Boys don´t cry

04.06.2006 um 23:36 Uhr

Ryan hatte mal wieder großartige Erkenntnisse

von: Ryan

Irgendwie bin ich im Moment sehr depremiert. Dass ich nicht unbedingt die optimalen Lebenspartner finde, liegt wohl scheinbar an meinem Beuteschema. Entweder ich such mir so Leute, mit denen ich eh nicht zufrieden sein kann.

Ich such mir Leute, die aufregend und irgendwie anders sind. Und dann stört mich genau das wieder an diesen Menschen. Irgendwie sehr blöd. Und die lieben, netten Menschen sind mir schon wieder zu lieb und zu langweilig. Da ist mir dann wieder zu wenig Spannung dabei.

Auf der anderen Seite hab ich mir heute mal überlegt, bin ich eigentlich selber schon so abgedreht, dass ich nen Ruhepol brauche, bzw. mir gut tun würde. Und wohin führt mich das? Ich hab ne abgedrehte, schizophrene Exfreundin, die mich terrorisiert und ärgere mich zu Tränen, dass ich damals nen sehr netten, humorvolles, liebes Mädel für sie sausen lassen hab.

Einfach nur jemand, bei dem man sich wohl fühlen kann, die einem garantiert aus den eigenen Defiziten keinen Strick daraus drehen würde, die einfach da ist und eigentlich sehr ähnliche Werte und Ziele hat, die sich freut, wenn man einfach nur mit ihr essen geht und bei der es einem nicht peinlich sein muss sich mit ihr zu zeigen, weil sie sich nicht psychisch auffällig benimmt.

Ich bin sauer auf mich selbst, dass ich im Grunde genommen ne wahnsinnig wertvolle Chance verspielt hab, nur weil ich irgendwie was aufregenderes haben wollte. Ich will doch eigentlich gar nichts aufregendes oder großartig spannendes. Okay, aufregend und spannend hätte es schon sein können, aber ich muss ja immer das Non-Plus-Ultra suchen. Wieso geb ich mich selten mit weniger zufrieden und bin gleich enttäuscht, wenn es dann doch NUR ein lieber Mensch ist?

Ich habe das Gefühl, dass ich dauernd nach etwas suche, was ich eh nicht haben kann. Ich such aber irgendwie krampfhaft weiter, weil es doch irgendwo auf dieser Welt mal so einen Menschen gab – und vielleicht wieder geben könnte – und ich verliere dabei alle anderen aus dem Blick, mit denen ich mindestens genauso glücklich werden könnte. Ich könnte heulen darüber, dass ich so blöd und so engstirnig bin.


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