bildpolkrit

22.06.2007 um 10:18 Uhr

Funktionalisierte "Bildung"

von: soclyt

Bildung bezieht sich auf die Frage, wozu ein Mensch sich und die Welt, in der er lebt, machen will.

Der gegenwärtige Umgang mit Bildung setzt Marktverhältnisse, Verkauf der Arbeitskraft, Funktionalisierung für Zwecke innerhalb dieser Bedingungen voraus und entwirft das Bild eines Menschen, der sich - möglichst geschickt - vermarktet, der sich in diesen Verhältnissen verkaufen will. Individuen und das als "Bildung" bezeichnete und verkaufte Konstrukt werden zurechtgeschnitten für das Bestehende, werden instrumentalisiert für die Reproduktion dieser gesellschaftlichen Verhältnisse - Bildung als Zurechtmachung (mit einigen Freiräumen), nicht als Öffnung, Ermöglichung von neuen Entwicklungen.    

16.06.2007 um 14:01 Uhr

HRK: Studienreform als "Einsparoption" der Bundesländer

von: soclyt

Den Ländern "geht es zunächst einmal vor allem um die Einspareffekte, wenn die Studiengänge verkürzt werden"; sie sollten aber "nicht die Studienreform vor allem als Einsparoption" sehen ( Christiane Gaethgens, Generalsekretärin der HRK, in "Zeit" Nr. 25, 14.6.2007, S. 73).

Da hat Frau Gaethgens recht. Nur - der ganze gegenwärtige Umbau des Bildungswesens ist auf Einsparung angelegt, deren negative Effekte durch die - angeblich effizienzsteigernde - Einführung von Marktprinzipien aufgefangen werden sollen.

13.06.2007 um 10:55 Uhr

"bildungsmarkt" und seine folgen

von: soclyt

"Außerdem müsse das strategische Marketing deutscher und europäischer Bildungsangebote auf dem internationalen Bildungsmarkt vorangetrieben werden" (BMBF-Pressemitteilung 119/2007, 4.6.2007).

man organisiert etwas als "markt" (oder definiert es zumindest so), dann ist durchsetzung in der (bewußt installierten) konkurrenz und dafür marketing - natürlich "strategisches" - zum powern der eigenen "angebote" erforderlich: die immer wiederkehrende litanei der marktideologen unter berufung auf selbstgeschaffene und aufrechterhaltene "zwänge". 

02.06.2007 um 11:08 Uhr

juristenausbildung: zwei-fach-studium für juristen

von: soclyt

für eine reihe von entwicklungen in der gegenwärtigen gesellschaft sind juristen mit der traditionellen ausbildung nicht mehr gerüstet ( internet-kriminalität, biotechnologie, betrug im gesundheitswesen).

vorschlag: zwei-fach-studium für juristen

jura und informatik, biologie, medizin, kunstgeschichte, sinologie

nachteil: erweiterte funktionalisierung.