couchiger blackout
es ist manchmal echt zum haare raufen. ich liege auf der couch, und es geht gar nichts. abwehr hinten und vorne, oben und unten, und rechts und links sowiso. ich kann ihr nicht folgen, der werten frau psychoanalytikerin mit den wunderschönen augen, mir gleich gar nicht, schichte stein auf stein zu einer - unter anderen umständen wundervollen - wand, nehme anlauf und krache dagegen.
so viele schöne beispiele hatte ich heute wieder mal geliefert, perfekt um ins bewusstsein zu heben, warum ich so hässlich zu mir bin, sein kann. kaum waren sie jedoch auf dem tisch, war das unterbewusstsein zur stelle und schob den dicken deckel auf's psychenfass. natürlich. und ich lag da, völlig blockiert und fauchte meine therapeutin an, was das zeug hielt. sie hat mir ein paar spezielle deutungsbrocken hingeworfen - wie sie sagte - die solle ich jetzt erst mal mitnehmen und sacken lassen und dann gucken, was kommt. am wochenende. klar doch.
und kaum war ich draußen, schon ging es los. eine assoziation nach der anderen kam angeschossen, so, als hätte das unterbewusstsein mit karacho den deckel vom psychenfass gekickt. mannmannmann, das unterbewusstsein ist ein ganz schön misstrauischer brocken, ist es. naja, ich habe es ja auch sehr vernachlässigt, in den letzten wochen. wer sollte es ihm verdenken, böse zu sein.
ich werde mich ab jetzt wieder sehr viel ausführlicher um es kümmern. das bin ich ihm schuldig.
