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07.06.2011 um 14:52 Uhr

Mantras

von: VomFeuerkind   Kategorie: Nützliches Wissen

Stimmung: erstaunt

Ich habe Mantras für mich entdeckt. Mantras sind eine Art Gebet oder ein Satz in indischer Sprache. Durch den Sing-Sang und das ständige Widerholen sollen die Schwingungen einen Einfluss auf den Körper und den Geist haben. Da es hauptsächlich um diese Schwingung geht, könnte man auch auf deutsch singen, aber da klingt es nicht ganz so mellodisch. Ich fand das alles super interessant und wollte es mal ausprobieren. 

 

Ich bin über diese Seite gestolpert und habe mir dort ein Mantra rausgesucht, dass ich für mich passend fand. Auf Youtube habe ich mir den Singsang angehört und versucht es nachzusingen. Das war gar nicht so einfach, schließlich ist mir diese Sprache sehr fremd. Aber dann passierte etwas merkwürdiges. Nachdem ich es öfter gesungen hatte, bekam ich ein sehr mächtiges Gefühl in meinem Bauch und das breitete sich auch über den gesamten Körper aus. So als würde ich von innen heraus erneuert werden. Das war schon komisch und ein wenig beängstigend. Keine Ahnung, ob das so sein muss, aber da es sich ok anfühlt, denke ich, dass es das auch ist. Ich habe dann noch ein wenig mehr über die deutsche Übersetzung meditiert und das Gefühl auf mich wirken lassen. 

 

Jetzt habe ich ständig diesen Ohrwurm im Kopf und immer wenn ich daran denke kribbelt es im Bauch. Ich fühle mich stark und belastbar und in mir ruhend. 

07.10.2010 um 01:08 Uhr

Göttinnen in jeder Frau!

von: VomFeuerkind   Kategorie: gesammelte gedanken

Ich habe gerade den Abspann einer Ally McBeal Folge gesehen. Eins der letzten Bilder war eine Frau mit einem roten Lockenkopf. Sie stand am Fenster. In eine Decke gehüllt und man konnte Teile Ihrer Schultern sehen. Und wie sie da so stand und darüber nachsann, dass der Mann den sie liebte 3000 Meilen weit weg war, umgab sie eine Aura von einerseits Traurigkeit und andererseits Weisheit. Sie wusste einfach, dass sie für einander geschaffen warn. Sie sah aus wie eine Göttin. Vollkommen.

Ich habe mal das Buch „Göttinnen in jeder Frau" gelesen. Da ging es darum, dass Archetypen von alten griechischen Göttinnen irgendwie in jeder Frau verankert sind. Arthemis, die Kriegerin, Athene, die Weiheit, Demeter, die liebende Mutter, Persephone, die treue Ehefrau, Aphrodite, die Schöne und Liebliche, die Göttin der Liebe. 

Damals dachte ich schon, dass wahr ist. Und ich habe viele Frauen gesehen, die von dieser speziellen Aura umgeben sind. Die wirklich schön sind, ohne dass sie es im Gesicht sein müssen. Einfach weil sie schön und weise im Inneren sind.

Haben wir als Frauen nicht wirklich eine Göttin in uns? Und ist es nicht auch unsere Aufgabe, diese Göttin in uns zu wecken? Sie zum strahlen nach innen und außen zu bringen? Egal, ob wir ne krumme Nase haben oder ein wenig Speck auf den Hüften haben. Eine Göttin ist doch in jeder von uns.

27.09.2010 um 13:40 Uhr

Leidenschaft

von: VomFeuerkind   Kategorie: gesammelte gedanken

Wie schafft man es Leidenschaft bei anderen zu wecken? Geht das überhaupt? Muss nicht jeder selbst zusehen, einen Zugang zur Leidenschaft zu finden?

06.04.2010 um 17:10 Uhr

Die Skelettfrau

von: VomFeuerkind   Kategorie: gesammelte gedanken

Ich lese gerade in dem Buch „Die Wolfsfrau" von Clarissa Pinkola Estés. Mal wieder. Es ist ein Buch, in dem verschiedene alte Geschichten erzählt werden und mit ihrer Symbolkraft analysiert werden. So richtig komme ich da auch nicht vorwärts. Es ließt sich nicht so mal eben in einem Stück. Ich muss es immer wieder weglegen und das gelesene auf mich wirken lassen. Aber ich bin da anscheinend an der für mich absolut richtigen Stelle. Das will ich gerade mal mit Euch teilen.

Es geht gerade um eine Prinzessin, die irgendwas angestellt hat und deswegen von ihrem Vater verstoßen wurde. Er warf sie ins Eismeer, wo sie verrottete. Dort lag ihr Gerippe, bis eines Tages ein Fischer seine Angel auswarf und die sich ihn ihren Eingebeiden verfing. Er freute sich wie doof, dass er einen wirklich großen Fisch gefangen hätte. Aber als er seine Angel hochzog, sah er das Skelett dran hängen. Er erschrak sich fürchterlich und versuchte es wieder ins mehr zu werfen. Aber das Skelett hatte sich in der Angelschnur verheddert. Der Fischer flüchtete und merkte, dass die Skelett-Frau ihm folgte. Er hatte eine Heiden-Angst und wollte sie loswerden. Aber dazu hätte er seine Angel loswerden müssen und das wollte er nicht. Erschöpft kam er in seinem Iglu an und kroch in eine dunkle Ecke. Erst später merkte er, dass  außer ihm noch jemand anwesend war. Er machte Licht und sah die Skelett-Frau verheddert und durcheinander auf dem Boden sitzen. Im Schein der Lampe kam sie ihm nicht mehr so gruselig vor und er hatte Mitleid mit ihr. Er fing an, die Leine zu entheddern und ihre Knochen wieder in die richtige Reihenfolge zu bringen. Dann legte er sich schlafen. Im Schlaf rollte ihm eine Träne die Wange hinunter. Die Skelett-Frau wurde von der Träne angelockt, kam in der Nacht zu ihm und tommelte auf das Herz und sang. Und während sie sang, heilte sie. Sie bekam Muskeln und Sehnen und wurde wieder zu der schönen Frau, die sie einst war.

Diese Geschichte erzählt von den Phasen einer Beziehung. Am Anfang denkt man, man hat eine Trophäe in der Hand, eine, die einen oberflächlich satt machen wird. Aber man hat in der Tiefe gefischt und eines Tages zieht man etwas aus der Tiefe hervor. Einen Schatz. Aber man erkennt ihn nicht sofort und flüchtet davor. Allerdings kann man auch nicht richtig loslassen. (Der Fischer hält nach wie vor die Angel fest) Und Irgendwann stellt man sich dem Schrecken. Man stellt fest, dass es nur das richtige Licht braucht, um nicht mehr so furchtbar zu sein. Dann fängt man an, dass Problem zu entheddern, zu ordnen. Wenn man das alles geschafft hat, kann man sich hinlegen und den Schlaf der Unschuldigen zulassen. Alles loslassen und in Gegenwart des anderen schlafen ist durchaus eine Schwelle, die man irgendwann überschreiten muss. Das hat auch was mit Vertrauen zu tun. Die Träne, die der Fischer weint, steht für die Emotionen, die man dann irgendwann zulassen kann. Aber genau die sind es, die die Skelettfrau anlocken und die ihr wieder helfen zu heilen.

Ich mag das Buch, eben weil es oftmals so viele Bezüge zu meiner Realität gibt. Legolas hat auch einen Schreck bekommen und ist weggelaufen. Aber er hat nicht losgelassen. Wie oft hab ich mich schon gefragt warum ich ständig wieder ins Meer geworfen werde. Ich habe mich schlecht und schlechter gefühlt. Dabei ist es ganz normal. Viele wollen eben nur oberflächlich irgendwas haben. Nicht tiefgründig. Immer wenn klar wurde, dass ich mich nicht mit Oberflächlichem zufrieden gegeben habe ist klar geworden, dass es zu anstrengend ist und sie haben mich wieder fallen gelassen. Nur jemand, der wirklich tief schürft kann auch etwas finden. Und nur der, der irgendwie echtes Interesse hat lässt nicht los. Den Rest kann man auch getrost vergessen. 

Dieses Beispiel ist auch interessant, wenn es irgendwelche anderen Probleme in Beziehungen gibt. Wenn man etwas am anderen gesehen hat, das einen erschreckt. Abschreckt. Dann muss man sich auch mit dem Skelettaspekt auseinander setzen. 

Auch sonst ist die Autorin irgendwie weise...Sie schreibt auch darüber, dass man manchmal einfach warten muss, damit einem das Gute, was passieren soll auch passieren kann. Nicht ständig danach suchen oder durch die Gegend irren. Interessant ist auch, dass sie sagt, dass die Seele den Wunsch nach lernen äußert und nicht das Ego.

26.03.2010 um 17:19 Uhr

Sich erden

von: VomFeuerkind   Kategorie: Übungen

Ich mach das immer, wenn ich merke, dass ich nicht mehr so ganz mit mir selbst in Kontakt bin. Wenn ich irgendwie aus dem Rhythmus gekommen bin und irgendwie keine Kraft mehr habe.

Diese Übung macht man am besten im Stehen, weil man da besser seine Füße spüren kann. Am besten mit geschlossen

Zuerst stell dir eine Wiese vor. Es ist warm und sonnig. Ein paar Vögel fliegen durch die Luft und es duftet nach frischem Gras. Mitten auf der Wiese steht ein Baum. Ein großer Baum. Mit einem dicken Stamm und einer wundervollen, grünen, dichten Krone. (In meiner Vorstellung ist es immer eine Eiche oder eine Buche. Aber das bleibt jedem selbst überlassen.)

Zuerst betrachtest du den Baum bloß und freust dich über die Wirkung die ein solch mächtiger Baum auf dich hat. Vielleicht stellst du dir auch vor, dass er viel älter sein muss als du, weil er ja so einen mächtigen Stamm hat. Er hat bestimmt viel zu berichten.

Dann stellst du dir vor, wie du langsam immer dichter an den Baum rangehst. Spürst das Gras unter den Füßen und hörst es leise rascheln. Du siehst, dass der Baum immer größer, immer beeindruckender wird. Irgendwann stehst du direkt vor ihm. Du kannst ihn anfassen. Die raue Rinde unter den Fingern fühlen. Du fühlst dich im Schatten wohl, weil es dort angenehm kühl ist, genau wie die Rinde.

Du lehnst dich an den Baum an und dann stellst du dir vor, dass du in den Baum eintrittst und langsam zu diesem Baum wirst.

Du spürst, dass da wo sonst deine Füße sind, dicke feste Wurzeln in die Erde gehen, sich oft verzweigen und dir Halt geben. Ein so mächtiger Baum zu sein, sorgt dafür, dass du deine Kraft wiederfindest.

Du kannst spüren, dass Deine Wurzeln Wasser, Nährstoffe, Energie nach oben befördern und dich stärken. Mit jedem Ein-Atmen steigt diese Energie höher und höher. Durch den Stamm und erreicht schließlich die Krone.

Du spürst, dass die Äste und Blätter sich sanft im Wind wiegen. Du kannst spüren, wie die Sonne auf jedes einzelne Blatt scheint und dich wärmt. Du reckst Dich immer etwas weiter der Sonne entgegen. Und badest so in der Energie, die aus der Sonnenwärme entsteht.

Eine Weile stehst du einfach nur so da und genießt es ein Baum zu sein. Die Wurzeln und Äste zu spüren. Probleme werden nichtig und immer kleiner. Sie sind nicht wichtig für einen mächtigen und alten Baum, der Du nun bist. Du genießt die Stabilität, die du plötzlich spüren kannst. Die Kraft, die dich nun erfüllt. Die Energie, die durch alle deine Adern fließt. Die Verbundenheit mit der Erde mit dem Kosmos.

Wenn du genügend das Gefühl verinnerlicht hast, bis es ein Teil von Dir geworden ist, kannst du wieder aus dem Baum heraustreten. Du findest dich auf der sonnigen Wiese wieder. Du reckst und streckst dich und  öffnest langsam die Augen. Langsam kommst du wieder in der Realität an aber du nimmst die Stabilität und die Energie mit in den Alltag.