Zwischenwelt(en)

30.10.2008 um 20:06 Uhr

Amie.

Exorbitant emotionsgeschwängert, original kopierte CD nicht findend, bin ich tränend auf youtube angewiesen und mache zur Schluchzmusik die Augen zu, versetze mich in den erinnerten Winter und warte auf das nächste Lied. Genauso beladen. Aber heute kann ich nicht anders.
Pinsel und Feder können nicht transportieren, was da brodelt. Laufen half nicht, ebenso wenig Trommeln oder Tanzen. Ich habe nicht getanzt, aber die Wahrheit ist manchmal unangenehm zensurverdächtig.
Also lass ich es auf mich einmelodieren.. Der Eskimofriend ist ein guter.
Vielleicht war ja heute einfach nicht mein Tag.
And so it is..

27.10.2008 um 13:08 Uhr

Blogeintrag zur Erledigungsvermeidung wichtiger aber langweiliger Angelegenheiten.

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

Wieder drei Tage für die Seele waren das. (Ich lasse dem Kitsch freien Lauf.)
Nur zwei Wochen Vorbereitung, ich denke, das kann man noch unter spontan verbuchen.
Mitbewohner A., der Schmock und ich auf dem Weg an die See, das allein ist freudeträchtig, aber B. besuchen, das ist sensationell.
Ganz nebenbei haben wir hinfahrend sogar Hamburg kennen gelernt. Im Dunkeln. Unbeabsichtigt. Atlanten in der Beifahrertür mögen spießig sein, wären aber an manchen Stellen sehr nützlich gewesen, denn es besteht ein frappierender Unterschied zwischen ‚Sich den richtigen Weg merken' und ‚Auf den richtigen Weg zurück finden'.
Freitag Abend gab es nach dem großen Wiedersehenstanz nicht nur Kartoffeln mit Quark, sondern auch einen Abstecher zu B.s Freunden, welche sehr sympathisch und außerdem trinkfest sind. Wir wären ja gern noch länger geblieben, aber nachdem die Gastgeber ins Bett gegangen waren, hielten wir es für angemessen, leise die Wohnung zu verlassen.
Der Samstag begann mit einem ausgedehnten Frühstück, wie es sich für Urlaube gehört, und schließlich schmeckte auch der Kaffee im zweiten Anlauf ganz wie gewünscht. Den ganzen Nachmittag lang schien uns am Strand die Sonne auf den Kopf, der Schmock erfreute sich an der eigens erworbenen Lenkmatte und ich... hab gelacht. Über vieles und zwar kräftig. Wie gut so ein kurzer Horizontwechsel tut. Andere Luft, anderer Laufgrund. Memo an mich: Öfter machen! Die Schweinekatze muss davon ja nichts mitbekommen.
Am Abend lernten wir weitere Freunde von B. kennen. Noch sympathischer und noch trinkfester. Ich kann jetzt „achtundachtzig" auf Holländisch sagen. Wer weiß, wozu das im Leben noch mal gut sein wird.
Der Sonntag Morgen kam dann viel zu plötzlich. Doch weil ich von allen am wenigsten verkatert und noch dazu bester Laune war, durfte ich zusammen mit B. ihr zurückgelassenes Auto und bei der Gelegenheit gleich Brötchen holen.
Ich.
Selbst.
Fahren.
Und noch dazu dem Schmock sein Wagen! Ich habe seit bestimmt drei Jahren nicht mehr hinterm Lenkrad gesessen. Nagut, als das Auto neu war, zum Anfühlen. Aber da parkte es auf dem Hof.
Alles ging gut, beulenfrei bin ich hinter B. durch die Stadt getuckelt. Die zwei chaotischen Hühner in der Frauenversion von Cobra 11. Großartig.
Bei der Frühstücksvorbereitung überfiel mich die Erkenntnis, dass ich mit dem ganzen Beziehungsding schon beinah so geworden bin, wie ich nie sein wollte. Elternprägung lässt grüßen, es ist ernüchternd. Aber das muss noch durchdacht und darf besprochen werden, darin liegt die Chance, vor dem Rollenungeheuer nicht zwangsläufig zu kapitulieren.
Dem weiten Heimweg geschuldet hieß es gleich nach dem zum Brunch gewordenen Frühstück Abschied nehmen, feste drücken und winken. Im Regen, wie passend aber auch. Manchmal glaube ich, dass das Wetter das extra macht. Es hat Spaß an Melodramatik.
Dieses Mal gabs die Verfahrung erst in ehemals heimatlicher Umgebung, Teufel, wie schnell man doch vergisst. Dafür bin ich den Rest dann gefahren, alles andere als entspannt zwar, weil Autobahn und dunkel und überhaupt, aber immerhin auch dieses Mal beulenfrei. An dieser Stelle spende ich mir selbst tosenden Applaus.
Und eigentlich wars das dann auch schon. Schmuckloser Schluss.

 

21.10.2008 um 15:29 Uhr

Es ist angerichtet.

von: Discovery   Kategorie: So gesehen

Langts nur ordentlich zu!
 
 
 

20.10.2008 um 13:34 Uhr

Er läuft und läuft und läuft..

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

Den halben Marathon ist er gerannt und die Freundin klatschte stolz, als er mit einem Grinsen an ihr vorbei fegend die Zielgerade besiegte.

09.10.2008 um 14:49 Uhr

Heureka.

Erleuchtet.
Ständig denke ich, dass dieses Studium, das sich nun schon (besonders von meinen Mitmenschen) gefühlte Ewigkeiten hinzieht, der Vorbereitung eines ominösen späteren Lebens dient. Als sei dies alles noch nicht echt, das wirkliche kommt erst noch.
Es setzt mich so ungeheuer unter Druck, dass ich vermeintlich noch nicht gleichwertig am Leben teilnehmen darf, weil mir die Qualifikation, der Wisch in der Hand fehlt. Was ich bis dahin mache, zählt nicht. Nicht wirklich jedenfalls.
Und eben in diesem Moment hab ich begriffen, dass ich mitten drauf bin, auf meinem Weg. Dass danach nichts kommt. Es gibt kein Später. Und somit auch nicht irgendeinen Punkt, an dem ich von der vermeintlichen Beweispflicht entbunden bin.
Ich kann mich jetzt davon frei machen.
Ich bin mittendrin. Im Leben. Und so, wie ich es mache, wird es richtig sein.

08.10.2008 um 23:33 Uhr

Wie oft..

sagen wir etwas, weil es
höflich ist, konventionell, taktvoll, diplomatisch, schmeichelnd, ungeschrieben gesetzlich, gutgemeint, feige, beschwichtigend, berechnend, anbiedernd,
weil es erwartet wird oder wir uns gezwungen fühlen,
weil wir uns Vorteile erhoffen oder Nachteile fürchten,
und wie selten sagen wir etwas, weil
wir es genau so und nicht anders meinen.
.?

07.10.2008 um 01:15 Uhr

Flashback.

Manche Bilder, im Fernsehen, wenn nichts gutes läuft, lösen ihrerseits Gedankengeschichten aus.
Blaulicht, zerschnittener Lieblingspullover, vollgekotzte Badvorleger.
Liebreiz negativ korrelierend mit unkontrollierter Erinnerungsauftauchung.
Ich sehe bruchweise die Badewanne, höre die Schläge in meinem Gesicht und weiß, dass es kalt war.
Zwischenstücke fehlen und können nicht ersetzt werden.
ITS.
Piep.
Piep.
Die Atmung stabil, das Herz sehr schnell. Geräuschvolles Monitoring wirkt schlafhindernd.
Der Tag bereichert mit halbherziger Mobilisierungstherapie (Moment, ich war bereits alleine auf dem Klo!) durch den bedauernswerten Azubi, der das Wochenende inmitten steriler Kacheln und klagender Sturzopfer verbringt. Ich bin brav.
Am Abend will die Schwester Stefan Raab kämpfeln sehen.
Gegenüber geht der Herzalarm.
Die Morgenvisite drängt mir Entscheidungen auf, die ich so lang schon als erledigt betrachtet habe.
Ernsthafte Sorge schwingt mit, die mich letztlich überzeugt.
Der Rest wird anderen Kapiteln zugeschrieben.
Bilder eben.

06.10.2008 um 13:11 Uhr

Ein rauschendes Fest.

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

Es begann Donnerstag Abend und hörte und hörte nicht auf. Naja doch.
Gestern Morgen mit reichlich Kopfschmerz und Lethargie, die mich zwang, den Tag im Bett zu verruhen.
Aber in der Zwischenzeit wurden Wort- und Weinvorräte für Wochen geschröpft. Der Körper verachtet mich dafür, aber die Seele ist sehr dankbar. Was ein Spaß!
Natürlich mussten zuerst die alten Geschichten dran glauben. Zerschlissen und bis zur Unkenntlichkeit verzählt, wurden sie immer und immer wieder in den Ring geworfen und unter Tränen ausgelacht.
Am Freitag gabs nachmittags Kultur und Abends Geld.
Der eigentliche Höhepunkt folgte allerdings Samstag.
Großartig, also wirklich. Nein, es war weder in- noch offiziell mein Fest, aber ich hab es erlebt als ob.
Die Bilanz: Nein. Kann ich nicht, will ich nicht ziehen. War vollgestopft mit Nähe, Authenzität und Prosecco, harsss, ich hab immer noch Blasen im Kopf.
Gut, gut, gut! Und glücklich.

02.10.2008 um 10:53 Uhr

Ich kenne eine,

die freut sich heute richtig wie doof.
Es hat sich Besuch aus dem ganz hohen Norden angekündigt. Mal wieder Gelegenheit, nicht allein verrückt zu sein.
Beim Gedanken an das letzte Mal kam gestern ein tosender Lachanfall über mich und sorgte beim Liebsten für verwundertes Wundern.
Meine liebste B., ich warte fußtippelnd..