Frauen Bewegen Frauen

07.09.2017 um 15:54 Uhr

Keine Partei schützt Prostituierte

Hallo Ihr Lieben!

Es sollte anders sein.

Frauenschutz gehört mit an die erste Stelle.
Weil es unsere Verfassung vorschreibt.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt."
Artikel 1 des Grundgesetzes

Eine Tragik wenn deutsche Regierungsparteien nicht den Mumm haben Stellung zu beziehen um Prostituierte zu schützen. Obwohl klar ist, dass Prostitution die Würde der Frauen verletzt u. eine Menschenrechtsverletzung ist, steht in keinem Parteiprogramm der bekannten Parteien eine deutliche Stellungsnahme.

Traurig, weil wieder einmal alles Wissen darüber ignoriert wird. Seien es Ex-Prostituierte, Sozialarbeiterinnen oder Traumatherapeuten, sie alle klären seit Jahren über die Gewalt in der Prostitution auf. Öffentlich. In vielen, vielen Veranstaltungen u. in den Medien. Sie werden nicht gehört.

Aus diesem u. anderen Gründen gibt es meinen Blog.

Aufklärung hilft dabei ein Bewusstsein zu schaffen.
Bei Menschen, die hinhören u. hinsehen.;-)

Heute möchte ich Teile einer Rede von Frau Dr. Ingeborg Kraus hier veröffentlichen. Die sie auf einer Fachtagung kürzlich hielt. In ihrer Praxis betreut sie Prostituierte u. weiß also sehr genau wovon sie spricht.

Ich setze gleich vorweg einige Trigger Sternchen. Für Zartbeseitete.;-)

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Denn wenn Freier zu Wort kommen dreht es einem den Magen um. Selten habe ich eine derartige Frauenverachtung gesehen. Und diese Männer sind unsere Nachbarn, Kollegen, Freunde, womöglich sogar unsere Partner…

Hier Auszüge aus der Rede von Dr. Ingeborg Kraus:

http://www.trauma-and-prostitution.eu/2017/09/03/keine-einzige-partei1-nimmt-eine-klare-stellung-zur-prostitution-ein-das-ist-eine-schande/

Auszug:

Keine einzige etablierte Partei nimmt eine klare Stellung zur Prostitution ein. Das ist eine Schande! Diese Rede wurde in Saarbrücken am 02.09.2017, auf der Fachtagung „Warum Männer zu Prostituierten gehen?“ gehalten (und ergänzt). Ich bedanke mich sehr bei Hadassah, auf dieser wichtigen und hochkarätigen Veranstaltung sprechen zu dürfen und etwas über die Schäden durch die Prostitution zu sagen, da dieser Aspekt, sowie die Gewalt in der Prostitution bei den Evaluationen des deutschen Ansatzes gezielt ignoriert wurden.

Kurz etwas zu der Realität in der Prostitution:

[Hier einige Trigger Sterne von mir für Zartbeseitete]

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Also ich hatte vor ner Zeit die Anna vor dem Hammer, ne heiße Schnecke war´s schon, ohne Gelaber richtig tief eingelocht. Danach raus, rumgedreht die Maus und von hinten richtig tief rumgenudelt. Die Kleine hat richtig die Augen verdreht dabei und zum Glück hab ich ihre Beine vorher leicht an dem Bettgestell fixiert, so dass ihre Beine schön auseinander waren. Dann kurz vorm Abschluss raus und in ihren Rachen entsorgt bis zum letzten Tropfen.“

Sehr geil! Dann können wir die geile Stute auch schwanger AO reiten!“

Ja die Kleine steht “leider” irgendwie daneben! Lass du dich mal täglich von ca. 30 Typen bumsen und besamen… und das Crystal gibt ihr den Rest.“

Hi Leute, auch ich war heute mal bei der (ist absolut nicht böse gemeint) schwangeren Mülltonne “S.” und habe diese (so gut es ging) schön und innig besamt. Das Mädchen ist nur wie bereits erwähnt hochschwanger (im Februar kommt das Kind raus und weg sagte sie) und leider wirklich heftigst drauf und so krass verpeilt, dass man sich eigentlich gar nicht richtig aufs ficken konzentrieren kann. (man kann sich auch nur sehr schwer mit ihr unterhalten)...“

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[Hier geht es nun mit der Rede weiter]

"Das passiert in Deutschland. Und es ist legal. Und es wird weiterhin passieren, auch mit dem neuen ProstituiertenSchutzgesetz. Ganz legal, staatlich abgesegnet.

Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren, wie geht es denn den Frauen dabei? Wie fühlt sich ein Mensch, der zu einem Stück Fleisch reduziert wird, als ein Sexobjekt benutzt und in allen Körperöffnungen penetriert wird?

Mich fragen oft Reporter ungläubig, ob es den Frauen wirklich schlecht gehe in der Prostitution. Sie wollen Diagnosen hören. Viele Frauen weisen in der Tat posttraumatische Belastungsstörungen auf, aber nicht nur: Sucht, Angst- und depressive Störungen sind häufig. Welche Diagnose gibt man einer Frau, die keinen Schmerz mehr spürt, wenn man diese Dinge mit ihr tut? Wir haben es hier mit multiplen Traumafolgestörungen zu tun.“

Und weiter im Text aus dem o.g.Link:

„In der Tat, internationale Forschungsergebnisse weisen auf, dass zwischen 60 und 68% der Frauen die Kriterien einer schweren PTBS erfüllen. 70-95% der Frauen wurden in der Prostitution körperlich angegriffen. 65 bis 75% wurden in der Prostitution vergewaltigt. 65-95% wurden als Kinder sexuell misshandelt. 82% nannten Formen von psychischer Gewalt und 92% hat sexuelle Belästigung erlebt.

Es gibt keinen anderen „Beruf“ auf dieser Welt, der so gefährlich ist: die Sterberate liegt bei Frauen in der Prostitution um ein Vierzigfaches über dem Durchschnitt. In keiner anderen Berufsgruppe liegt die Mortalität so hoch wie bei Prostituierten. Die Todesursachen reichen von Mord bis zu Unfällen, von Drogenmissbrauch bis zu Alkoholismus.

Jetzt werden Sie mir sagen: „Frau Dr. Kraus, sie haben ja wirklich nur die Schattenseiten der Prostitution dargestellt. Es gibt doch auch die „netten“ Freier“.

Das ist ein Verleugnungs-Mechanismus, der bekannt ist. In ihrer Studie über die französischen Sexkäufer stellt Legardinier fest, dass es den Männern ein wichtiges Anliegen ist, sich von den „perversen Freiern“ abzugrenzen. Sie wollen sich als die „Guten“ verstehen. Mittlerweile sprechen aber mehr und mehr Aussteigerinnen über ihr Erleben in der Prostitution und räumen mit dem Mythos „des netten Freiers“ auf. Huschke Mau nimmt alle Freier in die Verantwortung und stellt nach zehn Jahren Prostitution fest: „Alle Freier sind Täter!“ Und was alle Freier gemeinsam haben, so Mau, das ist ihre Gleichgültigkeit.“

Wie kann es noch eine Frage sein diese Gewalt weiter zu legalisieren? Dieses Frauenbild an die nächste Generation weiter zu geben? Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt aller Arten führt zur Akzeptanz. Was das für unsere Gesellschaft bedeutet wage ich kaum zu Ende zu denken...

Es geht weiter aus dem o.g.Link:

Das neue Prostitutions-Schutzgesetz sendet doch weiterhin die falschen Signale, nach dem Motto: Jungs, passt in Zukunft etwas mehr auf, aber macht weiter! Demokratie bedeutet nicht, dass wir machen können, was wir wollen. Unsere Freiheit hört dort auf, wo wir die Grenzen eines anderen Menschen verletzen. Und der Auftrag unserer politischen Vertreter ist, immer auch die vulnerabelsten Mitglieder unserer Gesellschaft im Auge zu halten und sie vor Ausbeutung zu schützen. Es ist eine Schande, dass keine der großen Parteien, eine klare Haltung dazu nimmt!

Die Gleichgültigkeit gegenüber dieser extremen Frauenverachtung kann nicht mit anderen Frauen fördernden Punkten (Quote oder Lohngleichheit) ausgeglichen werden. Alle etablierte Parteien müssen sich dem Vorwurf stellen, Frauenfeindlichkeit ins Wahlprogramm geschrieben zu haben.

Bei der Prostitutionsfrage geht es um mehr als nur Schadensbegrenzung zu betreiben, es geht um ein neues Gesellschaftsmodell: eine neue Männergeneration soll geschaffen werden, die nicht auf sexuelle Ausbeutung der Frau zurückgreift um sich zu definieren.

Prostitution ist Gewalt gegen Frauen! Sie festigt und fördert die patriarchalen Geschlechterverhältnisse, sie ist Symbol männlicher Herrschaft über Frauen sowie kollektiver Entwürdigung von Frauen“. Mit der Schimäre des unkontrollierbaren männlichen Sexualtriebes muss aufgeräumt werden. Männer sollten einen anderen Umgang mit Frustration erlernen.

Dem brauche ich nichts hinzufügen. Lest den ganzen Text.

Von den insgesamt 34 Parteien haben sich nur die „ÖdP“ für das Nordische Modell (Freier zur Verantwortung ziehen), sowie die Feministische Partei „Die Frauen“ klar gegen den „Sexkauf“ positioniert.

Zur Info der ÖdP:

https://www.oedp.de/aktuelles/pressemitteilungen/newsdetails/news/oedp-unterstuetzt-die-kampagne-rotlichtaus/

Zur Info Die Frauen:

http://www.feministischepartei.de/aktivitaeten-und-veranstaltungen/stopsexkauf.html

Terre des Femmes hat die Parteien selber befragt u. die Ergebnisse zusammen gefasst. In mehreren Tabellen werden die Themen aufgelistet u. deutlich aufgezeigt, wo jede Partei steht. Am Ende der Seite können die vollständigen Antworten der großen Parteien eingesehen werden.

https://www.frauenrechte.de/online/index.php/presse/aktuelle-nachrichten/aktuelles-zu-frauenrechten-allgemein/2543-bundestagswahl-2017-welche-partei-setzt-sich-fuer-die-rechte-von-gewaltbetroffenen-frauen-ein

Auszug:

„Am 24. September 2017 wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Wir wollten es genau wissen und haben unsere Wahlprüfsteine an die CDU/CSU, SPD, Die Linke, FDP, Bündnis 90/Die Grünen* verschickt: Wie stehen die Parteien zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt? Welche Ideen und Vorhaben gibt es, um Frauen in Deutschland besser vor Gewalt zu schützen? Sind in der neuen Legislaturperiode Verbesserungen bei der Prävention vor Gewalt und bei der Versorgung von Betroffenen zu erwarten? Oder steht uns ein frauenpolitischer Backlash bevor? Bezogen auf die zentralen Themen von TERRE DES FEMMES finden sich mit Abstand die meisten Zustimmungen zu unseren Forderungen bei den Linken und Bündnis 90/Die Grünen. Insbesondere die Linken haben in ihren Antworten mit Sachkenntnis und neuen Ideen überzeugt...“

Keine Partei ist für ein Ausstiegsprogramm für Prostituierte...

Nur Union u. FDP denken über ein Kinderkopftuch Verbot nach.
Seht euch die Tabellen selber an...

Tja, das alles gibt doch sehr zu denken.

Ihr könnt natürlich jederzeit die Abgeordneten selber befragen zu diesen Themen. Ist ja noch ein bisschen hin bis zur Wahl. Vielleicht bekommt ihr ja Antworten. ;-)
https://www.abgeordnetenwatch.de

Zum Wochenende wollen wir uns dann lieber wieder positiven Dingen zuwenden, die aufmuntern. ;-)

http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/04/gesundheit/kokosoel-gegen-krebs/

Auszug:

„Kokosöl eignet sich nicht nur zum Verzehr sondern genauso gut für die äußere Anwendung. Zum Beispiel ist das Naturmittel auch als Sonnenschutzcreme einsetzbar... Gleichzeitig schützt es auch vor Zecken. Grund hierfür ist der hohe Gehalt an der sogenannten Laurinsäure im Öl, den Zecken gar nicht mögen… Auch für Haustiere, wie zum Beispiel Hunde, ist das Öl bestens geeignet. Das Öl der Kokosnuss beugt sogar nachweislich Karies vor und stärkt allgemein das Immunsystem.

Damit aber nicht genug. Wissenschaftler der University of Adelaide in Australien haben in einer Studie, die im Cancer Research Journal veröffentlicht wurde, geschrieben, dass die im Kokosnussöl enthaltene Laurinsäure krebszerstörende Eigenschaften besitzt. Im Laborversuch vernichtete das Kokosöl 93 Prozent der Krebszellen. Es handelte sich zwar erst um einen reinen Laborversuch..

Nach Aussagen der American Society of Nutrition gibt es mehrere Studien, die untermauern, dass Kokosnussöl vor Krankheiten schützt und diese sogar heilen kann. Insbesondere bei Osteoporose, Gallenblasenerkrankungen, Herpes, Alzheimer, Krebs und chronischen Krankheiten hilft offenbar die in Kokos enthaltene Laurinsäure, die auch Bestandteil der Muttermilch ist...“

Und noch einige australische „Ureinwohner“. :-)

Hand Feeding Wild Australian Parrots

https://www.youtube.com/watch?v=ugXusFK7o2A

Habt eine gute Zeit

und liebe Grüße
Violine

24.08.2017 um 15:26 Uhr

Aufklärung hilft Verstehen

Hallo Ihr Lieben!

Es lohnt sich immer.

Zu protestieren, aufmerksam zu machen.
Viel zu viele sehen weg, schweigen.

Erst durch Proteste haben Frauen damals das Wahlrecht bekommen. Sie sind auf die Barrikaden gegangen. Proteste bewirken auch heute noch sehr viel.

Diese Tage eine Umkehr im Denken der Stadt Frankfurt. Bedauerlich zwar, dass es dafür erst Proteste brauchte u. die entsprechenden Stadt MitarbeiterInnen null Ahnung hatten, was eigentlich in einem Bordell vor sich geht. Aber die Proteste zeigten Wirkung. :-)

Ebenso melden sich immer mehr Ex-Prostituierte öffentlich. Protestieren so gegen Unwissenheit u. für Aufklärung. Berichten uns darüber, was jeden Tag Frauen in deutschen Bordellen angetan wird.

Erstmal zum Artikel über Frankfurt:

http://www.emma.de/artikel/frankfurt-stopp-fuer-bordell-fuehrungen-334701

Auszug:

„Nach Protesten stoppt die Stadt Bordell-Führungen und Puff-Werbung bei der „Frankfurter Bahnhofsviertelnacht“ am 17. August. Und: Aktivistinnen laden zur Mahnwache. Sie wollen die BesucherInnen des Szeneviertels sensibilisieren: „Vor unser aller Augen werden Frauen in diesem Viertel sexuell misshandelt und ausgebeutet.“

Eine andere Form des Protestes wählt auch die nächste Prostituierte, die ausgestiegen ist, wie viele andere vor ihr. Huschke Mau, Tanja Rahm, Rachel Moran(Irland), Rebekka Mott(England), Rosen Hicher(Frankreich), Jana Koch-Krawczak(Polen) uvm.

In diesem Artikel berichtet Sandra Norak über ihren Ausstieg:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/prostitution-wie-sandra-norak-den-ausstieg-schaffte-a-1160616.html

Auszug:

Frühere Prostituierte "Es war Seelenmord" Ein Loverboy machte sie gefügig, sechs Jahre lang schaffte Sandra Norak an. Dann kämpfte sie sich frei. Heute studiert sie Jura und hat ein großes Ziel: die Abschaffung der Prostitution.

In ihren zarten Gesichtszügen deutet nichts darauf hin, was die blonde, zierliche 27-Jährige von 2008 bis 2014 durchgemacht hat. Sechs Jahre als Escort-Mädchen, als Prostituierte in verschiedenen Bordellen, Flatrate-Sex, freundliche Familienväter, die "zum Monster wurden", wie sie sagt, Panikattacken, Atemnot, nur mit viel Alkohol ließ sich das ertragen.“

Und hier geht es zu ihrer eigenen Webseite. Sie möchte aufklären über das Leben oder wohl besser über die tägliche Gewalt denen Prostituierte ausgesetzt sind. Sie möchte helfen, dass Menschen, die noch ein ziemlich verklärtes Bild von Prostitution haben, klarer sehen.

https://mylifeinprostitution.wordpress.com/startseite/
https://mylifeinprostitution.wordpress.com/ueber-diesen-blog/

Auszug:

Was führt einen Menschen in die Prostitution? Kann sie wirklich freiwillig von statten gehen? Was fühlt jemand, der sich prostituiert? In welchem Ausmaß empfindet ein solcher Mensch eigentlich Gefühle wie Ekel, Wut oder Angst? Was bleibt am Ende übrig?

Fragen über Fragen, mit denen ich mich seit meinem Ausstieg vor 3 Jahren auseinandersetze. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, wie ich überhaupt in die Prostitution hineinrutschen konnte und noch länger habe ich gebraucht um zu verstehen, wie Menschen wie ich in der Lage sind, diese Art von Leid (z.B. Geschlechtsverkehr mit alkoholisierten und aggressiven Menschen) auszuhalten und dauerhaft zu ertragen. Wissenschaftliche Arbeiten und Studien aus der Traumaforschung über Vorgänge im menschlichen Gehirn in bestimmten Situationen haben mir bei der Verständnisfindung meiner eigenen Lage und der vieler anderer Frauen sehr geholfen.

Um Dinge zusammen mit der Masse verändern zu können, braucht es allerdings Verständnis der Menschen für die Problematik eines Themas und dazu ist Aufklärung nötig. Dazu möchte ich beitragen; das Vorantreiben der Aufklärung in diesem Bereich ist der Grund, warum ich an die Öffentlichkeit gehe.“

Weiter schreibt sie in ihrem Blog:

6 Jahre habe ich also am eigenen Leib erlebt und von anderen Frauen in zahllosen, erschütternden und verstörenden Gesprächen erfahren, was diese Art von Dienstleistung in einem Menschen auslöst. Was durch sie im Menschen zerstört wird. Nicht nur die Würde, sondern das Menschsein wird einem entzogen.

Wie bereits andere Aussteigerinnen vor mir, kann und will auch ich nicht mehr zu den Missständen in unserer Gesellschaft schweigen. Denn Schweigen bedeutet zusehen. Und zusehen bedeutet mitverantworten, wie tagtäglich tausende von Menschen in der Prostitution ihrem Selbstwert und ihrer Würde beraubt werden. Die immer wieder auftauchenden Berichte vor allem von Sexarbeiterinnen, die mit ihren Beiträgen die Prostitution verherrlichen und sie in ein gutes Licht zu rücken versuchen während sie der absoluten Minderheit angehören, diese Tatsache aber leider viel zu selten an die Öffentlichkeit dringt, machen mich sehr nachdenklich.

Das Traurige, was ich aus meiner Zeit im Milieu leider mitnehme ist, dass in all den Jahren, in denen ich gearbeitet habe, die überwiegende Zahl der Männer das Leid und Unbehagen der Frauen gesehen, ignoriert und den sexuellen Akt fortgesetzt hat. Wie Tiere sind sie über mich und die anderen Frauen hergefallen. Ohne Respekt, ohne Achtung, ohne WÜRDE.“

Die meisten Menschen wissen überhaupt nicht, was da in unseren deutschen Bordellen geschieht, wie viele Frauen täglich vergewaltigt werden u. keiner sieht hin.

Nochmal zur Erinnerung:

Das EU-Parlament hat 2014 Prostitution als Verletzung der Menschenwürde eingestuft.
http://www.emma.de/artikel/eine-klare-botschaft-fuer-das-21-jahrhundert-316553

http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/20140221IPR36644/Die-Freier-bestrafen-nicht-die-Prostituierten-fordert-das-Parlament

Auszug:

Die Abgeordneten betonen, dass nicht nur Zwangsprostitution, sondern auch freiwillige sexuelle Dienstleistungen gegen Bezahlung die Menschenrechte und die Würde des Menschen verletzen. Es sieht Prostitution als eine Verletzung der Menschenrechte und als eine Form von Gewalt gegen Frauen. Es kriminalisiert diejenigen, die für Sex bezahlen, und nicht die, die ihn verkaufen. Die Abgeordneten rufen die Mitgliedstaaten dazu auf, dem nordischen Modell zu folgen.“

Prostitution ist eine Menschenrechtsverletzung.

Prostitution ist Gewalt gegen Frauen.
Prostitution verletzt die Würde der Frauen.

Aus diesem Grund rufe ich euch auf selbst aktiv zu werden.

So wie es in Frankfurt geschehen ist.
Wir müssen aufklären, informieren.

Ja, müssen. Denn es kann nicht sein, dass in unserem Land Frauen jeden Tag gegen ihren Willen in deutschen Bordellen vergewaltigt werden. Und dabei verdient auch noch unsere Regierung dran. „Vergnügungssteuer“ u. was nicht alles.

Informationen gibt es reichlich, z.B. in meinem Blog:

http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/category/4

Die EMMA schreibt seit den 80igern drüber:

http://www.emma.de/thema/emma-appell-gegen-prostitution-111249
http://www.emma.de/thema/prostitution-der-ueberblick-317533

Bündnisse die Prostituierte schützen wollen:

http://sisters-ev.de/
https://stop-sexkauf.org/
http://www.solwodi.de/931.0.html

Prostituierte die überlebten u. ausgestiegen sind:

http://www.spaceintl.org/

Trauma u. Prostitution:

http://www.trauma-and-prostitution.eu/

Gebt die Infos weiter, verteilt sie bei facebook, in euren Netzwerken.

Wir können etwas bewegen! :-)

Zum Wochenende gibt’s wieder leichte Kost. :-)

Great Spooted Woodspecker Nest (tolle Aufnahmen!)

https://www.youtube.com/watch?v=LC5N292iIAI

Middle Spotted Woodspecker

https://www.youtube.com/watch?v=UfuFDOLAVAk

Great Spotted Woodspecker at nest

https://www.youtube.com/watch?v=FHolMV93Ya8

Passt gut auf euch auf!

Liebe Grüße
Violine

27.07.2017 um 19:36 Uhr

Israel ist für Prostituiertenschutz

Hallo Ihr Lieben!

Na, es wird ja immer besser. :-)

Noch ein Land!! Jetzt entscheidet sich auch das israelische Parlament dafür Prostituierte zu schützen u. Freier zur Verantwortung zu ziehen. Es kommt Bewegung hinein. Klasse! :-)

Ein Großteil von Deutschlands PolitikerInnen ist ja leider immer noch davon überzeugt dass Frauen verkauft werden dürfen um Männerwünsche zu befriedigen. Deshalb wurde der Handel mit der „Ware Frau“ legalisiert u. gefördert. Inzwischen verdient der Staat an diesem Frauenmarkt Millionen an Steuergeldern.

Zum Glück für Frauen sehen Norwegen, Island, Irland, Nordirland, Frankreich und Kanada den Kauf von Menschen für Sex als eine Straftat an. Nun also auch Israel! Das einzige demokratische Land im Nahen Osten. Toll!

http://www.emma.de/artikel/israel-knesset-fuer-freierbestrafung-334661

Auszug:

Ein überparteiliches Frauenbündnis, darunter die Liberale Aliza Lavie (Foto), hat das Gesetz für ein Sexkaufverbot eingebracht. Die Zustimmung ist überwältigend. Deutschland mit seiner Pro-Prostitutions-Haltung wird immer einsamer.

Es war ein „historischer Moment“, sagt die Knesset-Abgeordnete Aliza Lavie. Denn es passiert selten, dass sich im israelischen Parlament die Parteien einig sind – oft trennen sie bekanntlich Welten. In dieser Frage jedoch stimmten sie alle dafür: Männer, die Frauen kaufen, sollen künftig bestraft werden! Und: Frauen und Männer in der Prostitution sollen beim Ausstieg unterstützt werden. Eine Überraschung war die Entscheidung der Knesset in erster Lesung allerdings nicht. Denn die beiden Gesetzentwürfe – der eine für die Freierbestrafung, der andere für die Ausstiegsprogramme – wurden von einer parteiübergreifenden Politikerinnen-Allianz aus Regierungsparteien und Opposition eingebracht. Seit zehn Jahren hatten die Politikerinnen Überzeugungsarbeit geleistet, um das so genannte Nordische Modell auch in Israel durchzusetzen.

Das Gesetz wird dazu beitragen, die Nachfrage zu reduzieren, denn sie ist es, die diese ganze Industrie antreibt. Es wird außerdem helfen, die vielen Frauen und Männer, die aus der Prostitution aussteigen wollen oder ausgestiegen sind, wieder in die Gesellschaft zu integrieren“, sagt Aliza Lavie, die auch Sprecherin des Knesset-Komitees zur Bekämpfung von Menschenhandel und Prostitution ist. Geht es nach ihrem Entwurf, sollen Freier entweder eine Geldstrafe bekommen oder zum Besuch eines Kurses auf der so genannten „John’s School“ verdonnert werden (John = der englische Slang-Ausdruck für Freier).“

Ja, Freier müssen wirklich erst (neu) lernen, was es bedeutet Frauen mit Respekt zu behandeln, sie als Menschen wahrzunehmen. In einschlägigen Freierforen herrscht eine Frauenverachtung der übelsten Art. Diese Männer sind unsere Nachbarn, Freunde, Kollegen, Partner etc. Sobald sie sich entscheiden eine Frau zu kaufen für ihre persönliche Triebabfuhr, verlieren sie ihre Menschlichkeit u. wollen Macht ausüben. Denn sie haben ja bezahlt...

Ein aufschlussreicher Bericht über diese Machtverhältnisse:

http://www.emma.de/artikel/nora-bossong-uber-prostitution-334381

Auszug:

„Für ihr Buch hat die Schriftstellerin Nora Bossong sich in die reale Welt des Rotlichts begeben. Ein Jahr lang war sie unterwegs: in Table-Dance-Bars und Swinger Clubs, auf dem Straßenstrich und im Laufhaus. Ihr Fazit: Aus ihrem vormals „offenen Blick auf Sexarbeit“ ist „tiefe Verstörung“ geworden. Das Prinzip: „Wenn ich dafür zahle, habe ich auch die Macht hat sich schon in der Table-Dance-Bar gezeigt. Dabei ist das ja noch ein vergleichsweise harmloser Ort. Da wedelt ein junger Mann mit einem Schein vor einer Tänzerin herum wie vor einem dressierten Hund und meint, sich über die Regel hinwegsetzen zu dürfen, dass er die Frau nicht anfassen darf.

Viele Freier haben offensichtlich die Vorstellung, dass die Gesellschaft dafür zuständig ist, dass ihnen ein Körper zur Befriedigung ihrer Lüste zur Verfügung gestellt wird. Und mich hat überrascht, dass diese Vorstellung so tief sitzt. Die ist wie festbetoniert.“

Hier noch mehr Lesenswertes:

http://www.emma.de/artikel/freierbestrafung-frankreich-sextourismus-deutschland-332441
http://www.emma.de/artikel/irland-beschliesst-sexkaufverbot-334141
http://www.emma.de/artikel/eine-klare-botschaft-fuer-das-21-jahrhundert-316553
http://www.emma.de/artikel/schwedischer-weg-deutscher-irrweg-316663
http://www.emma.de/thema/prostitution-der-ueberblick-317533
http://www.emma.de/artikel/meine-sieben-tage-im-puff-308878

Für alle, die nicht wissen, dass Prostitution „Gewalt gegen Frauen“ bedeutet. Hier nochmal zur Erinnerung: 1995 hat die UN-Weltfrauenkonferenz die Menschenrechtsverletzung „Gewalt gegen Frauen“ definiert. Dazu gehört selbstverständlich auch der Frauenhandel.

Hier nachzulesen:

http://www.un.org/Depts/german/conf/beijing/anh_2_4.html

Auszug:

„(UN-Weltfrauenkonferenz 1995: Punkte 118 u. 122, Ziel D3 130b) Frauenhandel „begünstigt u. verstärkt Gewalt gegen Frauen“ u. macht eine Gleichstellung unmöglich (die Frau als Sexobjekt), weshalb die Abschaffung des Frauenhandels über kurz oder lang Ziel aller Menschenrechtskonventionen ist. Der „breite Konsenz“ ist die Geschlechtergerechtigkeit. Eine Gesellschaft, die Frauen als „käufliche Ware“ wahrnimmt duldet die Entwürdigung, Herabsetzung und Diskriminierung eines ganzen Geschlechts zum Sexobjekt.

Mehr gibt’s im Grunde nicht zu sagen.

Und noch ein Land mehr, was sich gegen Gewalt und für den Schutz der Frauen ausspricht. Gratulation Israel! :-)

Zum Wochenende wieder ein wenig leichte Kost. :-)

Gartenrotschwanz mit Gesang

https://www.youtube.com/watch?v=mClWNgDIzBc

Eurasian Oystercatcher with chicks

https://www.youtube.com/watch?v=FG60C8XOStE

Common Whitethroat singing

https://www.youtube.com/watch?v=6FRZpMFiWzg

Lasst es euch gut gehen

und liebe Grüße
Violine

13.07.2017 um 15:38 Uhr

Solidarität mit Prostituierten

Hallo Ihr Lieben!

Seit Juli ist das neue Prostitutionsschutzgesetz in Kraft.

Schutz ist ein Witz, weil es kaum eine Frau schützt.
Aber es ist ein erster Versuch…

Die Ex-Prostituierte Huschke Mau hat auf ihrer neuen Webseite ein Statement abgegeben, was es bedeutet solidarisch mit Prostituierten zu sein.

Da sie viele Jahre das ganze Elend am eigenen Leib erfahren hat, ist sie ‚Fachfrau‘. Kennt sich aus mit Zuhältern, Bordellbetreibern u. Freiern.

Deshalb gibt es heute etwas mehr zu lesen aus einem Text von ihr. Denn ich weiß nicht, ob ihr euch die Zeit nehmen werdet ihren Text komplett zu lesen auf der verlinkten Seite.

Ich würde mich freuen, wenn ihr den ganzen Artikel auf ihrem Blog in Ruhe lesen würdet. Denn es lohnt sich um besser zu verstehen. Ihr ganzer Blog ist lesenswert. ;-)

https://huschkemau.de/2017/02/20/was-bedeutet-solidaritaet-mit-prostituierten/

Auszug:

„Dieser Text ist zuerst bei den Störenfriedas (hier) und in der Huffington Post (hier) erschienen.

Seit Tagen treibt mich die Frage um, wie ich ausdrücken kann, was für mich Solidarität mit Prostituierten ist. Der Grund dafür ist das Prostituiertenschutzgesetz, welches diesen Sommer kommt, und die darin enthaltene Anmeldepflicht.

Ich sage das gleich am Anfang: sollte ich jemals wieder anschaffen müssen, weil ich in einer Notlage bin, die jetzt noch nicht abzusehen ist, werde ich mich nicht anmelden. Eher hack ich mir die rechte Hand ab als das das zu tun. Ich habe mich für die Forderung nach einer Anmeldepflicht (ebenso wie für die Beratungs- und Kondompflicht) ausgesprochen, weil die Einführung des Nordischen Modells mit seiner Freierbestrafung in Deutschland leider noch nicht ernsthaft zur Debatte stand und steht, wiewohl ich mir das auch wünschen würde, und weil die Anmeldepflicht für die ausländischen Prostituierten, die aus den Armenhäusern Europas kommen und hier anschaffen (müssen), und die mittlerweile 70 – 90% aller Prostituierten ausmachen, eine Verbesserung ihres Status´ im Vergleich zu ihrem Status jetzt bedeutet.

Ich verstehe viele Forderungen deutscher Prostituierter, auch wenn sie sich „Sexarbeiterinnen“ nennen – z.B. die Forderung danach, vom Staat in Ruhe gelassen zu werden. Ich hätte sie auch gestellt. In einer Situation, die für die meisten prostituierten Frauen bedeutet, eben keine andere Wahl zu haben als sich zu prostituieren, gibt es nichts verständlicheres als den Wunsch, wenigstens vom Staat, der einen in den meisten Fällen hat hängen lassen (fehlendes Eingreifen bei Kindesmissbrauch, fehlende Therapien für Opfer sexueller Gewalt, fehlende Verurteilungen bei Vergewaltigungen, nachlässige Strafverfolgung bei häuslicher Gewalt, Zwangsprostitution, Missbrauch, Nötigung etc., finanzielle Abstrafung von Frauen, die sich von ihren Männer trennen, soziale und finanzielle Runterstufung Alleinerziehender usw.) in dieser Scheißsituation nicht auch noch mit repressivem Mist belästigt zu werden.“

Und weiter aus dem o.g. Artikel von Huschke Mau:

„Ich erinnere mich an eine Szene im Wohnungsbordell: wie wir Besuch von der Polizei hatten, die in der Küche saß, unsere Ausweise kontrollierte und uns mitteilte, wir müssten darauf Steuern zahlen. Das, während wir, in Dessous und völlig abgemagert, meine Kollegin mit blauen Flecken am Bauch (die der Bordellchef hinterlassen hatte), ich 19-jährig und von einem Polizisten in die Prostitution geleitet und angelernt (heute weiß ich, dass das des Alters wegen routinemäßig unter den Straftatbestand Menschenhandel fällt), zwischen den zwei riesigen Kampfhunden des Bordellchefs und neben dem Wirtschafter, der uns kontrollierte, stehend, völlig fassungslos waren.

Als ich das zweite Mal Besuch hatte, diesmal vom Landeskriminalamt, wollte man von mir wissen, ob mit den Filmaufnahmen im Bordell (im Flur und, wie ich später erfahren habe, auch auf den Zimmern) vom Bordellchef etwa Freier erpresst worden seien. Auf den Gedanken, dass die Kameras da waren um uns zu kontrollieren (nämlich auf die Anzahl der Freier) und uns zu erpressen (nämlich mit ohne unser Wissen aufgenommenen Filmaufnahmen der Aktivitäten auf den Zimmern), darauf kam man scheinbar nicht oder tat es als nicht relevant ab.

Das ist, was den deutschen Staat interessiert. Die Steuern und das alles glatt läuft. Er fragt nicht: bist Du freiwillig hier? Brauchst Du Hilfe? Möchtest Du mal ohne diesen Schrank von Typen neben Dir mit uns reden? Möchtest Du hier raus, und wenn ja, was brauchst Du dazu?

Dieser Staat ist patriarchal, und wenn er betroffene Frauen weiter sexuell und finanziell ausbeuten kann, dann wird er das tun. Wunderschön sehen kann man das daran, dass er die Anmeldepflicht jetzt dafür nutzt, jede Anmeldung sofort an das Finanzamt weiterzuleiten, um sich seinen Teil des Kuchens zu sichern.

Das kommende Prostituiertenschutzgesetz, das seinen Namen nicht verdient, kann nichts, kann nie und wird nichts weiter sein als eine Zwischenlösung. Es war das, was wir kriegen konnten. Hätten wir nicht gekämpft, wäre es noch schlimmer, noch betreiberfreundlicher, noch freierfreundlicher, noch zuhälterfreundlicher ausgefallen. Aber es darf nicht das Letzte sein, was wir erkämpft haben, es darf nicht das Letzte bleiben… „

Wie gesagt, lest bitte den gesamten Text.

Wer Prostituierten helfen will, der erneute Hinweis auf SISERS e.V.

SISTERS für den Ausstieg aus der Prostitution
http://sisters-ev.de/

Die vor etwa einer Woche mit der Aktion #RotlichtAus in Stuttgart auf der Straße waren mit einer Kunstperformance. Hier geht’s zum Video:

https://www.youtube.com/watch?v=5-Sxg4lGJAE&feature=youtu.be

Die UnterstützerInnen von #RotlichtAus:

http://rotlichtaus.de/unterstuetzerinnen-galerie/

Weshalb schreibe ich schon wieder über Prostituierte mögt ihr euch fragen? Nun, das hat den simplen Grund, weil sie kaum oder gar keine Hilfe u. Solidarität durch unsere Gesellschaft erhalten.

Die furchtbare Not dieser Frauen nehmen nur Wenige wahr. Ist doch alles toll u. spaßig. Nein, das ist es nicht! Wir dulden in unserem Land tägliche Frauenverachtung u. Erniedrigung, legitimiert durch die damals Rot-Grüne Regierung. Vom Frauenhass der Freier will ich erst gar nicht beginnen.

Jeder Freier fördert Frauenunterdrückung. Und nein, es gibt nicht mehr Vergewaltigungen wenn man die Prostitution abschafft. Das ist eine Lüge. Es ist umgekehrt: Sobald ein Land Prostitution legitimiert nimmt die Gewalt gegen Frauen zu.

Nochmal zur Erinnerung: Solange es Prostitution gibt, wird es keine Geschlechtergerechtigkeit geben. Denn Prostitution ist durch u. durch patriarchal.

Es gibt noch reichlich zu tun. Deshalb könnt ihr helfen, indem ihr SISTERS e.V. unterstützt http://sisters-ev.de/ und/oder an deren Kampagne mit den Landesfrauenrat Baden-Württemberg teilnehmt, sie weiter verteilt u. verbreitet. http://rotlichtaus.de/#kampagne

Zum Wochenende wieder leichtere Kost. :-)

Eichhörnchen Kinder

https://www.youtube.com/watch?v=zpB5F_lP2X0

Save our beautiful nature (Monarch Falter)

https://www.youtube.com/watch?v=qgyOB4-Eihg

Liebe Sommergrüße

Violine

15.06.2017 um 16:36 Uhr

Bezahlte Vergewaltigung vs Happy Sexwörk

Hallo Ihr Lieben!

Mag sein, dass andere gerne etwas schön reden.

Ich gehöre eher nicht zu diesen Menschen.
Realitätsferne u. Augenwischerei ist nicht so mein Ding. ;-)

Deshalb kleine Warnung an alle Zartbeseiteten.

Wir tauchen hinein in die brutale Welt der Prostitution.
Dort gibt es leider nichts Schönes...

Sicher kennt ihr inzwischen die Störenfriedas, die sich, ebenso wie die EMMAs, nicht den Mund verbieten lassen u. die Dinge beim Namen nennen.

In diesem Fall geht es um eine Positionierung der Gruppe „Feminismus im Pott“ zur Prostitution. Lest selber u. ihr wisst worum es, leider mal wieder geht:

https://diestoerenfriedas.de/feminismus-im-eimer-die-happy-sexwork-luege-und-feminismus-der-keiner-ist/

Auszug:

„Die Störenfriedas, heißt es oft, sind immer so dagegen. Das stimmt. Wir sind gegen vieles. Uns gibt es, weil wir laut und hörbar eine gegenteilige Meinung vertreten wollen, weil wir genug davon haben, dass Feminismus zu einem Lifestyle wird, dass Frauen aufhören, weniger als die Freiheit für sich zu fordern, auch wenn das bedeutet, uralte Privilegien anzugreifen und richtig unbequem zu sein. Feminismus, der bequem ist, der Beifall bekommt aus der Mitte einer Gesellschaft, die ihre patriarchalen Grundlagen weder erkennt noch reflektiert, ist kein Feminismus, aber der Widerspruch fällt den wenigsten auf, und auch das nicht aus Zufall. Wer „anschlussfähigen“ Feminismus betreibt, wird gerne als Feigenblatt genommen und bekommt Öffentlichkeit. Wer Bullshit anprangert, wird angegriffen. In erstere Kategorie fällt die Positionierung zur Sexarbeit des feministischen Kollektivs „Feminismus im Pott“.

Woran liegt das? Warum gelingt es uns, eingefleischte Puffgänger davon zu überzeugen, dass es für eine verkommene Menschlichkeit steht, sich im Puff eine 20jährige Rumänin zu kaufen und diese für Geld zu vergewaltigen, wir aber bei jenen, die doch eigentlich wie wir antreten, das Leben für Frauen besser zu machen, immer wieder scheitern? Was ist das? Internalisierter Selbsthass? Die Ignoranz der Privilegierten? Das völlige Fehlen von Empathie? Oder einfach die Folge von Gehirnwäsche?

Da sind wir auch gleich am Kernpunkt der ganzen Happy-Sexwörk-Maschinerie: Wer unsichtbar macht, was Frauen in der Prostitution erleiden, der kann erreichen, dass aus einer bezahlten Vergewaltigung eine Dienstleistung wird und aus Zuhältern Wirtschafter, aus Bordellbetreibern und Menschenhändler Unternehmer und aus Freiern einfache Kunden.“

Und weiter aus o.g. Artikel der Störenfriedas:

„Wenn Feminismus dafür eintritt, dass eine solche Haltung gesellschaftlich akzeptiert ist, dann ist dieser Feminismus im Eimer. Es ist ein Feminismus, der Frauen darauf vorbereitet, sich in den Begebenheiten einzurichten, sich mit ihrer Unterdrückung und Ausbeutung und der ihrer Geschlechtsgenossinnen abzufinden, der Begriffe euphemisisert, um sie anschlussfähig und das Elend, das Leid und die Gewalt unsichtbar zu machen. Es ist ein Feminismus, der sich in den Dienst der Unterdrückung stellt. Neu ist daran gar nichts, auch nicht revolutionär und mit Feminismus hat das nichts zu tun, vielmehr mit der Kapitulation des eigenen Verstands und des eigenen Herzens vor dem Druck der Geld- und Machtinteressen anderer.

Eine Bemerkung zum Schluss: Die Gegnerinnen der Prostitution „Neoabolitionistinnen“ zu nennen, ein Begriff, in dem der „Neofaschismus“ oder der „Neonazi“ mitschwingt, zeigt, wie weit man bereit ist, im Namen dieser Interessen zu gehen. Nur um das deutlich zu machen: Hier geht es nicht um Selbstbestimmung oder Freiheit. Hier geht es um das Recht einiger weniger, andere Menschen, deren Intimstes, zu verkaufen und davon zu profitieren, um Profit mit der Entmenschlichung von Frauen. Ist das noch Feminismus oder kann das weg?

Immer u. immer wieder stellen einzelne Grüppchen die extreme Gewalt in der Prostitution als lustiges Spielchen dar. Verharmlosen Gewalt u. Menschenverachtung u. sprechen von Glück u. Freiheit.

Freiheit bedeutet immer, dass Frau eine Wahl hat. Die haben aber Frauen nicht, die aus schlimmster Geldnot „genötigt“ sind sich zu prostituieren oder gleich mit Gewalt dazu gezwungen werden. Die wenigsten Frauen wählen Prostitution als „Job“. Da liegen die Zahlen im Schnitt im fünf Prozent Raum. Alle anderen Frauen hatten nie eine Wahl.

Männer bezahlen um frei über einen Frauenkörper verfügen zu können. Das nennt die Europäische Kommission eine „Menschenrechtsverletzung u. Gewalt an Frauen“.

Und wenn die Frau sagt, sie will nicht mehr, macht der Freier weiter. Denn er hat ja bezahlt.

Jeder Mann, jede Frau, die Prostitution befürwortet, ja sie schön redet u. daraus ein Fröhliches Happiness macht unterstützt Gewalt, Frauenverachtung u. Frauenhass.

Auch die Ex-Prostituierte Huschke Mau hat zu dem Artikel Stellung bezogen. Immerhin hat sie viele Jahre als „Freiwillige“ all das Leid erlebt, die Gewalt am eigenen Körper ertragen müssen.

Lest ihren Artikel, den sie auf ihrer neuen Webseite vorstellt:

https://huschkemau.de/2017/06/10/zum-sexarbeits-positionspapier-von-feminismus-im-pott/

Auszug:

„Feminismus im Pott haben ein Positionspapier zu „Sexarbeit“ herausgegeben, zu dem ich gerne was sagen würde:

Late to the show, aber ich möchte als Betroffene auch gern meinen Senf dazugeben. In diesem Bericht wurde ganz klar ein „hatefuck“, eine Vergewaltigung, beschrieben. Sowas wird von euch einfach als „Schockposting“, mit dem ihr euch ja nicht auseinandersetzen müsst, beiseitegewischt. Warum eigentlich? Das ist genau das, was in der Prostitution geschieht. Ganz knallhart gesagt, die Prostituierte wird das nicht mal anzeigen können, schließlich war ja Sex gegen Geld ausgemacht, und dann ist er halt ein bisschen gröber ausgefallen als ausgemacht, was solls? So werden Polizei und Behörden darauf reagieren. Warum? Weil sie Prostitution an sich nicht als Gewalt definieren. Die meisten Prostituierten tun das aber. Die Mehrheit der Prostituierten leidet an Traumafolgestörungen. Das negiert ihr halt, indem ihr Prostitution „Sexarbeit“ nennt. Was da gepostet wurde, war kein Einzelfall, das ist ganz normaler Alltag für uns Prostituierte. Wie könnt ihr gleichzeitig sagen, ihr solidarisiert euch mit uns und andererseits wollt ihr euch nicht anschauen, was Prostitution eigentlich ist? Lest doch mal in den Freierforen nach, was „Sex gegen Geld“ wirklich bedeutet. Und fragt euch dann mal, ob „bezahlter Missbrauch“ nicht eine viel bessere Bezeichnung wäre.

Was ist denn Freierdenke? Freierdenke ist, wenn ich sage, ich hab bezahlt, sie hat ja gesagt, damit kann mir egal sein, ob sie das freiwillig macht oder nicht, ob sie es mag oder nicht. Freierdenke ist, wenn ich sage, ich habe Lust auf Sex, ich kaufe mir jetzt jemanden, der mitmacht, dann lebe ich meinen Sex aus wie ich auf einem Schachbrett halt ein bisschen Schach spiele und meine Figuren tanzen lasse. Ist das eine Denke, deren weitere Verbreitung wir fördern wollen? Ich finde nicht.

Freier sind Täter. Und sie sorgen für die Nachfrage. Die Lösung ist, diese zu verringern. Indem man sagt, was Freier tun und sie dafür zur Verantwortung zieht. Mit der Freierbestrafung, das wissen wir aus Schweden, sinkt der Menschenhandel. Sinkt die Gewalt gegen Frauen nicht nur in der Prostitution.

Das ist für mich das wichtigere Feld des Kampfes, und nicht, dass ich bitte möchte dass mein Missbrauch als Arbeit definiert wird.“

Ich will hier keine Freierforen verlinken. Aber die sprechen für die Haltung der Männer, die Frauen prostituieren. Pure Frauenverachtung. Und das sind Ehemänner, Partner, Freunde, Kollegen, Nachbarn...

Eigentlich war ich der Meinung, dass „Verabreden zu einer Gewalttat“ eine Straftat ist, hm... Immerhin reden die Freier ja die ganze Zeit darüber in diesen Foren, was sie den Frauen angetan haben - gegen deren Willen - u. noch antun wollen.

Traumafolgestörungen u. bezahlter „Missbrauch“.

Entmenschlichung. Ausbeutung. Unterdrückung.
All das „feministisch“ ummänteln u. verharmlosen?!

Geht' s noch?!

Das ist Verrat an den Frauen, die schreckliche Not leiden.

Danke an die Störenfriedas u. Huschke Mau für ihr klares Statement!!

Ich will euch nochmal an Sisters e.V. erinnern. Die sich stark machen für Prostituierte, um ihnen heraus zu helfen aus der Gewalt der Prostitution. Sie gucken hin, sie leisten Großartiges.

http://sisters-ev.de/

Und natürlich auch Solwodi:

http://www.solwodi.de/148.0.html?&L=1

Zum Wochenende ein wenig 'rosige' Kost :-)

The rose garden of Kayoichou Park, Japan

https://www.youtube.com/watch?v=cF1eh1sfXmo

Liebe Grüße

Violine

30.03.2017 um 16:55 Uhr

Einblicke einer Prostituierten

Hallo Ihr Lieben!

Wieder eine spricht von ihrem Überleben.

Mein ehrlicher Respekt für jede Frau die diesen Mut aufbringt! :-)

Neulich machte mich eine Bekannte auf den Blog einer ehemaligen Prostituierten aufmerksam. Es gehört eine Menge Mut dazu über das eigene Leben zu schreiben. Erst recht wenn es voller Gewalt war.

Leider herrscht in unserer Gesellschaft, ganz besonders in unserem Land immer noch die Meinung vor, dass Frauen dazu da sind Männer auf jede erdenkliche Weise zu befriedigen. Deshalb ist Prostitution in Deutschland legalisiert worden.

Welche schrecklichen Folgen das hat, interessiert kaum jemanden. Zum Glück haben inzwischen auch TraumatherapeutInnen laut ihre Stimme erhoben gegen diese Ignoranz. Denn bei ihnen landen viele der gebrochenen, zutiefst verletzten u. extrem traumatisierten Frauen.

Prostitution zerstört Frauen.

Lest selber, was diese mutige Frau schreibt:

https://mylifeinprostitution.wordpress.com/ueber-diesen-blog/

Auszug:

Das älteste Gewerbe der Welt. Was verbirgt sich wirklich dahinter? Was führt einen Menschen in die Prostitution? Kann sie wirklich freiwillig von statten gehen? Was fühlt jemand, der sich prostituiert? In welchem Ausmaß empfindet ein solcher Mensch eigentlich Gefühle wie Ekel, Wut oder Angst? Was bleibt am Ende übrig?

Fragen über Fragen, mit denen ich mich seit meinem Ausstieg vor 3 Jahren auseinandersetze. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, wie ich überhaupt in die Prostitution hineinrutschen konnte und noch länger habe ich gebraucht um zu verstehen, wie Menschen wie ich in der Lage sind, diese Art von Leid (z.B. Geschlechtsverkehr mit alkoholisierten und aggressiven Menschen) auszuhalten und dauerhaft zu ertragen. Wissenschaftliche Arbeiten und Studien aus der Traumaforschung über Vorgänge im menschlichen Gehirn in bestimmten Situationen haben mir bei der Verständnisfindung meiner eigenen Lage und der vieler anderer Frauen sehr geholfen.“

Und weiter unten schreibt sie:

„Einen wichtigen Punkt möchte ich dennoch ansprechen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Prostitution die Folge eines Traumas (in der Vergangenheit) ist und dieses Trauma setzt sich innerhalb der Prostitution fort, die Menschen traumatisieren sich durch die Ausübung der Prostitution weiter. Hierzu verweise ich auf einen sehr lesenswerten Vortrag von Frau Dr. Ingeborg Kraus, Dipl.- Psych., Psychologische Psychotherapeutin: Trauma als Vorraussetzung für und Folge der Prostitution. Sehr interessant sind auch die Ausführungen über die Funktionen des Gehirns. Sie erklären, was im Gehirn passiert und wie der Mensch somit diese Art von Stress, ständig mit fremden Menschen bezahlten Geschlechtsverkehr auszuüben, aushalten kann.“

Genau diesen Vortrag: „Trauma als Voraussetzung für und Folge der Prostitution“ von Frau Dr. Ingeborg Kraus, anlässlich einer Fachtagung könnt ihr hier finden:

http://www.trauma-and-prostitution.eu/2016/02/17/trauma-als-voraussetzung-fuer-und-folge-der-prostituierung/

Auszug:

„In der Tat, 100 Jahre lang wurde auf den Hochschulen die falsche These verbreitet, die darauf aufgebaut war, die sexuelle Gewalt zu verleugnen und die Umkehrung der Opfer (Anm. d.Red.: Frauen) in triebgesteuerte Wesen zu vermitteln, um die Täter zu schützen.

Hier sehe ich eine/die Parallele zur heutigen Diskussion um das Thema Prostitution. Frühe Traumata der Frauen werden verleugnet, und ihnen wird unterstellt, sich prostituieren zu wollen. Also wieder ein: „Die wollen das doch“.

All das um ein ganz stark tabuisiertes Thema zu schützen, und zwar die männliche Sexualität und das widerspruchslos zugestandene Recht auf uneingeschränkte Entfaltung derselben. Also, in diesen ganzen politischen Diskussionen ging es m.E.  in den letzten zwei Jahren zu keinem Zeitpunkt um die Frauen. Es ging darum, die sexuelle Lust des Mannes zu schützen.

Stellen sie sich mal vor, man hat zwei Jahre lang intensiv darüber diskutiert, ob es eine Kondompflicht geben soll oder nicht.  Also, wenn so etwas in der Medizin passieren würde, also ein Transfer von Körperflüssigkeiten, die nicht auf Krankheiten überprüft sind: das wäre ein Fall für den Staatsanwalt. Ohne Spaß!“

Weiter schreibt sie:

„Wenn der damalige Lobbyismus nicht die Wissenschaft als Geisel genommen hätte, wenn Freud seine erste These nicht zurückgenommen hätte, würden wir heute ganz wo anders stehen, da bin ich mir ganz sicher. Über Generationen hätten die Hochschulen die Schüler über Gewalt gegen Frauen aufgeklärt und sensibilisiert.

Wenn man sich die Diskussion in der Politik und Gesellschaft anhört, stellt man fest, dass eine Kultur der Verleugnung allgegenwärtig ist und der Lobbyismus, so wie damals, zu Freuds Zeiten, weiterhin überall infiltriert ist:

Verleugnung der Gewalt gegen Frauen vor dem Eintritt in die Prostitution

-Verleugnung der psychischen und physischen Folgen der Prostitution
-Verleugnung der Gewalt in der Prostitution

-Verleugnung der Auswirkung von Prostitution auf die Gesellschaft, auf die Familie und die Beziehung zwischen Mann und Frau

Ich kann euch nur wärmstens empfehlen den kompletten Artikel/Vortrag zu lesen. Dr. Ingeborg Kraus, die in ihrer Praxis Prostituierte behandelt, zeigt deutlich auf, wie traumatisierend Prostitution für alle Frauen ist!

Es kann nicht oft genug gesagt werden:

Prostitution ist Gewalt und zerstört Leben!
Prostitution ist Menschenrechtsverletzung!
Prostitution ist legalisierte Vergewaltigung!
Prostitution ist pure Frauenverachtung!
...

Die Prostitutions Überlebende auf der anfangs genannten Seite schreibt auch über die abschäuliche Verachtung der Freier in den Freier-Foren. Darüber, wie sie Frauen wie Trophäen sammeln u. Schlimmeres.

Für Zartbeseitete: Mal ein paar Triggersternchen*** Die weiteren Zeilen könnten zerstörend sein, nur alleine vom Lesen. Prostituierte müssen dieses verbale Herabsetzung dann am eigenen Körper ertragen...

***Triggerwarnung****

https://mylifeinprostitution.wordpress.com/2017/03/17/mein-schon-gefickt-album/

Auszug:

„Gerade habe ich in einem Freierforum gelesen. Wieder in jenem, in welchem ich damals selbst bewertet worden bin als ob ich kein lebender, fühlender Mensch wäre(...) Eigentlich ist so ein Forum keine gute abendliche Lektüre um danach ruhig und entspannt schlafen zu können(...)

Jedenfalls habe ich gerade auf diesem Lusthaus-Freierforum das sogenannte  Mein-Schon-Gefickt-Album gefunden. Freier erstellen Alben darüber, mit welcher Prostituierten sie schon zugange waren. Mit Bildern und teilweise auch Berichten. Sie geben ihrem Album verschiedene Namen wie zum Beispiel „Schon Gefickt“, „Girls fucked“, „Arschgefickt“, „Eingelocht“, „Bumskontakte und To-Do-Liste“, usw…

Wie könnt ihr nur so stolz auf etwas so unehrenwertes, auf etwas so missbräuchliches sein? Wenn ihr Ego-Probleme habt, dann löst sie anders. Eine Prostituierte ist kein Pokal, mit dem man angibt und protzt. Sie ist ein MENSCH, auch wenn viele von euch das nicht wahrhaben wollen.“

Weitere Infos über Freier u. wie sie über Frauen reden:

https://stop-sexkauf.org/category/prostituierer-uber-frauen-in-der-prostitution/

Soweit mal zur Frauenverachtung der Freier. Das sind nicht etwa irgendwelche Gestörte, sondern unsere Nachbarn, Ehepartner, Freunde, Kollegen, Familienväter usw. Der ganz „normale“ deutsche Mann.

*** Triggerwarnung wieder aufgehoben***

Wer mehr über das Thema Prostitution lesen will:

https://stop-sexkauf.org/eine-seite/
https://banishea.wordpress.com/
http://abolition2014.blogspot.de/
http://sisters-ev.de/

Zum Wochenende nun wieder blumige Kost. :-)

Tokyo Japan Cherry Blossom

https://www.youtube.com/watch?v=RbzETGV5Sr8

Cherry Blossom blizzard of

Hirosaki Park, Japan
https://www.youtube.com/watch?v=60ILmXwvrNE

Euch ein frohbuntes Wochenende

und liebe Grüße
Violine

16.02.2017 um 17:41 Uhr

Die Freude ist riesig in Irland

Hallo Ihr Lieben!

Wieder ein Land mehr!

Glückliche Frauen in Irland. :-)
Es ist geschafft! Gratulation!

Irland hat, nach Kanada, Frankreich, Island, Nordirland, Norwegen u. Schweden das sogenannte Sexkaufverbot beschlossen.

Frauen sind nicht mehr käuflich. Ein Meilenstein im Kampf für Gleichheit. Denn die Ungleichheit der Geschlechter ist Voraussetzung für die Sexindustrie.

Ich freu mich mit den Vorkämpferinnen! :-)

http://www.emma.de/artikel/irland-beschliesst-sexkaufverbot-334141

Auszug:

Irland beschließt Sexkaufverbot! Jetzt bekommt auch Irland das Schwedische Modell. Mit überwältigender Mehrheit beschloss das Parlament: Freier werden künftig bestraft!

Nach Schweden, Norwegen, Island, Nordirland und Frankreich wird nun auch in Irland bestraft, wer einen Menschen für Sex bezahlt. Die Prostituierten hingegen werden völlig entkriminalisiert.

Die Freude ist riesig. „Es ist großartig in einem Land aufzuwachen, in dem ein Mann nicht länger für mich, für dich oder irgendeine andere Frau oder einen Mann bezahlen kann“, jubelte SPACE international. Die Organisation, in der ausgestiegene Prostituierte aus vielen Ländern gegen die Prostitution kämpfen, ist Mitglied der irischen „Turn Off the Red Light Campaign“.

Dieses Gesetz zwingt diejenigen, die für Sex bezahlen, sich mit den Konsequenzen ihres Handelns auseinanderzusetzen: Die Folgen für sie selbst, für ihre Familien und vor allem für den Menschen, die sie kaufen“, sagt Mia de Faoite, ehemalige Prostituierte und Aktivistin(...)

Von diesem Schritt ist Deutschland leider weit entfernt.“

Die Ex-Prostituierte Rachel Moran aus Irland erzählt wie das so ist mit der „freiwilligen u. selbstbestimmten„ Prostitution. Wirklich lesenswert!

http://www.emma.de/artikel/rachel-moran-die-wahrheit-ueber-prostitution-318583

Auszug:

Die heute 38-jährige Journalistin Rachel Moran prostituierte sich sieben Jahre lang: auf der Straße, im Bordell, als Escort-Girl. Sie hat es überlebt. Doch erst jetzt, viele Jahre später, schrieb sie die bittere Wahrheit auf. Das Buch räumt endgültig auf mit dem Mythos von der „freiwilligen, selbstbestimmten Prostitution“. Sie spricht vom Missbrauch der Täter wie der Scham der Opfer. Was das Buch so besonders und seine Lektüre so unverzichtbar macht, ist der Abgrund des Erlebten bei gleichzeitig hoher Reflektiertheit.“

Und mal ein Ausschnitt aus ihrem Buch „Was vom Menschen übrig bleibt“. Auch auf dem o.g. Artikel der EMMAs zu finden:

„Wir Frauen erzählten uns unsere Erlebnisse immer und immer wieder in der Sprache von Missbrauchsopfern. Wenn wir über die sexuellen Handlungen sprachen, die unseren Körpern aufgezwungen wurden, verwendeten wir Ausdrücke wie „abartig“, „abscheulich“, „ekelerregend“, „abstoßend“ und „widerlich“.

In Bezug auf besonders grausame ­Kunden benutzten wir für gewöhnlich Ausdrücke wie „Bastard“, „Drecksack“, „Dreckschwein“ und „dreckiges Tier“. Diese Wörter habe ich von zahllosen Frauen gehört. Doch in all dem anschaulichen Vokabular habe ich einen Ausdruck selten gehört, und zwar: Missbrauch. Und ich weiß auch, warum. Wir hatten von „Berufs“ wegen keinen Anspruch darauf, von Missbrauch zu sprechen.

Wenn man sich prostituiert, geschieht im Grunde Folgendes: Man willigt ein und akzeptiert ein Entgelt für den sexuellen Missbrauch am eigenen Körper. Man durchlebt all die negativen Gefühle, die mit sexuellem Missbrauch einhergehen, aber weil man eingewilligt hat, hat man sich praktisch selbst geknebelt. Man hat im wahrsten Sinne des Wortes sein Recht darauf verwirkt, seiner eigenen Sichtweise Ausdruck zu geben.“

Welche verheerenden Auswirkungen der beschönigt ausgedrückte „Sexkauf“ auf Frauen hat kann auch hier nachgelesen werden. Führende PsychotraumatologInnen weisen deutlich auf die dramatischen gesundheitlichen Folgen von Prostitution hin.

http://www.trauma-and-prostitution.eu/

Zum Glück gibt es EMMA, die seit Jahrzehnten FÜR die Frauen kämpft u. seit einiger Zeit auch SISTERS e.V., die konkret FÜR Prostituierte da ist: http://sisters-ev.de/

Auszug:

„In Zeiten, in denen der Staat versagt und Deutschland zur „europäischen Drehscheibe des Frauenhandels“ und zum Einreiseland für Sextouristen geworden ist, appellieren wir an Bürgerinnen und Bürger zu handeln. Wir wollen Prostituierten in Not sowie beim Ausstieg helfen. Wir wollen aufklären über die bittere Realität der Prostitution."

Ich freue mich sehr für die Frauen in Irland u. gratuliere!! :-)

Das mal zum Thema Prostitution....

Grundsätzlich ist es ja mit dem Frauenbild nicht so dolle bestellt. Dank gewisser Model Shows u. unsinniger Werbung ist das Selbstbild vieler junger Frauen leider sehr negativ beeinflusst worden. Die meisten definieren ihre Schönheit über Männer, bzw. über das, was ihnen die Medienwelt an Botschaften vermittelt, wie sie auszusehen u. sich zu geben haben. Sex sells gehört auch dazu.

Die Rollenbilder. Frau (oder Mann) muss so oder so aussehen.

Natürlich völliger Blödsinn.

Dazu passend (auch zum Thema Prostitution) habe ich, was die Selbstwahrnehmung von Frauen betrifft, diese Tage einen Werbefilm von Dove entdeckt, den Terre des Femmes auf ihrer Facebook Seite geteilt hat. Ist aus 2015. Sehenswert, wie ich finde. :-)

Sag ja zu deiner Schönheit“ Dove Video

https://www.youtube.com/watch?v=DS1kqfAIXbc

Auszug:

Sich schön zu fühlen, ist eine persönliche Entscheidung, die Frauen selbstbewusst für sich selber treffen können – jeden Tag aufs Neue. Der Kurzfilm von Dove „Sag Ja zu deiner Schönheit!“ wurde in 5 internationalen Städten gedreht (San Francisco, Shanghai, Delhi, London, São Paulo) und zeigt, wie Frauen auf der ganzen Welt über ihre eigene Schönheit denken. Mit der Aktion "Sag Ja zu deiner Schönheit!" wollen wir Frauen dazu aufrufen, Ja zu ihrer eigenen Schönheit zu sagen.“

Verblüffend nicht?! Schöne Frauen fühlen sich mittelmäßig...

Jeder Mensch/Du bist einzigartig! Steht zu eurem Aussehen!
Ihr seid wunderschön u. liebenswert!! :-)

Nun aber zum Wochenende wieder leichte Kost.

Einen schönen Tierfilm zum Entspannen.:-)

Eichhörnchen Momentaufnahmen fürs Herz

https://www.youtube.com/watch?v=AQOkLckVHsY

Euch ein fröhliches Wochenende

und liebe Grüße
Violine

26.01.2017 um 18:42 Uhr

Grundrechte oder Prostitution

Hallo Ihr Lieben!

Nachdem nun ein Sexist Präsident geworden ist sollten wir uns daran erinnern, was bei uns noch im Argen liegt. Gerne wird das aus den Augen verloren. Das wollen wir ja nicht. ;-)

Zur Erinnerung: Letztes Jahr wurde ein neues Prostitutions „Schutz“ Gesetz verabschiedet. Das mit dem Schutz ist wohl gut gemeint, aber wenn wir genauer hinsehen stellen wir fest, dass unser Grundgesetz sehr deutlich sagt, was Sache ist. Frau/man sollte annehmen das müsste ausreichen. Leider wird es untergraben. Zum Nachteil von Frauen.

Dazu möchte ich diesmal einen längeren Auszug eines Artikels von Abolition 2014 hier rein setzen. Manchmal ist das notwendig zum besseren Verständnis.

Bitte lest selber wieso:

http://abolition2014.blogspot.de/2016/11/der-staat-fordert-die-tatsachliche.html#more

Auszug aus dem Link:

Vielleicht haben wir etwas verpasst. Die momentan noch im Netz verfügbare Ausgabe des Grundgesetzes und meine eigene neue Ausgabe, von der ich dachte, sie sei gültig, enthalten als Artikel 3, Absatz 2, Satz 2 folgenden Passus:

„Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

 

An sich ziemlich klar.
Aber offenbar stellt dieser Satz keine verbindliche Rechtsnorm dar, oder er wurde in den letzten 15 Jahren durch folgenden ersetzt:

Der Staat trägt dazu bei, Nachteile bei Geschlechterasymmetrien zumindest teilweise zu kompensieren.


Das reicht offenbar als staatlicher Auftrag im Zusammenhang mit der extrem geschlechtsspezifischen Ausprägung der Prostitution. Es genügt, dazu beizutragen, Nachteile zumindest teilweise zu kompensieren.

Details dazu:
Die Begründung im Gesetzesentwurf für das neue Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen erkennt dann doch auf Seite 58 im Gesamtzusammenhang „VI. Gesetzesfolgen“ unter dem letzten Punkt „6. Weitere Gesetzesfolgen“:

Prostitution ist ein Wirtschaftsbereich, der in einem sehr hohen Maße durch Asymmetrien im Geschlechterverhältnis geprägt ist. Prostituierte sind zu einem weit überwiegenden Anteil weiblich; dies gilt sowohl für diejenigen Prostituierten, die ihre Tätigkeit weitgehend selbstbestimmt und freiwillig unter günstigen Rahmenbedingungen ausüben als auch für diejenigen Prostituierten, die fremdbestimmt, unter ausbeuterischen Umständen oder in besonders problematischen Segmenten der Prostitution tätig sind. Männliche Prostituierte bilden eine weitaus kleinere, aber ebenfalls nicht zu vernachlässigende Gruppe, die insgesamt weniger sichtbar ist. In nicht unerheblichem Umfang sind als Prostituierte auch transsexuelle, transgender, transidente oder intersexuelle Personen tätig, für die sich teilweise eigene Marktsegmente gebildet haben. Auf Seiten der Nachfrage dominieren männliche Kunden und bestimmen den Markt, jedoch ohne für die Situation der Prostituierten Verantwortung zu übernehmen. Frauen fragen demgegenüber, soweit bekannt, in verschwindend geringem Maße professionelle sexuelle Dienstleistungen nach; auch sind Angebote, die auf Frauen als Kundinnen zielen, die Ausnahme.“

Wir wiederholen den Kernsatz:

„Prostitution ist ein Wirtschaftsbereich, der in einem sehr hohen Maße durch Asymmetrien im Geschlechterverhältnis geprägt ist“ und gratulieren zu dieser Erkenntnis.

Weiter in der Textpassage:

„Dementsprechend ist das Gesetz mit seiner Zielsetzung, Prostituierte in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu stärken, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern und ausbeuterische Formen der Prostitution zurückzudrängen, auch gleichstellungspolitisch bedeutsam. Es trägt dazu bei, Nachteile der geschlechterasymmetrischen Ausprägungen der Prostitution zumindest teilweise zu kompensieren.(...)"

Dem „hohen Maße“ an „Asymmetrien im Geschlechterverhältnis“ wird durch dieses Gesetz also folgender Maßen begegnet: „Es trägt dazu bei, Nachteile der geschlechterasymmetrischen Ausprägungen der Prostitution zumindest teilweise zu kompensieren.“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:
„Abgesehen davon, dass in keinster Weise deutlich wird, wie dieses Gesetz das erreichen will – außer uns soll allen ernstes das lauwarm in der Begründung angebotene Verbot der Bewerbung von Gangbang in Verbindung mit nachgestellter Vergewaltigung angeboten werden – ist das hier die Botschaft an Frauen in Deutschland? Ein staatlicher Beitrag zur zumindest teilweisen Kompensation von Nachteilen, bzw. geschlechterasymmetrischen Ausprägungen?

Damit können wir jegliches frauenpolitisches Engagement in die Tonne treten, und jede Chance auf ein normales und gleichberechtigtes Verhältnis zwischen Männern und Frauen auch.

Zur Erinnerung – und was sollen wir sagen? Rest in Peace? Das Männern staatlich garantierte „Recht“ auf grundsätzlichen sexuellen Zugriff auf andere, vor allem Frauen, die Platzanweisung an Frauen dadurch und die schicken Steuereinnahmen waren wichtiger als dieses Gesetz? (Wo steht das?)“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Außer:

So wenig wie ein Präsident das Recht hat jeder Frau u. Bürgerin nach dem sexistischen Motto „Grab them by the pussy“ zu leben u. andere Männer dazu auch noch anzustacheln. So wenig hat das jeder Mann. Denn unsere Grundgesetze sind eindeutig. Prostitution benachteiligt u. benutzt Frauen auf Grund ihres Geschlechts.

Von daher ist diese Demo ein echter Hit gewesen.:-)

http://www.emma.de/artikel/feministinnen-zettelten-millionenprotest-334051

Auszug:

„Was am Abend des 8. November, dem Tag der US-Wahl, als Idee einer Handvoll Feministinnen auf Facebook startete, wurde am 21. Januar in Washington zu einem Ereignis, das nicht nur die US-Nation verblüffte, sondern die ganze Welt: Aus dem Women's March für Frauenrechte wurde ein Halb-Millionen-Marsch in Washington.

Das Motto des Marsches, zehntausende pinke Mützen leuchteten aus der Masse, die sich durch die Straßen der Regierungshauptstadt schoben. Bei genauerem Hinsehen entpuppten sie sich als „gehäkelte Vaginas", eine ironische Anspielung auf Trumps sexistische Äußerungen, er könne sich jede Pussy (Muschi) greifen. "Pussy grabs back!", lautete der Schlachtruf: Die Pussy grabscht zurück!

Die Enttäuschung und Wut der Frauen ist verständlich. Schließlich ist ihr neuer Präsident kein Typ wie der alte, der in Frauenzeitschriften darüber schrieb, warum jeder Mann und jeder Vater ein Feminist sein sollte - wie Barack Obama im vergangenen Jahr. Sondern einer, der erklärt, dass er seine Tochter auch „daten" würde, denn „sie hat ja eine tolle Figur!". „Grab them by the pussy" (Greift sie an der Muschi) ist der meist zitierte Rat Donald Trumps zum Umgang mit den Bürgerinnen. Und deswegen geht es gerade für die Frauen in Amerika jetzt um mehr als dumme Sprüche und Symbolpolitik. Es geht um fundamentale Rechte, die nun bedroht sind.“

Diese Rechte sollten auch wir nie vergessen.

Prostitution ist Gewalt gegen Frauen. Sie existiert in der Annahme, dass Männer ein Recht auf Sex mit Frauen haben. Das Herren-Recht.  Darum muss es „käufliche Frauen“ geben.

Gewalt beginnt an dem Punkt, wo etwas gegen den Willen eines Menschen getan wird, unter Zwang (z.B. Schulden, Wohnungsverlust usw.) oder Androhung von Gewalt. Alltag in der Prostitution bei mehr als 90% der Frauen.

Diese Frauenverachtung u. Diskriminierung wurde von SPD u. Grünen legalisiert, auf Kosten der betroffenen Frauen, meist Armutsprostituierten. Das "neue" Gesetz soll jetzt diese Gewalt etwas aufhübschen.

Nur, damit das nicht in Vergessenheit gerät.

Zum Wochenende wieder schöne Eindrücke u. Bilder aus der Natur (Balkonien tuts auch) um ein wenig zur Ruhe zu kommen. :-)

Besondere Augenblicke mit Eichhörnchen

https://www.youtube.com/watch?v=PAYStZKPJT0

Euch ein erfreuliches Wochenende,

viel Kraft für die neue Woche
und liebe Grüße
Violine

 

 

30.09.2016 um 08:12 Uhr

Die erfolgreiche Bürgerinitiative

Hallo Ihr Lieben!

Eigentlich dürfte allen die biblische Geschichte vom Riesen Goliath u. dem kleinen Hirten David bekannt sein. Oder? Ein Winzling gegen einen Hynen. Eine aussichtslose Situation, wie es scheint.

Und doch besiegte David diesen Riesen. Mit einer Steinschleuder gegen einen bis zu den Zähnen bewaffneten Mann.

Immer wieder trauen sich Menschen solchen „Riesen“ entgegen zu treten.

Wie unlängst die Bürgerinitiative in Kleinblittersdorf. Die es wagte sich gegen alle Parteien u. einen mächtigen Bordellbesitzer zur Wehr zu setzen um den Bau eines Großbordells in ihrem kleinen Ort zu verhindern. Sie haben gewonnen! Gratuliere! :-)

Lest selber:

http://www.emma.de/artikel/bordell-sieg-fuer-die-buergerinitiative-333439

Auszug:

Der Gemeinderat hat auf Druck der BürgerInnen die Genehmigung für das Großbordell in Kleinblittersdorf zurückgenommen. Und das ist dem Engagement der Kleinblittersdorfer Bürgerinnen und Bürger zu verdanken. Die waren in den letzten Wochen auf die Barrikaden gegangen, hatten eine Bürgerinitiative gegründet, Montagsdemos vor dem Rathaus organisiert und schließlich fast 1.000 Unterschriften für einen „Einwohnerantrag“ gesammelt. So hatten sie erzwungen, dass der Gemeinderat noch einmal über die Genehmigung abstimmen musste, die er am 11. August mit den Stimmen der SPD erteilt hatte. „

Begonnen hatte es mit einer Gemeinderatssitzung, in der vor allem die SPD damit glänzte diesem Bordellbau zuzustimmen. Was die BürgerInnen auf die Barrikaden gehen ließ:

http://www.emma.de/artikel/kein-grossbordell-kleinblittersdorf-333419

Auszug:

„Der Gemeinderat der saarländischen Kleinstadt hatte das Bordell schon durchgewinkt. Aber die BürgerInnen gehen auf die Barrikaden. Werden sie das Bordell verhindern? Per Einwohnerantrag hat die Bürgerinitiative durchgesetzt, dass der Rat noch einmal über das Bordell abstimmen muss. Wird die SPD immer noch dafür sein?

Am nächsten Montag, 26. September, werden sie noch einmal demonstrieren. Wie an den letzten drei Montagen auch, werden sich über 200 stocksaure BürgerInnen mit ihren Plakaten vor dem Kleinblittersdorfer Rathaus versammeln, einige werden dabei wieder ihre T-Shirts tragen: „Wir wollen keinen Puff!“ 

Bei seiner Sitzung am 11. August waren alle 13 sozialdemokratischen Abgeordneten dafür gewesen. Da einige der 16 CDU-Ratsmitglieder urlaubs- oder krankheitsbedingt gefehlt hatten, hatte das gereicht, um die Bahn für die Bordell-Investoren frei zu machen.“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

„Aber das ließen die Kleinblittersdorfer nicht durchgehen. Sie gründeten eine Bürgerinitiative und starteten die Montags-Demos.

Einer der potenziellen Betreiber: Rigo Wendt, der bereits mehrere Bordelle betreibt, unter anderem den „Club Pearls“ in Trier. Dort bieten rund 40 Frauen namens Natasha, Jamilia oder Milena ihre Dienste an, von „Analfolter“ über „Ertränkungsspiele“ bis „Zwangsernährung“.

Im August aber erklärte SPD-Ortsvorsitzende Bernd Dick: „Wir haben mit einem Bordell an dieser Stelle kein Problem“. Was mag den Gesinnungswandel des SPD-Chefs und seiner Fraktion ausgelöst haben? Zumal laut Verordnung des Saarlandes Gemeinden unter 35.000 EinwohnerInnen ohnehin Sperrgebiet sind, also Bordelle dort eigentlich gar nicht erlaubt sind. Auch nicht in Kleinblittersdorf. Die BürgerInnen von Kleinblittersdorf jedenfalls schritten zur Tat.“

Solche mutigen Initiativen gefallen mir. Denn meistens gewinnen die Großen, die mit dem vielen Geld, die Lobbyisten, die Überheblichen, die Riesen.

Diese aktuelle Geschichte sollte uns Mut machen! Traut euch! Wagt Neues! Egal wie gewaltig 'unsere Riesen' auch sein mögen. :-)

Zum Wochenende habe ich eine Perle entdeckt. :-)

In Jerusalem hat ganz frisch das „Hebrew Music Museum“ eröffnet. Grandios! An sämtlichen Vitrinen 'erzählt' ein weißbärtiger "Großvater", eine Cartoon Figur, den BesucherInnen etwas über die jeweiligen Instrumente. So genial u. fröhlich gestaltet.

Denn darum geht es: Die Freude an der Musik. Die Geschichte von Musik Instrumenten aus aller Welt, auch Europa, wird den BesucherInnen, klein und groß, ganz verspielt vorgestellt. Sehens- u. hörenwert.;-)

Hier geht es zur Webseite:

http://hebrewmusicmuseum.com/

Euch ein fröhliches Wochenende

und liebe Grüße
Violine

29.04.2016 um 08:43 Uhr

Offener Brief an Linke Jugend

Hallo Ihr Lieben!

Kürzlich gab die Linke Jugend ein Positionspapier zur Prostitution heraus, worin sie sich u.a. über die „sexuelle Befreiung der Prostituierten" äußerte u. auch darüber, dass Prostituierte, die nicht happy in ihrem Beruf sind wohl ein Problem mit sich selber haben.

Worauf die ehemalige Prostituierte Huschke Mau einen Offenen Brief als Antwort geschrieben hat, der auf den Seiten der Feministischen Partei veröffentlicht wurde.

Da sie viele überaus wichtige Argumente darlegt wie es in der Realität der Prostitution aussieht, möchte ich größere Abschnitte ihres Briefes hier veröffentlichen.

Für Menschen, die nicht selber das System der Prostitution kennen, die Welt der Freier u. Verkauften Frauen, finde ich den Brief außerordentlich lehrreich.

Hier nun der Offene Brief von Huschke Mau (Ex-Prostituierte) an die Linke Jugend bezüglich ihres Positionspapier zur Prostitution:

http://www.feministischepartei.de/fileadmin/datensammlung/dokumente/2016/2016_04_Die_linke_Freude_an_der_Prostitution.pdf

Auszug:

„Leider musste ich im Laufe des Textes feststellen, dass ihr nicht verstanden habt, dass die Fremdbestimmung in der Prostitution vom Freier ausgeht und also SYSTEMIMMANENT ist, denn der will Sex, ich will eigentlich keinen, ich brauch nur die Kohle, also stimme ich der Fremdbestimmung gezwungenermaßen zu, so einfach ist das.

Prostitution ist ein Grundpfeiler des Patriarchats, so wie alle sexuelle Gewalt. Warum sollte es nichts ändern, das zu verbieten? Warum ist Prostitution der einzige Bereich des Lebens, in dem Gesetze plötzlich nicht mehr wirken sollen? Findet Prostitution outer space statt, oder wie? Genauso könnte man sagen, Vergewaltigung darf nicht per Gesetz geregelt werden – das würde ja eh nichts an den Rollenbildern und dem bestehenden Machtungleichgewicht ändern! Ihr wollt also alles lassen, wie es ist? Sexuelle Gewalt, patriarchale Verhältnisse, dabei belasst ihr es? Hat die Linke keine Visionen mehr? Oder hat sie nur keine Visionen mehr, wenn es speziell um prostituierte Frauen geht…?

Prostitution ist das genaue Gegenteil sexueller Selbstbestimmung. Der eine will Sex, der andere nicht. Geld soll das regeln. Prostitution hat NICHTS mit körperlicher und sexueller Selbstbestimmung zu tun, es ist das genaue Gegenteil davon, denn alles, was ich tu, bestimmt der FREIER, und ist damit fremdbestimmt. Was mich richtig, richtig annervt, ist euer Gesabbel von sexueller Befreiung bei gleichzeitiger Nennung von Prostitution als Beispiel dafür. Haltet uns da raus, wir lassen uns dafür nicht benutzen! Macht eure sexuelle Befreiung selbst, unseren Missbrauch braucht ihr dafür nicht hernehmen und beschönigen!!!

Und weiter schreibt sie:

"Ich frage mich wirklich, von was zur Hölle redet ihr? Kommt mal in der Realität an! Und wenn ihr euch schon nicht mit uns solidarisieren könnt, weil ihr so gerne BetreiberInnen zuhört, lasst uns wenigstens in Ruh und maßt euch nicht an für uns zu sprechen! Ihr habt noch nie selber den Arsch hingehalten, ihr seid nicht in der Prostitution, das ist, nur zur Erinnerung, übrigens ein PRIVILEG, das ihr damit habt, und dann hockt ihr da in eurem Bremer Landesverband und auf dem Bundeskongress und babbelt von Anerkennung als BERUF?! Geht’s noch?!

Hier im Sisters e.V. schlägt wöchentlich mindestens eine Frau auf, die bereits ausgestiegen ist (mal abgesehen von denen die uns kontaktieren weil sie raus wollen!), und die uns erzählt, dass sie gerade zum ersten Mal darüber spricht, weil die Gesellschaft ihr immer nur vorhält, es sei doch ein BERUF und eine ARBEIT und ein JOB und alles happy sexwork und ganz toll, und weil die Verletzungen, die sie in der Prostitution erlebt hat, also darauf schließen lassen müssen dass mit IHR etwas nicht stimmt! Genau für dieses gesellschaftliche Klima sorgen Leute wie IHR. Wegen dem was ihr erzählt, reden die Aussteigerinnen nicht. Auch mir hat es wegen solchen Texten wie eurem jahrelang die Sprache verschlagen, weil man als Prostituierte nicht mal weiß wo man ANFANGEN soll, wenn man sowas liest!

Prostitution ist sexistisch, rassistisch und klassistisch, und dann kommt ihr daher, lasst euch von Bordellbetreibern, Escortagenturbesitzerinnen bequatschen und erzählt uns einen von sexueller Befreiung? Und das nennt ihr LINKS?! Das kann nicht euer Ernst sein! Es kann ums Verrecken nicht darum gehen, es sich in so einem sexistischen, klassistischen und rassistischen System wie der Prostitution so gemütlich wie möglich einzurichten! Wem mutet ihr sowas zu?! So ein System gehört ABGESCHAFFT! Ihr müsst begreifen, dass die Unterstützung der Frauen in der Prostitution NICHT dasselbe ist wie die Unterstützung des Systems Prostitution! Dieses System gehört überwunden, und nicht etabliert und „anerkannt als Beruf“! Loben kann man euch hier höchsten dafür wie fein ihr von der ZuhälterInnenLobby abgeschrieben habt! Super gemacht! Im Ernst: So sieht eure Solidarität mit uns aus? Schämt euch, und danke, wir verzichten!!!“

Unterzeichnet von ihr u. Noch weiteren Ex-Prostituierten.

Ich empfehle euch natürlich den kompletten Brief zu lesen.:-)

Denn es geht hier auch um die Folgen, die oft nicht gesehen werden. Die meisten Menschen haben immer noch ein ziemlich verklärtes Bild vom Leben einer Prostituierten. Welche verheerenden Auswirkungen der beschönigt ausgedrückte „Sexkauf“ auf die Frauen hat kann u.a. hier nachgelesen werden.

http://www.trauma-and-prostitution.eu/

Auszug:

„Führende PsychotraumatologInnen haben sich dem Appell von Frau Dr. Ingeborg Kraus angeschlossen, um auf die dramatischen gesundheitlichen Folgen von Prostitution hinzuweisen. Sie fordern eindeutig einen Sexkaufverbot. Mittlerweile hat sich durch diese Initiative ein europäisches Netzwerk von Experten und Expertinnen gefunden, die ihre Stimmen zum Thema Prostitution kund geben. Diese Seite soll dies sichtbar machen.“

Frankreich hat die Freierbestrafung – also die Bestrafung der Verursacher des Frauenkaufs – gesetzlich festgemacht. So wie Schweden, Norwegen, Island, Nordirland u. Kanada. Deutschland unterstützt weiterhin BordellbesitzerInnen, Zuhälter u. Freier u. verdient gut daran.

http://www.emma.de/artikel/freierbestrafung-frankreich-sextourismus-deutschland-332441

Auszug:

„Wie zahlreiche europäische Länder hat jetzt auch Frankreich die Freierbestrafung beschlossen. Und Deutschland? Das bleibt ein Einreiseland für Freier. Deutschland bleibt ein Paradies für den Handel mit der Ware Frau - während unsere Nachbarländer Frauen in der Prostitution aktiv zum Ausstieg verhelfen. Vor der Abstimmung hielt die französische Frauenministerin Laurence Rossignol eine Ansprache an die Abgeordneten und erklärte: „Sexuelle Dienste kaufen, das ist Gewalt gegen Frauen in der Prostitution.“ Und sie fuhr fort: „So lange man in einer Gesellschaft Frauenkörper kaufen kann, wird es keine Gleichheit von Männern und Frauen geben.“

Weitere Infos über die Welt der Prostitution könnt ihr hier in meinem Blog finden. Es gibt eine komplette Rubrik mit aufschlussreichen Texten. Jeder Mensch, die/der sich wirklich für das Leben von Prostituierten interessiert, sollte dann auch bereit sein mal in die ganze Materie einzusteigen.

Nur bruchstückhaftes Wissen aus irgendwelchen Talkshows oder übernommene Klischees vom ältesten Gewerbe sind eine Seite der Medaille. Wer wirklich den Menschen, die Frauen dahinter sehen will, sollte das Wissen vertiefen um ein Gesamtbild zu erhalten.

Nehmt euch die Zeit, wenn euch an den Frauen etwas liegt u. lest:

http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/category/4

Zum Wochenende möchte ich euch mal die winzigen Zaunkönige vorstellen. In ihrer Erdfarbe kann man sie kaum im Garten entdecken. Zumal sie als 'Zaun-KönigInnen' auch gerne im Gestrüpp u. bodennah herum huschen.;-) So winzig sie auch sind, ihre Stimme ist im Verhältnis überraschend kräftig. Meist trällern sie, auf erhöhtem Posten so laut, dass diese kleinen Federkügelchen weit zu hören sind.

Zaunkönig (ca 1 Min. Gesang), tolle Aufnahme! :-)

https://www.youtube.com/watch?v=V19Oq6FpEt0

Zaunkönig singt (ca. 3 Min.)

https://www.youtube.com/watch?v=-L5agJm0vdk

Dazu noch ein Filmchen des Schweizer Vogelschutzes

Zaunkönig (ca. 3,30 Min.)
https://www.youtube.com/watch?v=dnQhmRZo5g4

Zu guter Letzt noch ein herziges Video von einem Zaunkönig der versucht eine Partnerin in sein Häuschen zu locken. Mit Gesangseinlagen selbst beim Zweigchen herum bugsieren. Zu süß. ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=W8wjCGQhhRI

Euch ein entspanntes Wochenende

und liebe Grüße
Violine

 

 

16.04.2016 um 08:37 Uhr

"Saubere" Bordelle und SISTERS

Hallo Ihr Lieben!

Aus aktuellem Anlass...

Wie ihr sicher mitbekommen habt, gab es vorgestern eine große Razzia in Berlins größtem Vorzeige-Bordell. Bisher wurde eifrig geworben für dieses „saubere“ Bordell.

Nun kam die Wahrheit ans Licht. Und die sieht schmutzig aus: Menschenhandel, Gewalt, Ausbeutung, Organisierte Kriminalität, Steuerhinterziehung, Hinterziehung von Sozialabgaben etc. Das vermeintlich so „saubere Bordell“ hat gewaltig Dreck am Stecken.

http://www.huffingtonpost.de/2016/04/13/artemis-berlin-razzia_n_9687628.html

Auszug:

Offen, sauber, professionell - und natürlich völlig legal. Das "Artemis" in Berlin galt lange als deutsches Vorzeigebordell. Und jetzt das: Eine Razzia mit SEK-Einsatz, in den Mitteilungen der Strafverfolger ist von schwerem Menschenhandel, Zwang, Rock-Gruppen und arabischen Clans die Rede. Die Betreiber zeigten sich in der Öffentlichkeit und kommunizierten ihr Geschäftsmodell in unzähligen Beiträgen für Privatsender. Werbung für den Großpuff wurde bei Hertha-BSC-Heimspielen, in Taxis und sogar auf städtischen Doppeldeckerbussen geschaltet. Prostituierten-Verbände lobten die Hygienestandards und die Arbeitsbedingungen.“

Die Staatsanwaltschaft konnte auch nur aktiv werden, weil eine Prostituierte, die von ihrem Zuhälter verprügelt wurde zur Polizei gegangen ist. Die meisten Frauen wagen das ja nicht aus Angst vor ihren Peinigern u. auch weil sie der Polizei nicht trauen. Zudem sind die Ermittler diesmal neue Wege gegangen, weil sie meistens nichts tun können wegen der ungenauen Gesetzeslage.

http://www.morgenpost.de/berlin/article207427175/Prostituierte-im-Artemis-arbeiteten-auch-fuer-Hells-Angels.html

Auszug:

„Die Razzia in Berlins größtem Bordellbetrieb Artemis ist für die Ermittlungsbehörden eine Premiere gewesen. Aber nicht deshalb, weil man dort erstmals durchsuchte. "Den Weg, über das Geld, über Steuerbetrug und Hinterziehung von Sozialabgaben an einen Fall ranzugehen, sind wir zuvor noch nicht gegangen", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Andreas Behm am Donnerstag.

Laut Staatsanwaltschaft geht es um Ermittlungen zu organisierter Kriminalität, um Hinterziehung von Sozialabgaben, Ausbeutung und Gewaltanwendung, sagte Oberstaatsanwalt Behm. Auch wegen Menschenhandels werde ermittelt. Im Mittelpunkt stünden nicht nur Bagatelldelikte, sondern Taten, die das "System des illegalen Umfeldes" bestätigen würden. Die Frauen seien "in Abhängigkeit gehalten und ausgebeutet" worden. Ziel sei es gewesen, den größtmöglichen Gewinn zu erzielen.

Der Mafioso Al Capone, der zu seiner Zeit in den 30igern in illegale Geschäfte verstrickt war, aber nie gefasst werden konnte, wurde letztendlich dann doch geschnappt: Wegen Steuerhinterziehung. Und genau diesen neuen Weg ist diesmal auch die Staatsanwaltschaft gegangen.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/razzia-im-berliner-bordell-artemis-beamten-beschlagnahmen-6-4-millionen-euro/13450442.html

Auszug:

„Die Ermittlungen brachten erstaunliche Ergebnisse: Die Betreiber sollen nicht nur Sozialbeiträge und Steuern hinterzogen haben – darüber hinaus sei „ein unmittelbarer Bezug zur Organisierten Kriminalität in einem vermeintlich legalen Betrieb“ festgestellt worden, sagte Andreas Behm von der Staatsanwaltschaft. Man sei „auf den Spuren der Strafverfolgung bei Al Capone gelandet“, sagte Behm zu den Ermittlungen.“

Auf der Pressekonferenz wurde u.a. angefragt, wieso erst jetzt etwas unternommen wurde, wenn das Ganze schon so lange bekannt war? Tja... Das verhindern die Menschenhändler freundlichen Gesetze. Ohne Zeugenaussagen von Prostituierten verlaufen die meisten Verfahren im Sand. Hätte sich diese eine Prostituierte nicht bei der Polizei gemeldet, wäre alles so „sauber“ weiter gelaufen.

http://www.emma.de/artikel/razzia-menschenhandel-im-artemis-332277

Die bedrohten, verprügelten u. geschändeten Frauen kommen meistens aus dem Ostblock, können kaum deutsch sprechen u. misstrauen Polizei u. Justiz in ihren Ostblockländern. Das zu Recht, denn die arbeiten oft Hand in Hand mit Menschenhändlern. Kein Wunder also, dass sie unserer Polizei auch nicht trauen u. keine Anzeige erstatten wenn sie zur Prostitution gezwungen werden. Diese Angst vor der Polizei wird denn auch von den Zuhältern fleißig geschürt, um die Prostituierten weiter manipulieren zu können u. abhängig zu halten.

Es braucht dringend Beratungsstellen, um die Frauen über ihre Rechte aufzuklären. Das fordern seit vielen Jahren Frauenrechtlerinnen. Wer um seine Rechte weiß, kann sie auch einklagen, bzw. sich schützen vor Gewalt u. Ausbeutung.

Das Versagen unserer Politik zum Schutz der Frauen vor (sexueller) Gewalt wird leider wieder mehr als deutlich. Das eben erst verabschiedete neue Prostitutionsgesetz ist ein Witz. Es war auch nichts anderes zu erwarten, da Lobbyisten, sprich BordellbesitzerInnen bei den Beratungen zum neuen Gesetz in den Ministerien mit dabei waren u. die PolitikerInnen "beraten" haben.

http://www.emma.de/artikel/prostitution-beerdigung-3-klasse-331593

Auszug:

„Das Kabinett hat das "Prostituiertenschutzgesetz" verabschiedet. Das ist tragisch, vor allem für 90 Prozent Armuts- und Zwangsprostituierten. Denn die SPD hat nahezu alles, was der Pro-Prostitutionslobby nicht passte, herausverhandelt. Und die Konservativen haben es akzeptiert.

Auch in Zukunft werden die Betreiber der Sexfabriken für ein winziges, tristes Zimmer von den Frauen 160 Euro pro Nacht nehmen können (wofür diese mindestens fünf Freier bedienen müssen – und dann haben sie noch keinen Cent für sich). Und die aus Rumänien importierten jungen Frauen werden weiterhin im deutschen Prostitutionsdschungel, wo sie wochenweise von Stadt zu Stadt verschoben werden, verschwinden. Deutschland wird ein Einreiseland für Sextouristen und ein Paradies für Zuhälter und Menschenhändler bleiben. Danke, liebe CDU/CSU (die du nicht in der Lage warst, dich durchzusetzen) – und danke, liebe SPD (die du lieber die Pro-Prostitutionslobby bedienst statt die Frauen zu schützen).“

Unlängst gab es mit der Ex-Prostituierten Huschke Mau ein kurzes ZDF-Interview, indem sie erneut hervorhebt dass die meisten Prostituierten ihre Rechte in Deutschland gar nicht kennen. Was kaum zu fassen ist in einem Rechtsstaat.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2708030/Prostitution-Mau-fordert-Beratung#/beitrag/video/2708030/Prostitution-Mau-fordert-Beratung

Auszug:

Die ehemalige Prostituierte Huschke Mau fordert eine bessere Beratung von Prostituierten in Deutschland. Viele Frauen würden ihre Rechte kaum kennen sagte sie im ZDF.

Wer konkret etwas tun möchte um den Frauen in der Prostitution zu helfen kann sich an SISTERS e.V. wenden, eine Organisation, die sich für den Ausstieg aus der Prostitution stark macht u. Hilfe zur Selbsthilfe anbietet. Hier nochmal ein Bericht über deren Gründung u. die anschließende Pressekonferenz.

http://www.emma.de/artikel/sisters-sagen-der-politik-den-kampf-330625

Auszug:

„In Berlin hat sich der der Verein SISTERS vorgestellt. Expertinnen und eine Ex-Prostituierte erläuterten, warum es so nicht weitergehen kann mit der Prostitution. SISTERS kritisierte scharf die geplante Gesetzesreform und kündigte Selbsthilfe an. Weitere Sisters (und Brothers) willkommen.“

Und hier geht es zur Webseite von SISTERS e.V.:

http://sisters-ev.de/

Auszug:

In Zeiten, in denen der Staat versagt und Deutschland zur „europäischen Drehscheibe des Frauenhandels“ und zum Einreiseland für Sextouristen geworden ist, appellieren wir an Bürgerinnen und Bürger zu handeln. Wir wollen Prostituierten in Not sowie beim Ausstieg helfen. Wir wollen aufklären über die bittere Realität der Prostitution.“

Ihr könnt „stille“ oder aktive Mitglieder werden u. diese wichtige Arbeit zum Schutz der Prostituierten unterstützen. Auf jeden Fall weiß man/frau absolut sicher, dass real geholfen wird beim Ausstieg.

Deswegen bitte ich euch die Arbeit der SISTERS e.V. mit zu unterstützen!

Zum Wochenende hatte ich ja schon zwei Vogel Videos (weiter unten) rein gesetzt. Hab da noch was zum Schmunzeln entdeckt. Gedanken zum vegetarischen Essen. ;-)

http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Indisches-Essen/1709/

Genießt die freien Tage,

einen guten Wochenstart
und liebe Grüße
Violine

 

 

01.04.2016 um 19:59 Uhr

Was wir wissen sollten

Hallo Ihr Lieben!

Es wurde von Reformen gesprochen.

Vom Schutz der Frauen vor Gewalt.
Was am Ende übrig geblieben ist...

Kann nicht als Reform u. auch nicht als sogenanntes „Schutzgesetz“ für Prostituierte angesehen werden, weil auch weiterhin die Profiteure, sprich Freier, Zuhälter u. BordellbesitzerInnen geschützt werden, nicht aber die betroffenen jungen Frauen.

http://www.emma.de/artikel/prostitution-beerdigung-3-klasse-331593

Auszug:

Das Kabinett hat das "Prostituiertenschutzgesetz" verabschiedet. Das ist tragisch, vor allem für 90 Prozent Armuts- und Zwangsprostituierten. Denn die SPD hat nahezu alles, was der Pro-Prostitutionslobby nicht passte, herausverhandelt. Und die Konservativen haben es akzeptiert.

Auch in Zukunft werden die Betreiber der Sexfabriken für ein winziges, tristes Zimmer von den Frauen 160 Euro pro Nacht nehmen können (wofür diese mindestens fünf Freier bedienen müssen – und dann haben sie noch keinen Cent für sich). Und die aus Rumänien importierten jungen Frauen werden weiterhin im deutschen Prostitutionsdschungel, wo sie wochenweise von Stadt zu Stadt verschoben werden, verschwinden. Deutschland wird ein Einreiseland für Sextouristen und ein Paradies für Zuhälter und Menschenhändler bleiben. Danke, liebe CDU/CSU (die du nicht in der Lage warst, dich durchzusetzen) – und danke, liebe SPD (die du lieber die Pro-Prostitutionslobby bedienst statt die Frauen zu schützen).“

So wurde z.B. die Empfehlung von ExpertInnen das Mindestalter der Frauen von 18 auf 21 zu erhöhen, um junge Frauen zu schützen vor sogenannten „Loverboys“, abgeschmettert. Diese umgarnen als - oft türkisch oder arabische - Liebhaber (meist vor der Schule) die jungen Mädchen. Wenn sie dann auf Grund ihrer Unreife emotional abhängig geworden sind von ihren Loverboys zwingen diese sie dann in die Prostitution.

Wie dieses Schutzgesetz dann umgesetzt werden soll steht auf einem anderen Blatt, wenn denn am Ende überhaupt noch etwas übrig bleibt was auch nur im Entferntesten nach Schutz aussieht.

http://www.tagesspiegel.de/politik/kabinett-stimmt-zu-verschaerftes-prostitutionsgesetz-kann-ins-parlament/13360380.html

Auszug:

Das seit Jahren umstrittene neue Prostitutionsgesetz darf jetzt ins parlamentarische Verfahren. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Entwurf gebilligt, um den die Koalitionsparteien seit Anfang 2014 Auseinandersetzungen geführt hatten.

Für Prostitution würden jetzt " ähnliche Regeln wie für andere Gewerbetreibende" geschrieben, die sich auch anmelden müssten. Auf Wunsch kann der oder die Sexarbeiterin auf ihrem Anmeldenachweis, den sie immer bei sich tragen müssen, auch eine Art Künstlernamen eintragen lassen. Wer ein Bordell betreibt, braucht dafür künftig eine Genehmigung. Sie wird von einem Führungszeugnis abhängig gemacht und von einem Betriebskonzept, das menschenunwürdige Praktiken ausschließt. Dazu zählen zum Beispiel Flatrate-Angebote. Die Zimmer müssten außerdem Notrufmöglichkeiten haben. Wenn Sexarbeiterinnen auch im Bordell wohnen, sind Arbeits- und Privaträume zu trennen. Die Zuverlässigkeit der Bordellbetreiberinnen und -betreiber wird alle drei Jahre neu geprüft.“

Es gibt kein Gesetz was irgendetwas beschönigen könnte an der Tatsache dass Prostitution sexuelle Gewalt ist u. unvereinbar mit der Menschenwürde. Hierzu erst einmal das Statement , die Rede der Ex-Prostituierten Huschke Mau zum Weltfrauentag 2016:

http://www.feministischepartei.de/fileadmin/datensammlung/dokumente/2016/2016_03_08_Rede_Huschke.pdf

Auszug:

Ich war 10 Jahre lang in der Prostitution tätig, und kann nicht mehr zählen, wie viele Männer meine Körperöffnungen benutzt haben. Ich kann das Märchen von „selbstbestimmter Prostitution“ und von der „eigenen Entscheidung“ nicht mehr hören. Zu einer freien Entscheidung gehören Alternativen, die nicht vorhanden sind. Neun von 10 Frauen in der Prostitution würden sofort aussteigen, wenn sie es könnten - aber sie können nicht. Ich kann das Märchen von der befreiten Sexualität nicht mehr hören, auch das beschönigende Wort „Sexarbeit“ und das „Recht, Sex zu verkaufen“. Diejenigen, die in den Talkshows sitzen und das erzählen, sind meist keine Prostituierten, sondern Bordellbesitzerinnen – Zuhälterinnen! Prostitution ist ein sexistisches System, denn 98% aller Menschen in der Prostitution sind Frauen, und es sind MÄNNER, die diese Frauen kaufen.(...)“

Außerdem möchte ich euch gerne einen sehr aufschlussreichen Artikel zu lesen geben, der ganz konkret auf die Leugnung dieser Gewalt eingeht. Ich meine das gezielte(!) Leugnen der Realität um diesen Menschenhandel weiterhin betreiben zu können in Deutschland. Lest selber:

http://diestoerenfriedas.de/kulturelle-amnesie-was-wir-nicht-wissen-duerfen-damit-sexuelle-ausbeutung-funktioniert/

Auszug:

Diese Fakten [die Schäden, die Prostitution, Pornografie und Menschenhandel anrichten] müssen kulturell, psychologisch und rechtlich geleugnet werden, denn das Wissen darüber würde das Geschäft mit der sexuellen Ausbeutung stören.

Obwohl schwerste sexuelle, physische, psychische Gewalt und Folter dem System der Sexindustrie inhärent sind, ist eben dieses gewollte Unwissen darüber und das Ausblenden und Bagatellisieren dieser Brutalität unabdingbar für das Funktionieren von Prostitution und Menschenhandel. Es ist wichtig, nicht zu wissen, was tatsächlich geschieht.

Verbale und physische sexuelle Belästigung, erzwungenes Nacktsein, Vergewaltigungdas Alles ist Folter, es ist unerheblich, ob diese politisch motiviert ist oder im System Prostitution stattfindet (…) Während staatlich/politisch motivierte Folter öffentlich angeprangert wird, werden vergleichbare Taten an prostituierten Frauen ignoriert.“


Und weiter aus dem o.g. Artikel:
Zuhälter und Menschenhändler verwenden die 3-Säulen-Strategie politischer Folterer: Schwächung, Angst und Abhängigkeit. Systematische Unterdrückung, Gehirnwäsche, Indoktrination und körperliche Übergriffe gehören zum Alltag prostituierter Frauen und sie zielen darauf ab, jegliche Form von Selbstkontrolle und freiem Willen und Denken auszulöschen. Die extreme Gewalt in der Prostitution wie die der Folter, dient wirtschaftlichen Interessen und sadistischer Befriedigung und sie signalisiert der prostituierten Frau, dass sie völlig wertlos ist oder eben eine Hure, ein Tier oder weniger Wert als ein Mensch.

Um Prostitution in jeder Kultur zu Normalität werden zu lassen, hilft die postmoderne Theorie dabei, die realen Verletzungen/Schäden in Prostitution, Pornografie und Menschennhandel unsichtbar zu machen (Beispiele: der Begriff Sexarbeiterin suggeriert, dass Prostitution eher ein zumutbarer Job für arme Frauen ist als eine Verletzung ihrer Menschenwürde...).“

Und exakt dieses Unsichtbarmachen von Gewalt praktiziert unsere Regierung, indem sie Prostitution zu einem „normalen Gewerbe“ erklärt hat u. dafür auch noch Steuern kassiert. Prostituierte haben gar keine Menschenrechte, denn Deutschland hat ihnen diese mit der „Legalisierung von sexueller Gewalt durch zahlende Freier“ offiziell aberkannt.

Nur durch Wissensvermittlung können wir in unserer Gesellschaft etwas bewirken zum Schutz der betroffenen Frauen. Auf die Regierung können wir nicht zählen, die verdient ja an dieser Menschenrechtsverletzung mit, ist Profiteur wie Bordellbesitzer u. Zuhälter.

Wenn wir Informationen streuen, die Wahrheit offen legen, dann kann ein Umdenken geschehen u. dann kann auch die Regierung irgendwann nicht mehr wegsehen. Also: Informiert u. Verteilt!

Zum Wochenende mal eine Buchempfehlung von Luise F. Pusch:

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/empfehlungen/pittner-ulrike-und-ursa-krattiger.-2016.-ave-dea-13-goettinnen-neu-begegnen/

Auszug:

„Dieses Buch ist ein Traum! Es lässt wohl nicht nur das Herz einer Lehrerin, Dozentin und Autorin höherschlagen, sondern erfreut sicherlich auch das Gemüt all jener, die sich schon einmal mit den vielfältigen Ausdrucksformen des Weiblichen in matriarchalen und patriarchalen Kulturräumen befasst haben.“

Dazu noch eine süße Nistkasten Kamera bei einer Kohlmeisenfamilie vom letzten Jahr.

https://www.youtube.com/watch?v=ATGTnU73aeA

Euch allen ein frühlings-frohes Wochenende

und liebe Grüße
Violine

15.02.2016 um 14:33 Uhr

Bordelle, Pfarrer, Menschenbilder

Hallo Ihr Lieben!

Wie weit die Verharmlosung von Frauenverachtung inzwischen geht zeigt dieses Geschehen. Ein Pfarrer in Köln schwärmt über das Großbordell Pascha als „ein Biotop u. eine große Familie“.

Von welcher Familie spricht er da wohl, frage ich mich?

Es geht u. ging hier um Geld, viel Geld. Das Angebot des Bordell Chefs zum 20jährigen Jubiläum Geldgeschenke zu verteilen lockte denn auch so einige Vereine ins Bordell, samt dem Pfarrer.

Lest selber, wie schnell Unrecht zu Recht wird u. Blutgeld zu Spendengeld:

http://www.emma.de/artikel/der-pfarrer-das-grossbordell-331541

Auszug:

„Der Kölner Pfarrer Hans Mörtter lobte das Pascha als „große Familie“ und nahm freudig eine Spende an. Mit dem Sturm der Entrüstung hatte er nicht gerechnet. Es hagelte Protest und auch Mörtters Dienstherr fand dessen Sympathiebekundungen für die Sexfabrik „das Allerletzte“. Das Kalkül der Paschas ging diesmal nicht auf.

Jedenfalls erklärte er der Reporterin: „Ich finde, das Pascha als Ort ist völlig in Ordnung!“ Dann geriet der Pfarrer regelrecht ins Schwärmen: Es sei „so ein Biotop, eine große Familie.“ Die 8.500 Euro-Spende für die Flüchtlingshilfe, die ihm das Bordell – allerdings nur bei persönlichem Erscheinen! - versprochen hatte, nehme er gern an, denn schließlich handle es „sich nicht um schmutziges Geld“.

Und auch an jenem „Wohltätigkeitsabend“ am 12. Januar 2016 waren Vereine wie die Arbeitslosenberatung „Kalz“, die Familienhilfe „Sack e.V.“ oder der Karnevalsverein „Kriedlicher“ anwesend, um dankbar eine Spende aus dem Hause Pascha abzugreifen. Dumm nur, dass in dem besagten WDR-Beitrag Pascha-Besitzer Hermann Müller ein allzu offenes Wort sprach: „Eine Frau kommt auf die Welt, um dem Mann zu dienen und zu gehorchen“, erklärte der Puff-Betreiber. Nun brach ein Sturm der Entrüstung los.“

Scheinbar wissen viele immer noch nicht, wie sehr Frauenrechte mit Füßen getreten werden in so einem Bordell. Denn erst der öffentliche Protest brachte die Beteiligten dazu mal genauer hinzusehen.

http://www.ksta.de/koeln/-pascha-spende-rueckzieher-sote,15187530,33763612.html

Auszug:

„Das „Kölner Arbeitslosenzentrum“ (Kalz) teilte ebenfalls mit, es wolle kein Geld von dem Bordell annehmen. Man distanziere sich vom Frauenbild des Betreibers Hermann Müller. Dieser hatte Ende Januar im WDR gesagt, Frauen seien dazu geboren, Männern zu dienen und zu gehorchen. Das sei „frauen- und menschenverachtend“, erklärten der Kalz-Vorstandsvorsitzende, Pfarrer i.R. Karl-Heinz Iffland, und die beiden Geschäftsführer.

Ähnlich äußerte sich der Kölner Verein „Helfen durch geben – der Sack“ in einem Schreiben an den "Kölner Stadt-Anzeiger". Die „negativen Details“ über das Bordell seien ihnen vorab nicht bekannt gewesen, so die Verantwortlichen des Vereins. "Wir stellen selbstkritisch fest: Wir sind diesem Anspruch mit unserer grundsätzlichen Bereitschaft, eine Spende aus dem Umfeld des Pascha in Köln entgegen zu nehmen, nicht gerecht geworden."

Wie weit inzwischen die Vorstellung geht, Frauenkörper seien nur dazu da Männer zu befriedigen oder noch schlimmer, sexuelle Belästigungen oder Vergewaltigungen damit zu verhindern, zeigte sich 2015 in einer Diskussion zur Asylpolitik.

Dort schlug ein pensionierter Pfarrer ernsthaft vor Prostituierte zu Asylbewerbern zu schicken, damit die Frauen vor Ort nicht belästigt werden. Die Männer hätten „Bedarf“, also warum nicht das „vielfältige Angebot“ nutzen.
http://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk-sued/pfarrer-schlaegt-vor-prostituierte-asylbewerber-4791059.html

Auszug:

„Bei einer Diskussion der CSU in Siegertsbrunn zum Thema Asyl regt der pensionierte Pfarrer an, Asylbewerbern die Dienste von Prostituierten zur Verfügung zu stellen. Der Bedarf ist doch da. In unserer Gesellschaft haben wir doch auch Prostitution, das soll doch ein anerkannter Beruf sein, die Zeitungen und das Internet sind voll mit Anzeigen. Aber vielleicht findet sich auch da ein Unterstützerkreis. „Freie Liebe für freie Menschen“ könnte der heißen. Ich bin ohne Scheu. Vielleicht erklärt sich auch ein Bordellbesitzer bereit, ein gutes Werk zu tun(...)“

Tja, die Unwissenheit über die extreme Gewalt in der Prostitutionsindustrie ist erschütternd, mal ganz davon abgesehen, was hier für ein Frauen- u. Menschenbild transportiert wird.

Wir erinnern uns. Das EU-Parlament hat 2014 Prostitution als Verletzung der Menschenwürde eingestuft.

http://www.emma.de/artikel/eine-klare-botschaft-fuer-das-21-jahrhundert-316553
http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/20140221IPR36644/Die-Freier-bestrafen-nicht-die-Prostituierten-fordert-das-Parlament

Auszug: Die Abgeordneten betonen, dass nicht nur Zwangsprostitution, sondern auch freiwillige sexuelle Dienstleistungen gegen Bezahlung die Menschenrechte und die Würde des Menschen verletzen.“

Weitere, sehr ausführliche Informationen über Prostitution findet ihr wie immer bei den EMMAs. Ein kleiner Auszug:

http://www.emma.de/thema/prostitution-der-ueberblick-317533
http://www.emma.de/artikel/78-der-deutschen-gegen-prostitution-330481
http://www.emma.de/artikel/sisters-sagen-der-politik-den-kampf-330625
http://www.emma.de/artikel/meine-sieben-tage-im-puff-308878
http://www.emma.de/artikel/im-prostituiertentreff-la-strada-265444
http://www.emma.de/artikel/maenner-sagen-nein-zu-prostitution-316853

Euch einen frohen Wochenstart

u. liebe Grüße
Violine

07.02.2016 um 18:03 Uhr

Prostitution ist Frauenverachtung

Hallo Ihr Lieben!

Es bleibt alles wie es ist.

Das neue/alte Prostitutionsgesetz: ein Witz.

Wirtschaftsdiktat statt Menschenrechte.
Geduldete Gewalt statt Schutz der Frauen.

Eine Leserin der EMMA fragt zu Recht: Deutschlands Haltung ist ein Skandal. Wie kann ein so fortschrittliches Land so frauenfeindlich sein? Und das gilt bei weitem nicht nur für die Befürwortung der Prostitution!

Lest den Artikel selber:

http://www.emma.de/artikel/das-prostitutionsgesetz-ist-nutzlos-331511

Auszug: „Jetzt ist es klar: Aus einer echten Reform des skandalösen Pro-Prostitutionsgesetzes wird nichts. Denn die Politik in Berlin sieht das anders als die Bevölkerung. 78 Prozent aller Deutschen sehen Prostitution kritisch (jedeR 5. ist sogar für ein Verbot). Doch die Koalition wird alles so treiben lassen wie gehabt. Deutschland wird ein Einreiseland für Sextouristen und ein Paradies für Zuhälter und Menschenhändler bleiben. Danke, liebe CDU/CSU (die du nicht in der Lage warst, dich durchzusetzen) - und danke, liebe SPD (die du lieber die Pro-Prostitutionslobby bedienst statt die Frauen zu schützen).

Deutschland wird das „Bordell Europas“ bleiben. Im Gegensatz zu Schweden, Norwegen, Island, Nordirland und demnächst auch Irland und Frankreich, die Prostitution als Verstoß gegen die Menschenwürde betrachten und ein Sexkaufverbot eingeführt haben bzw. kurz davor stehen.

Aber vielleicht ist das auch kein Wunder angesichts des gesellschaftlichen Klimas. Zum Beispiel Köln: Die Stadt gepflastert mit Plakatwänden, auf denen ein Bordell „100 Girls von 11 bis 5 Uhr“ anpreist, und voll mit Taxis, die für das örtliche Großbordell „Pascha“ werben. Das übrigens feierte gerade sein 20-jähriges Bestehen. Die WDR-Lokalzeit brachte dazu einen TV-Beitrag, in dem Pascha-Chef Hermann Müller nicht nur sein Geschäftsmodell anpreisen, sondern auch in erfrischender Offenheit seine Haltung zu Frauen kundtun durfte. Sie lautet: „Die Frau kommt auf die Welt, um dem Mann zu dienen und zu gehorchen.“ Kommentar des WDR-Beitrags: „Das Pascha gehört halt zu Köln.“ Stimmt. Und es ist schließlich „nicht illegal.“ Stimmt auch.“

Tja, wenn selbst der Öffentlich-Rechtliche WDR so eine offensichtliche Frauenverachtung abnickt, da bleibt einem echt die Spucke weg. Wo leben wir eigentlich?

Zur Information: Für alle die, die nicht wissen, wie es Prostituierten in der Branche ergeht hier nochmal der offene Brief einer Prostituierten an unsere Familienministerin Schwesig im Vorfeld der Gespräche zum neuen Prostitutionsgesetz. Denn die Frauen, die es betrifft haben ja ganz klar Stellung bezogen:

http://www.emma.de/artikel/sehr-geehrte-frau-ministerin-schwesig-329969

Auszug: Sehr geehrte Frau Ministerin Schwesig,

ich schreibe Ihnen heute, weil ich sehe, dass der gerade veröffentlichte Entwurf einer Prostitutionsgesetzreform deutlich die Handschrift der Bordelllobbyisten und Zuhälter trägt. Ich möchte Sie darum bitten, sich endlich mit der Realität im Rotlichtmilieu auseinanderzusetzen anstatt weiterhin Menschen zuzuhören, die das Märchen von der selbstbestimmten, glücklichen Hure erzählen. Ich bin eine Aussteigerin aus der Prostitution, in der ich zehn Jahre verbracht habe. Ich weiß also gut, wovon ich rede.

Ja, wenn Sie so wollen, bin ich „freiwillig“ eingestiegen. Ich bin eine von den viel zitierten „freiwilligen Prostituierten“. Aber was ist „freiwillig“, Frau Schwesig, wenn ein von Kindesmissbrauch traumatisierter Mensch diese Entscheidung trifft? Wenn Sie jetzt glauben, ich wäre ein trauriger Einzelfall, so muss ich Ihnen widersprechen. In den zehn Jahren habe ich viele Prostituierte kennengelernt, und es war keine einzige darunter, die nicht als Kind missbraucht, geschlagen oder als Erwachsene vergewaltigt worden wäre. Von der Gewalt im Milieu, von den Freiern - die uns Sachen antun, an die Sie nicht einmal im Traum denken möchten - will ich hier gar nicht erst anfangen.

Und weiter schreibt sie: Auch Frauen, die sich nicht prostituieren, sind von Prostitution betroffen, denn die Freier, das sind ihre Männer, und die tragen das, was sie im Bordell gelernt haben - nämlich, Frauen zu verachten, zu kaufen, zu quälen - in die Schlafzimmer ihrer eigenen Frauen hinein. Die Gesellschaft wird brutalisiert, Frau Schwesig. Es ist eine Endlosschleife: Wird Prostitution legalisiert, mehrt sich die Nachfrage - weil Männer lernen, dass es in Ordnung ist, sich Frauenkörper zu kaufen, Grenzen zu übertreten, Macht zu missbrauchen. Das Angebot steigt, was bedeutet: Es gibt auch mehr Zwangsprostitution.

Die Prostitutionslobby spricht NICHT für uns Prostituierte und Ex-Prostituierte! Sie besteht aus nicht einmal 100 Personen, die uns, die 300.000 Prostituierten in Deutschland, NICHT vertreten, sondern uns einschüchtern und gegen unsere Interessen arbeiten!

Wir wollen diesen Job nicht machen. Wir brauchen keine Legalisierung! Wir brauchen keinen, der behauptet wir wollten keine Anmeldung, keine Kondompflicht usw.! Doch, die wollen wir! Und am liebsten wäre uns, wir müssten diesen Job nicht mehr machen. Und die Männer, die uns missbrauch(t)en, würden bestraft. Wir brauchen Alternativen, keine weitere Entfesselung der destruktiven, menschenverachtenden Kräfte im Milieu!

Ich kenne keine Prostituierte, die das freiwillig macht. Ich kenne keine Ex-Prostituierte, die keine Posttraumatische Belastungsstörung hat. All die Frauen, die ich kenne, sind kaputtgemacht worden in der Prostitution. Bitte verbieten Sie diese menschenunwürdige Prostitution. Und wenn Ihnen das noch nicht möglich ist, so schränken Sie sie bitte so stark wie möglich ein.(...)“

In meinem Blog könnt ihr weitere Stimmen von Ex-Prostituierten finden. Es gibt Unzählige, die sich auch zusammen geschlossen haben u. Prostitution als "Sexuelle Gewalt" bezeichnen. Sie müssen es ja wissen als "Fachfrauen aus der Branche"...

Das Manifest der Ex-Prostituierten:

http://abolition2014.blogspot.de/2014/08/manifest-der-prostitutions-und.html

Selbst die deutliche Rüge an die Kanzlerin durch die UN-Frauenkonferenz im März 2015 hat nichts geändert. Dort hatten 98 Organisationen einen offenen Protest Brief an Frau Merkel geschrieben:

http://www.emma.de/artikel/prostitution-un-konferenz-98-organisationen-ruegen-merkel

Auszug: „Auf der New Yorker UN-Frauenkonferenz fiel unangenehm auf, welchen Sonderweg Deutschland bei der Prostitution geht. Das Resultat: Ein Protestbrief an die Kanzlerin. „Die Welt schaut auf Deutschland“, erklären 98 Organisationen, „und darauf, ob es weiterhin die internationalen Vereinbarungen zur Prostitution ignoriert“. Denn wie so oft auf internationalem Parkett herrschte auch jetzt in New York wieder einmal große Irritation darüber, dass Deutschland in Sachen Prostitution nicht etwa als Gewalt gegen Frauen sowie Ausdruck und Verstärkung des Machtgefälles zwischen Männern und Frauen versteht, sondern mit einem der liberalsten Prostitutionsgesetze der Welt Zuhältern und Frauenhändlern optimale Bedingungen geschaffen hat.

So ist es an den Teilnehmerinnen der New Yorker Konferenz, die deutsche Bundeskanzlerin daran zu erinnern, dass Deutschland nicht nur ein menschenfeindliches Prostitutionsgesetz hat, sondern auch seit Jahren etliche internationale Abkommen zum Kampf gegen die Prostitution schlicht ignoriert.“

Es hat alles nichts genützt.

Menschen, nein Frauenrechte werden mit Füßen getreten, weil der Bund an den abertausenden (Zwangs-) Prostituierten Geld verdient. Pro Frau am Tag zwischen 18-25€ Steuereinnahmen. Damit können schwarze Zahlen geschrieben werden. Blutgeld.

Wenn unsere Regierung diese Frauen nicht beschützt, müssen wir das eben selber in die Hand nehmen.

Das haben letztes Jahr zum Glück schon einige getan u. SISTERS e.V. ins Leben gerufen. Unter den Gründungsmitgliedern sind Sabine Constabel (Sozialarbeiterin) u. Huschke Mau (Ex-Prostituierte). Darüber schrieb ich euch schon im Oktober letzten Jahres:

http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/SISTERS-Fuer-den-Ausstieg/482/

Sabine Constabel arbeitet seit über 25 Jahren mit Prostituierten u. Aussteigerinnen in Stuttgart. Sie ist gut vernetzt mit anderen Menschen, die sich FÜR Prostituierte einsetzen. Ich möchte euch bitten diesen Verein kräftig zu unterstützen, denn hier gibt es wirklich Hilfe zum Ausstieg für die betroffenen Frauen.

Wer noch mehr wissen will über das Thema Prostitution:

http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/category/4

Die Webseite von SISTERS gibt es hier:

http://sisters-ev.de/

Um die Kurve zu kratzen zu leichterer Kost,

nun einige friedvollere Links. :-)

Eine nette kleine Geschichte:

http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Ein-Herz-fuer-Esel/1648/

Und passend zum Esel... ein Video:

(Baby)Donkey In A Hammock :-))

https://www.youtube.com/watch?v=UUxBzV_aq8E

In diesem Sinne...

Lasst die neue Woche ruhig angehen.;-)

Liebe Grüße
Violine

28.11.2015 um 13:19 Uhr

Tägliche Gewalt in der Prostitution

Hallo Ihr Lieben!

Heute möchte ich wieder ein wenig Hintergrundwissen über Prostitution an euch weiter geben. Dem scheinbaren „Beruf wie jeder andere“.

Meistens wird kaum oder gar nicht darüber berichtet was die Frauen in der Prostitution erleiden, wie viel Gewalt angewendet wird von Freiern u. dass viele der Prostituierten getötet werden.

Fangen wir bei den Mordversuchen u. getöteten Prostituierten an:

http://sexindustry-kills.de/doku.php?id=prostitutionmurders:de#prostituiertenmorde_in_deutschland

Auszug:

“Seit 1950 wurden beim Wiesbadener Bundeskriminalamt 88 Prostituiertenmorde registriert. Das waren mehr als doppelt soviel wie Morde an Taxifahrern.” (Zeitraum 1950 – 1965).“

Seit damals nehmen diese Morde nicht etwa ab, sondern weiterhin zu. Prostituierte wurden in den meisten Fällen von ihren Zuhältern oder Freiern ermordet, wenn sie aussteigen wollten oder sich gegen ihre Freier zur Wehr setzten.

Wenn Prostituierte nicht gerade getötet werden bei ihrem „Job wie jeder andere“, dann erleben sie massive Gewalt durch die Freier. Hier eine Auflistung der angezeigten Gewalttaten gegen Prostituierte von Freiern:

http://sexindustry-kills.de/doku.php?id=die_alltaegliche_gewalt

Freier verprügeln Prostituierte bis hin zu lebensbedrohlichen Kopfverletzungen, sie stechen brutal auf Frauen ein die nicht machen was sie wollen, sie vergewaltigen die Frauen, würgen sie u. treten auf sie ein wenn sie schon am Boden liegen. Sie rauben sie aus, , erpressen u. bespucken sie, zertrümmern ihnen das Gesicht.

Nicht genug dass Prostituierte täglich Gewalt erleiden, sie werden oft auch gegen ihren Willen an fremde Männer verkauft. Der Menschenhandel hat zugenommen. Hier einige der in den Medien erwähnten Menschenhandelsprozesse zwischen 2014-2015:

http://sexindustry-kills.de/doku.php?id=presseberichte_menschenhandel:start

Die betroffenen, meist sehr jungen Frauen kamen aus Nigeria, Slowakei, Guinea, Rumänien, Bulgarien u. der Tschechei. Sie alle wurden durch mehrfache brutalste Vergewaltigung, Schlägen, Morddrohungen u. mit Drogen gefügig gemacht um sie dann in die Prostitution zu zwingen.

Jeder Freier macht sich mit schuldig. Denn Freier wollen jeden Tag Frauen zur Befriedigung ihrer oft brutalen sexuellen Phantasien. Wie die deutschen Freier über die Frauen denken, die sie sich kaufen, könnt ihr hier nochmal nachlesen. Ich setze für alle Zartbesaiteten mal ein paar Trigger Sternchen. ***

https://freiersblick.wordpress.com/

Freier gehen nach der Prostituierten zurück zu ihren Partnerinnen u. Kindern. Die wissen selbstverständlich nichts von der gelebten Frauenverachtung ihrer Männer/Väter.

Frauen sind keine Ware, sie sind Menschen.

Frauen sind keine Sklavinnen.

Frauen sind wertvoll u. keine Gebrauchsgegenstände.

Es gab mal eine Zeit da hieß es „Sklaverei kann nicht abgeschafft werden, das gab es schon immer.“ Heute können wir uns kaum noch vorstellen wie Menschen auf einem öffentlichen Markt zum Verkauf angeboten wurden. Wie Menschen für ein paar Münzen zu Leibeigenen wurden. Rechtlose. Jeder konnte SklavInnen schlagen u. alles mit ihnen tun. Sie wurden ja bezahlt.

Heute wird genauso argumentiert: Prostitution gab es schon immer, die kann man nicht abschaffen. Ach ja?! Die Freier sagen auch, was soll das Theater: Ich hab die Frau doch bezahlt. So wie damals die Sklavenhändler. Ich habe bezahlt, also kann ich mit der Frau machen was ich will.

Willkommen auf dem deutschen Sklavinnen Markt.

Deshalb unterstützt SISTERS e.V. FÜR den Ausstieg aus der Prostitution.

http://sisters-ev.de/
Auszug:
„In Zeiten, in denen der Staat versagt und Deutschland zur „europäischen Drehscheibe des Frauenhandels“ und zum Einreiseland für Sextouristen geworden ist, appellieren wir an Bürgerinnen und Bürger zu handeln. Wir wollen Prostituierten in Not sowie beim Ausstieg helfen. Wir wollen aufklären über die bittere Realität der Prostitution.“

Hier findet ihr weitere Information über dumme Mythen, denen auch heute noch viel zu viele Menschen Glauben schenken, statt selber zu denken.

http://sisters-ev.de/prostitution-mythos-und-wahrheiten

Ich wünsche mir echt mal Menschen die nicht diesen ganzen Stuss von der überglücklichen u. freiwilligen Prostituierten die ihren Traumjob gefunden hat – sich jeden Tag von 20-30 fremden Männern aller Altersgruppen besteigen zu lassen – nachplappern.

Seid ihr alle verrückt geworden? Denkt doch mal weiter. Wessen 18jährige Tochter - es werden immer jüngere Prostituierten verlangt - gibt wohl als "Traumjob" an, sie wolle gerne von unbekannten Männern in irgend einer versüfften Unterkunft befummelt u. vergewaltigt werden für einen Hungerlohn?

Genau damit wird alles schön geredet. Denen macht das doch Spaß, die wollen Gewalt beim Sex. Klar doch. Ein nachweislich mörderischer Job der sich komplett im kriminellen Milieu abspielt. Und das ist alles ganz super toll, ein Job wie jeder andere eben.

Wie kann man sich nur derart selbst belügen.

Wer noch ein bisschen mehr wissen will über das tolle Leben in der Prostitution dem kann ich nur empfehlen mal Ex-Prostituierte zu hören, die wissen ja wovon sie sprechen:

http://www.emma.de/artikel/ich-habe-die-schnauze-voll-von-euch-318081

Passend zum Thema möchte ich euch noch zwei Buch Rezensionen vorstellen. Einmal über die mediale Berichterstattung über Prostitution u. über das Buch der irischen Ex-Prostituierten Rahel Moran:

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/frauen/christa-mulack-rezension-moran-2013-und-hoely-2014-ueber-prostitution/

Auszug:
„Sieben Jahre lang schrieb die Irin Rachel Moran an ihrem äußerst reflektierten Buch, mit dem sie ihren LeserInnen die Augen öffnet für die wahren Probleme von Prostituierten, zu denen sie selbst sieben Jahre lang gehörte.

In dieser Zeit durchlief sie alle Sparten dieses Gewerbes vom Straßenstrich über das Bordell, von der Domina bis hin zur Escort-Dame, die nach ihrer Erfahrung keineswegs “etwas Besseres” darstellt, wie vielfach behauptet. Sind doch in all diesen Bereichen Frauen der gleichen männlichen Willkür, den gleichen männlichen Perversionen - und immer wieder auch männlicher Gewalt - ausgesetzt. - Moran hat all dies am eigenen Leibe zu spüren bekommen.

Eingehend beschreibt sie die Gewalt-Szenarien, die häufig damit beginnen, dass die Sex-Käufer - genannt “Kunden” oder “Freier” - den Frauen keine Menschlichkeit zugestehen und sie wie aufblasbare Sexpuppen benutzen.“

So, nun habt ihr ausreichend Stoff zum Lesen.;-)

Genießt das Wochenende

u. liebe Grüße

Violine

02.10.2015 um 07:48 Uhr

SISTERS - Für den Ausstieg

Hallo Ihr Lieben!

Endlich ist es soweit.

Nachdem unsere Regierung sich entschieden hat die unzähligen Zwangs- u. Armuts Prostituierten auch weiterhin im Stich zu lassen. Ja schlimmer noch, den Lobbyisten des Frauenhandels Tür u. Tor zu öffnen hat sich nun ein Verein gegründet. Frauen die aktiv werden, die etwas in Bewegung setzen. Für die Prostituierten, nicht gegen sie.

SISTERS e.V. bietet ab jetzt Hilfe zur Selbsthilfe an. Hilfe zum Ausstieg aus der Prostitution. Unter den Gründungsmitgliedern ist u.a. eine Streeetwalkerin u. eine Ex-Prostituierte. Fachfrauen, die seit Jahrzehnten mit Prostituierten arbeiten. Endlich tut sich was. Danke Ihr Lieben!!

Hier geht es zur Webseite:

(Link ist auch in meiner Linkliste rechts)

http://sisters-ev.de/

Auszug:

„In Zeiten, in denen der Staat versagt und Deutschland zur „europäischen Drehscheibe des Frauenhandels“ und zum Einreiseland für Sextouristen geworden ist, appellieren wir an Bürgerinnen und Bürger zu handeln. Wir wollen Prostituierten in Not sowie beim Ausstieg helfen. Wir wollen aufklären über die bittere Realität der Prostitution.“

Und weiter heißt es dort:

„Wir sind: eine Sozialarbeiterin, eine Politikerin, eine Gewerkschafterin, zwei Journalistinnen, eine Psychologin sowie eine „freiwillige“ Prostituierte. Wir haben alle jahrelange Erfahrungen in der Arbeit mit Prostituierten und für sie. Jetzt haben wir einen gemeinnützigen Verein gegründet: „SISTERS – für den Ausstieg aus der Prostitution“.

Denn wir wollen nicht länger wegsehen. Wegsehen, wie hunderttausende Armutsprostituierte aus Osteuropa und Dritt-Welt-Ländern oder auch verzweifelte deutsche Frauen in der Prostitution hierzulande allein gelassen werden. Jetzt, nachdem klar ist, dass auch die zweite (geplante) Gesetzesreform die Händler mit der Ware Frau schützen und die Frauen in der Prostitution im Stich lassen wird, wollen wir selbst handeln!“

Lest selber und vor allem unterstützt die Sisters!

Durch Spenden:

http://sisters-ev.de/#spenden

Oder aktiv:

http://sisters-ev.de/#handeln

Es kann nur einen geben.

Einen Weg, der aus der Prostitutionsindustrie in die Menschenwürde zurück führt. Alles andere ist Selbstbetrug. Egal wie oft das Klischee vom ältesten Gewerbe auch gedroschen wird.

Frauen in die Prostitution zu verkaufen ist u. bleibt eine Menschenrechtsverletzung.

Also Ihr Lieben, jetzt geht es los.

Unterstützt die SISTERS. Kämpft FÜR Prostituierte.

Seid mit dabei! :-)

Zum Wochenende etwas leichtere Kost. Bei Luise F. Pusch bin ich mal wieder fündig geworden. Das ist wieder so eine Glosse zum Weiterverteilen. Lest selber:

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/seid-umschlungen-millionen-mangelnde-willkommenskultur-als-verlustgeschaeft/

Auszug:

„Es war einmal ein Syrer aus Homs namens Abdulfattah Jamali, der studierte in Wisconsin und verliebte sich in eine Katholikin mit deutschen Wurzeln namens Joanne Carol Schieble. Sie wurde schwanger.(...)“

Ich wünsche Euch ein frohes Wochenende

und liebe Grüße

Violine



11.09.2015 um 18:06 Uhr

Solwodi feiert 30-Jähriges

Hallo Ihr Lieben!

Ab heute wird gefeiert bei Solwodi.

Seit nunmehr 30 Jahren kämpft Lea Ackermann für ausländische Frauen die hier in Not geraten sind. Frauen die auf Grund von Armut oder anderen Zwängen in die Prostitution geraten oder dorthin verkauft wurden.

Solwodi bietet u.a. ganzheitliche psychosoziale Betreuung u. Beratung, sichere Unterbringung, Vermittlung juristischer u. medizinischer Hilfe, Schutzwohnungen u. Kontaktstellen für Betroffene.

Hier geht es zur Einladung:

http://www.solwodi.de/fileadmin/_medias/images/photos/termine_2015/Einladung_30_Jahre_SOLWODI.pdf

Lea Ackermann hat sich immer schon mutig u. an vorderster Front für notleidende Frauen eingesetzt. Zu Beginn als Nonne, später gründete sie von Afrika aus SOLWODI - SOLidarity with WOmen in DIstress" – Solidarität mit Frauen in Not.

http://www.emma.de/artikel/unsere-frau-der-front-330555

Auszug:

„Und eine der konsequentesten Stimmen gegen die Prostitution. Denn Lea Ackermann und ihre Mitstreiterinnen kämpfen keineswegs nur gegen den Frauenhandel, sondern auch gegen das System Prostitution als solches. Im November 2014 wurde Gründerin Ackermann mit dem Augsburger Friedenspreis geehrt und steht damit in einer Reihe mit Michael Gorbatschow und Richard von Weizsäcker. „Nur in einer Gesellschaft, in der Menschen nicht wie Waren verkauft werden können, ist Gerechtigkeit möglich“, erklärte die Geehrte.“

Hier gibt es noch mehr Infos:

http://www.solwodi.de/791.0.html

DAS ist eine Organisation die wir wirklich unterstützen sollten. Hier könnt ihr die Spendenkonten finden:

http://www.solwodi.de/150.0.html

Zum Wochenende habe ich da wieder etwas wirklich Witziges im geschätzten Britblog gefunden:

http://britblog.blog.de/2009/12/29/katzenschleudern-7659607/

Auszug:

„Briten legen bei Wohnungen und Hotelzimmern Wert darauf, dass man darin eine Katze schwingen kann. Obwohl sie dabei nie ins Detail gehen, stelle ich mir das so vor, dass man die Katze am Schwanz über seinem Kopf herumwirbeln können muss, ohne dass der Kopf der Katze gegen Wände oder Möbel stößt.(...)“

Viel Vergnügen beim Lesen

u. liebe Grüße

Violine

06.09.2015 um 09:51 Uhr

Die Überlebenden zu Wort kommen lassen

Hallo Ihr Lieben!

Nach der kleinen Pause geht es nun gleich wieder zur Sache.

Wie ihr inzwischen sicher alle wisst hat sich Amnesty International (AI) entschieden die gesamte Prostitutions Industrie zu unterstützen. Wozu Menschenhändler, BordellbesitzerInnen, Zuhälter u. Freier gehören. Ein Skandal. Mit dieser Entscheidung hat sich AI gegen alle Menschenrechte ausgesprochen.

Dazu gibt es im Grunde nichts mehr zu sagen.

Ich möchte allerdings gerne eine Überlebende Prostituierte, die sich aktiv für Ihresgleichen einsetzt zu Wort kommen lassen. Sie hat die ganze Bandbreite der Prostitution am eigenen Körper erlebt u. kennt die Hintergründe. Sie weiß wovon sie spricht.

Ausnahmsweise übernehme ich einen Großteil ihres Textes, weil der alles sagt. Hört was eine Überlebende zu sagen hat:
http://abolition2014.blogspot.de/2015/08/wie-konnt-ihr-noch-in-den-spiegel-sehen_12.html

Auszug:
"Amnesty International hat sich gestern, den 11. August 2015 mit einem Papier im besten Lobby-Stil für die vollständige Entkriminalisierung der Prostitution ausgesprochen, d. h. dass sich AI zukünftig auch für die Entkriminalisierung der Profiteure, Bordellbesitzer und Zuhälter sowie die Prostituenten stark machen möchte.

Rebecca Mott ist Aktivistin, Abolitionistin, Prostitutionsüberlebende und Bloggerin. Auf ihrem Blog erschien einen Tag vor Amnesty Internationals offizieller Positionierung ihr Artikel "How Do You Look In The Mirror?", den wir mit ihrer freundlichen Zustimmung ins Deutsche übertragen haben.

Wird AI von der Lobby der Sexhandels-Industrie dafür bezahlt, Lügen und Ängste zu verbreiten, um Abolitionistinnen zu silencen?

Mich als Ausgestiegene bringt das in Verzweiflung und maßlose Wut, weil die „Menschenrechte“ von Prostituenten und der Sexhandels-Profiteure von AI geschützt werden sollen und die  prostituierten als un(ter)menschliche Sexgüter ohne Menschenrechte zurückgelassen werden.

Ich schreibe das als Schrei aus Verzweiflung, aber auch um gegen diese vielen und hochgradig durchschaubaren Lügen anzusprechen, die der Sexhandel AI und seinen MitgliederInnen erzählt.

Sie werden wie besessen alles Schreckliche von der Prostitution trennen  – z. B. sexuelle Ausbeutung von Kindern, alle Arten von Menschenhandel, sexuelle Gewalt und die so genannte Untergrund-Prostitution.

Sie werden die falsche Behauptung aufstellen, dass Prostitution nie mit früherer sexueller Gewalt, psychischen Krankheiten, sexuell übertragbaren oder anderen Krankheiten verbunden ist – und wenn es einen Zusammenhang gibt, dann war das eben nur die falsche Wahl einer/eines einzelnen prostituierten.

Ökonomische Zwänge in die Prostitition sind das einzig Negative – dann wird oft auf einer aktuellen Kurzzeit-Krise rumgehackt – anstatt zu begreifen, dass Prostitution in guten wie in schlechten Zeiten existiert.

Die Sexhandels-Lobby lügt nur.

Die Sexhandels-Lobby weiß das und es ist ihr egal, dass Prostituenten die Indoor-Prostitution wählen, um in dieser Zeit und dieser Privatheit so gewaltvoll sein zu können, wie sie wollen – dem gemäß sich die Sexhandels-Lobby mit dem Anbieten solcher sadistischen Akte Tag für Tag die Finger schmutzig macht.

Die Sexhandels-Lobby weiß es und schert sich nicht darum, dass Frauen in der Indoor-Prostitution dazu gezwungen sind zu verschwinden – einige verschwinden in gefährlichere oder psyschisch schädigendere Formen des Sexhandels, andere in Krankheit und psychischen Zusammenbrüche, einige suzidieren sich und viel zu viele werden ermordet.

Dieses Verschwinden wird ganz bewusst durch die Institution der Sexhandels unsichtbar gemacht – die prostituierten werden weggeworfen, weil ihr Leben als wertlos gilt.

Jedes Mal, wenn die Sexhandels-Lobby von der Sorge um das Wohlergehen der prostituierten spricht, widert mich das bis zur Unerträglichkeit an – und diese Dreckskerle schreiben gerade das Richtlinienpapier von AI."

Wir selber wissen nicht, was in der Prostitutions Industrie jeden Tag vor sich geht, wie sehr diese Frauen unter der Gewalt leiden. Aber die Überlebenden können uns alle Details berichten. Aus diesem Grund möchte ich den Überlebenden Prostituierten auch hier in meinem Blog den Raum geben gehört zu werden.

Amnesty International hat sich entschieden Prostituierten die Menschenrechte abzusprechen u. die Täter zu unterstützen. Unsere Regierung bastelt an einem neuen Prostitutionsgesetz herum, was nur halbherzig den Frauen Hilfe u. Schutz anbieten wird.
http://www.emma.de/artikel/etwas-ist-passiert-aber-nicht-genug-330499

Doch inzwischen wird über das Thema gesprochen u. debattiert. Frauen in der Prostitution bekommen endlich mehr Unterstützung durch Menschen die hinhören, die FÜR sie kämpfen, sich einsetzen.

Es gibt noch viel zu tun.

Wichtig bei allem ist, dass wir gut informiert sind u. nicht den Unsinn nachplappern, der uns in den meisten Medien vorgekaut wird von der scheinbar so "glücklichen Hure". Deshalb meine Bitte an euch: Lest die Berichte, die Zeugnisse von Überlebenden. Dort findet ihr das wahre Gesicht der Prostitution.

Für die neue Woche konnte ich noch einen kleinen Schatz ausgraben im Zaubermantel Blog:
http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Herzenssache/1177/

Ich wünsche euch einen guten Wochenbeginn
und liebe Grüße
Violine

15.08.2015 um 19:00 Uhr

Amnesty unterstützt Zuhälter

Hallo Ihr Lieben!

Abwarten dachte ich, das wird eine Fehlmeldung sein.

Von wegen, nun ist es Realität geworden: Amnesty International hat sich entschlossen ab jetzt auch Zuhälter, Bordellbesitzer, Menschenhändler u. Freier zu unterstützen.

Deshalb hatte sich internationaler Protest geregt. Mit dabei: Gloria Steinem, Lena Dunham und Maryl Streep. Außerdem noch Emma Thompson, Ali Wentworth, Kate Winslet. Auch Rachel Moran, Author and Co-Founder, SPACE International, Ireland u. viele, viele mehr. Sie alle haben eine Petition veröffentlicht:
https://www.change.org/p/amnesty-international-vote-no-to-decriminalizing-pimps-brothel-owners-and-buyers-of-sex

Aber wie konnte das überhaupt passieren?

Ich meine, wir reden hier doch von Amnesty International. Die können doch nicht ihre Grundsätze völlig verraten u. den Betroffenen/Opfern von Menschenhandel nun in den Rücken fallen?!

Doch sie tun es!

EMMA hat es mal wieder ans Licht gebracht. Bitte lest den Artikel selber, samt den angegebenen Links zu den Aussagen dieser Sexindustrie-Lobbyisten. Denn sonst kann man das alles nicht nachvollziehen.
http://www.emma.de/artikel/amnesty-von-sexindustrie-lobby-unterwandert-330443

Auszug:
„Der Sexindustrie-Lobbyist Douglas Fox brüstet sich damit, die „Resolution für die Entkriminalisierung auf den Weg gebracht“ zu haben. Er hat recht. Seit 2008 bearbeitet die Pro-Prostitutions-Lobby die Organisation für Menschenrechte. Jetzt hat sie es geschafft: Amnesty stimmte pro Zuhälter und Freier.

Gerade hatte die Delegiertenversammlung von Amnesty International in Dublin beschlossen, künftig für die Legalisierung der Prostitution einzutreten, da twitterte ein gewisser Douglas Fox folgenden Satz: „Ich bin begeistert, dass der Prozess, den ich und die Amnesty-Gruppe Newcastle vor einigen Jahren gestartet haben, jetzt zur Unterstützung der Entkriminalisierung geführt hat.


Weiter aus dem o.g. Artikel:
„Wer ist Douglas Fox? Fox ist der Gründer der britischen „International Union of Sexworkers“. Die „Gewerkschaft“ für „Sexworker“, die erklärtermaßen alle aufnimmt, die in der „Sexindustrie“ tätig sind: also Prostituierte und Zuhälter,  Bordellbetreiber, Pornoproduzenten und Freier.“

Zum ersten Mal trat Douglas Fox im Zusammenhang mit Amnesty im Jahr 2008 in Erscheinung. Dem Online-Magazin News Letter bestätigte der Lobbyist, dass er „seine Unterstützer aufgefordert hat, Amnesty beizutreten und die Gruppe von innen heraus zu bearbeiten“.“


Nun wissen wir also, dass sich Amnesty zwar Menschenrechte auf die Fahnen geschrieben hat, aber genau das Gegenteil tut. Ob das auch all die SpenderInnen u. UnterstützerInnen  wissen?

Amnesty International setzt sich nun für Frauenhändler u. all die Männer ein, die Frauen mit Gewalt zum Sex nötigen, sie ausnutzen auf Grund ihrer finanziellen Notlage u. somit allen Frauenrechten abschwören. Das ist untragbar!

Vor einigen Jahren gab es schon einmal einen Skandal. Da ging es darum, dass sich AI einen bekannten Islamisten ins Boot geholt hatte u. keinen Grund sah Frauen in islamistischen Ländern zu schützen. Hier der Artikel zum Weiterlesen:
http://www.emma.de/artikel/skandal-amnesty-und-die-fundis-265365

Wir sollten diesem Männer-Rechte-Verein Emails u. Briefe schicken, unseren Protest laut werden lassen, auch in den Medien. Denn dieses Verhalten ist eine Schande ohnegleichen! Ich hoffe immer noch sie wachen auf oder aber lösen sich auf.

FÜR Frauenrechte!

Kämpferische Grüße
Violine

25.06.2015 um 14:53 Uhr

Für die Menschenwürde

Hallo Ihr Lieben!

Gute Nachrichten.
Es gibt Frauen, die permanent auf die Barrikaden gehen.
FÜR andere Frauen, FÜR Menschenwürde.

Zu diesen mutigen Frauen gehört Karina. Sie kämpft darum dass Städte nicht weiterhin mit obszöner Bordell-Werbung plakatiert werden. Überall werden wir mit diesen entwürdigenden Frauenbildern konfrontiert.
http://www.emma.de/artikel/schluss-mit-der-bordellwerbung-330219

Auszug:
Ständig und überall Plakate, die für Großbordelle werben - Karina Alteweier (Foto) reicht es! Die Leverkusenerin schritt zur Tat. Wird sie Erfolg haben? Seit fünf Jahren kämpft die medizinische Stationsassistentin und Mutter eines Sohnes gegen die Bordell-Werbung. Nun sprach sie im Beschwerdeausschuss.

Ich kann nicht akzeptieren, dass für Prostitution geworben wird, wie für ein Eis - als wäre es das Normalste der Welt. Für mich als Frau ist das diskriminierend. Und was für ein Frauenbild vermittelt das denn unseren Jugendlichen?


Auch im Forschungsbericht des Bundes von 2007 über die Folgen des Prostitutions Gesetzes wird die offensichtliche Duldung von Werbeplakaten für die Prostitution bemängelt:
http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/prostitutionsgesetz/03030502.html

Auszug:
„Die staatliche Zurückhaltung bei der Verfolgung dieser Taten vermittelt den Eindruck, die Werbung werde letztlich geduldet. In allen in die Befragung einbezogenen Städten, außer München, gab es in den letzten fünf bis zehn Jahren keine Anwendung des § 120 I und II, Bußgeldbescheide wurden nicht erlassen.“

Karina hält sich an die beiden Paragraphen die eine Werbung als Ordnungswidrigkeit unter Strafe stellen. Aber im Grunde geht es um mehr. Es geht darum, dass alle Menschen, auch Kinder u. Jugendliche jeden Tag von Plakaten mit nackten Frauen, samt detaillierten Angeboten über sexuelle Praktiken überflutet werden.

Das gehört meiner Meinung nach schon zur Verbreitung pornographischer Schriften unter Minderjährigen, was im StGB § 184 klar als Straftat gilt.
http://dejure.org/gesetze/StGB/184.html
(Verbreitung pornographischer Schriften)

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat zum einen den § 184 u. ebenso die Verbindung von Sexualität mit Erniedrigung oder Gewalt, sowie die Verunglimpfung von Teilen der Bevölkerung wegen ihres Geschlechts in ihrem Katalog als strafrechtlich relevante Tatbestände.

Hier nachzulesen:
http://www.bundespruefstelle.de/bpjm/Jugendgefaehrdungstatbestaende/Schwere-Jugendgefaehrdung/strafrechtlich-relevante-traegermedien.html

Frauen werden durch Bordell-Werbung als Sexobjekte öffentlich zur Schau gestellt. Kinder u. Jugendliche die jeden Tag solche entwürdigenden Plakate sehen, wird damit ein Frauenbild vermittelt was ihre komplette Entwicklung beeinflusst u. das negativ.

Wir brauchen uns also nicht zu wundern, wenn sexualisierte Gewalt gegen Mädchen u. Frauen schon in der Schule beginnt. Und junge Mädchen glauben, sie müssten diesem Frauenbild entsprechen u. sich wie Prostituierte kleiden u. verhalten. Jungen wiederum „lernen“ dadurch dass Frauen käufliche Ware sind u. haben null Respekt vor Frauen.

Niemals dürfen wir vergessen, dass wir unseren Kindern unser Menschenbild vorleben.

Werden Frauen nur als sexuelle Objekte in der Öffentlichkeit dargestellt, wie können wir dann erwarten dass Kinder einen normalen Umgang miteinander erlernen. Alles ist sexualisiert u. pornographisiert.

Sexuelle Gewalt an Frauen u. auch sexueller „Missbrauch“ an Kindern nimmt weiter zu. Es sollte von keinem unterschätzt werden, welche negativen Auswirkungen, auf unser aller Leben ein solches Frauenbild hat. Das Betrifft nicht nur Männer, sondern die ganze Familie.

Um etwas zu verändern sollten wir, genauso wie Karina, auf die Barrikaden gehen. In Städten u. Kommunen darüber reden, was solche Bilder, solche Bordell Werbung für verheerende Auswirkungen hat auf Kinder u. Jugendliche.

Werdet laut, mischt euch ein, protestiert, schreibt.
FÜR einen menschenwürdigen Umgang.

Zum Wochenende u. passend zum Besuch der Queen in Deutschland, ein wenig luftig britische Lektüre zum 60jährigen Krönungs Jubiläum (Diamonds Jubilee) der Queen. Ach ne, inzwischen ist es ja schon das 63. Jubiläums Jahr.
http://britblog.blog.de/2012/05/25/grosse-ereignisse-werfen-voraus-13739645/

Und hier geht es zur offiziellen Royal Webside:
http://www.royal.gov.uk/Contactus/Aboutthissite.aspx

Euch ein sonniges Wochenende
u. liebe Grüße
Violine