Frühe Hölle spätes Glück Vergewaltigt und geschlagen, wir haben überlebt!

23.02.2012 um 09:09 Uhr

Zurück in´s Leben

Stimmung: traurig
Musik: Halte mich fest

Liebe Blogigofreunde, liebe Sternenschein,

Andi´s Tod jährt sich nun am 26.Februar und ich bin noch immer unendlich traurig. Ich hoffe sehr, das ich nach diesem Datum den Weg zurück in´s Leben finden werde. Es hat sich innerhalb dieses Jahres viel ereignet. Wir, das heißt Sascha und ich, sind bemüht Andis Haus in Schweden für seine kleine Tochter Emi zu halten, damit sie später ihr Erbe antreten kann. Im Sommer war ich zusammen mit Sascha, Dani und meinen Enkeln dort. Für mich war das irgendwie wie nachhause kommen und Sascha ging es ebenso. Es war so schön dort und am liebsten wären wir  geblieben. Die Menschen in Schweden sind relaxter und die Uhren scheinen dort etwas langsamer zu gehen. Leider musste Sascha früher zurück nach Deutschland und so bin ich mit Dani und ihren drei Rackern allein die 1500 km gen Heimat gefahren. In Malmö haben wir einen Abstecher zum Bunjeflostrand gemacht und geschaut wo Patrick lebt. Ich war so aufgeregt und hatte Angst, das er uns sieht, denn der Bunkeflostrand ist eine kleine enge Straße wo es keine Ausweichmöglichkeit gibt. Der Kontakt zu Patrick läuft nur noch über Facebook. Er hat mich dort als seine Mutter unter Familie eingetragen, was mich stolz gemacht hat. Facebook ermöglicht es mir an seinem Leben teil zu haben ohne direkt daran beteiligt zu sein. Patrick und Mia haben inzwischen noch eine kleine Tochter bekommen. Wenn ich mir die Fotos der kinder anschaue, stelle ich immer wieder fest, das sie viel von meiner Seite haben. Patrick hat eine kleine Baufirma, die sehr gut läuft und er geht noch immer seinem Sport als Surfer nach. Durch Facebook sehe ich immer an welchen großen Sportevents er teilnimmt und teile das mit meiner Facebookseite, sowie auch Fotos von ihm und seiner Familie. Mia hat mir mal geschrieben, das er noch Zeit braucht um realen Kontakt zu uns aufzunehmen; aber ehrlich gesagt habe ich Angst davor, denn ich weiß nicht wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll.

Letzte Woche, ich war auf dem Rückweg von Sascha, bin ich bei Karin(Michaels 2.Frau) vorbei gefahren. Patrck hatte Sascha gefragt ob er ein Foto von ihrem Vater hat und ich dachte er hat ein Recht darauf zu sehen, wie der Mann aussieht, der ihn gezeugt hat . Karin wusste sofort wer da bei ihr klingelt und hat mich herein gebeten. Ich habe ihr von Andis Tod erzählt, was sie erschüttert hat und sie erzählte mir das Michael seit 2005 ebenfalls tot ist. Er hat Krebs gehabt. Durch die vielen Operetionen und die anschließenden Chemotherapien sind seine Halsschlagadern so pörös geworden, das die linke letzendlich geplatz ist und er in der Wohnung quasi verblutet ist. Karin hat ihm meinen Brief, den ich ihm damals geschrieben habe nicht gegeben, den zu diesem Zeitpunkt lag er wieder auf der Intensivstation. Sie fand das mein Brief unangemessen geschrieben war und kann nicht verstehen, das ich nach so langer Zeit noch immer so voller Hass bin. Wir haben kurz angerissen was damals geschehn ist und das sie ein glückliches und erfülltes Leben mit ihrem Michi gehabt hat. Ich konnte nicht umhin, sie daran zu erinnern, das er auch sie geschlagen und gewürgt hat damit hab ich es dann jedoch bewenden lassen. Ich war ja nicht dort um alte Wunden aufzureißen, sondern um ein Foto für Patrick zu bekommen! Zu erben gibt es nichts, denn es gehört alle ihr erklärte sie mir freundlich;sie hat sich auch erkundigt, ob sie verpflichtet ist seine Kindern vom Tod des Vaters in Kenntnis zu setzen, was wohl verneint wurde. Ich hab ihr erklärt, das weder Andi noch Sascha irgend einen Erbanspruch geltend machen wollten, den sie haben ihren Erzeuger, wie Sascha immer sagt, nie verzeihen können was er ihnen angetan hat. Dennoch haben Karin und ich wie alte Bekannte über die Jungs geredetund sie äußerte den Wunsch Sascha einmal sehen zu wollen. Zum Abschied haben wir noch Telefonnummern getauscht und ich hab ihr versprochen, das ich Sascha fragen werde ob er es ebenfalls möchte. Sascha möchte, denn er hat an Karin nur gute Erinnerungen, sie war ja mal meine Freundin als ich kurzzeitig in der Ebersstraße gewohnt habe. Aber erst einmal muss Andi´s Todestag vorbei sein, dann können wir zu neuen Taten schreiten und auch einen Besuch bei Karin in Aussicht stellen!

Mit dem Schreiben klappt es momentan nicht so. Es will einfach nicht fließen. Was ich jedoch seit kurzem mache, ist mir mit Andi´s Tochter Sarah(17) Kurzgeschichten schreiben. So kleine Episoden  aus dem Leben, die wir uns per E-Mail schicken wollen. Aber ich denke das auch Sari erst noch diesen unsäglichen Tag verstreichen lassen will bevor sie es wirklich in Angriff nimmt. Zu Weihnachten habe ich ihr einen Stern mit dem Namen ihres Papas geschenkt. Habe den genauen Standort desselben mit Zertifkat und einer persönlichen Widmung von mir bekommen. In der Urkunde ist festgehalten das ich den Stern gekauft habe und das er offiziell unter dem Namen Andtreas Vogt registriert ist. 

Ich hab in letzer Zeit oft an Blogigo gedacht und mich sehr darüber gefreut, das Sternenschein mich angeschrieben hat. Habe eine Kur wegen akuter Trauerverzögerung bekommen und werde wenn diese beendet ist, wieder aktiv in meinem Blog schreiben. Bis dahin verbleibe ich herzlichst als eure Witchboard 

Ich habe hinzugefügt, das Karin gesagt hat das es nichts zu erben gibt. Es hatte beim Lesen den Anschein als wären es meine Worte; dem war aber nicht so. 

 

 

17.08.2011 um 14:18 Uhr

Ach Omi

Stimmung: heiter
Musik: abc, die katze liegt im schnee

Am Montag war der erste Schultag von Thalia. Den Samstag mit der herrlichen Feier im Stadttheater, hat sie gut überstanden und man hatte den Eindruck, das sie sich riesig auf die Schule freut.

Also, ich war sehr neugierig wie der erste  Tag war und rief bei meiner Tochter an um Thalia zu befragen.

" Na meine Süße, wie war den dein Schultag so und was habt ihr denn alles gemacht?"

" Ach Omi, wir haben gerechnet, sind herum gerannt, hatten Pause. Na, was man in der Schule eben so macht!" sprachs und gab den Hörer an ihre Mama weiter. Nun gut, am zweiten Tag wird es sicherlich noch interessanter sein, dachte ich mir. Warten wir mal ab.

Weit gefehlt!  Thalia will endlich mal wieder ausschlafen, mit ihrer Mama kuscheln und bei Oma wieder in ihre Hauslatschen schlüpfen um ihr die Zeit etwas zu vertreiben weil sie doch immer so viel allein ist. Schreiben......nö, warum denn, sie will nicht so viele Zahlen hintereinander schreiben!!

Na, das kann ja noch was werden. Thalia hat nämlich ihren eignen Kopf! 

17.08.2011 um 14:07 Uhr

Und der Tod ist doch das Ende!

von: witchboard   Stichwörter: gewaltsamer, Tod, Krankheit, schmerz, einer, Mutter

Stimmung: versöhnlich

Ich habe am Samstag zur Einschulung meiner Enkeltochter Thalia ein Erlebnis gehabt, das mir neuen Lebensmut gegeben hat. Thalias Oma Väterlicherseits war mit ihren zwei Töchtern und einer Enkeltochter bei uns, denn Dani hatdie Feier für meine kleine Maus bei uns im Garten ausgestattet. Thalia hatte ihre Omi schon lange nicht mehr gesehen und so war die Freude riesig! Im Laufe des Abends wurden unsere Gespräche immer mehr von übersinnlichen Erlebnissen geprägt uns so kamen wir auf das Thema Andi. Ich musste wieder so weinen, denn er fehlte mir gerade in diesem Augenblick ganz doll. Sarah, Andis Tochter(16) sieht ihren Vater in letzter Zeit immer  in einem schlechten Zustand und in Begleitung einer jungen Frau mit langen Haaren. Alle Frauen sprachen zur gleichen Zeit die selben Worte. Es geht Andi schlecht, weil wir mit unserer extremen Trauer und der Frage warum das geschehen ist, ihn daran hindern in das Licht zu gehen. Wir müssen loslassen damit er seinen Weg beschreiten kann und seine Frieden findet! Sascha sagt, die junge Frau an seiner Seite könnte Nicki sein, die ihn abholen möchte. Nicki war Andis große erste Jugendliebe, die er nie so recht vergessen konnte. Leider ist sie mit knapp 18 Jahren an Drogenmißbrauch gestorben. Obwohl die beiden zu diesem Zeitpunkt schon längst auseinander waren, hat er unter ihrem Tot sehr gelitten. Ich habe den Frauen jedes Wort geglaubt, denn ihre Erlebnisse deckten sich mit denen, die ich seit meiner Kindheit selbst gemacht habe. Die ältere Tochter von Thalias Oma Andrea,  ist am stärksten mit dieser Gabe Tote zu sehen und sprechen zu hören bedacht worden und selbst ihre 8 jährige Tochter hat diese Gabe bereits. Die Erlebnisse der Frauen haben mich tief berührt und mir einen gewissen Trost gespendet, der es mir erlaubt wieder daran zu glauben, das es etwas zwischen Himmel und Erde gibt und wir uns in der Anderswelt alle wiedersehen werden. Am selben Abend, als ich zu Bett ging, hielt ich Zwiesprache mit Andi. " Bitte mein Liebling, mach dir keine Sorgen um mich. Mir geht es gut und ich möchte von Herzen das es dir benso ergeht und du deinen Frieden findest. Geh in das Licht! Ich werde dich nicht mehr festhalten, das verspreche ich dir, aber weinen werde ich wohl noch ab und zu. Ich liebe dich mein Kind und ich werde dich nie vergessen!"

Mein Schlaf war nicht gerade ruhig, aber meine Gedanken waren anderer Natur. Mir ist bewusst geworden, das ich wieder einmal mehr erfahren musste, das man für sein Kind und nicht für sich selbst entscheiden muss. Mittlerweile sind bereits drei Tage vergangen und es geht mir tatsächlich emotional besser. Jemand hat mir zum rechten Zeitpunkt an den rechten Ort Menschen geschickt die mir Hilfe zuteil werden lassen konnten und dafür bin ich unendlich dankbar .Es wird sich alles erden und ich kann ohne Angst  mit dem Wissen das Andi bei uns ist,am Samstag Emis Einschulung begehen.

  Thalia

12.08.2011 um 11:49 Uhr

Und der Tod ist doch das Ende!

Ich weiß wohl, das dass Leben weitergeht. Doch ist es nicht mehr wie es war. Habe einige Tage flach gelegen. Wahrscheinlich hab ich mir etwas weg geholt, als ich mit 3 meiner Enkel Pilze suchen war. Ablenkungtut ja zuweilen gut! Heute ist der erste Tag anh dem ich wieder am PC sitze und schreibe. Samstag wird Thalia eingeschult und die ganze Familie trifft sich hier bei uns. Dani wollte die Einschulungsfeier hier machen weil Thalia an diesem besonderen Tag ihre Oma väterlicherseits das erste Mal bewußt trifft. Sie ist schon ganz gespannt und freut sich sehr. Ich hoffe, das die Oma zuverlässiger ist als die Jahre zuvor; wenn nicht wäre das schlimm für Thalia. Sie leidet ohnehin schon darunter das ihre Geschwister regelmäßig zu den väterlichen Familien gehen. Ich bin leider nicht mehr in der Lage mich um sie zu kümmern. Mein Körper hat mir gezeigt, das er an seine Grenzen gekommen ist und ich am Abgrund stehe. Diabetes, linke Aortenklappe am Herzen schließt nicht mehr richtig, meine Beinvenen machen schlapp. Fußrücken und Seiten sind voll von Einblutungen. Ich war bei einer Heilpraktikerin, denn ich wollte die Einblutungen mittels Blutegeln beseitigen lassen. Bei der Voruntersuchung sagte mir diese, das meine Füße der Hinweis dafür wären das ich am Abgrund stehe und nun endlich etwas für mich tun muss. Das würde ich ja gerne, aber ich habe keine Ahnung wie ! 

Ich dachte ja, das der Schmerz um Andi nachlässt und es langsam bergauf mit mir geht. Doch dem ist nicht so. Jahrelang kämpfe ich um mein Gewicht und nun kann ich nicht mehr richtig essen. Morgens frage ich mich warum ich aufstehen sollte und abends komme ich schwer in den Schlaf. Tagsüber bin ich allein und an den Wochenenden auch; bis auf den Sonntag, da ist Mike zuhause.

Nun ja, zwei Samstage bin ich ja abgelenkt. Diesen wegen Thalia und nächsten Samstag wird Andi seine kleine Emi eingeschult.  Dienstag habe ich einen Arzttermin bei einem Venenspezialisten und dann....... Einsamkeit und Grübeln.

Hätte so gerne wieder einen Hund, aber Mike will nicht mehr. Er sagt wir sind dann so angebunden. Der hat gut Reden, denn er ist den ganzen Tag unter Menschen! Vielleicht hole ich mir doch einen aus dem Tierheim. Es regnet schon wieder. Kein Sommer mehr in Sicht. Naja, ich war in Schweden und da war es wunderschön. Leider will Katrin das Haus verkaufen. Ändern kann ich daran nichts, aber wehren werde ich mich auch nicht mehr dagegen, denn die Last der Verwaltung liegt auf meinen Schultern.

NUn geht es mir etwas besser. Es ist schon gut so ein Tagebuch zu führen.

Habe

12.08.2011 um 11:21 Uhr

Weißt Du was Liebe ist?

Stimmung: nachdenklich

Zwei meiner in Worte gefassten Gedanken.