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27.06.2007 um 02:47 Uhr

Entfremdung (27.6.07)

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken

Immer fremder erscheinen mir Gesellschaft und Menschen. Es ist, als triebe ich in einem Boot ohne Ruder immer weiter aufs Meer hinaus, wuerde aber keine Anstalten machen, zurueck zu schwimmen oder mit den Haenden zu paddeln. Stattdessen lehne ich mich zurueck, geniesse meine Einsamkeit und blicke, manchmal etwas wehmuetig, manchmal doch sehr zufrieden, zurueck ans sich entfernende Ufer. Mittlerweile haben die Menschen, die man dort sehen koennte, die groesse von Ameisen erreicht. Ich hoere sie nicht mehr, ihre Sorgen sind mir fremd. Ich erkenne allerhoechstens noch ihre Schemen und schattenhafte Bewegungen. Bald wird von ihnen nichts mehr zu sehen oder zu hoeren sein, und ich habe die ewige Stille gefunden, die ich so lange suchte. Nicht, dass ich nie gewollt haette, die Menschheit zu verstehen - das tat ich! Ich stellte Fragen, wenn mich an ihnen etwas verwunderte. Aber nun, da sie sich von mir und ich mich von ihnen entferne, bin ich erstmals wirklich zufrieden.

cn P

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Noire schreibt am 12.07.2007 um 23:52 Uhr:Ich kann mir gut vorstellen wie Du Dich fühlst. Dennoch ist Einsamkeit nicht alles im Leben. Lang genug habe ich so gedacht wie Du und irgendwann war ich innerlich leer.
    Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute.

    Liebe Grüße, Nori
  2. AngelInChains schreibt am 13.07.2007 um 00:48 Uhr:Jeder Mensch empfindet anders. Ich finde es im Moment eigentlich noch ganz schoen so.

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