Artemis

25.04.2015 um 13:25 Uhr

Nachtrag zu „ Das Geheimnis des weiblichen Tempels“

Der Text „ Das Geheimnis des weiblichen Tempels“ wurde intuitiv, fast medial geschrieben. Jedes Mal, wenn ich ihn lese frage ich mich, woher ich das weiß, was es bedeutet und wer wohl die Autorin ist. Egal wie es ist, es ist durch mich hindurch geflossen und ich empfinde ihn, wie ein Kunstwerk das erschaffen wurde, um eure Intention und euren Zugang zu eurem inneren Selbst zu öffnen.



Verbesserung eines Schreibfehlers:
„Für die Männer ist es schwerer. Weiblichkeit muss anerkannt und als Teil von sich selbst geachtet werden. Sie müssen erkennen, dass ihre weibliche Seite keinen Widerspruch zu ihrer Männlichkeit darstellt.“

An dieser Stelle stand vorher Weiblichkeit, natürlich muss man sagen, dass die weibliche Seite für die Männer nicht im Gegensatz zu ihrer Männlichkeit stehen soll. Die Männer sollten verstehen, dass ihre weibliche Seite ein Teil von ihnen selbst ist und es keinen inneren Konflikt gibt, wenn sie sie ausleben und verwirklichen. Sie müssen sich nicht fürchten, dadurch die Männlichkeit zu verlieren. Weiblichkeit ist keine Schwäche, sonder eine Stärke. Wenn Weiblichkeit nicht mehr abgewertet wird, dann muss die weibliche Seite auch nicht verleugnet werden, sondern kann integriert werden. Das ermöglicht für die Männer auch ein  besseres Verstehen der Frauen und löst Konkurrenzdenken und Hierarchien auf. Somit wird ein konstruktives Miteinander möglich und die Liebe und der gegenseitige Respekt kann fließen. Ganz ungeahnte Kräfte werden freigesetzt, wenn Männer und Frauen kooperieren anstatt sich zu bekämpfen.
Die Mächtigen handeln nach dem Prinzip „Teile und herrsche“ . Dadurch, dass sie einen Krieg der Geschlechter entflammt haben können sie weiterhin die Menschheit kontrollieren.

22.04.2015 um 20:17 Uhr

Das Geheimnis des weiblichen Tempels

von: Ischtar   Kategorie: Weibliche Spiritualität   Stichwörter: Erleuchtung, der, weibliche, Tempel, die, Göttin

Das Geheimnis des weiblichen Tempels

 

Die Ewige

 

Den Schlüssel der Worte hat die Priesterin. Dann stehst du vor dem Tor.

 

II. Die Wächterin

 

Sie ist immer das was du selbst bist.

Sie ist immer dort wo du auch bist. 

Sie ist in allem und auf allen Ebenen und die wenigsten erkennen sie.

Sie hat viele Namen und viele Verkleidungen. 

 

Du erkennst sie so, wie es deinem Erkennen entspricht.

 

Sie begegnet dir so, wie sie in dir Entsprechung findet.

Sie begegnet dir so wie du ihr begegnest. 

Sie gibt genau das zurück, was sie von dir bekommt.

 

Sie antwortet auf das, was deine Frage ist.

 

Ihr einziges Ziel ist, dich in den Tempel zu führen.

Alles was sie sagt und tut führt dorthin. 

Alles was sie verhindert würde dich fortführen.

Du brauchst sie um hineinzukommen und du wirst sie, wenn du darin bist.

Du verstehst es erst, wenn du den Tempel betreten hast.

Stell sie in den Tempel und du stellst dich in den Tempel.

Wenn du sie vollkommen anerkennst erhältst du Zutritt.

 

Wenn du sie absolut liebst, erhältst du Zutritt. 

Wenn sie dich absolut liebt, erhältst du Zutritt.

Wenn du es willst erhältst du Zutritt.

Wenn du sie abspaltest entfernst du dich vom Tempel.

Wenn du sie abspaltest teilst du dich.

Wenn du ihr etwas nimmst, verlierst du es.

Du tust es alles selbst. Du bist es alles selbst.

Suche innen und nicht außen. 

Wenn du sie als dich selbst erkennst, erhältst du Zutritt.

 

I. Der Tempel

Wenn du sie weiterhin suchst gehst du wieder vor die Tür.

Wach auf. Geh nicht zurück!

 

 

 

Der Tempel

Hier ist alles was weiblich ist, alles was bisher über Göttin geschrieben wurde ist die Eigenschaft des weiblichen Tempels. Man könnte es das Element der Weiblichkeit nennen. Hier ist eine Urenergie des Lebens, eine heilige Quelle. Hier ist die reine weibliche Energie und ihr Symbol ist ein scharlachroter Blütenkelch. Das Wasser des Lebens und der heilige Gral sind darin verborgen.
Dies ist weibliche Energie des Universums. Ausweichend daher und unbeschreibbar.

Das Tor
Hier ist die Gefahr: Wenn du dich spaltest und du eine Göttin anbetest, verlierst du sie.
Nur wer die Göttin, welche die weibliche Energie ist, in sich anerkennt, erhält Zutritt. Nur wer sie in sich selbst lebt kann durch dieses Tor gehen. Wer den Tempel vollständig betreten hat verliert Artemis, denn sie ist nun ganz mit dir verschmolzen. Jetzt ist Einheit da.

Schlüssel
Verehre sie mit Blumen, denn sie sind der heilige Gral, verehre sie mit Früchten, denn sie sind die Formen, die sie geschaffen hat. Schenk ihr Liebe, sie wird sie mit dir verschmelzen. Öffne das Tor mit Zartheit. Das Geheimnis ist das Wasser, das die hohe dicke Mauer umfließt.


Die Wächterin

Die Göttin ist die Wächterin des weiblichen Tempels. Die Göttin ist überall, wo Weiblichkeit ist und überall dort hat sie Zutritt. Die Bedeutung ihrer Existenz ist es, dass du sie in dir erkennst, somit erhältst du Eintritt. So zeigt sie sich zuerst außerhalb von dir, um dich zur Einheit zu führen.
Viele Frauen gehen in diesem Tempel ein und aus und es ist ihnen oft nicht bewusst. Sie sind so sehr ein Teil der Göttin, dass sie es nicht mehr bemerken. Dies sind Träumerinnen, die in ihren Instinkten leben, wie die Tiere in der Wildnis, die so auch Teile der Göttin sind.
Für die Männer ist es schwerer. Weiblichkeit muss anerkannt und als Teil von sich selbst geachtet werden. Sie müssen erkennen, dass ihre weibliche Seite keinen Widerspruch zu ihrer Männlichkeit darstellt.
Versuchst du mit Gewalt den Tempel zu betreten, schleichst dich heimlich hinein, so wird er dir ewig verschlossen sein. Je härter du gegen sie kämpfst desto mehr entfernst du dich von ihr und desto dicker werden die Blockaden. Du entfernst dich von deiner eigenen weiblichen Seite. Und sie wird auch dich ablehnen und gegen dich kämpfen, diesen Kampf kannst du nicht gewinnen und so tritt eine innere Spaltung ein.
Verachtest du sie, weil du sie in dir ablehnst, so wird sie sich nicht zeigen. Du kannst sie nicht fortschicken, ohne dich zu zerteilen, denn du bist sie selbst. Immer wieder wiederholt sie diese Worte und zeigt mit dem Finger auf dich: „Du bist die Göttin“. Doch solange du sie im Spiegel betrachtest, erkennst du es nicht ganz, aber es ist ein Anfang.

Vorbeihuschende unvollständige Spiegelbilder und Zerrbilder: „Ich fühle wie du, ich handle wie du, ich lache und ich weine wie du, ich bin zornig wie du. Als ich ein kleines Mädchen war, da war ich ganz wie du und wenn ich dich sehe, dann sehe ich das kleine Mädchen, das ich war, wild und frei und verspielt und ich machte mir keine Sorgen um irgendwas, sonder ich lebte einfach nur, weil das Leben schön ist. Ich liebe dich, weil du so bist.“ Aber wenn du sie so siehst und außen erkennst, verschwindet sie, du verlierst den Blick auf dich selbst und das verbietet die Wächterin, denn das was du liebst ist deine eigene weibliche Seite und hier verschwindet sie schnell und löst sich in dir auf.
So wird sie der göttliche Zwilling, denn die Mutter ist immer die Tochter und die Tochter ist immer die Mutter. „Du bist immer die ganze Göttin!“ (Artemis 2004)   
Die Göttin schläft und träumt sich eine Welt, die sich Leben nennt. Wach auf und erkenne, dass du die Schläferin bist und die Träumerin. Und die Welt löst sich auf. Was sieht eine schlafende Göttin, die die Augen öffnet?

Die Erscheinungsform als Wesenheit

Auch so erscheint eine Göttin. Die Göttin, wenn du sie evozierst, zeigt sich wie eine Frau und ein Wesen, mit allen Gefühlen, Gedanken und Verhalten. Sie spiegelt dein eigenes Wesen und wird doch in diesem Moment eine andere.

Artemis ist niemals fort und sie ist niemals tot. Sie ist aber im Wandel. Sie kennen zu lernen als eine Persönlichkeit mit Intelligenz macht es manchmal schwierig zu begreifen, dass sie diese weibliche Energie ist. Aber da es ihr Ziel ist, dir dies zu zeigen wird sich dich immer wieder darauf hinweisen und in dir aufgehen, solange, bist du sie im Innern gefunden und verwirklicht hast.
Artemis erscheint, wenn du sie von dir abspaltest, wenn du sie außen suchst oder ihre Energie ablehnst. Oder aber, wenn das Leben dich gezwungen hat, sie zu verleugnen und die Menschen dir erzählen, dass sie etwas Unerwünschtes darstellt, du es aber nicht fühlst. Sie bemerkt deine innere Treue zu ihr und führt dich zum Tempel. Artemis erscheint auch, wenn du ihr besonders ähnlich bist, dann kommt sie in Liebe um die Tochter zu begrüßen.

Als ich sie so mit ihr verschmolzen verloren hatte, hat mich die Liebe getrieben sie wieder zu suchen, das wunderbare Wesen, das an meiner Seite lebte um mich in ihre Geheimnisse zu unterweisen. Die Liebe rief sie ins Leben zurück.
Wer sich selbst verliert, kann sie suchen und dann erscheint sie wieder lachend an deiner Seite und sagt: „Artemis ist da“ und sie führt dich wieder in ihren Tempel zurück um sich aufs Neue in dir aufzulösen und zu verschwinden. 



 

© 2015 Autorin, Zeichnungen, Bilder, Fotos: Juliane Arnold. Staibenäcker 24, 70188 Stuttgart.
Diese Texte dürfen inhaltlich nicht verändert und nur mit Genehmigung veröffentlicht werden. Texte dürfen nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden. Bei Zitaten soll immer eine Quelle mit angegeben werden.

 

18.04.2015 um 15:37 Uhr

Die Freiheit der Frau nach Artemis basiert auf diesen Grundlagen:

Für die Frauen
"Artemis liebt so...die Frauen." (Artemis 2011)
Die Göttin ist die personifizierte Freiheit der Frau, die Kämpferin für sie und die Vertreterin der Frauen. Sie ist immer für die Frau.
Die Frau ist die Personifizierung des weiblichen Prinzips des Universums.
Das Ende der Einmischung der Männer in die ureigensten Angelegenheiten der Frauen. In Zukunft sollen alle nach ihrer Natur leben können.
"Da wo keine Freiheit ist, da ist nicht Artemis ... Da wo keine Artemis ist, da gehst du zugrunde." (Artemis 2006)

Die Freiheit der Frau nach Artemis basiert auf diesen Grundlagen:

Freier Wille und Selbstbestimmung, Weisheit:


Es untersteht nur dem Willen der Frau, die Entscheidungen über ihr Leben zu treffen.
Das bedeutet auch eine freie Entscheidung über die Durchführung der folgenden Punkte. Passe sie klug an dein Leben und die Bedingungen an.

Aufklärung, Lernen, Bildung, Wissen

Berücksichtigung von Karma,
denn alles was du tust und gibst tust du dir selbst.

Tu deinen eigenen Willen.

Ausbildung des Intellekts und Wissens. "Du musst immer selbst denken!"

Unabhängigkeit und Selbstversorgung, Selbstverantwortung
Möglichkeit der Versorgung der Kinder.


Volle Kontrolle und Entscheidungsfreiheit über den eigenen Körper:

Alle Möglichkeiten zur Verhütung

Entscheidung und Kontrolle über Schwangerschaft und Geburt

Kontrolle über die Anzahl der Kinder


Das bedeutet absolute Selbstbestimmung in der Geburtenkontrolle!
Freie Sexualität: Die Frau wählt selbst mit wem und wann sie Sex hat. Das führt dazu, dass nur die Frau entscheidet, wer der Vater ihrer Kinder ist.

Natürlich schließt dies alles das selbst bestimmte Recht auf Abtreibung ein.






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Anmerkung der Autorin: Diese Statements stammen von der Website artemis.li. Nach einem Hack wurden einige Passagen vor Allem über Geburtenkontrolle und Selbstbestimmung über den eigenen Körper zensiert, darum sollen sie hier nochmals zur Verfügung gestellt werden. Ich bitte euch zu bedenken, dass im Internet tatsächlich auch mit illegalen Mitteln Zensuren durchgeführt werden.


© 2015 Autorin, Zeichnungen, Bilder, Fotos: Juliane Arnold. Staibenäcker 24, 70188 Stuttgart.
Diese Texte dürfen inhaltlich nicht verändert und nur mit Genehmigung veröffentlicht werden. Nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden. Bei Zitaten soll immer eine Quelle mit angegeben werden

18.04.2015 um 13:44 Uhr

Die Entstehung der Entfremdung vom Göttlichen und der Entfremdung vom Weiblichen

Die ältesten uns bekannten Religionen sind die Religionen der Göttin und die Naturreligionen. Sie entstanden nicht durch die Lehre eines einzelnen Propheten sondern durch die Beobachtung der Menschen. Sie beobachteten ihre Welt, ihre Umwelt, das Universum und die Natur. Sie stellten fest, dass das Leben auf der Erde in Zyklen verläuft. Eines der ältesten Weisheitsbücher, das Kybalion*, sagt es uns auch: „Alles Schwingt, alles ist in Bewegung." In den ersten Tagen der Menschheit waren Frauen die großen Denkerinnen. Sie waren geheiligt, denn nur aus ihnen konnte neues Leben entstehen und das Fortbestehen der eigenen Spezies musste gesichert werden. Schamanisch begabte Menschen konnten hinter den Schleier blicken und sie wussten, dass alle Materie ein Ausdruck des Geistes ist, bewusst und lebendig. Uns so gaben sie allem einen Namen. Die Erde und das Universum, die alles Leben und Materie hervorbrachten waren die großen Mütter allen Lebens. Es konnte von jedem erfahren und täglich überall beobachtet werden. Göttinnen waren keine abstrakten Wesen, die man sich nicht vorzustellen hatte, sie sind überall sichtbar in ihrem Handeln, ihrem nährenden, gebärenden und auch vernichtenden Aspekten. Sie sind selbst die Welt, die Frauen und das Universum in ihrer Verkörperung. Heute ist die Menschheit von solchen Beobachtungen entfremdet. Sie wurden von den Religionen der Prophenten für sich vereinnahmt, verfremdet und so wieder gegeben. So können sich manche Vorstellungen über Jahrtausende halten, aber der Sinn ging verloren. So wurde aus der Mutter Erde ein abstrakter Vatergott, der irgendwo im Himmel schwebt und sein eigenes, uns fernes Reich hat. Das hängt damit zusammen, dass irgendwann auf der Erde die Männer die Macht an sich rissen. Dies geschah durch die körperliche Kraft und den Verfall der Moral durch die ersten Kriege. Das war der Moment, als die Menschheit ihre Unschuld verlor und lernte zu töten und zu vergewaltigen. Der Beginn des Patriarchats. Es war den nun herrschenden Männern unmöglich, Mutter Erde noch als Götttin anzuerkennen. Die Frau war schließlich ein schwaches Wesen, dass der Gewalt des Mannes hilflos ausgeliefert war. Diese Erfahrung hatten sie im Ausleben von Macht gemacht. Die Ethik, die Verschiedenheit liebt, schützt und wertschätzt, ging verloren. So wurde aus einem Muster: Das Elternteil als Gott, ein starker "überlegener" Vatergott gemacht. Der Zusammenhang mit den natürlichen Zyklen und Eigenschaften, dem Erschaffen von Leben, ging dabei jedoch verloren. Man kann erkennen, dass überall auf der Welt die Vatergötter Einzug hielten. Ein besonderes Beispiel für diese Entwicklung ist das Vorbild unseres heutigen „Gottvaters", der griechische Gott Zeus. Er wollte sogar ohne Frau Kinder gebären und so sollte der Ursprung seiner Kinder aus seinem Körper gestammt haben, aus seiner Stirn und seinen Beinen. So wurden die Göttinnen entmachtet. Auch heute noch gibt es Tendenzen, dass Männer das Gebären und Erschaffen von Leben den Frauen entziehen möchten. Sie arbeiten an der Forschung von künstlicher Intelligenz, Robotern, dem berühmten Golem. Auch die Geschichte von Frankenstein ist eine beispielhafte Geschichte für den Wunsch der Männer selbst Leben zu erschaffen. Warum das so ist, darf sich jeder selbst denken. Die modernen Kirchen, besonders die Katholische, setzt alles daran, den Frauen die Kontrolle über das Gebären abzunehmen. Sie sprechen ihnen keine Autonomie zu und wollen alle Fortpflanzung kontrollieren. Dadurch wird die liebevolle weibliche Kontrolle über die Bevölkerungszahl und deren Wohlbefinden unterdrückt. Das heißt, Frauen achten darauf, dass nur so viele Kinder geboren werden, wie auch ernährt werden können. Auf diese Weise wird Überbevölkerung und Hunger vorbegeugt. Der weibliche Aspekt der universellen Gottheit wird nun aber absichtlich geleugnet und dämonisisert. Nur mit Maria mussten sie sich abfinden, da dies das übertragene Bild der Muttergöttin ist. Es ist nicht aus der Welt zu schaffen, denn es ist ein menschliches Archetyp. Die Mutter mit dem Kind. Dieses Bild ist älter, als alles andere. Es ist das erste Erleben des Menschen, der auf die Erde kommt, von seiner Mutter im Arm gehalten zu werden. Die erste Liebe geht von der Mutter aus und die erste große Liebe eines Kindes ist die eigene Mutter. Auch dies bedingt die Entstehung der ersten Muttergöttinnen.
Die eigene Mutter wird noch geliebt. Es ist jedoch ein gewissen Hass auf das Weibliche entstanden und so wird es allgemein gehasst, nur die Liebe zur eigenen Mutter wird noch erinnert. Hängt der Ursprung des Frauenhasses mit den patriarchalen Religionen zusammen? Nein, die Art, wie diese Religionen ausgelebt werden und die Gründe für ihre Entstehung, sind bereits ein Symptom des Frauenhasses. Wenn sich etwas auf dieser Welt ändern soll, dann müssen wir danach suchen, woher dieser Hass kommt. Psychologen sagen, die Männer verachten ihre eigenen weiblichen Eigenschaften und erkennen diese in der Frau wieder. Sie fühlen sich weniger männlich, wenn sie weibliche Eigenschaften an sich entdecken. Ich denke, dies ist auch der Grund für die Verachtung und Verfolgung Homosexueller Männer, die ihre weibliche Seite eben voll ausleben. Die heutige soziale Ordnung ist hierarchisch aufgebaut und es ist ihnen bewusst, dass das Weibliche in dieser Hackordnung unter dem Männlichen steht. Dies mag eine Erklärung dafür sein. Ich glaube aber, die Ursachen liegen viel tiefer in der Psyche von Männern. Wenn wir die Verletzungen finden, die im Hintergrund liegen, können wir endlich mit einer Heilung beginnen und so auch soziologisch und kulturell dem Weiblichen einen höheren Stellenwert geben und den Respekt, den es verdient, die Hierarchie aufheben und das Zusammenspiel der männlichen und weiblichen Kräfte im Gleichgewicht wieder herstellen.

* (Begriff Kybalion: Kybele ist eine Griechische Göttin, die Endung -ion deutet auf einen Tempel oder ein Heiligtum: Heiligtum der Kybele. Männer behaupten heute, der Name könnte nicht übersetzt werden. Vgl bekannte Tempel: Apollionion, Artemision, Heraklion.)