Stimmung: beklemmend
Musik: Placebo - Leni, Placebo - teenage Angst
An Dich...
Ein Jahr ist es her, da gingst Du fort.
Du gehörtest eigentlich nicht zu meiner Familie, nicht zu mir, und doch war ich da.
Wir standen uns nie sonderlich nah und doch war ich dabei.
Ich stand an Deinem Grab und weinte innerlich, todtraurig das Du so schnell gingst und alle so schmerzerfüllt zu sehen.
Schockiert.
Paralysiert.
Aus dem Alltag gerissen.
Erlebte alles mit.
Fühlte alles mit.
Die Trauer, den Schmerz.
Versuchte zu trösten, wo jeder Trost lächerlich erschien, mußte Entscheidungen treffen, die mir zum Verhängnis wurden, Dinge tun, Worte finden, schwer wie Blei und schwierig wie noch keine Prüfung je zuvor in meinem Leben.
Ich wünschte Du wärst noch da, auch wenn jetzt alles anders ist und wir uns vermutlich so oder so nie wieder gesehen hätten. Ich wünschte jene eine hätte Dich nicht so früh verloren. Wünschte Du wärst Opa geworden...
Jetzt.
Sollte es mir egal sein.
Doch das ist es nicht.
Ein Jahr ist es her.
Da stand ich hier.
Es war kalt, es schneite.
Doch froren wir nicht wegen der Kälte.
Wir froren im Herzen.
Weil alles so schnell ging, so unfassbar war.
Heute stand ich wieder hier.
Allein.
Die Sonne schien, es war warm.
Als wolltest Du sagen.
Verzaget nicht. Das habe ich auch nie getan.
Ich habe gelebt, so wie ich es für richtig hielt.
Nicht wie andere es wollten, egal wie schmerzlich das manchmal auch war.
Es geht mir gut.
Schön das Ihr mich nicht vergessen habt.
2 Lieder nur für Dich:
Lebe wohl...