Eine afrikanische Ratte mit dem Namen „Magawa“ hat über 5 Jahre hinweg dabei geholfen, Landminen aufzuspüren. Hierzulande sind Ratten hingegen eher als „Schadnager“ bekannt. Anstatt mit ihren feinen Nasen Explosivstoffe zu erschnüffeln, fressen sich die Tiere durch Abfälle und krabbeln durch die Kanalisation. Im schlimmsten Fall kommt es zu der Übertragung gefährlicher Krankheiten. Auch in Frankfurt und Umgebung treten immer wieder Probleme mit den Schädlingen auf.

Rattenplagen durch Müllberge

Wenn Abfall nicht fachgerecht entsorgt wird, wird Schadnagern ein Lebensraum geschaffen. Anfang des Jahres 2020 hatten Anwohner der Mumm-von-Schwarzenstein-Straße in Frankfurt-Nied mit den langschwänzigen Nagetieren zu kämpfen. Am Rande einer Wohnanlage wurde illegal Sperrmüll abgelagert. Aber auch Lebensmittelreste fanden sich auf dem „Müllberg der Schande“, wie die Ablagerung von den Anwohnern genannt wurde. Um einen Stellplatz für Mülltonnen fanden Kammerjäger eine große Schadnagerpopulation – wie eklig! Darüber hinaus wurde auch an der Liederbacher Straße in Frankfurt sowie im Rebenstockpark Müll gefunden, der dort nicht hingehört!

Essensreste gehören nicht in die Toilette!

In Bergen-Enkheim bei Frankfurt hingegen entsorgen zu viele Anwohner die Reste des Mittagsessens im Klo. Dies hatte Anfang 2020 dramatische Folgen, als eine echte Rattenplage über den Ort hereinbrach. Die Nagetiere fühlen sich in der Kanalisation nämlich sehr wohl und vermehren sich sehr leicht, wenn sie durch Speisereste angefüttert werden. Der Lokalpolitiker Eberhard Schwarz appellierte daher an die Bürger, organischen Abfall in der Biotonne zu entsorgen. Keine schlechte Idee, denn eine gründliche Bekämpfung von Ratten ist in der Fläche sehr kompliziert. Aus Gründen des Grundwasserschutzes ist es nicht möglich, die Kanalisation mit Rattengift anzureichern – Fische könnten Schaden nehmen! Auch auf Privatgrundstücken kann die Kommune in der Regel nicht tätig werden, da jeder Hauseigentümer selbst verantwortlich ist, Schädlinge zu beseitigen.

Was können Frankfurter unternehmen?

Wenn man am Tag Ratten beobachten kann, schließt dies auf einen Rattenbefall. Haben Sie eines der Tiere an Ihnen vorbeihuschen gesehen, dann sollte unbedingt die Kommune eingeschaltet werden. Die verantwortliche Stelle nimmt via E-Mail Hinweise entgegen. Die Kontaktaufnahme per Telefon ist auch möglich. Wer Probleme mit Schadnagern auf dem eigenen Grund und Boden hat, der schaltet am besten die Schädlingsbekämpfung Frankfurt ein, um dem Problem adäquat zu begegnen. Dieser wird zuerst eine Ortsbegehung durchführen, um das Ausmaß des Problems festzustellen. Dabei werden auch die Eigenheiten des Orts notiert. Dies ist daher wichtig, da eine solide und nachhaltige Bekämpfungsstrategie sich immer an den örtlichen Gegebenheiten orientiert, denn nur so lassen sich wirklich anhaltende Erfolge erzielen.

In alten Häusern finden Ratten und Mäuse genügend Verstecke, um sich ungehindert zu vermehren. Die Beseitigung von Schadnagern reicht nämlich nicht aus, wenn der Lebensraum der Tiere bestehen bleibt. Unterbleibt die Prophylaxe, siedeln sich stets neue Populationen an. Wichtig ist daher, dass der Schädlingsbekämpfer die ungeliebten Gäste nicht nur als „Ungeziefer“ sieht. Es ist ganz normal, dass wilde Tiere gern dort Leben, wo genügend Nahrung und Lebensraum vorhanden ist. Es reicht daher nicht, Giftköder auszulegen oder Schlagfallen aufzustellen. Schädlingen gehört konsequent der Lebensraum entzogen. Auch deshalb ist es so wichtig, dass die Stadt Frankfurt das Problem der illegalen Müllentsorgung in den Griff bekommt.

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Redaktion

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