Lotto ist beliebt. Über sieben Millionen Deutsche versuchen ihr Glück regelmäßig. Die meisten wissen dabei nicht, dass man beim Lotto auch Fehler machen kann, die die Chancen auf einen großen Gewinn schmälern.

Fehler 1: Jagd auf den Mega-Gewinn

Wenn der Jackpot wächst, steigt das Lottofieber. Jetzt lohnt sich das Mitspielen vermeintlich besonders und viele Menschen geben ihre Tipps ab. Ein größerer Jackpot bedeutet aber nicht unbedingt auch einen größeren Gewinn oder höhere Chancen. Bei vielen Mitspielern ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch andere richtig tippen größer. Dann muss geteilt werden. Und das kann den Gewinn deutlich schmälern. Im Januar 1988 gab es beispielsweise einmal für sechs Richtige umgerechnet nur etwa 43.000 Euro pro Gewinner, denn hier hatten gleich 222 Personen korrekt getippt.

Solche Beispiele zeigen, dass sich die Jagd nach der Million in kleineren Lotterien manchmal mehr lohnt als die nach der Milliarde beim Mega-Jackpot, denn die Gewinnquoten fallen bei weniger Tippern vorteilhafter aus.

Fehler 2: Glückszahlen

Auch bei der Auswahl der Zahlen können Lottospieler ungünstige Entscheidungen treffen. Denn auch hier verringert sich die individuelle Gewinnsumme, wenn viele Menschen den gleichen Tipp abgeben. Eine persönliche Glückszahl ist bei ein paar Millionen abgegebenen Tipps schnell gar nicht mehr so individuell wie es zunächst scheint. Datumszahlen zu tippen, ist beispielsweise eher ungünstig, denn die sind bei vielen Spielern beliebt. Auch Zahlen mit einer abergläubischen Bedeutung, wie 3, 7 oder 13, werden häufig getippt. Muster und Formen auf dem Tippschein sind ebenfalls ein beliebtes Schema.

Stattdessen sollte mit zufälligen Zahlen gespielt werden. 70 % aller Lottogewinner spielten mit Zufallszahlen. Im Mai 2020 brachten Zufallszahlen einem glücklichen Gewinner einen rekordverdächtigen Gewinn beim Eurojackpot in Höhe von 90 Millionen Euro ein, der nicht geteilt werden musste.

Fehler 3: Strategien

Immer wieder versprechen angebliche Lottosysteme fantastische Erfolgschancen. Dabei wird oft mit mathematischen Wahrscheinlichkeiten und „heißen“ und „kalten“ Zahlen argumentiert. Anhand vorhergegangener Ziehungen lässt sich angeblich berechnen, welche Zahlen mit höherer Wahrscheinlichkeit fallen werden. Bei der Lottoziehung entscheidet aber das Zufallsprinzip. Würden tatsächlich mathematische Wahrscheinlichkeiten entscheiden, gäbe es sicherlich schon viel mehr reiche Mathematiker. Und hätte bereits jemand das vermeintliche „System“ geknackt, würden es die Lottogesellschaften wohl schleunigst ändern. Stattdessen erhöht das strategische Tippen nur wieder die Wahrscheinlichkeit, dass andere Spieler demselben Schema folgen und der Gewinn durch viele Tipper geteilt werden muss.

Fehler 4: Scheu vor der Tippgemeinschaft

Nicht immer ist es ungünstig einen Lottogewinn teilen zu müssen. Eine Ausnahme bildet nämlich die Tippgemeinschaft. Sie kann sich tatsächlich lohnen. Rund ein Fünftel aller Jackpots geht an Tippgemeinschaften. Woran liegt das? Die Gewinnwahrscheinlichkeit erhöht sich mit der Anzahl der abgegebenen Tipps. Jeder zusätzliche Tipp erhöht aber auch den Einsatz. Einzelspielern wird das schnell zu teuer, Tippgemeinschaften hingegen können zu einem deutlich niedrigeren Preis pro Spieler mehr Tipps abgeben und so kostengünstig die Gewinnwahrscheinlichkeit erhöhen.

Fehler 5: Lotto-Frust statt Lotto-Lust

Das verbissene Klammern an die Hoffnung auf den Lottogewinn ist der vielleicht größte Fehler, den man beim Spielen machen kann. Er vermiest nicht nur die Freude am Spiel, sondern kann auch allzu schnell in die Spielsucht führen. Also lieber entspannt bleiben und den kleinen Nervenkitzel genießen – auch wenn nicht gleich die Sektkorken knallen!

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