Rueckblickend ist es naterulich nicht ganz so einfach festzustellen, welche Fortschritte, mein Griechisch ind den letzten Wochen gemacht hat.
Ich versuche mich einmal so gut es geht zu erinnern und zu schildern, was sich Monat fuer Monat getan hat....
Februar
Bevor ich nach gekommen bin hatte ich mich ja chon ein bisschen vorbereitet, indem ich die ersten beiden Lektionen im Buch durchgemacht habe, das Alphabet gelernt habe und fleissig meine Lerncd angehoert habe.
Ich war also richtig motiviert, als ich hier ankam. ich tellte mir vor jeden Tag, sprechen zu muessen, irgendwann sogar faehig sein ungezwungen Gespraeche auf Greichisch fuerhen zu koennen. Ein halbes Jahr, so dachte ich waere ausreichend, das zu schaffen.
Als ich ankam, dachte ich mir, dass es logisch und normal ist, dass am Anfang alle ENglisch mit dir sprechen...
Im Februar hatten wir offiziell 2 Wochen Sprachkurs, von denen die erste aber ausfiel, weil es Schnee in Athen gegeben hatte und somit eine der anderen Teilnehmerinen spaeter kam:Ihr Flug war verschoben worden.
Nach einer Woche sassen wir vier Freiwilligen also sehr motiviert in unserem Sprachkurs. Und so wie ich versprachen sich die anderen auch sehr viel davon. Wahrscheinlich etwas zu viel. Sechs Stunden pro Tag haben wir gelernt, die restlichen 18 war der Kopf damit beschaeftigt zu vergessen. Es war einfach zu viel, was man in einem Tag lernte.
So waren wir nach drei oder vier Tagen ziemlich demotiviert. Natuerlich hatten wwir ein paar Fortschritte gemacht: Wir konnten die Uhrzeit sagen, den Namen, unsere Telefonnummer, aber es war alles sehr neu und sehr anders. Vor allem die Schrift machte zu schaffen....
Trotzdem war meine Hoffnung, zu lernen noch nicht ausgeloescht, ich nahm mir vor jeden Tag ein halbes Stuendchen zu lernen....
Maerz
IM Maerz fingen wir an zu arbeiten. Ich erwartete richtig im griechischen Leben involviert zu sein und sprechen zu muessen.
Wider meiner Erwartungen sprachen, aber alle Englisch. Selbst mit Freiwilligen, die einmal pro Woch hier her kommen und schon seit 15 Jahren in Griechenland sind, spricht man groesstenteils Englisch. Doch ich versuchte, mich davon nicht unterkriegen zu lassen und lernte weiter meine halbe Stunde pro Tag. Das Problem war nur: wie bitte sollte ich ds anwenden, wo ich doch nur Englisch sprach?
Ich veruchte es ueberall: in Bars, in Taxi, beim Einkaufen, aber meistens wurde mir in Englisch geantwortet. Es ist natuerlich sehr hoeflich, das zu machen, aber auch sehr demotivierend, weil man sich fragt,wofuer man dei Sprache ueberhaupt erlernen soll.
Zum Glueck hatten wir noch unsere 2 Griechischstunden pro Woche, in denen man ueben konnte. Ausserdem lernte ich einen Kioskbesitzer kennen, der kein Wort Englisch sprach.
Ich lernte einzukaufen, die Richtungen zu verstehen, ein bisschen das zu erzaehlen, was ich hier mache und etwas ueber meine Familie zu erzaehlen.
Ausserdem fing ich gegen Ende des Monats an, die Therapiestunden zu verstehen. Das ist ein Vorteil der Arbeit:Es wiederholt sich alles, die Worte, die Gespraeche. Mit den Kindern kann man zum Glueck kein Englisch sprechen, also lernte ich die Therapeuten zu verstehen.
April
Anfang April war es mir dann zu bloed. Ich sagte den Mitarbeitern, sie sollten doch bitte Greichisch mit mir sprechen. Es gibt vier Therapeuten, die uns sagen, was wir machen sollen. Zwei von ihnen gelang es, Greichisch zu sprechen, die anderen beiden weigerten sich zwar nicht ausdruecklich, aber sie taten es einfach nicht.
Eine Spricht von Natur aus ungefaehr so langsam wie Ruediger Hoffmann. Das ist fuer mich natuerlich sehr vorteilhaft. Und fuer sie ist es auch nicht nervig langsam zu sprechen, sie tut es ja sowieso....
Sie ist eine Motivation fuer mich, weil sie nicht gleich Englisch spricht, wenn ich nicht alles verstehe, sondern versucht mit Haenden und Fuessen zu erklaeren versucht; Im April gab es noch eine andere grosse Motivation: das war ein Wochenende in Thessloniki;
Auf der Zugfahrt sass ich in einem Abteil mit ein paar aelteren Leuten, die unbedingt wissen wollten, woher ich kam, was ich mache usw.
Sie konnten kein Englisch und somit musste ich es versuchen. Schliesslich verstanden sie mich. Auch ich habe ihre Gespraeche verstanden. Auch wenn sie nicht mit mir gesprochen haben. Natuerlich haben sie nicht ueber anspruchsvolle philosophische Fragen diskutiert, sondern von ihren Familien erzaehlt, aber ich war gluecklich, dass ich das verstand.
In Thessaloniki selbst lernte ich einen Restaurantbesitzer kennen, der sein Restaurant fuer mich schloss um mir die Stadt zu zeigen. Sien Englisch und mein Greichisch waren ungefaehr auf dem gleichen Niveau. Also haben wir uns darauf geinigt, Greichisch zu sprechen. Und es klappte. Naturlich habe ich sehr oft einfach "nai,nai" (ja, ja) gesagt, obwohl ich kein wort verstanden habe, aber sehr viel habe ich eben doch verstanden.
Nach dem Wochenende war meine Motivation wieder sehr gross/ Ich habe die Vergangenheit gelernt, Kinderbuecher gelesen und das Futur gelernt.
Dann bin ich nach Frankreich zu Alexandre gefahren. Dort habe ich gemerkt, dass es so schlecht nicht aussieht mit meinen Griechisch. Ich habe gemerkt, dass es sich eben doch entwickelt hat in den letzten Monaten.
Mai
Jetzt bin ich wieder zurueck und ich habe realisiert, dass meine Erwartungen im Gegensatz zum Anfang kleiner geworden sind. Ich werde nie fliessend sprechen, aber ich werde versuchen, so gut es geht zu lernen. I
Ich versuche jeden Tag mindestens eine laengere Unterhaltung auf Greichsich zu fuehren, das ist meine Motivation. Wenn ich niemanden finde gehe ich entweder zu Ilias in den Kiosk oder zu Maria in den Supermarkt. Die beiden sprechen naemlich beide keine Englisch und sind sehr herzlich.
Ausserdem versuche ich, nicht nur mit anderen europaeischen Freiwilligen wegzugehen, sondern eben auch mit Griechen. Ich will nicht, dass sich so eine Art Parallelgesellschaft bildet....
Obwohl es die natuerlich laengst gibt. Obwohl ich es hier nicht zum ueberleben brauche, versuche ich weiterhin mein halbes Stuendchen taeglich zu lernen.....