Auf der Suche nach dem Leben

30.06.2008 um 17:30 Uhr

Ein klitzekleines Zeichen oder ein großer Zufall?

von: Haibara   Stichwörter: Abend, Nacht, Wolken, Himmel, Menschen, Gedanken, Fragen, Gott

Stimmung: ruhig, etwas geschafft, nachdenklich, gefasst

Da saß ich nun, auf meiner Bank.
Es war spät am Abend, eigentlich fast Nacht.
Eben lag ich noch in meinem Bett. Aber ich konnte nicht schlafen. Schon wieder nicht!
Diesmal gab ich mir einen Ruck und stand wieder auf. Ich ging in meinen kleinen Garten hinunter und setzte mich auf eine Gartenbank.
Die Vögel schliefen schon, die Blätter der Bäume hielten auch still.
Ich hörte Menschengeräusche:leises Lachen, ab und zu ein Aufschrei. Gerüche lagen in der Luft, leise Musik ertönte. Ab und zu mischte sich Autobrummen zwischen die schönen Töne.
Die Menschen entspannten sich vom harten Alltag.
Sie nutzten den warmen Abend und saßen noch draußen.
Ich hob meinen Kopf und sah zum Himmel hinauf. Erst war ich enttäuscht.
Ich sah keinen klaren dunkelblauen Himmel mit unzähligen Glitzersternen.
An diesem Abend war es grau über mir.

Aber dann staunte ich:

Es war ein gutes Grau: ein grau, gebildet aus Nachtwolken, welche die Schwärze der Nacht aufgefangen und sie mit Hilfe ihrer weißen Wolkenkraft so gefiltert hatten, dass diese neue Farbe meinen Augen nun erholsam erschien.

Es war mir, als läge jemand eine weiche Daunendecke sanft über mich. Ich fühlte mich geborgen.
Meine Wolkendaunendecke tat mir gut. Einen Moment lang glaubte ich, ich bräuchte mich nur zu strecken und könnte sie anstupsen. Aber als ich die Arme dann wirklich ausstreckte, sah ich dass die Decke weit weg war. Sie veränderte auch ihr Aussehen! Als würde sie jemand sanft bewegen. Ich sah die skurilsten Wolkenformen. Das Erstaunlichste war die riesengroße Form eines Fußes, der direkt über mir zu schweben schien. Ein guter Fuß! Er wollte mich nicht treten. Wie ein Schild schien er das Dunkle von mir abzuhalten!
Dann auf einmal wurde das Grau immer dunkler und tiefer. Die Nacht kam gewaltig heran.
Die Menschengeräusche verstummten.
Es war Sonntag Nacht: Montag früh haben viele Leute viele Termine.
So waren sie wohl zu Bett gegangen, um für den Tag ausgeschlafen zu sein.

Ich aber blieb sitzen und dachte über die Menschen nach.
Als all meine Gedanken einem unentwirrbaren Garnknäuel glichen, schaute ich wieder in den Nachtwolkenhimmel und seufzte: „Ach, wozu sind wir bloß da? Was sind die Menschen eigentlich?Wo kommen wir her? Hat unsere Existenz überhaupt einen Sinn? Gibt es jemand der uns und die ganze wunderbare Welt erschaffen hat. Wenn ja....wenn es dich wirklich gibt, Gott, dann gib mir ein klitzekleines Zeichen, bitte!"

Ich lehnte mich zurück und schaute weiter in den Wolkenhimmel, der nun langsam doch sehr düster auf mich nieder blickte. Weiche Daunen waren das nicht mehr!
Mich fröstelte. Ich vermisste die Unendlichkeit des Universums, welches sich mir doch so oft in seinem wunderbaren Sternenkleid zeigte.

Auf einmal war es mir, als ob ich im linken Augenwinkel ein Blitzen vernahm. Schnell drehte ich meinen Kopf in diese Richtung und da sah ich, dass ein kleines Loch in meiner Wolkendecke entstanden war. Einen Herzschlag lang sah ich ein wunderbares warmes Nachthimmelblau und mittendrin blinkte tatsächlich ein goldenes Sternchen. Es zwinkerte mir zu! Nur einen einzigen Moment lang!
Dann war die Wolkendecke wieder geschlossen und dominierte mit ihrem doch jetzt sehr düsteren Grau den ganzen Himmel über mir.

Aber lächelnd stand ich nun spontan auf und sagte:"Na bitte, geht doch!", und ich ging beruhigt in mein Bett und schlief tief und fest in den Montagmorgen hinein.

27.06.2008 um 10:31 Uhr

Die Kraft der Stille

Stimmung: ruhig, etwas geschafft, nachdenklich, gefasst

"Wer die Stille ertragen kann, ist niemals allein."

(Unbekannt)

Nur ein Spruch!

Nur ein Spruch? 

Die Quelle ist :"unbekannt". Wer mag diese erstaunliche Erkenntnis gehabt haben?

Oder ist es eine Überlieferung aus alten Zeiten, eine Volksweisheit?

Haben wir sie mit unserer Zivilisation überlagert und vergessen? 

Ich staune! 

Was für eine Aussage! 

Ich nicke beim Lesen dieses Spruches.

Mir wird warm ums Herz.

Die Stille ist nämlich meine Freundin,

und so

bin ich niemals allein...

Ich fühle mich sicher,

wie ein Baby,

geborgen,

in zwei starken Mamahänden

abgeschirmt vor der lauten Welt.

unserer Zeit. 

Es ist still

und doch höre ich das Leben.

Ich halte die Luft an,

bleibe ganz ruhig,

um nicht die Vielfalt zu überhören. 

Ich atme diesen Moment tief in mich ein

und tanke so meine Kraft für diesen Tag. 

Lächelnd geht es nun weiter.

Ich sage euch :

Hört auf die Stille!

Das tut euch unendlich gut!

 

26.06.2008 um 06:57 Uhr

Guten Morgen...

von: Haibara   Stichwörter: Tag, Aufgaben, Angst, Abend

Stimmung: unklar,

Ein neuer Tag beginnt.

Was wird er bringen?

Ich wünsche mir, dass ich ihn schaffe und alle Aufgaben erledigen kann.

Ich wünsche mir, dass nichts Schlimmes passiert. 

Ich wünsche mir, dass ich meine Angst im Zaum halten kann. 

Ich wünsche mir, dass es bald 20.00 Uhr ist.

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag.

Haibara 

16.06.2008 um 17:07 Uhr

Eine kleine Auszeit

Stimmung: k.o., müde

Im Moment bin ich vom echten Leben so eingefangen worden, dass ich einfach zu kaputt bin, um noch zu bloggen.

Auch sind all meine Gedanken wie weggeblasen. Ich muss mich auf Arbeit tüchtig konzentrieren und so schafft es wohl mein Gehirn zum Feierabend nicht mehr, zu grübeln, was auf der einen Seite schön ist, aber auf der anderen Seite fehlt mir irgend etwas Wichtiges.

Von Ferne, wie durch einen Nebel, nehme ich wahr, wie die Menschen handeln, so z.B., fällt mir auf, dass die Deutschen ein komisches Volk sind, bzw. komische Lebensvorstellungen haben.Wenn man ihnen die Gaspreise so erhöht, dass sie wohl bald frieren werden, schlucken sie das, zwar mit einem Aufstöhnen, aber sie nehmen es hin.

Aber wenn Deutschland in einer Sportart ein Spiel, wie jetzt bei der fußball-EM, verliert, gehen sie auf die Straße und äußern lautstark ihren Unmut.

Das ist ihnen also wichtiger. Hätte ich nicht gedacht!  

Ich habe auch vernommen, dass ein Erdbeben in Japan war. Das hat mich besonders berührt. 

Gestern nahm ich im Halbschlaf auf meinem Sofa einen Bericht zu dem Thema: "Gibt es Gott" wahr, welcher im TV lief. Wenn ich das richtig verstanden habe, soll unser Gehirn und davon ein spezieller Teil, der Schläfenlappen, uns Gott als Schutz vor Ängsten suggerieren. Vielleicht hab ich das aber auch schon geträumt. Aber am Ende hörte ich die Bemerkung, dass Gott vielleicht uns genau das mitgegeben hat, damit wir Verbindung zu ihm halten können. Interessant!

So, das war es erst einmal für heute.

Obwohl...na ja, mal sehen, was das Leben noch bringt!

 

10.06.2008 um 08:34 Uhr

Jeden Tag aufs Neue

von: Haibara   Stichwörter: Leben, Tag, Ereignisse, Erlebnisse

Stimmung: gut, aufblickend

"In unserer Zeit kannst du nur von Tag zu Tag leben", sagte neulich meine Mutter zu mir.

Eigentlich widerspricht das meiner Lebensauffassung.Ich plane gern alles, und muss eine klare Linie und ein Ziel haben.

Aber sie hat Recht.

In der Gegenwart ist alles verworren.

Um mich herum schwirren böse Zahlen und Worte, die mich krank machen, wie:

35000 Liter Milch vernichtet

oder

bis 75% Gaspreiserhöhung.

Ich muss mir ein Schutzschild weben, welcher von Tag zu Tag stärker werden muss, um solche Sachen abzufangen.

Abprallen müssen auch heftige Worte und merkwürdiges Verhalten der Menschen. Sie sind eben so geworden, aus irgendeinem Grund.

Seren_a und Nyir haben Recht, man sollte ihnen den Segen geben oder zumindest verzeihen können.

Aber kann man das immer? Manchmal wird man zu sehr verletzt und der Stachel sitzt tief.

Oder ich bekomme regelrecht Angst vor diesen Menschen.

Aber ich habe die Erde, und die hilft heilen. Jeden Tag bietet die Welt auch schöne Seiten.

Wenn ich abends heimgehe, ist Frieden um mich herum. Ich höre die Leute in ihren Gärten lachen und erzählen. Sie ruhen aus und tanken auf.Das tut auch mir gut.

Bin ich zu hause angekommen, empfängt mich eine gute Familie. Ich kann entspannen, denn meine "zwei Männer" haben schon den Haushalt erledigt, einfach so, und ich bin sehr dankbar. Dann ruft mich noch meine Tochter an und alles ist gut, wenn es ihr auch gut geht. Sie kann so wunderbar lachen.

Nur ein Wermutstropfen hatte ich gestern abend: Nyirs Kummer. Ich hoffe, dass alles gut wird!

Das war alles gestern.

Mal sehen, was heute wird. Ich bin gespannt.

Nachher gehe ich hinaus, in die Welt, schaue mich genau um und die Menschen genau an.

Ich werde bei mir bleiben und trotzdem versuchen, die Menschen anzunehmen, etwas Ruhe zu vermitteln und ihnen weiter zu helfen.

Das Leben ist nicht nur ein Wunder sondern auch ein Abenteuer, welches jeden Tag neu bestanden werden muss.

Auch für euch alle einen schönen erfolgreichen Tag,

eure Haibara

 

 

09.06.2008 um 09:06 Uhr

Ich gehe hinaus und sehe das Leben

Stimmung: gut

Gestern ist mir wieder mal was klar geworden:

Unsere Erde ist schön!

Sie braucht uns Menschen nicht.

Aber wir brauchen sie. Wir sind nun einmal da.

Wenn ich uns betrachte, kann ich oft den Sinn des Lebens nicht finden. 

Aber wenn ich das Leben suche, brauche ich nur in die Natur zu gehen, in die Natur, in der kein Mensch zu sehen ist.

Jeder Baum mit seinen Blättern und seiner Rinde ist Leben. 

Jeder Schmetterling ist Leben.

Jeder Grashalm ist Leben.

Jeder Vogellaut ist Leben.

Jede Spinne, die in ihrem Spinnennetz fleißg wirkt, ist Leben. 

Umgeben hat die Natur das Leben mit Erhabenheit, Größe, unendlicher Vielfältigkeit und Dingen, die sie bedingen und ergänzen, wie Steine, Erde, Wasser und Wind. 

Ja, das alles ist Leben.

Manchmal quält sich die Erde, weil sie krank ist, dann bezeichnen wir Menschen das als Katastrophen und haben sie doch selbst erkranken lassen.

Manchmal ändert sich die Erde auch.

Auch das nennen wir Katastrophen.

Aber auch die Erde entwickelt sich weiter, wird anders, ändert sich, so wie wir. 

Das Leben ist überall! Ich muss nur hinschaun!

Es ist da! 

 

 

08.06.2008 um 18:54 Uhr

All meine Sinne und ich

von: Haibara   Stichwörter: Tasten, Hören, Riechen, Schmecken, Sehen

Stimmung: gut

Tasten, hören, riechen, sehen, schmecken ..
Wie wichtig das doch für uns ist!
Welch einen entscheidenden Einfluss die Sinne doch auf das ganz spezielle Lebensgefühl eines Menschen haben können!

Ich habe ein Werbebild gesehen. Es war durch und durch gelb gestylt. Ich habe ein Vorschlag für eine Zimmerwandgestaltung mit hellem Hintergrund und einem großen roten Schriftzug gesehen:"RELAX". Beide Sachen bringen mich aber nicht zur Ruhe oder in Harmonie, von relaxen ganz zu schweigen. Nein, ich war nach der Betrachtung dieser Bilder eine Weile sehr gereizt.
Also: gelb und rot bringen mich auf! Ich brauche warme Töne, um mich wohl zu fühlen: in der Wohnung und auch in der Natur. Aber ich mag auch die Farbe grün in bestimmten Tönen sehr gern. Ja, eigentlich ist es von klein auf meine Lieblingsfarbe.
Aber ich würde mir nie die Wohnung grün streichen.
Ich habe zwar auch weiße Wände, aber dann dominiert das braun.
Ich könnte keine Ruhe in weiß eingerichteten Räumen finden. Ich hätte immer das Gefühl einer Klinik oder einer Firma. Es ist für mich unwohnlich.
Ein anderer Aspekt ist für mich total verinnerlicht. Betrachte ich Wohnungen, vor allem in Möbelprospekten, habe ich immer zuerst die Vorstellung: kann sich ein Kind hier wohl fühlen? Entscheide ich: „nein", mag ich den Stil nicht. Komisch, ist aber so.
Meine Augen werden von hellem Neonlicht gequält. Ich mag kleinere Leuchten mit normalen Glühbirnen lieber. Sie dürfen nicht so grell scheinen.
Laute Töne sind mir zuwider. Ich mag sanfte Stimmen oder tief kehlig klingende Laute. Schrille Aussprachen tun mir manchmal körperlich weh.
Nun sind das alles meine Empfindungen. Aber ich habe auch schon Leute kennen gelernt, die total auf weiß stehen oder blau-weiß usw.
Andere wiederum stellen ihre Wohnungen gern voll von solchen Sachen, die auf den Märkten und in den Läden der Vietnamesen angeboten werden.
Es ist schon komisch, dass jeder Mensch seine Sinne anders anders erlebt und ganz eigene spezielle Vorstellungen entwickelt.
Ich sah auch eine zeit lang gern die Sendung:"Einsatz in 4 Wänden". Auch wenn ich Frau Wittler 's Kreativität bewundere und ich mir so manchen Tipp und Trick von ihr abgeschaut habe, ist ihr Einrichtungsstil für mich nicht so geeignet. Sicher bin ich altmodisch.

Auch die anderen Sinne reagieren bei den Menschen verschieden:
So ist es mit dem Schmecken und Fühlen: dem einen schmeckt eine fette Wurst und dem anderen ekelt es direkt davor.
Ich sehe Wiesen- und Waldblumen. Das tut mir gut. Ein fein gestylter, perfekt in Größe und Farbe abgestimmter Strauß löst in mir ein leichtes Unbehagen aus.
Ich fühle gern Baumwollstoffe, mag keine Synthetik...und denke ich an Kreide, die die Tafel entlang gezogen wird, bekomme ich mindestens Zahnschmerzen.
Es ist höchst interessant, welche Sinne der Mensch, wie empfindet und auslebt.
Vielleicht ist das auch ganz bewusst so gestaltet worden, mit einem tieferen Sinn, denn würden wir alle gleich empfinden oder uns allen dasselbe gefallen, wäre es nicht nur langweilig, sondern die Entwicklung würde einseitig laufen, bis gehemmt werden. Es würde auch noch mehr Zank und Streit auf der Welt geben.
Irgendwie ist der einzelne Mensch schon ein Wunder. Allgemein gestaltet, mit denselben Anlagen und doch so verschieden!

07.06.2008 um 08:09 Uhr

Eine naive Hoffnung und der arme Feldhamster

Stimmung: enttäuscht, wütend bis traurig

Einen Moment lang habe ich mich gefreut. Ein Klimapaket ist gestern beschlossen worden! So steht es heute in meiner Morgenzeitung: "Nähere Erläuterung siehe Seite 7".

Genüsslich an meinem Kaffee nippend und gutgelaunt blätterte ich mit der anderen Hand auf die besagte Seite. Einige Augenblicke später sauste meine Tasse klirrend auf den Rand der Untertasse zurück:

Wie naiv ich doch bin!

Von wegen Klima retten! Das Ganze ist bloß wieder so ein Gaunerstück, ein Vorwand der Regierung, um dem Volk noch mehr Geld wegzunehmen!

Die Kosten werden über die STROMKOSTEN DER VERBRAUCHER eingeholt!

Wie finde ich denn das!

Tja, da werden wohl viele Menschen im Jahr 2012 dann ohne Strom dasitzen und z.B. kein Mittagessen mehr haben, nur noch mit Kerzenschein leben müssen, im Winter frieren bis erfrieren usw.

Ich weiß ja, dass ich gern mal übertreibe, aber nachdem ich bereits gestern eine total überteuerte Stromrechnung (+Gas) für das Abrechnungsjahr 2007/08 bezahlen musste, jetzt ein halbes Jahr arbeiten muss, um das wieder reinzuholen und bereits ab nächsten Monat(!!!)alles noch um 20% steigen soll, habe ich die Befürchtung, dass ich noch untertreibe.

Entweder sitzen in dem Bundesrat/-tag Träumer, oder sie leben in einer Parallelwelt oder sie ignorieren eiskalt die wirklichen "Lebensumstände" (Umstände, die ein Leben ermöglichen kann man das ja wohl bei den Meisten nicht mehr nennen!), des Volkes, das sie gewählt hat, um das Land so zu regieren, dass jeder L E B E N kann!

Im Namen des Klimaerhaltes sich einen Gewinn stricken finde ich mehr als schäbig!

Sie sollten endlich die Augen aufmachen und wirklich etwas tun! Aber nicht auf Kosten der Menschen, die kaum noch existieren können!

Es ist genug Geld im Lande, es muss nur richtig verteilt werden!

Es gibt genug Lösungen. Drei fallen mir auf Anhieb ein:

1.)Ein gerechtes Einkommensgefüge

2.)Wenn unsere Kanzlerin das mühsam erarbeitete Geld der vielen fleißigen Arbeitnehmer nicht mit vollen Händen ins Ausland tragen würde!

3.)Wenn wir als Deutsche uns nicht an Kriegen der Welt beteiligen würden!

Warum sehen das unsere Abgeordneten nicht? Schlafen sie während ihrer Sitzungen?

Nein, aber sie sitzen da, bekommen viel Geld und alles andere interessiert sie nicht! Einfach mal die Hand heben und das wars.

Was soll da bloß aus unsere Erde, ihren Tieren, Pflanzen und den Menschen werden?

Es interessiert die Regierung nicht.

Sie spielen mit der Zerstörung des Lebens und finden sich noch toll!

Aber die Wahrheit sehen sie nicht.

Ein kleine Nachricht am Rande wiegt aber für mich persönlich viel schwerer:

"Der Feldhamster stirbt aus."

Das ist ein Fakt, der mir zeigt, wo wir im Moment stehen und was wir wirklich mit unserer Politik erreicht haben.

Und ganz am Ende frage ich mich noch: Wer bezahlt eigentlich die Stromrechnung im Bundestag?

Kopfschüttelnd und grübelnd geh ich jetzt in den Samstag und halte lieber Ausschau nach etwas, was zum wirklichen Leben gehören könnte.

06.06.2008 um 09:02 Uhr

Was man in ferner Zukunft über uns denken könnte

Stimmung: gut , nachdenklich

Es waren einmal die Menschen. Sie waren sehr kreativ und hatten eine große Fantasie. Besonders erfinderisch waren sie immer dann, wenn sich durch ihr negatives Verhalten die Lebensumstände für viele ihrer Mitmenschen verschlechterten.

So gab es eine Zeit, in der die Menschen im dem kleinen Land Deutschland die Bildung für ihren Nachwuchs auf eine sehr merkwürdige Art und Weise gestalteten.Man teilte die Kinder in verschiedene Schichten ein.Dabei ging man weder auf das Bildungsinteresse noch auf Fähigkeiten, Begabungen, Talente oder die Wünsche der Kinder ein, sondern nahm eine Einteilung nach dem Geldbeutel der Eltern vor.

Das intelligentes Kind, welches das Pech hatte, Eltern zu haben, denen der Staat die damalige Existenzgrundlage "Arbeit" und das somit verbunde Äquivalent "Geld" genommen oder den Ersatz dafür, die Sozialleistung, extrem gekürzt hatte, hatte kaum noch Chancen, seine Fähigkeiten und Anlagen ausbilden zu lassen.

Diese Art und Weise breitete sich mit ständiger Kostensteigerung und gleichzeitigem Entzug des Geldes für die allgemeine Bevölkerung sehr schnell über weite Teile des Landes aus. So gab es in sehr kurzer Zeit viele Kinder, die nicht mehr richtig lernen konnten.

Armut, Elend, niedriges Wissen des Volkes und somit eine Verschlechterung in Industrie und Landwirtschaft für die Zukunft waren vorprogrammiert.

Auch den einzelnen Menschen erwarteten unerfüllte Sehnsüchte, die ihn durch das ganze Leben begleiten würden.Durch eine Bildung, die jedem hätte offenstehen können, wären sie ganz einfach zu erfüllen gewesen.

Kinder, die nicht so talentiert waren, um die nötigen Fähigkeiten zu erlernen, deren Eltern aber die Kosten für die Ausbildung aufbringen konnten, bestimmten später zum großen Teil die Geschicke das Landes.

Sie handelten genauso, wie sie es gelernt hatten. Es fehlte ihnen der Durchblick für die Zukunft. Zusammenhänge sahen sie nicht. Wissenschaftliche Erkenntnisse nutzten sie nicht im Sinne der Menschheit und im Einklang mit der Natur.

Ihr Credo war wiederum das "Geld". 

Aber schon in der Zeit dieser mysteriösen Ausbildung ihrer Kinder, konnten die Bürger des Landes nicht mehr ihre eigenen Gesetze anwenden und durchsetzen. Denn auch sie hatten es nicht anders gelernt. Das System hatte seine Wurzeln in vergangenen Regierungsformen und hielt sich krampfahft in dem kleinen Land fest.

Die Menschen hatten sich einen wunderbaren Satz in ihr Grungesetz geschrieben:

"Die Würde des Menschen ist unantastbar."

Aber sie vergaßen es immer wieder.

Hatte ein böser Geist ihr Bewusstsein mit einem "Vergessens-Zauber" belegt?

Niemand weiß es.

Bekannt ist nur, das sie auf vielen Gebieten gegenteilig handelten.

In der Ausbildung ihres Nachwuches war das sehr deutlich zu erkennen.  

Waren ihre Herzen zu Stein geworden? 

Vielleicht fühlten sie manchmal, dass sie falsch handelten. So beruhigten sie sich selbst, in dem sie neue Begriffe erfanden. Wohl formulierte Worte ließen Unwürdiges schöner erscheinen.

So tauchte plötzlich der Begriff "Bildungsferne Schichten" auf.

Das klang ordentlich, sauber, geklärt und modern. 

Was aus Deutschland wurde?

Ich weiß es nicht...

Ich hörte nur von dieser Begebenheit in diesem Land.

Vielleicht ist aber auch alles nur eine böse Geschichte.

 

04.06.2008 um 09:15 Uhr

Menschenangst

von: Haibara   Stichwörter: Angst, Menschen, Langsamkeit, Arbeit

Stimmung: besorgt, verwirrt, ängstlich

Bin ich manisch depressiv?
Oder: diese Welt ist doch nichts für mich!
Habe ich eine Menschenallergie?

Noch vor ein paar Tagen dachte ich mit dem Erkämpfen eines „Geringverdienerjobs" in diesem, unserem Lande, einen großen Schritt in Richtung Leben gemacht zu haben. Ich dachte, ich dürfe mich freuen.
Aber das ist schon wieder vorbei.
Ich muss mich zusammenreißen.
Ich hatte mich auf die Menschen gefreut.
Aber viele Menschen sind so hastig, hören nicht zu, rennen vorbei...
Ich weiß, ich bin einfach zu langsam für diese Welt.
Ich möchte die jeweiligen Probleme sehr gern klären.
Ich weiß auch, dass gewisse Dinge schnell erledigt sein müssen. Das kann ich lernen.
Aber bei manchen Sachen muss man doch noch überlegen dürfen.
Manche haben nicht einmal 5 Minuten Zeit!
Die Angst vor den Menschen ist wieder da.
Ich muss lernen, damit umzugehen, denn ich brauche die Arbeit, um existieren zu können.
Es ist ja auch nicht die Arbeit, an sich, die mich plagt. Es sind die Menschen!
Ich gehe immer davon aus, wenn ich freundlich, höflich und in Ruhe mit den Menschen rede, dann verhalten sie sich auch so. Aber das stimmt oft nicht.
Es ist, als umgebe sie ein Schutzschild, an denen die Art meiner Sprache abprallt. Sie versuchen nur, den praktischen Nutzen meiner Worte zu erfassen, rennen sofort weiter oder geben unfreundliche laute Worte zurück, wenn etwas nicht nach ihrem Sinn ist.
Wirklich schade, dass der Mensch die Welt so eingerichtet hat, dass er die Arbeit als Mittel einsetzt, um existieren zu können.
Wie schön wäre es, wenn man etwas tun könnte, was einem wirklich vom Inneren entgegenkommt und man sich selbst weiterentwickeln könnte.

Alle Menschen wären anders.

So, wie jetzt, dass man oft vergeblich versucht, mit Ruhe und Freundlichkeit auf die Menschen zu zugehen, würde es dann sicher nicht mehr sein. Die Menschen würden zu hören lernen, aber so können es viele nicht, leider.

Sie sind mit der alltäglichen Nebensächlichkeit des wirklichen Lebens beschäftigt, Geld zu verdienen, um ihre Auslagen bezahlen zu können, damit sie essen, trinken, wohnen und sich kleiden können.
Sie hasten dadurch oft am wahren Leben vorbei und verpassen es mitunter.

Vielleicht hat da ja wirklich der Teufel die Hand im Spiel, wie mir eine Bekannte versicherte.

Und so habe ich wieder Angst vor ihnen, ihrer Ungeduld, ihren lauten Worten, ihrer Ignoranz und davor, das jeder denkt, er ist die wichtigste Person auf der Welt.

Und so muss ich wohl lernen, meine Auskunft wie ein Automat zu geben, die von den anderen Menschenohren auch automatisch registriert wird. Und das wars dann.

Das Aushalten und Ertragen der Garstigkeit und das "Anblaffen" mancher Zeitgenossen ist wahrscheinlich in meinem kargen Lohn mit beinhaltet. Auch das muss ich noch lernen.

Hier bei „Blogigo" habe ich oft gelesen, dass, so, wie die Leute sich mir gegenüber geben, sich in diesem Verhalten mein „ich" wieder spiegelt.
Das verstehe ich jetzt gar nicht mehr. Sie geben sich doch ganz anders, als ich handele und selbst bin.

Sie machen mir Angst.
Nun, ich muss nachher wieder los. Ich hoffe, dass dieser Tag freundlicher und besser wird.

Und meine Angst eingedämmt.

PS:Diesen Spruch habe ich gerade gelesen und irgendwie passt er genau, denke ich:

     "Wenn die anderen so wären, wie ich sein sollte, wäre alles in bester Ordnung." (unbekannt)

03.06.2008 um 09:54 Uhr

In uns schlummert doch so viel Gutes!

von: Haibara   Stichwörter: Mensch, Eigenschaften, Anlagen, Charakter, Umwelt

Stimmung: etwas k.o.
Musik: Banana Pancakes (Jack Johnson)

Jeder lebt irgendwie.
Mancher verbringt die Tage einfach so. Er handelt sie ab.
Er findet okay, was und wie er es macht.
Eigentlich ist es mir egal, wie jeder sich einrichtet. Es hat ja jeder so seine Vorstellung von seiner kleinen privaten Welt. Ein Jeder hat Vorstellungen, Meinungen und Ansichten.
Um all das zu machen, haben wir ganz bestimmte Eigenschaften, die wir ausbilden können oder auch nicht. Wir benutzen unser Erlerntes oder Erfahrungen bzw. ausgeprägte Verhaltensmuster, um unsere Interessen durchzusetzen. Unsere Umwelt und unser Umgang tut ein übriges.
Manchmal frage ich mich aber, ob bei Einigen doch nicht ein gewisser Respekt vor den Mitmenschen notwendig wäre. Denn die vielen Menschen müssen auch oft in gemeinsamen Räumen agieren, sie müssen zusammen arbeiten, leben, sich begegnen und miteinander umgehen.
Es gibt 2 Möglichkeiten:
Die menschlichen Eigenschaften, die ich als nicht so positiv sehe,wie Arroganz, Egoismus und Selbstherrlichkeit werden in den Vordergrund gestellt. Merkwürdiger weise sind diese Leute immer mehr die Bestimmenden oder die, die geachtet werden oder die Andere sich wiederum als Vorbild nehmen.
Die andere Möglichkeit: man benimmt sich nach dem Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme und des Anstandes.
Das gibt einem zwar ein gutes Gewissen und sollte meiner Meinung nach auch ein Grundzug der Menschlichkeit sein. Aber dieses Prinzip scheint im Moment bei vielen Zeitgenossen kaum noch vorhanden zu sein.
Werden diese vielen Menschen wieder auf diese Schiene zurückzuführen sein? Die „Derben" sind auf dem Vormarsch. Ob das gut ist? Ob das die richtige menschliche Entwicklung für das wahre Leben ist?

Ich habe heute in meinem Fleischerladen gestanden, direkt vor einem Regal, natürlich mit etwas Abstand, schon aus hygienischen Gründen. Da sah ich nämlich ein Päckchen Fleisch im Angebot. Ein einziges lag noch da. Während ich noch überlegte, ob das meinen 2 „Fleischfressern" mundet, kam von hinten ein Arm nach vorn, an mir vorbei, griff nach dem Päckel und eine schrille Frauenstimme rief lachend:"Jetzt ist es weg!" und kriegte sich gar nicht mehr ein. Ihre Begleiterin stimmte in das Lachen ein. Und sie quollen gleichzeitig von hinten rechts und links mit ihren sehr stattlichen Körpern um mich herum und berührten fast das Regal. Es schauderte mich ein bissel. Sie hörten nicht auf, alles zu betasten und zu schwatzen. Ich schüttelte mit dem Kopf und ging woanders hin. So etwas kann ich nicht verstehen. Warum machen Menschen so was? Früher hat man mal gewartet, bis man dran war. Für mich ist so etwas einfach nicht nur widerlich sondern „ungehörig".
Endlich waren diese „Damen" verschwunden, da kam nach einer Weile ein Paar in den Laden. Die Frau war ordentlich angezogen und geschminkt bis zu den Fußzehen. Ja, bis zu den Fußzehen, das fiel mir nur auf, weil sie tatsächlich in diesem Fleischerladen mit nackten Füßen stand!

Haben die Menschen gar kein hygienisches Gefühl mehr? Oder sind sie einfach nur von sich überzeugt und nehmen sich einfach alles raus? Vielleicht kennen sie auch Wörter, wie Anstand und Rücksichtnahme gar nicht mehr.
Nun ja, nur 2 kleine menschliche Handlungen, die absolut unwichtig in der Entwicklung der Menschheit sind. Aber es sind 2 Beispiele, wie wir unsere Anlagen ausbilden und benutzen können. Und in dieser Richtung, vom Prinzip her, ist doch einiges zu beobachten. Außerdem regen sie zum Nachdenken an. Man fragt sich doch, wohin wir uns wohl entwickeln.

Aber dagegen stehen auch meine neuen Kollegen, die sehr rücksichtsvoll, freundlich und nett sind. Erst konnte ich es nicht glauben und traute mich nicht, mich zu freuen. Aber jetzt denke ich, ich kann mich schon freuen! Ja, es gibt für die Menschheitsentwicklung eine Hoffnung, die ich mir so sehr wünsche, damit die Menschheit zusammen mit ihrem Planeten überleben kann.
Zunächst aber müssen wir uns beeilen, den Planeten wirklich zu erhalten, und dann können wir uns immer noch weiterentwickeln.

Aber wenn wir die Erde retten, haben wir uns auch schon weiterentwickelt...

Oder?

02.06.2008 um 12:33 Uhr

Hilfe, ich bin abhängig von einer Maschine!

von: Haibara   Stichwörter: Internet, Mschine, PC

Stimmung: gut

Da wundere ich mich über die Abhängigkeit von Menschen gegenüber anderen Mitmenschen, bin froh, dass ich selbst keine Herdentier bin und meine Eigenständigkeit bewahrt habe und für niemanden den „Hund" spielen muss, aber...
Bin ich das wirklich?
Hilfe, ich bin abhängig von einer Maschine! Ich habe jetzt 2 Tage kein Internet gehabt! Ich habe tatsächlich Entzugserscheinungen! Das glaub ich jetzt nicht!
Internetlose Zeiten hatte ich schon öfters, ab so hibbelig wie jetzt fühlte ich mich noch nie.
Oder ist es Blogigo, seid ihr es meine lieben Blogigo-Freunde, die ich vermisse, schon nach ein paar Stunden? Ich hoffe es.
Aber trotzdem...es ist bedenklich!
Obwohl ich lernen muss, ohne Internet aus zukommen, denn wenn alles noch teurer wird, werde ich wohl nächstes Jahr meinen PC abstöpseln müssen.
Tja, andere quälen sich, um mit dem Rauchen aufzuhören und schaffen es nie. Ich persönlich kann mich zwar disziplinieren und ratz fatz meine Nahrung minimieren und ein paar Kilos abspecken, aber ob ich die PC-Sucht besiegen kann, weiß ich nicht.
Das ist echt beängstigend!

PS: Sorry, an alle, die auf eine Antwort von mir gewartet haben, das Internet kam gerade eben wieder und jetzt muss ich erst mal schnell auf Arbeit...bis heute Abend, dann, eure Haibara