Das geheimnisvolle Blog ins zauberhafte Nichts

28.06.2006 um 02:36 Uhr

Spuren aus der Vergangenheit

von: Solus

Musik: Tocotronic - Wir kommen um uns zu beschweren

Heute beim Ausräumen meines Schranks gefunden. Die Handschrift ist die meines Vaters.

An den VEB...      Eingabe !                  18.7.88

Im Mai 1988 wurden in unserem Haus die Durchlauferhitzer überprüft. So auch unser WG 250/6. Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt keine Beanstandung, weder bei der Wasserentnahme im Bad, noch in der Küche. Doch nach der "Überprüfung" mußten wir in der Küche feststellen, daß es von mal zu mal immer länger dauerte, bis heißes Wasser aus der Leitung kam. Daraufhin meldeten eine Reparatur an. Am 18.Juni kam dann ein "Monteur", dessen Verhalten uns gegenüber der Grund für diese Eingabe ist. Dieser "Monteur", der ohne ein einziges Werkzeug erschien, rief schon an der Vorsaaltür, daß unsere Reklamation unbegründet sei, schuld sei der Wasserdruck. Er war also schon vorinformiert und hatte überhaupt nicht die Absicht, eine Reparatur vorzunehmen, oder doch wenigstens sich den Gamat näher anzusehen. Beim Eintreten in unsere Wohnung baten wir ihn, doch mit in die Küche zu kommen, um ihn den Fehler zu zeigen. Doch er sagte, daß ihn das nicht interessiere - ging ins Bad, drehte das heiße Wasser auf und meinte, es sei ja alles in Ordnung. Auf unseren Einwand, daß wir 8 Jahre nie Ärger mit dem heißen Wasser in der Küche hatten, brach er einen Streit vom Zaun, daß wir ja keine Ahnung hätten, er aber schon viele Auszeichnungen bekommen hätte. Ja er ging sogar soweit, uns als dumm zu betiteln. Nach dieser Unverschämtheit verlangten wir seinen Namen und sagten, daß wir wegen seines Benehmens eine Eingabe machen wollen. Er antwortete, strotzend vor Arroganz: "Meinen Namen geht sie überhaupt nichts an und beschweren können sie sich am Zöllnerplatz 6 beim Herrn Rosenthal - Guten Tag !". Wir sind empört, wie sich dieser Mann uns gegenüber verhalten hat fordern eine Klärung dieses Sachverhalts. Außerdem verlangen wir eine ordentliche Repartur unseres Durchlauferhitzers, denn inzwischen ist es fast unmöglich, warmes Wasser in der Küche zu erhalten. Auf Grund der Tatsache, daß wir bis jetzt im Urlaub waren, war es nicht möglich, uns eher mit dieser Eingabe an Sie zu wenden.

                      Gezeichnet ...

26.06.2006 um 04:59 Uhr

Träge Nachträge

von: Solus

Musik: Jenny Wilson - Summer time - the roughest time

1. Der Sonnabend war doch weniger schön, als ich zwar nicht gedacht hatte, es aber durchaus für möglich gehalten hätte. Meine Tante war wieder sehr geübt darin, jede Äußerung von mir gleich als Angriff zu verstehen, der Grieche hat uns Grillteller serviert, die zumindest in Sachen Quantität nicht ihr Geld wert waren, und als meine Tante im Hinterhof des Restaurants dann noch völlig betrunken "Es gibt nur einen Rudi Völler" gröhlte, war der Tiefpunkt des Tages entgültig erreicht. In solchen Momenten fühlte ich mich zumindest immer bestätigt, wie richtig ich mit meiner Alkoholtotalverweigerung liege.

2. Chemnitz hat eine neue Oberbürgermeisterin. Barbara Ludwig (SPD) hat es nun im zweiten Wahlgang trotz (oder auch auf Grund) noch geringerer Wahlbeteiligung (30,7%) endlich geschafft. Sie ist zwar diesmal mit 49,6% wieder an der 50%-Hürde gescheitert, aber scheinbar gibt es Selbige im zweiten Wahlgang gar nicht, sodaß sie nun ab 1.August, wenn denn diverse Nazis mit ihren angekündigten rechtlichen Schritten scheitern, ihren neuen Job nachgehen kann.

3. Weil ich ständig gefragt werde: Das Buch "Der Zylinder" von Janosch Siebenstein ist in ganz Deuschland vergriffen und auf Grund eines Rechtsstreits mit dem Autor will der Verlag zur Zeit keine neuen Ausgaben nachdrucken. Schade aber auch.

23.06.2006 um 02:15 Uhr

Alles Gute

von: Solus

Musik: Tocotronic - Morgen wird wie Heute sein

Gestern hatte ich also nun Geburtstag. Finger weg von der Kommentarfunktion ! Jegliche Glückwünsche wären jetzt sowieso zu spät und ich will auch Keine. Es ist nur, bevor es hier heißt "Aha, der Herr Neureich, jetzt hat er also schon Geld übrig, damit hier keine Werbung mehr angezeigt wird. Da sterben täglich Kinder in Afrika und hier wird einfach so Geld hinausgeschleudert..." - nun, das ist nur ein Geburtstagsgeschenk von Blogigo. In drei Wochen gibt es hier wieder Werbung, versprochen !

Ich weiß, jetzt brennen die 36,21 Besucher, die dieses Blog jeden Tag mitlesen, natürlich darauf zu erfahren, was ich denn an diesem gaaanz besonderen Tag so erlebt habe. Nun, im Grunde gar nichts. Ich bin ja sowieso kein Freund regelmäßiger Feierlichenkeiten. Meine Eltern glücklicherweise auch nicht, also könnte das Thema Geburtstagfeier im Grunde komplett vom Tisch sein, wenn da nicht meine Tante wäre, die auf diese Familienfeste besonders viel Wert legt. Da sie aber in der Woche immer Spätschicht hat, und einfach mal so zum Kuchenessen vorbeikommen wäre ja zu wenig, werden unsere Geburtstagstreffen immer auf den nächsten Sonnabend verschoben. Für mich völlig normal, aber nachdem ein guter Freund gestern feststellte, daß bei ihm in der Familie die Geburtstage immer an dem Tag gefeiert werden, an dem sie tatsächlich stattfinden, muß ich das doch erwähnt haben. Also heißt es dann am Sonnabend Punkt 15 Uhr Kuchen essen und nach 18 Uhr ab zum Griechen. Letzteres ist zumindest etwas Schönes, weil ich schon seit bestimmt 2 Jahren nicht mehr griechisch gegessen habe. Und davor und danach bin ich sowieso die ganze Zeit in meinem Zimmer, also so schlimm wird der Tag eigentlich gar nicht.

Kommen wir aber einmal zurück zum gestrigen Tag, denn was wäre, wenn die Dinge, die so an einem Geburtstag passieren oder einem über den Weg laufen, mystische Zeichen sind, deren Deutung eine Vorhersage auf das gesamte, nächste Lebensjahr sind ? Huhuuuu, Willkommen bei Aberglauben-TV. Leider gibt der Tag auch in der Beziehung nicht viel her. Einmal sind gestern die 50 zerlegten Kartons eingetroffen, die uns die Umzugsfirma stellt, aber die machen auf mich keinen wichtigen Eindruck. Interessanter sind da schon die Lampen, die mein Vater gestern in jedem Zimmer abgehangen hat. Laut deutung.com bedeuten Lampen ja Aufklärung und Erleuchtung. Das heißt dann, nachdem die Lampen abgenommen wurden, brauche ich mit einer weiteren Expansion meines Geistes zumindest in den nächsten 365 Tagen nicht rechnen. Im Gegenteil, ziemlich düster wird es wohl werden. Nach und nach werde ich immer dümmer und damit normaler, der stetige Weg in die Glückseeligkeit; wohl auch in Anbetracht dessen, daß meine Mutter die Lampen geputzt hat und das verkündet im Traum eine bevorstehende, gute Zeit. In einem Jahr lese ich bestimmt täglich die Zeitung mit den großen Buchstaben, und das auch nur in den Mittagspausen, da ich ja dann inzwischen irgendeiner stupiden Arbeit/Lehrstelle nachgehe. Zumindest habe ich wahrscheinlich auch endlich eine Freundin. Die meisten dummen Menschen sind liiert, weil wenn man nicht allein ist, hat man viel weniger Zeit, nachzudenken. Und ganz klar, wer nicht nachdenkt, ist glücklich.

Aber diese dunkle Vision einer dumpfen, glücklichen Zukunft kann noch abgewendet werden, denn mir wurde noch ein weiteres Zeichen zugesandt: Die Tonskulptur einer fetten, häßlichen Frau !

Ja, solche Dinge bekomme ich geschenkt, und zwar von der schon erwähnten Tante, die meint, jedem zum Geburtstag auch etwas "Lustiges" schenken zu müssen. Und so verschenkt sie eben auch mal so eine Skulptur - oder auch zweimal, denn genau das ist der springende Punkte. Ich bin felsenfest davon überzeugt, daß sie mir oder meinem Vater schon einmal so eine Figur geschenkt hat. Ich habe sie noch nicht gefunden, vielleicht weil meine Mutter sie irgendwann in den Müll geworfen hat, aber ich bin mir auf jeden Fall sicher, daß meine Tante sich schon einmal diesen "Spaß" erlaubt hat. Und das wiederum bringt mich zu dem Roman, den ich mal schreiben wollte. Von diesem Jahrtausendwerk, das ich vor 6 Jahren angefangen habe, ist noch nicht einmal das erste Kapitel fertig, aber was davon fertig ist, erzählt die Geschichte eines Jungen, der mit seiner Familie Geburtstag feiert und einen Tag später anhand von Videoaufzeichnungen vergangener Geburtstage feststellen muß, daß das jedes Jahr immer genau das Gleiche ist, vorallem mit den Witzen seiner Tante, woraufhin er sein derzeitiges Leben hinterfragt und in den kommenden Tagen immer mehr unter seinem monotonen Dasein leidet. Und wie ich gerade feststelle, bedeutet das im Grunde, daß sich mir hier Erkenntnisse offenbaren, die eigentlich schon immer da waren und sich mir auch schon vor 6 Jahren offenbart haben. Die Lampen haben also jetzt schon recht; bei mir ist seit Jahren nichts mehr am erleuchten. Ich bin schon lange dumm, nur noch nicht so richtig glücklich. In meinem Roman will der Junge übrigens aus dieser Falle entkommen, indem er nach Berlin flüchtet. Und...ja, jetzt sehe ich plötzlich noch viel mehr Zeichen vor meinem Auge. Das sind Menschen, die singen "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin !" und da ist dieses Wappentier Berlins, das sich zur Zeit in Freiheit befindet. Freiheit !

ICH MUß HIER RAUS ! Ich muß nach BERLIN !

22.06.2006 um 04:41 Uhr

Deutschland

von: Solus

Musik: High Mud Leader (Knorkator) - Deutschland ist schön

Hochgeschätzte Mitpatrioten,
Endlich ist unser Traum, den manche gar als Fantasterei bezeichneten, Realität geworden: Die Deuschen lieben wieder Deutschland ! Nach mehr als 60 Jahren haben die Bürger kollektiv ihre Identität wiederentdeckt und scheuen sich plötzlich nicht mehr, ihre Gefühle auszudrücken. Lange mußten sie schweigen, doch nun laufen sie durch unsere schönen Straßen und schreien es sich von der Seele. Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein !
Damit ist die dunkle Zeit endlich vorbei, die Zeit, in der wir uns verstecken mußten und, wenn wir doch öffentlich unserer Pflicht nachkamen, beschimpft und angefeindet wurden. Nur weil wir unser Land lieben, waren wir Faschisten, oder Rassisten. Dabei haben wir gar nichts gegen Ausländer. Nein, wir mögen farbige Menschen sogar; vorallem die Schwarzen, die Roten und die Gelben. Wir möchten uns einfach nur dazu bekennen, wie glücklich wir sind, Deutsche zu sein und wie wundervoll wir unser Land doch finden. Und laßt Euch nicht einreden, daß die unzähligen Menschen mit ihren unzähligen Fahnen und Bemalungen hauptsächlich Fans der deutschen Fußballnationalmannschaft wären und sie sich nur mit den Nationalfarben schmücken, um zu zeigen, wie sehr sie hinter der Mannschaft stehen und wie gern sie als Nation mit den anderen Nationen feiern möchten. Nein, diese Menschen lieben und verehren ihr Land.
Leider gibt es noch Bürger, die ihre Gefühle für ihr Land weiterhin unterdrücken und, wenn die Weltmeisterschaft ihr Ende findet, gegen diese patriotische Bewegung arbeiten könnten. Es besteht die große Gefahr, daß sich dann nach und nach das deutsche Volk einschüchtern läßt und zu der Unsitte zurückkehrt, ihre Liebe zu Deutschland wieder zu leugnen. Daher müssen wir, meine werten Mitpatrioten, unbedingt dafür sorgen, daß der entfesselte Patriotismus nie wieder endet !

Als mein Vater nach dem Spiel Deutschland-Equator durch die Stadt fuhr und der Wagen zum Stillstand kam, weil die feiernden Menschen den Verkehr aufhielten, stellte sich ein Mann am Fenster des Wagens auf und forderte meinen Vater mit den Worten "Dreimal hupen für Deutschland" auf, seine patriotische Pflicht zu tun. Welch brillante Idee, denn leider fällt es einigen Bürgern immer noch schwer, zum Beispiel eine deutsche Flagge zu schwingen, oder sich eine schwarz-rot-goldene Perrücke aufzusetzen. Aber hupen kann jeder. Transportieren wir also den Patriotismus mit Hilfe alltäglicher Dinge in den Alltag der Menschen. Sprecht unsere Brüder und Schwester auf der Straße an und fordert "Dreimal klatschen für Deutschland" oder "Einmal hochspringen für Deutschland" ! Sie werden Euch diesen Wunsch nicht abschlagen können, und sie werden erkennen, wie einfach und spaßig Patriotismus ist. Geht in Bars und Restaurants und ruft "Einmal am Glas nippen für Deutschland", oder stellt Euch ans Kühlregal im Supermarkt und sagt "Milch kaufen für Deutschland". Laßt Euch noch weitere Dinge einfallen, die man für Deutschland tun kann, und die Zahl der Patrioten wird unaufhörlich steigen !

Auch von den Dienern unseres wunderschönen Landes bekommen wir große Unterstützung. So haben z.B. Politiker von CDU und CSU schon einen Flaggenzwang für Ämter gefordert. Eine großartige Idee, aber das darf natürlich nur der Anfang sein. Das Ziel sollte kein anderes sein, als daß so schnell wie möglich jedes Haus in Deutschland mit einer deutschen Flagge geschmückt wird. Auch die Autos sollen alle mit den Landesfarben verziert werden und, auch wenn dieser Vorschlag vielleicht in den kommenden Wochen noch nicht durchsetzbar sein wird, wäre natürlich auch eine zwangsbeflaggung aller Deutschen eine wunderbare Idee. Desweiteren müssen wir auch dafür sorgen, daß unsere Kultur patriotischer wird. Dies könnten wir vorallem mit einer Quote für patriotische Musik erreichen. An patriotischen Künstlern fehlt es schließlich ganz und gar nicht; großartige Popstars wie Mia oder Fler haben es vorgemacht, und wenn das Gesetz steht, müssen Nena, Udo Lindenberg und Co. natürlich nachziehen, damit sie auch weiterhin im Radio gespielt werden. Gleiches wäre auch für das Fernsehen von Nöten. Die Zahl patriotischer Sendungen ist leider noch verschwindend gering, aber im Hinblick auf die christliche Propaganda, die auf ARD, RTL und SAT.1 läuft, scheint das ja nur eine Frage des Geldes zu sein. Wir sollten also sofort damit beginnen, Geld zu sammeln und damit patriotische Sendungen zu produzieren. So könnte man zum Beispiel den Zuschauern mit einem Deutschlandquiz unser Land näherbringen, oder mit Dokumentationen über deutsche Denker und Dichter aufzeigen, was unser Land für große Personen hervorgebracht hat. Was immer wir produzieren, solange wir genug Geld bezahlen, werden es die Fernsehsender ins Programm nehmen, bis sie irgendwann selbst patriotische Sendungen herstellen, weil Patriotismus dann ein Garant für hohe Einschaltquoten sein wird.

Meine lieben Patrioten, wie Ihr seht, liegt eine immense Arbeit vor uns, damit aus dem entfachten Funken eine stolze Flamme wird. Die Deutschen haben sich wieder in ihr Land verliebt, und wir, die unser Land immer geliebt haben, müssen den anderen dabei helfen, daß aus dieser frischen Liebe eine ewig andauernde Ehe entsteht, eine feste Verbindung mit Deutschland und seinen Deutschen.
Staune Welt, der Patriotismus ist wieder nach Deutschland zurückgekehrt !

P.S. Vor dem frühmorgendlichen Fahnenappell am Sonntag wird eine Gedenkminute für Drafi DEUTSCHER abgehalten.

17.06.2006 um 00:22 Uhr

Exkurs: Der richtige Umgang mit ausländischen Fußballfans

von: Solus

Musik: Silje Nergaard - I don't want to see you cry

Mit all den unzähligen Fußballfans, die aus allen Herren Ländern angereist sind, hat sich Deutschland in einen Schmelztiegel der Kulturen verwandelt. Die unterschiedlichsten Traditionen und Gesellschaftsgefüge treffen aufeinander. Das funktioniert sehr gut, solange es um Fußball und Feiern geht, aber im Alltag kann dieser Clash der Kulturen schnell zu Mißverständnissen und damit zu Frust und Aggressionen führen. Daher möchte ich an dieser Stelle einmal einen kleinen Überblick liefern, was man im Umgang mit den ausländischen Fußballfans und ihren so unglaublich fremdartigen Kulturen beachten muß, damit während der Weltmeisterschaft auch weiterhin alles friedlich bleibt.
Ein sehr wichtiges Thema dabei ist natürlich die Höflichkeit, und sicherlich wird schon jedem bekannt sein, daß man z.B. in Japan sehr auf höfliche Umgangsformen bedacht ist. Man verneigt sich, bedankt sich sehr oft, oder zieht zum Beispiel seinen Mantel aus, wenn man ein Haus betritt und dort für eine gewisse Zeit verweilen möchte. In der japanischen Kultur gibt es aber noch viel mehr Verhaltens-Tabus, die man berücksichtigen sollte, wenn man sich mit diesen freundlichen Gesellen abgibt. So ist es beispielsweise ziemlich unanständig, wenn man vor den Augen eines Japaners in der Nase bohrt. Auch laute Blähungen empfindet der Japaner eher als unangenehm, und bei Tisch rülpsen kommt ebenfalls nicht sonderlich gut an. Im Nachbarland Südkorea sollte man hingegen aufpassen, daß man in Gesellschaft als Mann nicht die Hand in die Hose steckt, um sein Gemächt gerade zu rücken, oder vor allen Leuten das Hemd hochhebt, um sich laut auf den Bauch zu klatschen.
Oftmals muß man auch genau überlegen, was man sagt. So kann ein Italiener ziemlich ungehalten reagieren, wenn man ihm mitteilt, daß seine Freundin häßlich ist, und ein Mexikaner könnte unter Umständen äußerst aggressiv werden, wenn man ihm mehrfach öffentlich unterstellt, homosexuell zu sein, obwohl er es gar nicht ist.
Auch unkomplizierte Körperbewegungen können der Anstoß für Mißverständnisse sein. Einem Fan aus Costa Rica sollte man beispielsweise nicht gegen das Schienbein treten, und ein Engländer dürfte durchaus wütend werden, wenn man ihm grundlos eine Ohrfeige verpasst. Das Gleiche gilt im übrigen auch für das Kneifen in die Nase.
Interessant ist aber auch, daß man z.B. einer Schwedin nicht die Handtasche wegnehmen darf. Das wird in Schweden sogar bestraft. Und einem Iraner ungefragt den Bart abschneiden ist ebenfalls keine gute Idee.
Ebenfalls äußerst empfindlich in solchen Dingen sind die Ukrainer. Um Mißverständnisse zu vermeiden, sollte man sie lieber nicht auf offener Straße mit Torten bewerfen, oder ihre Hemden mit Tinte und Blaubeersaft vollspritzen. Das Übergießen mit Teer und anschließende Dekorieren mit Federn empfinden sie sogar als äußerst demütigend. Gleiches gilt übrigens auch für die Bewohner der Elfenbeinküste, die es laut unbestätigten Gerüchten auch nicht gern haben, wenn man Schlagsahne auf ihren Kopf sprüht und mit einer Kirsche verziert.
Besonders aufpassen müssen natürlich die Münchner, denn Brasilianer und Amerikaner könnten äußerst wütend reagieren, wenn sie Opfer des in Bayern äußerst beliebten "Fallnstellnderln" werden. Also bitte während der WM-Zeit lieber darauf verzichten, zwei Meter tiefe Löcher zu graben und sie mit Ästen und Gras zu tarnen. Und bitte, wer auf einen Schweizer trifft, steckt ihm bitte kein Stinktier in die Hose. Das mögen unsere Nachbarn ganz und gar nicht.

Wenn man auf diese wenigen Aktivitäten während der WM verzichtet, sollte es eigentlich keine Probleme geben. Diese Menschen sind nun einmal völlig andere Kulturen gewöhnt und da ist es für uns als Gastgeber unsere Pflicht, ihre Tabus zu berücksichtigen. In diesem Sinne, Happy WM.

12.06.2006 um 04:25 Uhr

Chemnitz hat gewählt

von: Solus

Ja, ich weiß, Ihr brennt schon darauf zu erfahren, wer denn gewonnen hat, aber bevor ich zum vorläufigen Endergebnis komme, möchte ich den Gang zur Wahlurne eines typischen Chemnitzers schildern. Das wäre dann ich, wobei ich eigenlich gar kein typischer Chemnitzer bin, denn ein typischer Chemnitz findet seine Stadt voll dufte und den alten Oberbürgermeister Seifert erst recht, und er wird sehr böse, wenn man ihm sagt, daß Chemnitz ein Kuhkaff ist, das von Jahr zu Jahr mehr eingeht, und das vorallem der alte OB dran schuld ist, der in den ersten 5 Jahren nach der Wende geschlafen hat, und mit ihm die Stadt. Aber egal, zurück zum eigentlich Thema.

Nun, der familiäre Gang zur Urne wurde wie immer für nach 14:30 Uhr angesetzt. Also, die Uhrzeit ist weniger eine Festlegung, als mehr eine logische Konsequenz aus meinem Tagesablauf und dem meiner Eltern. Jedenfalls liefen wieder, wie immer, wenn wir wählen gehen, die Nachbarn von Gegenüber vor uns. Das ist ein alter Mann, der ganz schlecht laufen kann, und seine Frau. Der Mann kommt im Grunde eigentlich gar nicht vorwärts. Meist treffen wir diese Nachbarn auf halben Wege, und wenn wir dann die Schule - dort wird immer gewählt, gerade wieder verlassen, machen sich diese Nachbarn gerade bereit, die Treppen der Schule zu erklimmen. Sooooo langsam kommen die voran. Nun, also jedenfalls wollte meine Mutter mit denen kein langes Gespräch anfangen, also nur kurz gegrüßt und dann schnell weiter. War mir äußerst recht, denn die fürchterliche Sonne empfand ich schon nach zwei Minuten als schrecklich unangenehm. Ich glaube, wenn ich mal reich bin, ziehe ich irgendwohin, wo es monatelang durchgängig dunkel ist, Island oder so. Das wird toll. Aber zurück zum Thema. Als Wahllokal mußte wie immer mein altes Klassenzimmer in der zweiten Klasse herhalten. Da werden Erinnerungen wach, wenn man so durch seine alte Schule geht. Da bin ich entlanggerannt und habe eine Tür vor den Kopf bekommen, da wurde ich verprügelt, und dort auch, und da hat mir einer einen Stein ans Bein geschossen... Ähm, also um es kurz zu machen: rein in das Zimmer, Personausweis und Wahlbescheinigung hingezeigt, Zettel bekommen, zum ersten Mal im Leben jemanden von der SPD ein Kreuz gegeben, Zettel abgegeben und dann nichts wie raus aus der Schule, an den Nachbarn vorbei und nach hause. Ziemlich unspektakulär, als daß ich jetzt noch mehr darüber schreiben müßte. Ist jetzt schon zu viel, denn wahrscheinlich war hier jeder schon mal wählen oder weiß zumindest, wie so etwas abläuft. Da ist es im Grunde vollkommen überflüssig, daß ich das hier erzähle. Hätte ich mir eigentlich alles sparen können. Ist ja auch schade um Eure Zeit. Ihr lest hier minutenlang Dinge, die Ihr schon wisst. Schon irgendwie blöd. Also wirklich.

Nun also zum Thema Wahlausgang. Fangen wir mit dem schlechtestens Ergebnis an; das bekam Mike Bräutigam mit 2,34%. Als parteiloser, junger Student, der wohl bei einem Fernsehinterview eine rhetorische Katastrophe hingelegt hat, gar nicht so schlecht. Aber gut auch nicht, wenn man das Ergebnis des anderen Parteilosen namens Uwe Barthel sieht, der mit 19,6% sogar 3% besser als PDS-Kandidat Zais war. Barthel ist Vorstandsmitglied der Chemnitzer Stadtwerke AG. Wenn die FDP sieht, wieviel Zuspruch ein Kapitalist in Chemnitz finden kann, gehen die garantiert in fünf Jahren mit einem eigenen Kandidaten in den Wahlkampf. Noch erfolgreicher war der CDU-Mann Nonnen, ich schrieb ja schon von seiner Salzgebäckattacke, der mit 23% trotzdem hochgradig enttäuscht ist. Statt Gebäck hat er übrigens in den letzten Wochen den ganzen Tag Äpfel verschenkt. Schon wieder etwas, an dem eine berühmte Person fast erstickt wäre. Stichwort Schneewittchen. Der wollte scheinbar wirklich alle Ungläubigen umbringen, vielleicht war ja deshalb die Wahlbeteiligung mit 38,5% auch so niedrig. Hmm... Gewonnen hat jedenfalls die SPD-Frau Barbara Ludwig, und doch verloren, denn mit ihren 38,3% fehlen Ihr 11,8%, um Oberbürgermeisterin zu werden. In anderen Bundesländern ist das wohl anders, aber in Sachsen braucht man als OB 50% - das heißt also, daß es in zwei Wochen eine Nachwahl gibt.

Nun dachte ich ja erst, daß in dieser Nachwahl nur die zwei stärksten Kandidaten gegeneinander antreten, damit auf jeden Fall eine 50%-Mehrheit herauskommt. Falsch gedacht; es darf wieder jeder mitmachen. Und bis auf den PDSler haben auch schon alle zugesagt, wieder anzutreten. Herr Nonnen hofft, sein Ergebnis noch auszubauen, damit er vor seiner Partei nicht mehr so schlecht dasteht, Barthel hofft auf noch ein weiteres Wunder und versprach im Interview einige Überraschungen, die er aber noch nicht verraten könnte, weil es ja sonst keine Überraschungen mehr wären, und Bräutigam will natürlich auch die Chance nutzen, nochmal in die Kamera zu winken - die Eltern freut es bestimmt. Die sind also allesamt sehr kindisch, diese OB-Anwärter, denn die Wahl ist für sie ja doch schon verloren. Ich bin mal gespannt, ob wenigstens der PDS-Zais die Klasse hat, nicht noch einmal anzutreten und stattdessen als Wahlempfehlung Frau Ludwig auszurufen. Sonst habe ich die schlimme Befürchtung, daß es in vier Wochen die nächste Nachwahl gibt, und danach dann noch eine. Aber ich denke mal, daß Frau Ludwig im nächsten Wahlgang die 50% erreicht. Die SPD hat ja noch während des Abends ihren Wahlkampf neu konzipiert. Der alte OB war erfolgreich - also wird jetzt ab sofort in jedem zweiten Satz erwähnt, daß Frau Ludwig die erfolgreiche Politik von Herrn Seifert fortführen wird. Na Juhu ! Und der Frau habe ich meine Stimme gegeben...

11.06.2006 um 15:43 Uhr

Virennerdtum

von: Solus

Musik: Markus Schrodt - Nor Nand Xor

Ich bin ja einer der wenigen Menschen, die sich darüber freuen, wenn ihr System von einem Virus befallen wird. Es kann nämlich richtig Spaß machen, sich Strategien zu überlegen, wie man das garstige Progrämmchen wieder von der Festplatte bekommt. Vor kurzem hatte ich zum Beispiel Einen, der war schon recht schlau. Hatte er mir doch bei seiner Installation gleich den Taskmanager deaktiviert, damit ich ihn nicht beenden und damit auch nicht löschen konnte. Ein großes Problem war das natürlich trotzdem nicht, denn mein alternativer Taskmanager IBProcMan funktionierte ja noch und schon war der Schelm Geschichte.

Gestern wurde es einmal richtig spaßig, denn eine harmloserscheinende Seite hatte mir gleich 6 bis 8 böse Viren, Trojaner und Browserhijacker installiert. Im Grunde eine Sauerei, denn auf die Seite war ich durch die Googlebildersuche gekommen und hatte dabei noch nicht einmal nach Bildern nackter Frauen gesucht - oftmals der Hauptgrund, um auf eine Virenseite zu gelangen.

Nun konnte jedenfalls das Vergnügen beginnen und einer dieser Viren hat mich wirklich richtig begeistert. Das fing schon mal damit an, daß er im Taskmanager nicht sichtbar war. Ich wußte aber, daß er existiert, weil er sich in mein Systemstart und in die Registry eingetragen hatte - übrigens gleich mit zwei unterschiedlichen Dateien namens fnxnpu.exe und vworp.exe, die sich scheinbar gegenseitig deckten. Natürlich haben sie sich auch gleich wieder in die Registry geschrieben, als ich ihre Einträge entfernte. Was mich aber wirklich richtig umgehauen hat, war daß ihre Dateien schlichtweg unsichtbar waren. Bevor jetzt der Kommentar kommt "Mußt Du mal -versteckte Dateien zeigen- einschalten", das ist bei mir immer eingeschaltet, und doch schien es so, als würden die Dateien einfach nicht existieren. Wenigstens IBProcMan zeigte mir an, daß diese Programme zur Zeit liefen, nur beenden konnte der die auch nicht. Da war guter Rat teuer.

Natürlich habe ich dieses Duell trotzdem gewonnen, denn die Lösung war denkbar simpel. Einfach einen Neustart einleiten und mit der Systemdiskette in die Dos-Eingabeaufforderung kommen. Dann mit dem "del"-Befehl die beiden Dateien löschen und im Windows die Einträge manuell entfernen.

Den perfekten Virus gibt es scheinbar also immer noch nicht; wobei ja angeblich diese RootKit-Viren unlöschbar sein sollen. Für den Fall hätte ich ja schon ein Programm namens Rootkitrevealer da. In wie weit man damit erfolgreich sein kann - tja, wer weiß. Auf jeden Fall würde ich gern mal mit einem rootkitverseuchten System experimentieren. Machbar ist alles, auch wenn die "Format c:"-Kiddies in den Hardwareforen gern einmal etwas anderes behaupten.

09.06.2006 um 14:15 Uhr

Der einzige Eintrag zum Thema WM ...?

von: Solus

Musik: Flaming Lips - Haven't got a clue

Natürlich muß ich mich heute auch noch dem Thema Fußball zuwenden. Aber nur ganz kurz, versprochen. Wo man hinkommt, gibt jeder seinen Senf zu diesem Thema ab und orakelt fröhlich die überraschendsten Spielergebnisse (Wir schaffen nicht mal die Vorrunde und Brasilien wird Weltmeister !). Zu dieser ganzen Thematik kann ich sowieso nicht soviel sagen, denn so oft schaue ich ja gar kein Fußball. Bundesliga sowieso nicht, Champions League dieses Jahr zum ersten Mal, weil Lehmann im Tor stand, und ansonsten höchstens Mal ein Länderspiel. Aber die WM werde ich natürlich oft schauen; vorallem die drei Spiele mit Deutschland und das Finale mit Brasilien. Ha, nein, ich denke ja schon, daß wir es etwas weiterschaffen, und ich möchte hier vorhersagen, daß im Endspiel Frankreich und Argentinien stehen und Letztere der Pokal holen.

So, damit hat sich das Thema WM für dieses Blog vorerst erledigt. Natürlich werden doch noch einige Artikel folgen, denn es ist ja sonst nichts los. Aber die gute Absicht zählt.

09.06.2006 um 13:57 Uhr

Saftladen die Zweite

von: Solus

Musik: Depeche mode - Useless

Erst einmal noch ein kleiner Nachtrag zum Thema "Dilettanten beim Arbeitsamt". Selbige hatten mir ja vor kurzem ein weiteres Angebot geschickt; eine Ausbildung als Anwendungsentwickler in einer Firma gleich in der Nähe vom Chemnitz. Da habe ich mich natürlich gleich beworben und heute kam nun die Antwort. Ich wurde nicht genommen und der Grund dafür ist, daß diese Firma gar keine Anwendungsentwickler ausbildet. Die Agentur hat mir also ein Fantasieangebot geschickt. Die müssen doch damit rechnen, daß unter den ganzen faulen Arbeitslosen doch mal einer ist, der dort hinschreibt...

09.06.2006 um 01:21 Uhr

Geschichten von der verlorenen Zeit

von: Solus

Musik: Element of Crime - Und Du wartest

Mittwoch früh, Arbeitsamt
Frohen Mutes betrete ich die Agentur, wandere zum Empfang und teile der Frau mit, daß ich gekommen bin, um mich mal wieder zu melden, weil mir sonst keine Angebote mehr zu gesendet werden würden. Die Frau drückt mir ein Formular in die Hand und schickt mich in die Wartezone. Ich warte, bis meine Bearbeiterin mich zu sich ruft, feststellt, daß sie nichts mit mir anfangen kann und mich an eine andere Frau verweist, die für mich Jobs suchen soll. Diese Frau ist jedoch aus irgendwelchen Gründen nicht an ihrem Arbeitsplatz. So warte ich, 30 Minuten. Genug Zeit, um mich über das Formular zu wundern. Es geht um ALG1; dabei beziehe ich gar kein Geld von denen.
Endlich kommt die Frau. Sie führt mich in ihr Zimmer, entschuldigt sich für ihr Magengrummeln und klickt in ihren Stellenangeboten herum. "Wollen wir mal schauen, wie ihre Zensuren so waren." sagt sie und fünf Minuten später folgt die Erkenntnis, daß die Zensuren in meinem Profil nicht der Realität entsprechen. Ich hatte auch keinen Leistungskurs Englisch. Da hat dann wohl jemand vollkommenen Blödsinn in meine Akten geschrieben. Um von diesem Faux Pas abzulenken, druckt sie mir ein Stellenangebot aus. Viel zu hohe Anforderungen für mich; so gut war ich in Mathematik nun wirklich nicht. "Aber ich kann es trotzdem mal versuchen..." Vor der Verabschiedung frage ich noch, was ich mit dem ALG-Formular machen soll. Wo ich das denn überhaupt her habe, fragt sie mich. Ich antworte und ihr Gesicht verdunkelt sich. In diesem Moment kann ich Gedanken lesen. Was für ein Saftladen ist das hier eigentlich ?!.
Donnerstag (verdammt) früh, Radiologiepraxis
Eine viertel Stunde vor meinem Termin stehe ich vor der verschlossenen, gläsernen Tür der Praxis. Alles dunkel. Andere Patienten kommen dazu, rütteln an der Tür und stellen sich hinter mich. Endlich geht das Licht an. Ein älterer Mann bastelt am Computer herum und ignoriert dabei gekonnt die Menschen vor der Tür. Nach etwa zehn Minuten betreten die Schwestern die Annahme und richten sich erst einmal ein. Endlich wird die Tür geöffnet und schon bald liege auf dem kalten Tisch. Der Arzt kommt zu mir, legt mir einen Venenzugang für den Tropf mit dem Kontrastmittel. Ich rieche und schmeckte den unnatürlichen, chemischen Stoff in meiner Lunge. Die Schwester macht ihre Bilder; kein Genitalblei-Schutz. Gut, das ich keine Kinder will. Zweimal werden Bilder gemacht; dann liege ich da und nichts passiert. 10 Minuten. Die Schwester kommt vorbei und erzählt, daß der Server kaputt ist und sie mich nicht gehen lassen darf, bevor nicht die Bilder übermittelt sind. Sie findet das selbst äußerst ärgerlich. Nochmal 10 Minuten. Und nochmal. Dazwischen einige "Alles in Ordnung ? Dauert leider noch ein bißchen." Dann endlich darf ich gehen. "Sieht soweit alles in Ordnung aus." meint die Schwester noch. Dabei ging es eigentlich darum, wie das da unten aussieht, und nicht ob da alles in Ordnung ist. Bin mal gespannt, ob der Urologe mit den Aufnahmen überhaupt etwas anfangen kann.

06.06.2006 um 02:24 Uhr

Das Lied, das wo um Fussball geht

von: Solus

In der Tradition früherer Kunstwerke von mir, auf Grund dessen schon oft mein geistiger Zustand angezweifelt wurde, ist ein neues, wunderbares Lied entstanden. Nicht irgendein Lied, nein, es wird höchst wahrscheinlich der WM-Hit schlechthin werden. Und Ihr hier seid unter den Ersten, die ihn hören könnt, den

>Klinsmannsong<

Damit werde ich reich und berühmt, da bin ich mir sicher.

02.06.2006 um 20:04 Uhr

Programmhinweis

von: Solus

Musik: Damien Rice - Cold Water

Morgen, am Sonnabend, wiederholt Pro7 ab 16.15 Uhr die erste Staffel von Lost (2 Folgen pro Woche). Ich lege allen, die sich dieser Serie bis jetzt verweigert haben, dringend ans Herz, sich das mal anzuschauen.

Die Macher beschreiben LOST als eine Art archäologische Ausgrabung, denn neben all den Dramaelementen, der Action und der Vergangenheit der Hauptcharaktere stehen vorallem die Mysterien rund um die seltsame Insel im Vordergrund. Was geschieht auf dieser Insel ? Wie kam es dazu ? Und was war davor ? Nach und nach bauen die Autoren einen eigenen Microkosmos auf, der immer mehr Fragen aufwirft. Die Antworten darauf werden nur langsam aufgedeckt. Dabei weiß der Zuschauer auch nie, ob diese vielleicht nur Lügen sind, um ihn von der Entdeckung der eigentlichen Wahrheit abzubringen. Man kann sich bei LOST über nichts sicher sein, auch nicht, ob alle Hauptcharaktere in der nächsten Folge noch am Leben sind.

LOST, eine mutige, innovative und äußerst unterhaltsame Serie - ab Morgen auf Pro7.

02.06.2006 um 00:01 Uhr

Ein Geologe hat Gold gefunden

von: Solus

Nach 13 Jahren habe ich es nun endlich durchgezogen und es einmal richtig durchgespielt, von Anfang bis Ende, ohne Schummeln und Levelüberspringen.

 

Man bin ich toll. Man bin ich langweilig.

01.06.2006 um 14:01 Uhr

Statusbericht zum Monatsanfang

von: Solus

Musik: Einstürzende Neubauten - Youme and meyou

Seit 8 Tagen nichts geschrieben. Das ist mies. Also, was gibt's Neues im Solusland ? Nun, erst einmal war ich ja beim Urologen, wegen meinem Nierenstein, der jetzt plötzlich doch viel größer ist, als behauptet, sodaß ich nächste Woche zum Harnleiterröntgen muß und der Herr Doktor dann wohl entscheidet, ob das Ding zertrümmert oder rausoperiert wird. So oder so habe ich bald was ganz Tolles zu erzählen. Juhu !

Aber nicht nur das; nächsten Monat wird umgezogen. Weil das Wohnhaus, in dem ich und meine Eltern dahinvegetieren, verkauft wurde und nun restauriert werden soll, müssen wir raus. Das Thema liegt nun schon seit einem Jahr auf dem Tisch, aber gab ewig keine guten Wohnungen. Es werden halt doch sehr viel weniger Familien durch Autounfälle und Co. ausgelöscht, als man denkt. Letztendlich haben nun meine Eltern eine Wohnung gefunden, die mag ich persönlich gar nicht, weil Plattenbau nun mal stinkt, aber auf der anderen Seite weiß ich ja auch gar nicht, wie lange ich überhaupt noch bei meinen Eltern wohne. Ist natürlich auch für sie blöd, jetzt eine Dreizimmerwohnung zu nehmen und kurz danach bin ich vielleicht weg, aber anders geht es nun mal nicht. Also ab in den Plattenbau, der zumindest in der Innenstadt steht und so schlimm ist die Wohnung auch nicht. Zu den Nachteilen gehören natürlich die dünnen Wände, aber auch das moderne Klo ohne diese Erhebung, die aber so wichtig ist, weil ja sonst beim Kacken die Würstchen immer ins Wasser fallen und man so einen nassen Hintern bekommt. Werde ich gerade zu vulgär ? Egal. Nach der langen Pause liest hier sowieso keiner mehr mit. Aber zurück zum Thema; Jedenfalls ist die Wohnung ganz und gar nicht optimal, und ich schätze auch, daß meine Eltern in wenigen Jahren woanders hinziehen und meine Mutter, wie von mir jetzt schon prophezeit, zugeben wird, daß es ihr von Anfang an in der neuen Wohnung nicht gefallen hat. Naja, mir solls erstmal egal sein. Vielleicht bringt die Wohnung sogar einen Vorteil mit, denn wie an den Namensschildern gelesen habe, wohnen in dem Haus wohl zwei Koreanerfamilien. Vielleicht hat ja eine von denen ein hübsches Töchterchen in meinem Alter. Die heirate ich und verkaufe dann mit ihr auf dem Marktplatz täglich Obst und Gemüse. Ha, endlich keine Gedanken mehr darüber machen müssen, was mal aus mir wird, und (hoffentlich) guten Sex. Das wird toll. Neue Wohnung, ich komme !