Es gibt eine Geschichte über Konfuzius. Die
Geschichte ist so alt wie Lao-tse.
Konfuzius war auf der Reise, kam durch ein Dorf
und er sah einen alten Menschen, einen sehr alten
Mann, der Wasser aus einem Brunnen schöpfte und
sein Feld bewässerte.
Das war harte Arbeit und die Sonne brannte heiß.
In der Annahme, dass dieser Mann noch nicht
gehört hatte, dass es nun mechanische Hilfsmittel
gab, die das Wasser heraufziehen konnten anstelle
des Menschen -- man könnte Pferde oder Ochsen
verwenden, um das Wasser leichter herauszuholen -
ging Konfuzius zu dem alten Mann und sagte:
Hast du denn nicht gehört, dass es nun Hilfsmittel
dafür gibt?
Das Wasser kann ganz leicht aus dem Brunnen
geschöpft werden und die Arbeit, die du in zwölf
Stunden tust, kann so in einer halben Stunde
gemacht werden. Pferde können das leisten.
Warum verausgabst du dich unnötigerweise so
sehr? Du bist doch schon ein alter Mann.
Er muss neunzig Jahre alt gewesen sein.
Der Mann sagte: Es ist immer gut, mit den Händen
zu arbeiten, denn immer wenn schlaue Hilfsmittel
benutzt werden, dann entsteht damit auch ein
verschlagenes Denken.
Tatsächlich verwendet nur ein listiges Denken
schlaue Hilfsmittel.
Versuche nur nicht, mich zu korrumpieren.
Ich bin ein alter Mensch, lass mich so unschuldig
sterben, wie ich geboren wurde.
Es ist gut, mit den Händen zu arbeiten. Man bleibt
bescheiden.
Konfuzius kam zu seinen Schülern zurück. Die
Schüler fragten: Über was sprachst du denn mit
diesem alten Mann?
Konfuzius sagte: Es scheint, er ist ein Schüler von L
ao-tse.
Er hat mich hart getroffen, und sein Argument
scheint korrekt zu sein.