GEDANKENFLUG

27.02.2010 um 11:33 Uhr

Illusionen

so langsam sollte ich mich von ihnen befreien...und endlich sehen, was nicht mehr übersehbar ist...

27.02.2010 um 10:09 Uhr

Warum

habe ich dir soviel Raum gegeben?...

23.02.2010 um 18:15 Uhr

Kein Rettungsnetz...

wer in der Fremde lebt schreitet in einem leeren Raum hoch über dem Boden, ohne das Rettungsnetz, das einem das eigene Land bietet, in dem man Familie, Kollegen und Freunde hat und sich mühelos in der Sprache verständigen kann, die man von Kindheit an kennt.

Hermann Hesse

...genauso kann man sich auch in der Heimat fühlen...ohne Rettungsnetz...heute hätte ich jemanden gebraucht, der mich mal auffängt...versteckte Hilferufe erfordern ein feines Gehör...

 

18.02.2010 um 21:25 Uhr

Unsicherheit

killt die Spontaneität...ich weiß nicht mehr wie ich mich verhalten soll...zu viele wenn und aber... 

 

18.02.2010 um 12:08 Uhr

Mein Witz des Tages...

habe ich gerade gehört und mußte ich unbedingt loswerden ;-)

Oma hat drei Wünsche frei.  Sie wünscht sich Jugend, Reichtum und dass ihr Kater ein Prinz wird.  Grinst der Kater: „Jetzt bereust du, dass du mich hast kastrieren lassen!“

17.02.2010 um 22:55 Uhr

Aberglaube...

Ob Dir eine schwarze Katze Glück oder Unglück bringt, hängt davon ab, ob Du Mensch oder Maus bist

 

17.02.2010 um 00:52 Uhr

Verloren?...

Stimmung: bedrückt

Wer  um das Herz eines Menschen  kämpft hat es bereits verloren...

17.02.2010 um 00:46 Uhr

Die Liebe...

stirbt nie einen natürlichen Tod.
Sie stirbt,
weil wir das Versiegen ihrer Quelle nicht aufhalten,
sie stirbt
an Blindheit und Mißverständnissen und Verrat.
Sie stirbt
an Krankheiten und Wunden,
sie stirbt
an Müdigkeit.
Sie siecht dahin, sie wird gebrechlich,
aber sie stirbt nie einen natürlichen Tod.
Jeder Liebende könnte des Mordes
an seiner eigenen Liebe bezichtigt werden.
Anais Nin

 

14.02.2010 um 19:43 Uhr

Stille weiße Welt...

Stimmung: wohlig müde

oder Hommage an den Winter...

Es schneit noch immer...ich sitze mit einer Tasse Tee in meiner Kuschelecke, müde, nicht unangenehm und fruchtlos erschöpft sondern sinnvoll ermüdet, wie nach einer befriedigenden Arbeit  und reflektiere meinen Spaziergang...die Natur trägt immer noch oder schon wieder ;-) Weiß...unberührt liegt der Wald vor mir...dicke Schneehauben  decken Bäume, Schilder, feinste Gräser ab...sie biegen sich unter ihrer Last, ein Baum liegt quer über dem Weg, konnte seine Last nicht mehr tragen, in der Mitte des Stammes klafft, wie eine riesige Wunde, die Bruchstelle, gibt helles gesundes Holz frei...der Anblick stimmt mich einen Moment lang traurig...dann denke ich, daß er wohl irgendwann irgendwo  eine Wohnung wärmt, als Teil des Kreislaufs...ab und zu dringt die Sonne durch  und läßt es glitzern und funkeln,  daß es in den Augen schmerzt, Glitzerwelt, denke ich,  MEINE  Glitzerwelt...unterschiedliche Fußspuren,  sehr große Füße mit dickem  Profil, daneben zierliche Kinderfüße, Hundepfoten... wer hier wohl wanderte?...ein  Mann strahlt  mich an, jauchzt, wie ein großer Junge: „Ist das nicht herrlich, einfach wunderschön? Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag.“ Ich blicke in ein gerötetes Gesicht, in zwei strahlende Augen, er hält das Gesicht in den herabfallenden Schnee,  wie ein Kind...seine knirschenden Schritte werden leiser, verklingen schließlich ganz...ich bleibe stehen und genieße diese wattierte Lautlosigkeit...belausche das Schweigen...mein Gedankenkarussell dreht sich langsamer...bleibt stehen...die Stille im Außen erreicht  mein Inneres...ich fühle Dankbarkeit,  ja, fast Demut,  vor der Natur und vor allem darüber daß ich sie  in dieser Form genießen kann/darf...ich bin ganz weit weg von echten und künstlich erzeugten Problemen, von organisiertem  Lärm...ich atme ganz tief und ganz bewußt ein und aus, fühle eine Leichtigkeit, ein Urvertrauen...nicht in irgendjemanden...nein...IN MICH...

Eigentlich bin ich kein “Winterkind“, bin im März geboren, in den Frühling hinein...heute liebe ich ihn...

05.02.2010 um 21:32 Uhr

Sie sagte...

Wie kommen all die Papier-
servietten in deinen Wagen?
Das sind keine Servietten
von uns.


Wieso ist dein Autoradio
immer auf einen Rock 'n' Roll
Sender eingestellt?
Fährst du mit einem
jungen Ding
spazieren?

Du lässt
Tangerinensaft auf
den Boden tropfen.


Jedes mal, wenn du
in der Küche warst
ist dieses Handtuch
nass und schmutzig.
Wie kommt
das?

Wenn du mir ein
Bad einlässt
machst du vorher
nie die Wanne
sauber.

Warum tust du deine
Zahnbürste nicht
in den Halter
zurück?

Du solltest deinen
Rasierapparat immer
abtrocknen.

Manchmal denke ich
du hasst meine
Katze.

Martha sagt
du hast unten
mit ihr gesessen
und hattest die
Hose aus.

Du solltest mit diesen
HundertDollarSchuhen
nicht in den
Garten.

Und du merkst dir nie
was du da draußen eingesät hast.
Das ist dumm.

Du musst den
Katzenteller
immer an den
gleichen Platz
stellen.

Fisch
backt man 
nicht in einer
Bratpfanne.

Ich hab noch
keinen gesehen
der die Bremsen
seines Autos so
malträtiert wie
du.

Komm, wir
gehn ins
Kino.

Sag mal, was
ist denn mit dir?
Du wirkst so
deprimiert.
 

Aus: Charles Bukowski, Die letzte Generation, Gedichte 

03.02.2010 um 00:04 Uhr

Sie schmerzt...

Stimmung: ratlos

die Liebe ohne Wohnung im Alltag...eine obdachlose Liebe...

02.02.2010 um 23:32 Uhr

Die Zeit

heilt nicht alle Wunden,
man gewöhnt sich nur an den Schmerz.....