Weblog von Hans-Wolfgang

13.02.2016 um 00:32 Uhr

Ich bin dagegen, dagegen zu sein: Alles ist Eins.

von: tao

Ich bin in der Erde verwurzelt, so dass ich mich zum Himmel ausstrecken kann. Ich wurzle im Sichtbaren, so dass ich ins Unsichtbare hineinreichen kann. Ich mache keine Dualität daraus und erst recht keinen Antagonismus. Wenn ich gegen irgendetwas bin, dann bin ich gegen Antagonismus. Ich bin dagegen, dass ich gegen irgendetwas bin. Ich bin für das Ganze, den kompletten Kreis. Die Welt und das Tao sind nirgendwo getrennt voneinander. Es gibt keine Grenze: Die Welt und das Tao gehen ständig ineinander über. Eigentlich ist es nicht sinnvoll, zwei Worte zu verwenden, aber die Sprache macht Probleme. Die Sprache trennt, indem sie vom Schöpfer und vom Geschöpf spricht. Die Sprache ist dualistisch, in Wirklichkeit gibt es kein Geschöpf und keinen Schöpfer, nur Kreativität, nur einen Prozess grenzenloser Kreativität. Nichts ist geteilt. Alles ist eins -- ungeteilt.
Sprache ist wie eine politische Landkarte. Alle Länder sind mit ihren Landesgrenzen eingezeichnet und voneinander getrennt, doch für die Erde gibt es keine Grenzen. Die Erde ist rund, sie ist eins, nur auf Landkarten ist sie das nicht, das macht sie falsch. Und Politiker sind wahnsinnig, Verrückte, die an die Macht gekommen sind. Sie sind gefährlicher als Geisteskranke, die in der geschlossenen Psychiatrie leben, denn sie haben Macht.
Wo ende ich und wo beginnt der andere? Wo ist der Punkt, an dem wir eine Grenzlinie zwischen uns ziehen können? Wo? Es kann keine Demarkationslinie geben. Ständig fließt Luft in mich hinein. Ich atme: Wenn auch nur für kurze Zeit keine Luft mehr in mich hineinfließt, wenn der Atem ausbleibt, dann bin ich tot. Und die Luft, die gerade noch in mir war, ist wieder aus mir herausgeflossen und von dem anderen eingeatmet worden. Gerade war es noch mein Leben, nun ist es das Leben meines Gegenübers, und dann ist mein Atem wieder zu mir zurückgekehrt. Es war sein Leben, nun ist es wieder mein Leben. Wo sind wir getrennt?


08.02.2016 um 01:14 Uhr

Um wirklich einfach zu werden, muss man erst kompliziert gewesen sein.

von: tao

Die Schlauen und Ausgebufften werden reich, aber das ist ihr Weg, wirkliche Einfachheit zu erlangen. Bevor ich nicht erst clever und listig gewesen bin, kann ich nicht den Status eines Weisen erreichen.
Es ist kein Zufall, dass in Indien alle vierundzwanzig Teerthankaras, die großen Meister der Jainas, Fürsten waren, und alle Avatare der Hindus Könige waren und Buddhas dreiundzwanzig früheren Inkarnationen alle zu königlichen Familien gehörten. Darum besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen den Lehren von Jesus und Buddhas Lehren. Buddhas Lehren sind wirklich außergewöhnlich. Die Seher der Upanishaden waren reich und gebildet, darum sind die Upanishaden schön und sehr ästhetisch.
Jesus war der Sohn eines armen Mannes, ein Zimmermann. Seine Worte haben nicht diese Qualität, die die Worte von Mahavir, Yagnavalka, Patanjali, Buddha und Lao Tse haben. Diese Leute haben eine ganz andere Höhe und eine Multidimensionalität. Jesus Worte sind einfach, so einfach wie die eines armen Mannes eben sind. Natürlich haben sie eine gewisse Geradlinigkeit und Unkompliziertheit, aber sie sind nicht außergewöhnlich, wenn man sie mit Buddhas Worten vergleicht.
Und das zeigt sich auch daran, dass nur die armen Leute dieser Welt an Jesus Worten interessiert sind. In Indien sind es die ärmsten Leute, die sich zum Christentum bekehren lassen. Die christlichen Missionare haben auch nicht einen reichen Inder zum Christentum bekehren können -- aber die armen Leute in Indien, das ist ihr Klientel, ihr Marktsegment.
Und andererseits wird der Westen immer buddhistischer. Die Bildungsschichten der reichen Länder im Westen interessieren sich zunehmend für Zen, Taoismus, Yoga, während sich das Proletariat im Osten immer mehr zum Christentum bekehren läßt. Dafür gibt es Gründe. Die armen Leute im Osten finden Trost in Jesus Worten und die reichen Leute im Westen finden Einsichten in den Worten von Buddha, Lao Tse, Tschuang Tse, Bokuju und Rinzai, die sie im Christentum nicht fanden. Deren Außergewöhnlichkeit spricht sie an. Jesus wirkt dagegen oberflächlich, schöne Worte, aber ohne Tiefgang.


04.02.2016 um 02:33 Uhr

Die mystische Formel des Tao

von: tao

Auch in der Mystik gibt es Formeln wie in der Physik, gibt es Sequenzen von Bewußtheitsreaktionen, so wie es chemische Reaktionen gibt. Wenn der Körper entspannt ist, wenn kein Denken stattfindet, das Bewußtsein also leer ist, wenn das Herz still ist, dann kann sich Erkennen ereignen, das Erfahren der letztendlichen Realität, unsterblicher Ewigkeit.
Ohne dieses Erkennen wird immer eine Furcht vor dem Tod in mir bleiben, wird immer wieder Sehnsucht Besitz von mir ergreifen, werden immer wieder Spannungen auftreten, werde ich immer wieder unglücklich sein.
Wenn ich mich selbst erkenne, mein innerstes Selbst kennenlerne, bin ich von allem befreit. Dann bin ich nicht nur von allem befreit, sondern ich bin auch von mir selbst befreit. Dann bleibt nur noch Freiheit. Diese Freiheit ist das Privileg all jener, die eins mit dem Tao geworden sind.
Die mystische Formel ist also: Entspannung, Gedankenlosigkeit im Sinne von Nicht-Denken und Stille. Wenn diese drei Worte keine Worte mehr sind, sondern zu Erfahrungen werden, wird mein Leben transformiert werden, die "mystische Reaktion" wird stattfinden.
Und je mehr ich bewußt und achtsam bin, desto mehr verschwinden die Gedanken. Da bedarf es keines Kampfes. Meine Bewußtheit reicht völlig aus, die Gedanken zu eliminieren. Und wenn das Bewußtsein leer ist, habe ich die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich in mir die Stille niederlassen kann, so still und sanft wie fallender Schnee kann sich dann Stille auf mich herabsenken und in mir sich immer mehr ausbreiten.
Doch der Körper muss entspannt sein. Das einzige, was die Leute nicht tun, wenn sie meditieren, ist die Entspannung des Körpers. Aber gerade dies ist die Grundvoraussetzung der "mystischen Reaktion": Einfach entspannen, der Körper soll sich einfach bloß entspannen, nichts sonst, die ganze Weisheit des Körpers soll nur auf Entspannung gerichtet sein. Entspannung ist das Fundament, auf dem dann das Denken von allen Gedanken gereinigt wird, so dass das von allen Gedanken entleerte Denken zum Nicht-Denken wird. Dann kommt die Stille ganz von selbst, der "mystische Schnee fällt", und dann .... die mystische Reaktion ... Tao

  

16.01.2016 um 02:34 Uhr

Die Zeit ist ein Traum des Denkens.

von: tao

Ich muss schon durch dieses Feuer gehen und mich mit absurden Fragen abmühen, obwohl ich im Innersten weiß, dass es keine Antwort darauf gibt und doch immer noch nach einer Antwort suchen. Nur so komme ich immer tiefer in mich hinein.
Wenn ich ganz innen angekommen bin, ist dort weder Frage noch Antwort.
Zeit ist dort ein Traum, ein geträumtes Phänomen.
Auch wenn es keinen Einfluß auf die Uhr hat, so wird mir doch die Zeit länger oder kürzer, je nachdem, ob ich glücklich oder unglücklich bin, mein Denken bestimmt mein subjektives Zeiterleben.
Und dann gibt es diese Momente, wenn die Zeit ganz stehenbleibt. Kein Denken, keine Zeit, bloß eine Schwingung, bloß Energie, eine fließende Energie, kein Gedanke, keine Vergangenheit, keine Zukunft, kein Verlangen. Aber das geschieht nur einen Moment lang, daß mir bewußt wird, daß die Möglichkeit besteht, die Zeit ganz anzuhalten.


24.12.2015 um 01:15 Uhr

Meine Gewohnheiten machen mich selbst zum Roboter

von: tao

Warum nur lasse ich zu, dass meine Gewohnheiten mein Bewußtsein dominieren? Die Gewohnheit ist nun mal der leichtere Weg, etwas zu tun. Meine Gewohnheiten laufen so mechanisch ab, dass ich nicht mehr bewusst dabei sein muss. Sie sind ein mechanischer Teil von mir geworden, ein Teil meines Roboterdenkens: Meine Gewohnheiten machen ihre Sachen jetzt schon selbst, ganz von allein. Ich kann währenddessen an ganz andere Dinge denken, andere Träume träumen, und die Gewohnheit führt ihre Aktionen zum vorprogrammierten Ende durch, mit mehr Perfektion, weil eine Gewohnheit mechanisch ist und Maschinen begehen in der Regel keine Fehler.



23.11.2015 um 01:19 Uhr

Das Tao der Pädagogik

von: tao

Wenn ich mit einem Kind zusammen bin, ist es mir wichtig, natürlich zu sein. Was auch immer ich bin, das teile ich mit dem Kind. Und was auch immer geschieht, das Kind muss auch seine eigene Verantwortung übernehmen.
Aber für das kollektive Denken, den "gesunden Menschenverstand", ist dies eine absurde Vorstellung, denn schließlich gehen ja erwachsene Menschen zum Psychoanalytiker und lassen sich von ihm bestätigen, dass zwischen ihnen und ihrer Mutter etwas falsch läuft und dass die Mutter dafür verantwortlich ist. Er nimmt seinen Patienten also die Verantwortung weg und das fühlt sich erst einmal gut an. Erwachsene Menschen liegen auf der Couch des Psychoanalytikers, assoziieren einfach so vor sich hin und der Psychoanalytiker sagt: "Sie haben völlig recht -- das liegt nur an Ihrer Mutter und an Ihrer Beziehung zu Ihrer Mutter, Ihre Mutter ist dafür verantwortlich."
Und wer ist für diese Mutter verantwortlich? Die Mutter der Mutter natürlich, also die Großmutter. Und wer ist für die verantwortlich? Das kann so immer weiter gehen. Schließlich ist wieder einmal Eva für alles verantwortlich!! Oder am Ende ist wieder einmal keiner für irgendetwas verantwortlich.
Ich meine damit nicht, dass dies völlig falsch ist -- niemand ist jemals völlig verkehrt -- aber Extremismus ist verkehrt, und die meisten Leute sind Extremisten. Ja, meine Mutter ist etwas verantwortlich, weil sie meine Mutter war. Mein Vater ist etwas verantwortlich, weil er mein Vater war. Aber letztendlich bin ich selbst für mich verantwortlich!
Was auch immer ich mir selbst angetan habe, dabei haben andere mitgeholfen, aber wenn ich mich schonungslos analysiere, dann bin ich dafür verantwortlich.
Das ist eine fundamentale Lehre des Taoismus: Ich bin verantwortlich. Erst wenn ich das spüre, dass ich verantwortlich bin, werde ich frei. Denn nur dann habe ich Wahlfreiheit.


11.11.2015 um 02:45 Uhr

Ich lebe nicht im Denken, sondern jenseits des Denkens. Meditation hilft mir, das Denken zu transzendieren, dann ist meine Bewußtheit so, dass das Denken mich nicht kontrollieren kann.

von: tao

Es ist mir ein Anliegen, Liebe und Meditation so eng miteinander zu verbinden, dass jede Liebesbeziehung automatisch zu einer Meditationspartnerschaft wird. Meditation macht mich so bewusst, dass ich mich nicht mehr zu verlieben brauche, sondern in Liebe sein kann.
Mit Meditation verhält es sich wie mit dem Mond. Es geschieht Transformation. Die Energie der Lust wird gewandelt in Liebe, Ärger in Mitgefühl, Gier in den Wunsch zu teilen, Aggressivität in Empfänglichkeit, Ego wird zu Bescheidenheit.
In dem Moment, in dem Liebe zur Beziehung wird, wird sie zur Fesselung, denn es kommt zu Erwartungen und Forderungen. Beide Partner sind frustriert und beide wollen dominieren. Es kommt zu einem Machtkampf. Zwei Menschen können sehr liebevoll zueinander sein. Je liebevoller sie sind, desto unmöglicher wird eine  Beziehung. Je liebevoller sie sind, desto mehr Freiheit geben sie sich. Je liebevoller sie sind, desto geringer sind ihre Forderungen, ihr Bedürfnis, zu dominieren, ihre Erwartungen. Und dann gibt es natürlich keine Frustration.
Leidenschaft ist der niedrigste Bewusstseinszustand und Mitgefühl ist der höchste. Das Niedrigere darf nicht verleugnet werden, es muss verwandelt werden. In der Vergangenheit waren die sogenannten religiösen Menschen streng dagegen und mit ihren Lehren haben sie eine schizophrene Menschheit geschaffen. Sie haben die Menschen in zwei Teile gespalten, in das Niedrigere und das Höhere. Und diese Spaltung ist der Grund allen Leides, aller Angst, aller Qual.
Wenn ich mich selbst als zweigeteilt betrachte, aufgeteilt in einen niedrigeren und einen höheren Teil, dann gibt es einen ständigen Konflikt. Ich versuche, das Niedrigere zu überwinden, es zu bekämpfen, es zu vernichten, und es ist nicht möglich, es zu vernichten. Transformation ist möglich, Vernichtung ist nicht möglich. Nichts in der Existenz kann vernichtet werden. Wasser kann Dampf werden und Wasser kann Eis werden, aber das ist nur eine Veränderung. Ich kann Wasser nicht völlig verschwinden lassen. Nichts kann je vernichtet werden und nichts Neues kann je geschaffen werden. Nur die Zusammensetzungen verändern sich.
Leidenschaft ist die niedrigste Stufe und Mitgefühl ist die höchste Stufe der Leiter, aber beide gehören zur selben Leiter. Wenn Leidenschaft bewusst wird, wird sie zu Mitgefühl. Wenn Leidenschaft unbewusst ist, ist sie grausam, ist sie hässlich. Ich bringe einfach mehr Bewusstheit in mein Sein und du bewege mich in Richtung Göttlichkeit, vom Tier zum Gott. Der Mensch ist nur eine Leiter zwischen diesen beiden Seinsweisen.
Alles, was ich kreativ erschaffe, lasse ich aus meiner inneren Stille entstehen, ich lasse es spontan entstehen, nicht vorgefertigt sein, vorprogrammiert, im voraus geplant. Wenn ich dann etwas kreiere, bin ich selbst überrascht – ich habe mich in die Hände der Existenz begeben.

Meine Aufgabe liegt im Reduzieren. Ich versuche jeden Tag, etwas zu entfernen, zu klären, zu vereinfachen. Die Weisheit der Gesellschaft lautet „mehr” und die Verwirrung wächst. Die Weisheit des TAO lautet „weniger” und  Gelassenheit stellt sich ein.

Übrigens haben viele Menschen Aversionen gegen Osho. Das ist gewollt, das ist eine Programmierung im morphogenetischen Feld, die in den 80er Jahren angelegt wurde. Die herrschende Elite versuchte auf diese Weise den Status Quo zu schützen. Denn niemand hat im vergangenen Jahrhundert die Menschheit so aufgerüttelt wie Osho! Wie du feststellen kannst, ob du Opfer dieser Programmierung bist? Ganz einfach. Du hast noch nie ein Buch von Osho gelesen, weißt aber, dass er 99 Rolls Royce besaß und ein Sexguru war. Beides stimmt nicht. Oder du weißt nichts über Osho, hast aber eine tiefe Abneigung gegen ihn? Frage dich, warum das so ist. Eventuell bist du mental konditioniert, unterliegst einer diesbezüglichen Gehirnwäsche und weißt es nicht.


07.11.2015 um 01:28 Uhr

Keiner steigt höher, wenn er sich in jemanden verliebt. Wenn ich verliebt bin, falle ich vom Kopf in mein Herz, ich werde verrückt.

von: tao   Stichwörter: tao

Die Reise des Meditierenden führt nach unten, hinunter zu den Wurzeln! Das ist eine lange Reise, und viel Gepäck muss unterwegs abgeworfen werden. Wie einfach das doch klingt - in die Tiefe des eigenen Selbst hinunterzusteigen, nach unten ins dunkle Licht der Wurzel; aber es gibt viele Wurzeln, ehe ich bei der Wurzel der Wurzeln ankomme. Da sind die emotionalen Wurzeln, das ganze Wurzelgewirr aus Erinnerungen, Träumen, Wünschen und allen möglichen verdrängten Gedanken und Gefühlen, ganz zu schweigen von dem ununterbrochenen Geplapper meines rastlosen Ichs. Kurz, eine Wildnis erwartet mich, in der ich für mich allein gehen muss und mir selber einen Weg für meine spirituelle Reise bahnen muss. Und nirgendwo auf dieser Erde, zu keinem Zeitpunkt und an keinem Ort, hat ein Mensch mehr zu dieser Suche ermuntert und Anleitungen gegeben, als Osho. Osho fordert mich auf, herauszufinden, was in mir verborgen liegt. Er sagt mir: „Hab keine Angst vor dem grenzenlosen Schatz deiner inneren Energien und verdamme sie nicht." Er ermutigt mich, ein Labor aus meinem Leben zu machen, in dem ich diese Energien unter die Lupe nehmen, sie erfahren und transformieren kann - und auf diesem Weg mein eigenes Leben transformiere.
Osho ruft mich nach Hause, heim zum Körper als geheiligtem Raum - einer Kathedrale aus Knochen, einer Höhle der Abgeschiedenheit, einer Zuflucht des Rhythmus. Seine Worte rufen Einsichten in mir wach, die jede Zelle in meinem Körper seit jeher kennt, Worte, die widerhallen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Osho ist eine ozeanische Einladung. Ich lasse mich davon tragen in seiner Tiefenströmung.
 

27.09.2015 um 01:29 Uhr

Wenn ich Angst vor der Liebe habe. dann liebe ich weiterhin auf die gleiche falsche Art und Weise. Ich täusche weiterhin Liebe vor und erlaube niemals wirklicher Liebe, von mir Besitz zu ergreifen.

von: tao

Wer einem antwortet, der nach Tao fragt, der weiß nichts von Tao.
Wenn einer vom Tao hört, so hört er doch nichts vom Tao.
Über das Tao gibt es keine Fragen,
über das Tao gibt es keine Antworten.
Es gibt keine Antwort auf solche Fragen.
Eine Frage zu stellen, die nicht beantwortet werden kann, ist sinnlos.
Eine Frage zu beantworten, die nicht beantwortet werden kann,
ist inhaltslos.
Und wer Sinnlosigkeit mit Inhaltslosigkeit verbindet,
der hat keine physische Vorstellung des Universums,
der hat keine psychische Vorstellung von der Quelle des Seins.
Vielleicht ist das die Quelle all der verrückten Antworten,
die taoistische Meister auf die Frage gaben „Was ist das Tao?“
- und davon gibt es eine ganze Palette:
Mönch: „Was ist das Tao?“
Hsiang-yen: „Ein Drache singt im trockenen Wald.“
Yün-men: „Verzieh' dich!“
Nan-chüan: „Dein Alltagsgeist.“
Kuei-shan: „Einfachheit.“
oder: „Du mußt nur den anpacken, der nicht versteht!“
oder: „Niemand sonst als dein eigenes Selbst.“
Aber „Wer bist du?“ ist die einzig gültige Antwort.
Worauf es im Taoismus ankommt,
ist die Verwirklichung des wahren Selbst,
alles andere ist ein Abweichen vom Weg.
Die individuelle Identität und das Tao nsind icht unterscheidbar.
In der Nicht-Dualität verschmelzen Subjekt und Objekt...
Aus einem frühen Dialog:
Ch'u: „O wie wunderbar, wie wunderbar!
Die unerschöpflichen Bereiche von Buddha und Tao!“
Tung-shan: „Ich würde nicht nach den Bereichen von Buddha und Tao fragen. Ich möchte nur den Mann kennen, der von den Bereichen von Buddha und Tao spricht.“
Ch'u: „Wie - was - ?“
Tung-shan: „Buddha und Tao sind nichts als Namen und Worte,
warum wendest du dich nicht der wahren Lehre zu?“
Ch'u: „Was lehrt die Wahre Lehre?“
Tung-shan: „Wenn du die Idee verstanden hast, vergiß die Worte.“
(ein Zitat von Tschuang-tse).


17.09.2015 um 02:52 Uhr

Der Glaube, dass ich bloß durch das Rezitieren von ein paar Worten, durch den Vollzug einiger Handlungen, den Lauf der Existenz ändern kann, ist einfach dumm. Das ist heilige Magie.

von: tao

Gelöst von den materiellen Fesseln ist ein Zustand, der durch Angstfreiheit, Freiheit von psychosomatischen Erkrankungen und sinnlichen Begierden, der durch innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Seligkeit, gekennzeichnet ist. Es ist ein Zustand, den sich jeder Mensch zutiefst herbei sehnt. Nur mit Mut, Disziplin und Entschlossenheit ist dieses Ziel zu erreichen. Weil dieser Zustand so außerordentlich überwältigend ist, im Gegensatz zu all den Erfahrungen, die ich bisher im Leben hatte, darf ich ihn ruhig als göttlich bezeichnen, denn das Wort „göttlich“ bezeichnet diesen Zustand am treffendsten. Ich kann ohne Disziplin in diesem Leben nicht glücklich werden, geschweige denn im nächsten Leben. Darum ist mein ganzes Streben darauf gerichtet , dieses Ziel in diesem Leben zu verwirklichen. Dieses Streben liegt im Handeln meiner Möglichkeiten. Was mich nach dem Tod erwartet, weiß niemand. Deshalb sehe ich der Zeit nach dem Tod gelassen entgegen. Ich habe ohnehin immer wieder das Gefühl, dass gerade die Menschen, die zu bequem sind, etwas für ihr spirituelles Wachstum zu tun, sich selbst gerne auf das Leben nach dem Tod vertrösten. Ich denke, sie wissen gar nicht, welche Chance sie vergeben. Wenn man die Hoffnung auf das Paradies auf Erden innerlich bereits aufgegeben hat, dann ist und bleibt das Leben ein Jammertal, dem man durch vorübergehende materielle Befriedigung der Sinne wenigstens hin und wieder zu entkommen hofft. Ich denke, hinter dieser Haltung steckt eine tiefe Resignation. Der Luxus des Optimisten ist die Hoffnung. Die Realität des Pessimisten ist die Resignation.


18.08.2015 um 01:52 Uhr

Wenn mein Tun sich wirkungslos erweist, genau dann geht alles wie von selbst.

von: tao

Das alte Sprichwort stimmt schon: Sei in der Freizeit Taoist und in der Arbeit Konfuzianer. Wenn ich es mit anderen Leuten zu tun habe, dann muss ich bestimmte Regeln einhalten. Diese Regeln sind nicht absolut; es sind Regeln in einem Spiel. Zum Beispiel: Wenn ich auf der Straße fahre, muss ich rechts oder links fahren, je nachdem, wie sich die Gesellschaft entschieden hat. Wenn ich überall herumfahre, dann komme ich in Probleme und bereite anderen Probleme. Mich rechts zu halten ist nicht existentiell, sondern nur zweckdienlich, es verfolgt einen Zweck. Es ist nicht so, daß Gott mir das Gebot gegeben hätte, rechts zu fahren; in England zum Beispiel fahren die Leute immer links. Ob ich mich rechts halte oder links, das ist egal, nur muss ich mich eben entweder rechts oder links halten. Irgendeine Regel muß es geben, einfach weil es so viele Leute gibt. Wenn ich allein auf der Straße  bin, dann ist es kein Problem. Wenn ich eine Privatstraße habe, wo ich allein herumfahre, habe ich die freie Wahl. Da brauche ich mich nicht links zu halten, das wäre fanatisch und idiotisch. Jetzt darf ich mitten auf der Straße fahren und tun und lassen, was ich will. In meiner Privatsphäre soll es keine Regeln geben. Das Leben, das ich führe, soll totale Freiheit sein - und genau dafür steht der Taoismus. Aber wo auch andere sind, da kann meine Freiheit zum Chaos führen, und Chaos ist nicht Freiheit. Wo andere auch eine Rolle spielen, muss ich mich an bestimmte Regeln halten. Aber ich brauche deswegen nicht von ihnen besessen sein.


17.04.2014 um 23:01 Uhr

Millions of people only appear alive, otherwise they are dead.

von: tao

Once there lived a very wise and venerable sage. From one end of the land to the other, learned men began to hear of the old sage and soon many sought the visage of his wisdom. But silent remained the sage to all who came with questions. Instead, with his bamboo staff he drew upon the ground these words:
'One who has contentment in his heart
finds good everywhere
and at all times.'
Or sometimes he would write:
'Where discontentment exists,
all effort is in vain.'
Or sometimes:
'Be silent, be still and you will know.'
But those who visited seemed not satisfied with these answers. They were too cryptic and there was no guidance given -- no map delivered. And they could not understand why the sage refused to answer them directly. And why? Surely he knew the answers, but why did he choose to scratch in the sand such babblings? The other sages gave advice and prescribed paths, and talked of austerities to be observed, why not this one? The sermon he gave could not be heard by the ear, or for that matter seen by the eye.
He was a real mystic. He was not an ascetic, he had no exercise to give to you, but only understanding -- a silent understanding, a transmission beyond scriptures.
Yet it is written that during the feast of the Christ a young man appeared. No staff bore he, nor scrolls of wisdom, nor were there questions at his tongue. Only, in his eyes there was purpose and great passion. Straight on to the sage strode he. Neither sitting, stopping, nor prostrating himself as others had done, he gazed upon that ancient and tranquil face without word. And soon, to the amazement of the others he took the staff from the hand of the sage and drew upon the dusty earth these words:
'How does thy brightness
dispel the darkness?'
Patiently the sage took back his staff and scratched beneath the young man's ply:
'What darkness?
Are you lost in the darkness?'
To which the young pilgrim countered:
'Is getting lost, losing the way?
Is getting lost really getting lost?'
The silent sage contemplated the face of the young pilgrim for some time and then he drew upon the ground these words:
'Only forgotten.'
A roar of laughter went up from those who had gathered, and the sage erased what he had written and wrote again:
'What desire brings you here?'
Eager eyes watched the staff change hands:
'Desires...? I have none.'
Observing the pilgrim closely, the sage took the staff, rose to his feet, extended his right foot, tapped it three times, then became as still as the breaths of those who watched. Whereupon the young visitor broke his silence and asked 'Why did you do that?'
The sage quickly scratched:
'Curiosity is a form of desire.'
Back and forth the staff continued until the frustrated pilgrim cried back with the point of the staff:
'It has been said that there is a sacred mantra one may recite that will join him to the universe in oneness.'
The sage quickly scratched again:
'Have you ever been apart from the universe?'
And, with that, the old sage swiftly raised his staff and thrust it down upon the head of the seeker, sending him into a deeply blissful trance. Days passed. And in those days the young pilgrim truly began to savour the sweetness of the great sage, as he sat surrendered before him. Not once did he question in the presence, and a fathomless love grew between them. But on the third day, the sage broke his long years of silence. 'So you have come at last!' the hoarse voice came.
The young man replied not, but looked deeply into the sage's eyes for some time, then taking once again the staff from the old bony hands, wrote:
'Only remembered.'

13.04.2014 um 23:02 Uhr

The bad comes and passes, and you know you cannot be the bad, because the good is coming.

von: tao

Jesus saying, "Let thy will be done," is just making a last effort to save his face. This is not the way of a surrendered man. How can you surrender to your own projection?

26.03.2014 um 16:57 Uhr

But I am not hurt; not even a single bruise is there.

von: tao

To be a taoist simply means to take this courageous leap in my life:

I move from conscience to consciousness, I move from the outer to the inner.

03.01.2014 um 23:50 Uhr

I am happy, I am blissful; I no longer desire any relationship

von: tao

Mind loves the nonessential; it is always hungry for gossip. Something utterly useless, and it listens so attentively.
 

08.02.2011 um 23:50 Uhr

Live in the world without any idea of what is going to happen

von: tao

Musik: solo for river von guitarotherapy

Beschäftigt
 
Live in the world without any idea of what is going to happen. Whether you are going to be a winner or a loser, it doesn't matter. Death takes everything away. Whether you lose or win is immaterial. The only thing that matters, and has always been, is how you played the game. Did you enjoy it? -- the game itself -- then each moment is of joy. You never sacrifice the moment for the future.
 
http://www.youtube.com/watch?v=4UkWH7_M0sE

16.11.2009 um 00:40 Uhr

you will never know what life is

von: tao

Musik: All is welcome here von Deva Premal

If you have already concluded, your conclusion will become a barrier. It will not allow you inquiry – your conclusion will become a blindfold. It will not allow you to see the truth – your investment will be in the conclusion. You will distort reality to fit your conclusion. That’s what has been done up to now. The man of tao is not a Hindu, is not a Mohammedan, is not a Christian, is not a communist. The man of tao does not know all these ’isms’. The  man of tao  is simply an opening, a window to reality. He allows reality as it is. He does not project his own mind upon it. He does not use reality as a screen. His eyes area vailable; they  are not full of ideas. The man of tao does not live out of belief, he simply lives. And remember, only those who can simply live, without belief, come to know what truth is.  The believer or the disbeliever never come to know what truth is. Their beliefs are too heavy on their minds. They are surrounded too much by their belief systems. The man of tao does not know any belief system. He does not carry scriptures in his head, he  carries only alertness and awareness. He is meditative. He watches, he observes, he sees, he  lives, and he allows all kinds of experiences. He is available, he is multi dimensional. Man lives out of fear. His god is nothing but a creation out of fear. His temples, mosques, synagogues, churches – they are all out of fear. He is trembling, he is afraid. The man of tao lives out of love, not out of fear, because fear serves death, love serves life. And if you live out of fear you will never know what life is, you will only know death again and again. And remember, the person who lives out of fear creates all kinds of situations in which he has to feel more and more fear. Your fear creates situations, just as your love creates situations. If you love, you will find so many occasions to be loving. If you are afraid, you will find so many occasions to be afraid. Love is the taste of the taoistic consciousness. Because fear is the taste of the collective consciousness it creates wars. In three thousand years man has fought five thousand wars – as if we have not been doing anything else – continuous fighting somewhere or other. This is a very mad state of affairs. Humanity’s past is insane. The man of tao has become discontinuous with this insane past. He believes in love, not in war. He believes in life, not in death. He is creative, not destructive. His science, his art – all serves creativity. He does not create bombs. He is not political, because politics is out of hatred.
 
http://www.truveo.com/osho-a-buddha-will-be-misunderstood-2-of-2/id/1085735478

20.10.2009 um 00:22 Uhr

Love takes you beyond good and evil.

von: tao

If you can´t be with the one you love, love the one you are with. Each love affair is an open window to Tao, but don´t get stuck on the frame. The diamond thunderbolt. It is a sudden experience, with no preparation, no rehearsal, no discipline, no path. Suddenly you open your eyes as if a thunderbolt has hit you and the sleep of millions of years is broken. In that awakening you know the mystery of existence. You cannot love enlightenment, you cannot hate enlightenment. These are not possible ways of approaching enlightenment. You can be enlightened or not, there is no question of loving enlightenment or not loving enlightenment. And it is not enough to love the master because that may become a consolation: that you are with the master, you love the master, what else is needed? Loving the master has only one meaning -- that you open up to such a point that the master can hit, and cut like a sword all the barriers to your enlightenment. You will need someone else and you will have to trust because he is opening your heart or opening your brain and who knows what kind of man he is. But ordinarily you do trust a surgeon even though you do not know him. The function of the master is far more deep. It needs a very conscious love and trust on the disciple's side because the master is going to tear down all your personality and shatter all your mind habits to bring out the hidden flame with all its splendor. You don't have to love it. You will rejoice, you will dance, you will sing, you will share, you will now love all that surrounds you. No master can force anybody to be enlightened. No master can create a fetter for the disciple. No master will say, "Remain with me." It is the disciple's heart that wants to remain. It is not an order from the side of the master, it is the love from the side of the disciple. It is a great love affair, `the great matter'. Love takes you beyond good and evil. If you love, then don't bother about good and evil. The master is just like a raincloud, ready to shower. And the disciple is ready to receive -- open, with no windows closed, holding nothing back -- totally available. Whenever a disciple is totally available and the master is overflowing with his ecstasy, the Tao happens. The man of tao can only open the door. He wants you to get out by yourself, not to be dragged out, because dragging you out into freedom is not possible. Dragging you into slavery is possible; but dragging you out into freedom is not possible, nobody can do it. You will have to walk on your own feet.

http://www.youtube.com/watch?v=O3r4cv2uu98

04.09.2009 um 02:01 Uhr

a loss to the owner

von: tao   Stichwörter: tao

Musik: Morning Glory from Anugama

A dream girl after all is a dream girl. You cannot find a woman on the earth comparable, as beautiful as your girl in the dream. It is your creation. It does not perspire, it does not need to use deodorants, it has no menstrual period. Nobody has ever heard that a girl in a dream was having her period. The girl in your dream never says, "Not today, I am suffering from a headache." She is always willing, more than willing. And your juiciness about life is always a kind of dependence. You have a beautiful man, or a woman -- you think life is so juicy. But even Cleopatra -- who is known to be the most beautiful woman who has walked on the earth -- within two, three days will be just an ordinary woman. All the juice will disappear soon, because a woman is after all a woman, and a man is after all a man. You will start fighting, quarreling, arguing, nagging, and you will wonder what happened to the juice.

You cannot drop anything if you don't have it. A beggar cannot say, "I have renounced the world." The fact is just the opposite: the world has renounced him. Only an emperor can say, "I have renounced the world" -- and it makes sense. Slavery disappeared not because slaves revolted against it; there is no instance of slaves revolting. Slavery died because the people who were enslaving other people found better ways -- servants. You are not purchased; hence it is not an investment. If you die, you die; it is not a loss to the owner. He pays you, but he has no concern for your body, for your health, for your family. This was far better.

 

 

 http://www.youtube.com/watch?v=7BIbcZ-eOG4

25.08.2009 um 00:39 Uhr

Of course they renounced many things

von: tao   Stichwörter: tao

Musik: Caffeine for Sarah´s strokes von Omkar

 

 

It is good to be in the world: that is the message of the Upanishads. The Upanishadic seers were not ascetic. Of course they renounced many things, but the renunciation came not through effort, it came through understanding, it came through meditation. They renounced the ego because they saw that it is just a manufactured entity by the mind. It has no reality, no substance in it; it is pure shadow, and to waste your life with it is stupid. To say that they renounced is not right; it will be better to say that because they became so aware it withered away on its own accord. They became non-possessive. It is not that they did not possess things, but they became non-possessive. They USED things. They were not beggars. They lived joyously, enjoying everything that was available to them, but they were not possessive, they were not clingers. That is true renunciation: living in the world and yet remaining absolutely non-possessive. They loved, but they were not jealous. They loved totally but without any ego trip, without any idea to dominate the other. Wisdom happens only through meditation; it never happens by collecting information. It happens by going through a transformation. Wisdom is the flowering of your consciousness, the opening of the one-thousand-petalled lotus of your being. It is the release of your fragrance, the release of the imprisoned splendour. Real philosophy has nothing to do with thinking; on the contrary it has everything to do with transcending thinking, going beyond and beyond thinking, going beyond mind, reaching to the pure space of no-mind. Out of that space something flowers in you. You can call it Christ-consciousness, Buddhahood, or whatsoever you like. That is true philosophy.