Es soll ja vorkommen, daß man mit zwei Wochen Urlaub am Stück auskommen muß. Und es soll auch vorkommen, daß von einem erwartet wird, gleich am ersten Tag danach wieder voll durchzustarten. Aber ich will nicht, mag nicht, hab keine Lust... und beschließe jetzt einfach, mein Vermeidungsmuster zu perfektionieren. ... Doch ich muß ebenso befürchten, damit keinerlei Erfolg zu haben. Es gibt Dinge, vor denen kann man einfach nicht davonlaufen. Also werde ich in den sauren Apfel beißen und in den nächsten Tagen (Wochen?) den Krisenmanager und Krisenfolgenausbügler in Personalunion mimen.
Dabei würde ich doch viel lieber in Urlaubserinnerungen schwelgen, die Gedanken und Eindrücke noch bissl ziehen oder setzten lassen (je nach dem, ob Tee oder Kaffee) und vielleicht auch das eine oder andere Foto blogfein machen. Die zwei Urlaubswochen waren nämlich wirklich sehr schön und erholsam. Traumhaftes Wetter - traumhafte Landschaft - akzeptables Quartier, das die kleineren italienischen Schlampereien mit einem atemberaubenden Blick vom Balkon wett machte - nette Reisebegleiter, die bei Bedarf auch mal unsichtbar waren und es strikt vermieden, die falschen Fragen im falschen Moment zu stellen - und noch so einige andere Dinge, die den Urlaub angenehm machen, für die man aber auch weitestgehend selbst sorgen kann (z.B. der Umfang der mitreisenden CD- und MP3-Sammlung ;) ). Nur für eine echte Bergwanderung war zu meinem persönlichen Leidwesen das Wetter einfach zu heiß. So weit reicht mein Masochismus dann doch nicht.
So, nun ist es an der Zeit, die geliehenen Utensilien wieder zurückzugeben. ;)
Deine Flügel habe ich sehr oft benutzt, liebe Tigerschnute, und sie haben mich ohne große Anstrengung an viele verschiedene Orte getragen und mich dabei zu Menschen gebracht, mit denen ich diese Eindrücke gerne geteilt hätte. Ich habe sie aber gar nicht so sehr dafür benutzt, schwerelos ins Nirvana zu entschweben, sondern vielmehr dazu, meinen gewohnten Flughafen mal aus anderer Perspektive zu betrachten, ein paar baufällige Schlaglöcher in der Landebahn auszumachen, und auch mal wieder ein paar Ausweichflughäfen einen virtuellen Besuch abzustatten. Und von da oben konnte ich auch sehen, daß sich mein Herbstprojekt ganz gut in die Gesamtlandschaft einfügen würde...
Auch die Taucherbrille - Danke NoZi - habe ich selbstverständlich eingesetzt - oft genug hat mich ein Strudel in die Tiefe gezogen, was nicht zuletzt an Coelho lag, der mir zwar manches Fragezeichen geradegebogen hat, dafür aber gleich eine ganze Serie zusätzlicher ergänzte. Jedenfalls konnte ich bei diesen Tauchgängen wieder viele neue Entdeckungen machen und Knoten im Netzwerk der Verstrickungen finden.
Nicht zuletzt habe ich dann noch etwas in meinem Urlaubsgepäck entdeckt, was ich gar nicht eingepackt hatte und mir auch niemand offiziell mitgab: eine Lavalampe. Unnötig eigentlich, weil alleine der Blick vom Balkon ein vergleichbare Wirkung erzielte. Dennoch hat sie genau das erreicht, was sie immer erreicht hatte...
Nun sind hoffentlich alle Leihgeräte zu ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgelangt. Die zusätzlichen Gebrauchsspuren bitte ich zu entschuldigen. Irgendwie hat sich daran jetzt auch ein Stück von mir verewigt.
Vielleicht sollte ich auch noch erwähnen, daß mich des öfteren verschiedene Trommelklänge über den See erreichten, die offenbar unterschiedlicher Herkunft waren, wohl aber aus der gleichen Richtung kamen. ;)
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Soweit eine kleine Zusammenfassung. Vielleicht reicht die Zeit heute abend noch für ein paar Bilder. Ansonsten werde ich in den nächsten Tagen eher selten hier sein.
*winkewinke* ..an alle!