseröhre und Atmungssystem, multifokaler Candidose, Peritonealkandidose, Atemwegskandidose, Harnwege, Endokard, Meningen eingesetzt. Darüber hinaus wird die Fluconazoltherapie weithin für Menschen empfohlen, die an einer genetisch bedingten, seltenen, chronischen mukosalkutanen Candidose leiden. Fluconazol wird häufig bei der Behandlung von Dermatophytose eingesetzt: Fußpilz, glatte Hautpilz, Leistenpilz, Schuppen, Nagelpilz, sowie bei Kryptokokkenmeningitis oder Kryptokokkeninfektionen anderer Organe (z.B. Lunge oder Haut).

Behandlung mit Fluconazol – Kontraindikationen und mögliche Nebenwirkungen

Fluconazolhaltige Zubereitungen sollten bei Personen, die auf diesen Stoff und seine Derivate (Triazol) überempfindlich reagieren, nicht verwendet werden, wenn sie allergisch auf Zubereitungen aus der Gruppe der Azolderivate reagieren. Gegenanzeige für die Verwendung des Präparats ist die parallele Verwendung von Astemizol, Cisaprid, Pimozid, Terfenadin. Die Sicherheit von Fluconazol bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 13 Jahren wurde nicht bestimmt, daher kann der Arzt bei der Behandlung von Menschen in der oben genannten Altersgruppe eine Therapie mit fluconazolhaltigen Präparaten nur dann empfehlen, wenn dies unbedingt erforderlich ist und wenn die Nieren ordnungsgemäß funktionieren. Die Fluconazoltherapie kann zur Entwicklung von Lebererkrankungen beitragen, bei HIV-Infizierten gibt es oft schwere Hautnebenwirkungen, wie z.B. eine toxische, zersetzende epidermale Nekrose. Fluconazol sollte nicht auf der behaarten Kopfhaut verwendet werden und bei Menschen mit Nierenerkrankungen besonders vorsichtig sein. Fluconazol ist bei schwangeren und stillenden Frauen nicht indiziert. Aufgrund der ungünstigen Auswirkungen von Fluconazol auf die Leber sollte während der Einnahme des Präparats kein Alkohol konsumiert werden.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen dieses Medikaments gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Osutka, erhöhte Aktivität der alkalischen Phosphatase, erhöhte Werte von AST (Glutamat-Savioacetat-Transaminase) und ALT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase). Seltene Nebenwirkungen der Fluconazoltherapie sind: Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Krämpfe, Parästhesien, Schwindel, Anämie, Schläfrigkeit, Geschmacksveränderungen, Schwindel, Fieber, Unwohlsein, Ausschlag, Nesselsucht, Juckreiz, erhöhtes Schwitzen, Muskelschmerzen, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Blähungen, erhöhtes Schwitzen und Schlaflosigkeit.

Dosierung von fluconazolhaltigen Medikamenten

Die Dosierung wird auf der Grundlage der Erkrankung festgelegt und die endgültige Entscheidung liegt ausschließlich beim Arzt. In der Regel werden Dosierungen von 50 mg pro Tag (zur Prävention und Schleimhaut-Candidiasis) bis 400 mg pro Tag zur Behandlung von Hefesepsis eingesetzt. Darüber hinaus konnte bei der Behandlung der vaginalen Candidose eine hohe Wirksamkeit der auf eine Einzeldosis von 150 mg begrenzten Therapie nachgewiesen werden. Laut den Ärzten reichen die Dosen, die bei Kindern unter 13 Jahren verwendet werden, von 3 bis 12 mg Fluconazol pro kg Körpergewicht und Tag. Bei der Behandlung der Nagelpilzkrankheit wird empfohlen, 150 mg einmal pro Woche zu dosieren, ähnlich wie bei der Behandlung der Fuß-, Rumpf-, Schaft- und Hautpilzkrankheiten, jedoch kann die Dosierung für 2-4 Wochen auf 50 mg pro Tag geändert werden. Eine Dosis von 400 mg pro Tag ist die maximale Menge, die unabhängig von der Art der Erkrankung angewendet werden kann.

Haftungsausschluss zu medizinischen Themen

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

Quellen

https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/FLUCONAZOL-BASICS-150-mg-Hartkapseln-296590.html

https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=fluconazol

[Gesamt: 1   Durchschnitt:  5/5]

Redaktion

Unser Redaktionsteam veröffentlicht regelmäßig interessante Beiträge über verschiedenste Bereiche des Lebens. Haben Sie ein spannendes Thema und würden gerne darüber einen Artikel schreiben? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.