Boys don´t cry

04.11.2006 um 05:04 Uhr

Scheiss Tag

von: Ryan

Lieber Danny,

klar sind sie tot. Irreversibel komatös, sie werden nie wieder aufwachen - und würde man nicht die Organe entnehmen, dann würde man die Maschinen innerhalb von 12 Stunden abstellen. Hirntote sind IMMER intensivpflichtig, nur leider gelten sie als TOT, also bezahlt das weiterbeatmen keine Krankenkasse in Deutschland.

Hirntote, deren Organe entnommen werden, werden bis zu 48 Stunden noch weiter beatmet, sogar reanimiert. Ich verstehe sehr gut, dass sie rein menschlich gesehen sehr tot sind. Sie werden sich nie wieder BEWUSST bewegen, sie werden nie wieder etwas denken ... und ich würde so auch nicht weiter leben wollen.

Aber den Menschen, den wir heute aufm Tisch hatten - ein 23 Jahre alter sehr hübscher junger Mann - der hat zu dem Zeitpunkt noch nen Herzschlag gehabt - er war warm, er hatte einen Puls, er hatte KEINE Leichenflecken und er hat sich BEWEGT. Wir hatten zwar 2 Mal abgeklärt, dass er völlig hirntot war. Aber für uns Schüler haben die Ärzte nochmal Schmerzreize gesetzt - und dieser Mensch hat sich bewegt und er hat gezuckt unter jedem Schmerzreis - gut, das läuft angeblich nur über die Wirbelsäule - kann ich auch nachvollziehen mit meinem medizinischen Fachwissen. Aber es war echt erschreckend, einen "Toten" zu sehen, der mit dem gesamten Oberkörper nochmal hochkommen kann.

Dann hat man uns erklärt, dass man Hirntote vor Organentnahme NICHT in Nakose setzt und KEINE Schmerzmittel gibt, weil sie ja tot sind. Wäre Verschwendung, sie würden es eh nicht fühlen. Und als ich im OP neben dem Tisch stand, HAT der Anästhesist Schmerzmittel gegeben. Er hat es, ich habs genau gesehen ... warum? Und ich hab ihn dann auch leise gefragt warum und er meinte, um sein eigenes Gewissen zu erleichtern. Keiner weiss wirklich ob sie keine Schmerzen haben nur weil sie hirntot sind. Und er wüsste auch nicht wieso er das macht und eigentlich wäre es viel zu teuer für nen TOTEN ... aber wenn nur die leisteste Ahnung besteht, dass der Mensch trotzdem Schmerzen hat, dann will er ihm das nicht antun ... aha ... ab dem Zeitpunkt war mir schlecht.

Mein großes Problem war einfach, dass da in den OP ein Mensch geschoben wurde, der einen eigenständigen Puls hatte, der einen Blutdruck hatte, ein bildschöner Mann, rosig, als würde er schlafen, zwar beatmet aber irgendwie sehr lebendig scheinend. Der Operateur beginnt dann, macht einen Bauchschnitt um die Organe freizulegen und zu beurteilen. Im Hintergrund machen die Monitore ihre Piepsgeräusche und es ist eigentlich wie bei jeder OP auch. Wenn der Operateur entschieden hat welche Organe er nimmt (nehmen darf), stellt man eine Infusion an, die genau 4 Grad Celsius hat - um den Körper zu kühlen und das Blut hinauszuspülen. Das geht in die Arterien und Venen - der Mensch wird völlig blutleer. Gleichzeitig kühlt der Körper herunter, um die Organe zu erhalten ... und nebenbei spült man den freien Bauchraum mit Eiswasser. Wir haben so ca. 18 Liter Eiswasser in den Bauch geschüttet, teilweise 3 Liter auf einmal. Das schafft der Sauger aber nicht ... letztendlich standen wir 4 Stunden lang in ner riesigen Fütze aus Blut und Eiswasser und haben Organe entnommen.

Ich hab eigentlich sehr detailierten Redebedarf, aber ich finde, ich kann diese Bilder keinem anderen antun. Das ist echt schon nen halbes Trauma, was ich da heute erlebt hab. Nicht nur nen halbes ... naja - das mit dem tot oder nicht ... das hat sich mir halt nur aufgeworfen, weil ich das ein sehr seltsamer Vorgang war. Es kommt ein Mensch rein, der warm ist, Reaktionen zeigt, hübsch ist oder war, einen Puls hat und er hat sich eigentlich nicht von einem komatösen beatmungspflichtigen Patienten unterschieden ... außer eben die Ansage, dass er hirntot sei. Und DAS was aus dem OP rauskam, war ein eiskalter, völlig kalkweisser verstümmelter Leichnahm, bzw. die Reste. Die Ärzte haben alles geholt was sie holen konnten. Nicht um sonst, sollen Angehörige ihre Toten nicht mehr nach der Entnahme sehen ... ich weiss jetzt auch warum.

Und du nimmst irgendwann die Klemme von den Infusionsschläuchen, damit diese eiskalte Flüssigkeit durch die Gefäße laufen kann und das Blut abgesaugt wird und das Herz hört auf zu schlagen und die Monitore zeigen eine Nullinie an ... und du weisst: jetzt isser richtig tot. Und du kannst es gar nicht realisieren, für einen Bruchteil einer Sekunde sind alle super still, schauen nur auf die Nullinie und der Anästhesist sagt: "Okay, ist vorbei, fangt an." und dann beginnt man sehr schnell die kalten Organe zu entnehmen.

Auf der anderen Seite war ich heute auf einer Homepage von einem kleinen Mädchen, dass Mukovizidose hatte, eine unheilbare Lungenkrankheit, die zum Tod führt ohne Spenderlunde ... und sie hat ein Spenderorgan erhalten und da waren Fotos wie sie durch den Strand tobt wie ein gesundes Kind.

Ich muss meine Brüder anrufen, zwei von denen haben Organspenderausweise - gute Sache, man kann Menschen retten - aber ich will nicht, dass mit meinen Brüder sowas gemacht wird nach ihrem Tod wie mit dem jungen Mann heute vormittag. Ich will nicht dass sie so aussehen, wenn sie beerdigt werden. Das ist total unwürdig. Ich hab soviele Leichen gesehen ... selbst nach Verkehrsunfällen ... aber das war die schlimmste Leiche heute. Und WIR haben das angestellt. Es ist echt unbegreiflich ... ich hab diese Bilder im Kopf ... ist saß vorhin mit Freunden inner Kneipe auf St. Pauli ... und alle am lachen und feiern, und ich hatte diese Bilder im Kopf. Und sehe die Leute um mich herum feiern und lachen und ich sehe nur diese Organentnahme vor meinem inneren Auge. Ich hab echt Angst, dass ich heute Nacht davon träume.

Das ist wirklich das erste Mal in meinem Beruf, wo ich wirklich böse an meine Grenzen geraten bin. Als ich im OP stand und mir alles erklärt wurde, hab ich alles versucht zu verstehen und nur die medizinische Seite betrachtet. Aber zuhause ... nee, das geht gar nicht.

Ich bin total fertig.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenGalahad schreibt am 04.11.2006 um 09:11 Uhr:Hi Ryan,

    ein schwieriges Thema! Es geht hier um Grundsatzfragen, um Ethik, Glauben und noch viel mehr. Und wie du dich gefühlt hast während dieser Prozedur, kann ich nur so ungefähr ahnen, da ich es selbst nie erlebt hab.

    Ja, "ihr alle" dort im OP habt das gemacht mit dem Kerl, das ist richtig. Und das, was zum Schluss von ihm da war, sah nicht mehr gut aus.

    Du magst es kitschig finden, aber ich sehe es so: Teile von ihm leben jetzt noch woanders weiter - sie ermöglichen jemand anderem weiteres Leben, anstatt irgendwo vergraben zu werden und zu vermodern. Und seine Seele (falls du daran glaubst) war zu der Zeit eh schon woanders...

    Die Sache mit dem Anästhesist... wir werden wohl nie erfahren, ob jemand bei dieser Prozedur Schmerzen hat. Aber ist es nicht so, dass uns unser Gehirn erst Schmerzen bewusst macht? In diesem Fall hatte er keine - nur noch Reflexe.

    Mach die Augen zu, denk an ihn, wie er vorher aussah und wünsch ihm, dass er dort, wo er jetzt ist, glücklich ist. Das werden seine Familie und seine Freunde auch tun. Und irgendwo werden wildfremde Menschen ihm auch jeden Tag danken und vielleicht für ihn beten, weil er ihnen großes Leid erspart hat. Zumindest war sein Tod nicht völlig unnütz.

    Liebe Grüße
    Danny
  2. zitierenWatersoul schreibt am 04.11.2006 um 09:47 Uhr:ich war auch einige jahre in der medizinischen Reha tätig und kenne "die zwei Formen von tot", (wie ich es immer genannt) habe sehr gut. schon erstaunlich, dass man zwar bereits vor der entnahme sagt, sie seien tot....dieses tot aber wirklich so anders aussieht, als wenn sie später rauskommen..
  3. zitierenPavelina schreibt am 04.11.2006 um 18:54 Uhr:Hi Ryan!
    Ich kann nachfühlen, das es schwer für dich war, damit klar zu kommen. Ist gut, das du darüber redest - Verarbeitung. Ich glaube an die Wiedergeburt. Es ist nur die Hülle gewesen, auch wenn sie sehr schön war und nachher so schrecklich kalt. Er war schon in der Zwischenwelt und es hat ihn nicht mehr interessiert, was mit seiner Hülle passiert. Organspende ist so wichtig und viel zu wenig Menschen sind, gerade aus solchen Gründen nicht bereit dazu. Mit deinen medizinischen Kenntnissen weisst du, das es nur so aussieht als wenn er noch lebt. Ein Gefühl des Zweifels bleibt ...
    LG Pavelina
  4. zitierenMacolonia schreibt am 22.08.2007 um 09:54 Uhr:Hallo Ryan,bin durch Zufall auf deiner Seite gelandet. Diesem Thema stand und stehe ich sehr kritisch gegenüber. Du bestätigst eigentlich meine Zweifel. Normale Bürger bekommen ja von sowas garnichts mit,es wird dann alles schön geredet.Klar,hat man ein Kind das dringend auf ein Organ wartet,dann hofft man,dass es Menschen gibt,die ihre spenden wenn sie tod sind. Aber ich bin nicht betroffen,also denke ich egoistisch. Auch wenn es nach dem Tod nur noch die Hülle ist die da verstümmelt in der Erde liegt..ich bin Mutter, der Gedanke so seinen Sohn zu wissen wäre dann das I-Tüpfelchen. Andere sehen das anders,ich so. Und dann eben diese Frage ob der Mensch da schon richtig tod ist oder nicht. Solange noch ein Puls da ist ist der Mensch doch nicht tod. Das macht mich fassungslos. Ich beneide dich nicht um diesen Job. Kann nur erahnen was für grausame Bilder du täglich mit in Gedanken nach Hause nimmst. Wie gesagt, ich würde nichts von mir und meinen Angehörigen spenden. Die Befürworter für Organspenden werden mich zwar in der Luft dafür zerreissen,aber ich bin ehrlich. Solange es keinen von uns betrifft wird nichts gespendet!
  5. zitierenLilli schreibt am 04.12.2009 um 22:34 Uhr:Eine gute Freundin von mir wartet auf eine Niere.
    Sie geht zur Dialyse, aber sie wird bald sterben wenn sich kein Spender findet.
  6. zitierenMilka schreibt am 04.12.2009 um 22:56 Uhr:
    Macolonia:Solange es keinen von uns betrifft wird nichts gespendet!


    *Ironie an* Genau diese Einstellung können alle, die auf ein Spenderorgan warten, gut gebrauchen. *Ironie aus*

    So etwas egoistisches habe ich lange nicht gehört... Wenn du wenigstens konsequent dagegen wärst, okay... Aber so ein: naja grad wie mir's passt... nee ... da kann ich nur mit dem Kopf schütteln!!!
  7. zitierenMarion schreibt am 28.10.2010 um 21:05 Uhr:Meine Tochter, 18, auch sehr hübsch, wenn nicht gerade mal wieder alles aufgequollen ist, weil das Herz nicht mehr kann,wenn sie sich traut, sich hübsch anzuziehen obwohl man ihren Kunstherzausgang sehen kann, wenn sie sich überhaupt mal unter Menschen traut, weil das Gefühl, durch eine Pumpe am Leben gehalten zu werden ihr ganzes Selbstvetrauen zerstört hat, dieses junge lebenshungrige Mädchen wird sich jetzt noch einmal dieser ganzen Tortur einer Herzoperation aussetzen müssen weil es Menschen wie dich gibt die mit ihren eigenen Ängsten verhindern, dass es genug Spenderherzen gibt! Du solltest dir die vielen Kinder und Jugendlichen einmal ansehen, die mit all ihren Todesängsten darauf warten endlich wieder leben zu können!
  8. zitierenAnnette schreibt am 10.11.2010 um 16:09 Uhr:In den letzten Tagen informiere ich mich mehr und mehr über die Vorgehensweise von "Organ-Explantationen";...und zwar seit einem gehörten Vortrag des bitteren Berichtes der Mutter eines explantierten Jungen.
    Ich bin zutiefst berührt von dem vorgetragenen und erlebten Leid, den niemals endenten "Selbstvorwürfen" der betroffenen Mutter, fühle mich dieser Frau so sehr nah , da sie mir mit ihren Schilderungen die "andere Seite der Medallie" nahe brachte, nämlich was bei einer Explantation im med. Bereicht (Krankenhaus) vorausgeht, bis zu einer Zustimmung.
    Ryan, aus diesem Grund war es mir ein Bedürfnis, Deinen Bericht zu lesen und mir erneut die Situation der Explantation nahe zu bringen. "Hirntod"...was bedeuted dies für uns "hinterbliebene", emotional geprägte Menschen? Für mich war diese Bezeichnung immer nur tragend bei einem Menschen, der an der Beatmung auf Intensivstation verstarb. Der Hirntod bei meinen Eltern auf der Inneren war nie definiert, da sie nicht an der Beatmung "hingen" und somit alle Funktionen ihres Körpers augenblicklich aufhörten zu funktionieren nach dem Ausbleiben der Hirntätigkeit und des Herzens.
    Nun zu mir: ich bin seit mehr als 19 Jahren transplantiert.Da ich selbst Krankenhauspersonal war zu der Zeit "damals" , habe ich die Akte meiner "Spenderin" eingesehen und mit großem Schrecken erfahren, dass diese junge Frau ihr Erdenleben selbst beenden wollte und hatte...tausende Gedanken habe ich mir um das "Warum" gemacht und das Grauen der Eltern empfunden (selbst Mutter). Eine nie endente Dankbarkeit und Hochachtung davor erfüllte meine Seelenraum, dass sich die Eltern von A.zu dieser grauenvoll-schweren Stunde dafür entschieden, und eine Explantation gestatteten!!! ....Ich lebe bis heute in großer Dankbarkeit! Vom ersten Augenblick an, als ich die Todesursache "meiner" Spenderin laß, hatte ich das große Bedürfnis in absolutem Bewußtsein mein "geschenktes Leben" aus ganzem Herzen in unsrer Seelenverbundenheit (=die von A. und mir) zu gestalten und als wahrer Mensch zu leben. A.`s Niere und die Vertrautheit mit ihrer Seele hat mich 1 1/2 Jahre nach der Transplantation Mutter eines gesunden Mädchens werden lassen. Dieses wunderbare lebensfrohe und lebensdankbare Mädchen ist jetzt fast 17 Jahre alt und seit ihrem vierten Lebensjahr ist A. auch ein Teil ihres Lebens !
    Die Erzählung von meiner Transplantation..und daraufhin die Reaktion des damals 4-jährigen Mädchens, berührte mich so tief, dass ich seit diesem Tag in noch erfurchtsvollerer und demütiger Freude mein Leben und Seelenleben mit der Seele von A. teile. Meine kleine Tochter sah mich mit strahlenden Augen über den Tisch an und sagte damals: "Dann habe ich ja zwei Mamas!".....Ohne die Nierenspende von A. wäre ich niemals mehr Mutter geworden!!! Und dass ein "Transplantierter" mit Angst nur auf die Abstoßung wartet, sich mit Pilzinfektionen und Mikrobenverseucht durch sein Leben quält, in lebenslanger Medikamentenabhängigkeit, um eine Abstoßung des Organes zu verhindern, ist nicht richtig! Ein jeder Mediziner lernt, dass sich unsere genialer menschlicher Körper in jeder Sekunde seines Daseins erneuert!...Diese Genialität schafft es jedoch nicht, die zelluläre Erneuerung des gespendeten Organs mit der körpereigenen Eiweißzusammensetzung des Spenders zu erhalten oder gar zu reproduzieren!!!! Nach max. 7 Jahren hat sich spätestens jedes Organ unseres Körpers komplett erneuert..ist also völlig neu entstanden...das Blut erneuert sich z.B. alle 3 Monate..
    Ich nehme absolut keine Immunsuppresiva mehr ein, d.h. keinerlei pharmazeutische Mittelchen!!! Die Transplantation war und ist für mich und meine Familie ein unbeschreibliches
    Geschenk. Das Größte, was ich in meinem Leben allerdings erleben durfte war, die Situation, welche die Ärzte "Nahtod-Ereignis" nennen! Ich glaube nicht, sondern ich weiß, dass ich immer mit dem Seelenwesen verbunden sein werde, das hier auf Erden A. hieß und deren Niere mich weiterhin auf dem Lehrpfad meines Lebens begleiten wird..... Mein Körper ist hier auf unsrem Planeten mein "Tempel"...ebenso empfindet dies meine Familie so in Freude und Dankbarkeit.
    Meine Kinder, sowie mein Ehemann sind zukünftige Organspender und ich selbst hoffe, jetzt seit Jahren ohne jegliche Medikamente, auch eine Organspenderin sein zu dürfen !!! Ich empfinde Hochachtung gegenüber jedem einzelnen Menschen, der sich zur Organspende entschließt und ebenso große Hochachtung jedem einzelnen Menschen, der sich an der Explantation von Organen beteiligt !!! Man sollte in großer Dankbarkeit dem heimgekehrten Seelenwesen und seinen Angehörigen nahe sein--auch bei der Explantation !!!
    Der "gehörten" Mutter möchte ich von Herzen wünschen, ihren Sohn jeden Tag in Freude so zu sehen und zu empfinden, wie er an ihrer Seite gemeinsame Jahre verbringen durfte und nicht in der unerträglichen Vorstellung, was "man mit seinem Körper" hinter verschlossenen OP-Türen angerichtet hat.
    Die Qualen der Selbstvorwürfe dürfen nicht ein Leben lang anhalten, man sollte auch sich selbst vergeben, kommt man zu der Erkenntnis, dem aktuellen Anschein nach, falsch gehandelt zu haben...
  9. zitierenRosemarie schreibt am 28.06.2011 um 11:43 Uhr:Mein Ex-Mann war noch ca. 30 Minuten Herzstillstand nach einer Operation für hirntot erklärt worden. Ich konnte es nicht glauben und habe Tag und Nacht an seinem Bett verbracht und irgendwann reagierte er auf meine Ansprache. Nach ca. einer Woche kam er langsam wieder zu Bewusstsein, er konnte sich an alles aus der Zeit seines "Hirntodes" erinnern, ganz besonders an die Notoperation, die nach den 30 Minuten Herzstillstand durchgeführt wurde. Er erzählte, dass er ohne Narkose operiert worden sei - die Ärzte hielten ihn ja für tot - und höllische Schmerzen hatte.
    Ich denke, dass man das Bewusstsein bei der Diagnose Hirntod nicht messen oder bewerten kann, es ist einfach noch nicht richtig erforscht worden. Wer die ganze Geschichte lesen möchte, auf meiner HP www.lebens-lang.de ist sie als Monatsthema März/April zu lesen.

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