... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

19.06.2011 um 07:47 Uhr

Wenn die Muse einen Eisberg küsst.

von: Wari

Ich mag gesellige Runden, in denen man neue Menschen kennenlernt und alte Freunde wiedertrifft. Was ich nicht mag: Meinen Schwager, der nichts außer sich gut findet. Alles, was andere machen und was sie an Gedanken in sich tragen ist nichtig. Ihm fehlt jegliche Empathie. Hart wie ein Eisberg, an den man zum hundertsten Mal anschrammt und an dem man zum hundertsten Mal einen halben Schiffbruch erleidet. Ein weiterer Fall von "den wird man nie zum Blick über den eigenen Tellerrand" bekommen. Gestern Abend nun hat er einfach nur genervt mit seinen altklugen Weisheiten über Dinge und Fakten, bei denen er noch nicht mal den Hauch von Einfühlungsvermögen zeigt. Ein Mensch, der nur seine Prinzipien und seinen Weg für den richtigen hält. Er ist einfach nur anstrengend. Und die Distanziertheit seiner Kinder, sie wird mir immer klarer. Wenn sie einem zur Begrüßung die Pfötchen hinreichen, brav, wie man es bei einem Menschen macht, der einem gerade neu vorgestellt wird, ohne ein Lächeln, ohne ein Hauch von Verbundenheit. Ich tu mich wahrlich schwer mit ihm.

 

14.06.2011 um 06:10 Uhr

Boak, boak, boak.

von: Wari

Sehen wir uns wieder? Ende November diesen Jahres, in der selben Stadt, an einem anderen Ort? Dota würde für uns singen!

 

13.06.2011 um 23:00 Uhr

Diese fabelhafte Welt

von: Wari

Der kopflastig übermüdete Samstag wollte vergessen werden. Das Leben beschloss von allein wieder zu fließen und schickte mir ab Sonntagmorgen einen fabelhaften Moment nach dem anderen. Gespräche mit einer wirkich guten Freundin unten am Fluss, während die Hunde fröhlich hin und her hopsten. Um danach bei einem gemeinsamen Freund Nosferatu im Garten zu schauen, gut bewirtet zu sein und Menschen kennenzulernen, die man vielleicht nur einmal im Leben sieht und dennoch nette Gespräche zu führen. Heute Morgen bittet mich meine Obermieterin, sie zum Flughafen zu fahren, damit sie nicht ewig unterwegs ist. Ich nehme mir die Zeit und wir plauschen noch ein wenig, bevor sie in ihren Flieger steigt. Auf der Rückfahrt zweige ich zu einem Freund ab, werde von seinen Kindern und der Freundin freudestrahlend begrüßt. Sie spielen gerade Kubb und ich bin begeistert, obwohl ich doch so schlecht verlieren kann. Wir trinken noch einen Kaffee und sitzen gemütlich zusammen, bevor ich heimkehre, um ein wenig Ordnung ins Chaos zu bringen, bevor die weltbesten Kinder hier eintrudeln. Die Wartezeit verkürzt mir eine Freundin, die noch ihr Fahrrad abholen wollte und sie bringt noch eine Freundin mit, die ich bisher nur vom Hörensagen kannte. Wir lachen und scherzen, stellen fest, dass einige Singlemänner einen gehörigen Schuss weghaben (ich korrigiere ihre Ansicht, dass es alle sind - weil die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt stirbt :-)) und ich nehme meine freudestrahlenden Kinder in Empfang, finde tröstende Worte, als der Große weinend zusammensinkt, weil er seine Oma vermisst, mit der er das Wochenende verbracht hat. Bin zu Tränen gerührt, über den Liebesbrief, den mir der Kleine rüberschiebt, in dem sich so viel Herzenswärme findet, dass man ihn nie, nie wieder loslassen möchte! Und freue mich am Abend über ein ganz besonderes Geschenk, dass mir meine Obermieterin heute gemacht hat: Auf der Rückfahrt vom Flughafen höre ich im Radio (wie gut, dass der CD-Player vor vielen Monden seinen Geist aufgegeben hatte), dass heute der Film aller Filme laufen wird. Endlich mal wieder Amélie geschaut und es ist wie jedes Mal, wenn ich diesen wunderbaren Film gesehen habe und Monde dazwischenlagen. Ich entdecke so viel Neues, so viele Wunderbarlichkeiten, die mich entzücken. Audrey, das war der schönste Abschluss eines Tages wie diesem, den du mir schenken konntest. Es ist fantastisch und das Leben ist so wunderbar, so voller Wunder!

 

12.06.2011 um 13:11 Uhr

Herzenangelegenheiten

von: Wari

 

10.06.2011 um 05:56 Uhr

Unbedenklich.

von: Wari

Nach einem dreistündigen Telefonat mit einem Wildfremden, der mir just in jenem Moment näher schien, als es möglich sein könnte, freue ich mich auf das gemeinsame Frühstück am Fluss. Und ich bin gespannt auf weitere Gespräche mit ihm. Denn in den drei Stunden, die wie im Flug vergingen, hatte ich das gute Gefühl, dass da ein Mensch vor mir sitzt, von oder besser mit dem ich viel lernen kann und der mir schon in diesem ersten Gespräch zeigte, dass er die kleinen Dinge im Leben sieht und zu schätzen weiß. Das tat sehr gut und diesmal habe ich das Bedürfnis, an dieser Stelle weder etwas zu zerdenken, noch zu zerträumen. Es fühlt sich stimmig an und ich bin geneigt, alle Erwartungen, die sich mitunter doch leise durch den Hintereingang reinschummeln, am Samstagmorgen vorm Losfahren abzuladen. Damit es an dieser Stelle einfach ein unbefangenes Kennenlernpicknick mit der Option auf weitere gemeinsame Stunden an diesem Tag werden kann.

Was mich persönlich angeht, sehe ich mich momentan durch die Entwicklung meiner Persönlichkeit rasen, so als ob ich mich etwas liebevoll antreiben würde, meinem eigenen Ich zu folgen. Es sind gerade so enorme Sprünge nach vorn möglich, in einem Tempo, welches mir weder Angst einjagt, noch zu schnell ist. Dinge, an denen ich monatelang gerüttelt habe, die ich auf Biegen und Brechen verändert haben wollte, gehen nun von selbst mit mir Hand in Hand und es ist für diesen Zeitraum ein Leichtes, Veränderungen durchzusetzen und anzunehmen. Es scheint, als hätte es in jener Zeit, in der ich nicht mehr kämpfen wollte, in der ich einfach losließ, was ich gerade nicht ändern konnte, zu dem geführt, was ich eigentlich erreichen wollte. Der Kampf davor als Mittel mir zu vergegenwärtigen, welche Dinge überhaupt zu klären waren. Die Energie, die ich vermeintlich verlor, deren Zerrinnen mich müde machte und ausgelaugte, sie war nicht umsonst abgegeben. Denn just in jenem Moment, als ich vermeintlich aufgab und die weiße Fahne schwenkte, kam der Punkt, an dem alles energiegeladen zu mir zurückkam. In diesem Erwachen und mit dieser Erkenntnis nun wahrnehmen zu können, welche enormen Schritte ich jetzt gehen kann, welche Konfliktlösungen stattgefunden habe, tut gut, macht Mut auf neue Abenteuer mit mir selbst und gibt mir die Gewissheit, dass nach so manchem Tiefgang, alles wieder und wieder einen Sprung nach vorne macht. Ein Ziel haben (und sei es für diesen Augenblick noch so illusorisch), daraufhin arbeiten (und seien die Mittel auch manches Mal die falschen), zum richtigen Zeitpunkt loslassen und dann erkennen, was sich alles erreichen lässt. Besser kann es mir gerade nicht gehen.

Und in diesen Sprung purzelt ein Mensch, der ähnlich tickt wie ich. Dummdidumm - ich hab Samstagsfrühstückshunger :-)

 

09.06.2011 um 00:41 Uhr

Überraschungsmomente

von: Wari

Ich liebe sie ja, die kleinen Augenblicke, die für innerliche Aufgeregtheit sorgen. Ich mag sie, die winzigen Aufmerksamkeiten, die zeigen, dass jemand an einen denkt. Und so freu ich mich einfach auf morgen und lächel still in mich hinein.

 

07.06.2011 um 09:23 Uhr

Und er ist auch ein Blindfisch!

von: Wari

Nein, nicht Mr. "Dann hast du doch bis morgen Abend Zeit?!", sondern mal wieder der Kindesvater. Weil der Lütte in einigen Fächern Schwierigkeiten hat und eigentlich noch ein Jahr bräuchte, um das Wissen haben zu können und ohne Probleme durch´s Schulleben zu gehen, wäre eine Versetzung in die Klasse zurück eine Lösung, die man durchaus in Betracht ziehen sollte. Nicht weil man den Kleinen schonen will, sondern weil es ihm gut tun würde, wenn er mal wieder ein Erfolgserlebnis in der Schule hätte und nicht von schlechten Noten geplagt wäre. Aber weil es jetzt ein Mal mit den Hausaufgaben beim Kindesvater gut lief und er nun den Eindruck hat, dass der Kleine so gar keine Probleme mehr hat, meint der ehrenwerte Herr Papa, dass doch alles bestens ist und das Kind doch Angst hat, die Klasse zu wiederholen, weil er dann meint, er sei dumm. Und demzufolge möchte er keinen Antrag stellen auf Versetzung.

Will heißen, wir quälen unseren Sohn lieber durch die nächsten Schuljahre, vergeben ihm die Chance auf eine für ihn passende Schulzeit und hoffen, dass er das Hinterherhinken vielleicht irgendwann aufholt.

Kann man so blind und blöd sein?

 

06.06.2011 um 23:06 Uhr

Ein bisschen was für mich.

von: Wari

Und für euch .... 

 

06.06.2011 um 12:20 Uhr

Ich bin ein Blindfisch.

von: Wari

Denn jetzt hab ich´s schriftlich, dass es Dinge gibt, bei denen wir unterschiedlich sind und somit nicht zusammenpassen. Und ich hab´s mal wieder nicht gesehen. Sorry, dass ich mit meinem verschmitzten Lachen liebevoll durch die Welt hüpfe und irgendwie immer den Ernst des Lebens übersehe. (Oder waren´s die Hausschuhe, die ich nicht an ihren vorgesehenen Bestimmungsort zurückgelegt habe?)

Ja mei, und ich dachte, dass die Unterschiede in den Persönlichkeiten eine Beziehung spannend machen. Wenn Mr. "Dann hast du doch bis morgen Abend Zeit?!!" nun aber einen weiblichen Klon haben möchte, dann soll er mal schön weitersuchen. Da behalt ich meine Zahnbürste lieber für mich!

 

05.06.2011 um 21:59 Uhr

Bildungspaket oder Beschäftigungstherapie?

von: Wari

Leute, ihr geht mir mächtig auf den Zeiger! So langsam könnt ihr euch die mühsam zu erbettelnden Centstücke sonst wohin schieben. Und Frau von der Leyen, wenn Sie meinen, irgendwem auch nur irgendwie mit diesem Schritt für die am unteren Limit lebenden Kinder geholfen zu haben, dann stellen Sie doch bitte mal einen Antrag auf eine Klassenfahrt und auf 10 Euro für Klavierunterricht. Vielleicht fragen Sie sich dann nicht mehr, wieso KEINER Lust darauf hat, sich überall und fortlaufend vor irgendwem nackig machen zu müssen. Lasst das Geld stecken, wir kommen auch ohne eure Almosen klar!