Boys don´t cry

12.03.2010 um 23:12 Uhr

Heute

von: Ryan

Heute ist es wieder schlimm. Liegt sicherlich auch an der unerfreulichen Nachricht von gestern, um es mal weniger dramatisch auszudrücken.

Ich somatisiere heute wieder mehr. Einige Herzklopf-Attacken hatte ich heute auch schon - waren lange weg. Mir ist schwindelig, ich bin den ganzen Tag schon erschöpft ohne müde zu sein. Eigentlich warte ich nur dass der Tag endlich zuende geht. Ich kann mir heute kaum vorstellen in nächster Zeit wieder arbeiten zu können. Ich bin so furchtbar unbelastbar. Gut, im Moment ist ne doofe Zeit und ich muss mir wieder einige Tage geben, um das alles zu verdauen.

Zudem bin ich sehr frustriert wie gestern meine Termin-Suche lief. Ich seh grade kein Licht am Horizont. Aber morgen ist ein neuer Tag. Ziele für die nächsten Tage sind schon geplant. Morgen mit Freunden was trinken gehen - ich hoffe, dass mich das ablenkt. Nach dem Wochenende wieder Sport, ein paar Tage zu Steffis Eltern Urlaub machen. Und dann muss ich auch noch irgendwann mit meiner Geschäftsführung sprechen über alles was los ist. Auch ein schwerer Gang. Ich muss denen irgendwie deutlich machen, dass ich krank bin. Ein Kumpel sagte neulich sehr passend: "Jeden kann das treffen, grade in unserem Beruf. Eigentlich schrecklich, was wir alles aushalten müssen, und irgendwann macht das krank."

Heute bin ich sehr lathargisch. Ich hab die Wohnung noch nicht verlassen, die dringensten Hausarbeiten erledigt und lag viel zu viel auf der Couch. Nicht mal eine Minute hat die Sonne heute geschien - damit mein ich nicht nur das Wetter. Ich hab mich selbst vor ein paar Wochen auf Johanniskraut gesetzt. Ich hoffe, dass es mir hilft, genau weiss ich es nicht. Vielleicht wäre mein Seelenzustand auch wesentlich schlimmer ohne das Zeug. Und ne Immunkur mache ich. Die Apothekerin war sehr nett und hat in mir die Hoffnung geweckt, dass es mir nach ein paar Tagen Immunkur besser gehen könnte. Dass ich mich wenigsten fitter fühlen würde.

Ansonsten male ich viel. Ich geh duschen morgens, esse was, und dann male ich. Abendbrot, Fernsehen, schlafen. So sehen meine Tage aus. Beim malen bin ich wenigstens ruhig und die Zeit geht rum.


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