derbaeristlos

22.06.2011 um 17:18 Uhr

HerrBärT in Oberfranken - Theater Hof

Jetzt bin ich schon einige Tage am Theater Hof und habe viele tolle Sachen erlebt. Weil ich hier leider immernoch keine Fotos hochladen kann, könnt ihr meine Erlebnisse auf der Homepage des Theater Hof unter www.theater-hof.de mitverfolgen.

Liebe Grüße

HerrBärT

13.05.2011 um 10:51 Uhr

Herr Bär T. ist am TfN

von: derbaeristlos   Stichwörter: Theater, für, Niedersachsen

Stimmung: Sonnig!
Musik: Let the sunshine

Ich bin wieder da! Weil es aber in Hildesheim Probleme gibt, Fotos in diesen Blog zu laden, gibt es alles über mich erst einmal auf der TfN · Homepage unter

28.03.2011 um 16:28 Uhr

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Stimmung: Hervorragend
Musik: Aquarius

Wieder führte mich meine Reise quer durch die Republik - vom Osten in den Westen. Seit dem vergangenen Wochenende weile ich nun in Essen am Schauspiel - genauer gesagt im Grillo-Theater am Theaterplatz. Einen Opernplatz gibt es hier in Essen natürlich auch - da befindet sich das Aalto-Theater. Dort sind die Oper, das Ballett und die Essener Philharmoniker zu Hause. Nur ein paar Schritte sind es von dort dann zur Philharmonie. Und damit ist die Familie „Theater und Philharmonie Essen" komplett. Oder wie die Abkürzung lautet: TUP. Tiptop!

Im Grillo-Theater hat am Samstag das Stück „Headspin Critical Mess" Premiere gefeiert, ein Projekt von Samir Akika, Anna K. Becker und Sebastian Zarzutzki. Ich fasse es für Euch mal so zusammen: Zwölf Performer (Musiker, Schauspieler und Tänzer) probieren auf der Bühne aus, was passiert, wenn Hoch- auf Subkultur trifft - oder umgekehrt.  

Zu jeder Premiere gehört natürlich der obligatorische Pressetisch (hier in Essen ist das ein Ungetüm von Wagen, der nur sehr schwer zu bewegen ist. Zum Glück bin ich aber ja bärenstark!), wo die Pressevertreter ihre Karten abholen können sowie ein Programmheft und eine CD mit Fotos der Inszenierung erhalten. Natürlich lässt sich an einem solchen Abend auch der Intendant im Theaterfoyer blicken, begrüßt Premierengäste und Zuschauer, schüttelt Hände und hält Smalltalk. Meine Begegnung mit Christian Tombeil habe ich selbstverständlich im Bild festhalten lassen. Guter Typ!

Kaum war der Schlussapplaus im Grillo-Theater verklungen, ging es auch schon rüber in die Casa und Box. Anlässlich des Welttheatertages, der in diesem Jahr bereits zum 50. Mal begangen wurde, fand dort ein KunstRauschFest statt - ausgehend von Tim Etchells' „Quizoola!". Schauspieler, Musiker und Bildende Künstler feierten die ganze Nacht: zwölf bzw. elf Stunden, von 18:00 bis 6:00 Uhr (war ja Zeitumstellung!).

Das Konzept für diese irre Nacht stammt übrigens von dem Schauspieler Tom Gerber: Der Mann hat wirklich gute Ideen! Und das Herz am rechten Fleck noch dazu: Auch die Essener Tafel war mit von der Party. Statt Eintritt konnten Lebensmittel gespendet werden. „Mit Essen spielt man nicht. Für Essen schon." - so lautet das aktuelle Spielzeitmotto hier am Schauspiel Essen.

Noch ist ja Platz an meiner Weste, so dass ich jetzt auch den Button der langen Nacht trage: ein Fragezeichen. Und besser als die Westdeutsche Allgemeine (kurz WAZ) es in ihrer heutigen Ausgabe zusammengefasst hat, kann ich diese Nacht auch nicht auf den Punkt bringen: Es war „ein kunstvoller Abenteuerspielplatz"!

PS: Leider kann ich hier in meinem Blog aktuell keine Fotos mehr hochladen :-(: Aber auf der facebook-Seite des Schauspiel Essen werde ich für Euch ein Album anlegen: www.facebook.com/schauspielessen

23.03.2011 um 11:21 Uhr

HerrBärT unterwegs in der Spreewald-Metropole

Die Reise ganz in den Osten der Republik in meinem Karton war lang und dunkel. Das ist aber auch eine fürchterliche Art zu reisen! Vor einer reichlichen Woche dann hob sich endlich der Deckel des Kartons. Ich war im Staatstheater Cottbus angekommen!

                           

Zur Einstimmung zeigten mir die Theaterleute gleich die Stadt. Zwei Gebäude gefielen mir besonders gut: das Große Haus des Staatstheaters, ein Jugendstilbau aus dem Jahre 1908, und das Kunstmuseum Dieselkraftwerk. Das Außergewöhnliche an diesen beiden sehr unterschiedlichen Kultureinrichtungen ist, dass sie zusammen gehören und die Brandenburgische Kulturstiftung bilden.

   

Am Abend ging es in die Kammerbühne, eine Nebenspielstätte des Staatstheaters. Dort schaute ich mir das „Heimat-Spektakulum" an und begann zu überlegen, was Heimat eigentlich bedeutet. Für die Cottbuser hat es sicher mit Braunkohle (Vattenfall) und Energie (Energie Cottbus), einem gewissen Herrn Pückler (Pückler-Eis) und den Gurken (Spreewälder Gewürzgurken) zu tun. Ich selbst weiß nicht so genau, was Heimat für mich heißt. Ich bin mal hier, mal dort. Das habe ich gemein mit vielen Brandenburgern, die Woche für Woche zu ihrem Arbeitsort pendeln müssen.

                                    

Meine Reise durch den Cottbuser Spielplan führte mich weiter zu einem anderen Schauspiel im Großen Haus am Schillerplatz. „Lehrer sollten nackt nicht tanzen, nicht vor ihren Schülern!" lautete der klangvolle Titel des Stückes von Bert Koss, das 2009 von Schauspieldirektor Mario Holetzeck uraufgeführt wurde und seither ständig ausverkauft ist. Ich durfte einen Blick hinter die Kulissen, nämlich in die Maske werfen und Zeuge einer atemberaubenden Veränderung werden: Der Schauspieler Oliver Seidel verdreifachte seinen Körperumfang und wurde zu Monster, einem Schüler jener verrückten Schule, um die es in dem Stück geht.

             

Als nächstes geriet ich in die Generalprobe zur Uraufführung „Und der Haifisch, der hat Tränen". Sven Grützmacher, der Direktor des Tanz Theater Trier, „borgte" sich den Songtitel von Rammstein für seinen Tanzabend. Ich war einer der ersten, die seine Inszenierung zu Gesicht bekamen und garantiert der allererste Bär.

                           

Das Tanzstück erzählt die Geschichte von Victor (Christian Schreier, im Bild vorn). Victor ist ein Kind der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Widersprüche seines Elternhauses prägen ihn stark: die Fürsorge seiner Mutter, vor allem aber die seelischen Verletzungen, die ihm der Vater zufügt. Freundschaften und die erste große Liebe enden in Enttäuschungen. In den Umbrüchen der 80er und 90er Jahre verdichten sich Victors Ängste zur Existenzkrise, auf die er mit Gewaltphantasien reagiert. Schließlich greift er zur Waffe...

Kurz bevor ich wieder auf Reisen gehen sollte, besuchte ich noch das Benefizkonzert zugunsten der Katastrophenopfer in Japan in der Oberkirche St. Nikolai. 1200 Menschen - so viele! - waren am Sonntagnachmittag gekommen, um dem Philharmonischen Orchester des Staatstheaters und seinem GMD Evan Christ zuzuhören. Japanische Kollegen im Orchester um Kontrabassist Masatoshi Saito hatten das Konzert initiiert, gespielt wurde Beethovens Eroica. Drei Schauspieler lasen Texte mit einer glasklaren Haltung zum „Restrisiko" und dann wurden fast 18.000 € für die Katastrophenopfer gesammelt. Ein großer Erfolg!

                          

So ging eine spannende Woche am Staatstheater Cottbus in Windeseile vorüber. Ruck zuck muss ich mich schon wieder verabschieden. Ich schaue in traurige Gesichter, jetzt, da ich gleich in meinen Karton klettern und den Deckel schließen werde. Ab ins Dunkle, HerrBärT! Aber was soll‘s: Keine Zeit für Tränen. Auf in ein neues Abenteuer!

27.01.2011 um 17:23 Uhr

Hannover, 25. Januar

Am 25. Januar war HerrBärT. unterwegs... Hier sein Bericht!

"Heute mache ich einen Ausflug! Es ist kurz nach acht und es geht schon los - viel zu früh für einen Theaterbären, finde ich! Zwischen Trommeln und Triangeln eingebettet, fahre ich in einem Rucksack an der Seite der Musiktheaterpädagogin mit der Bahn. Und dann sind da plötzlich so viele kleine Menschen! Das kann nur eine Grundschule sein...

Die Klasse 3d wurde als Premierenklassen der Kinderoper „Die Schneekönigin" der Jungen Oper Hannover ausgesucht. Letzte Woche (das muss in etwa gewesen sein, als ich noch in Leipzig Ballett tanzte) hat die Klasse bereits eine Probe besucht und danach mit der Regisseurin, Dramaturgin und den Schauspielern gesprochen.
Heute spielen wir selbst zur „Schneekönigin" Theater und Musik: Wie fühlt es sich an, wenn Gerda von ihrem Freund Kay so gemein behandelt wird? Oder wie klingt Dämonenmusik? Ich persönlich mag ja die Rolle des Bonk am liebsten - der sieht in seinem dicken Fell fast aus wie ich, und dazu singt der noch so schön traurig. Am Ende liest mir die Klasse ihre „Mutmach-Briefe an Gerda" vor, die bei der Premiere dem Publikum gezeigt werden. Also, wenn ich einen solchen Brief bekäme, würde ich auch so mutig wie Gerda auf die Suche nach Kay gehen. Aber psssst: das soll ja eine Überraschung werden!

Während die Schüler wegen der morgigen Premiere schon ganz aufgeregt sind und an der Jungen Oper die letzten Vorbereitungen für den großen Tag getroffen werden, eifere ich Gerda nach und begebe mich wieder auf die Reise... Tschüss Hannover!"

27.01.2011 um 17:21 Uhr

Hannover, 19. Januar

Uff!

Zwei Premieren in einer Woche - da kommen die Hannoveraner nicht hinterher, HerrBärT.s Erlebnisse ins Netz zu stellen. Zunächst ein Nachtrag vom 19. Januar, als HerrBärT. einen Workshop der Theaterpädagogik im Opernhaus beobachtet hat.

Suchbild mit Bär

Was machen die Kinder denn da?

Workshop mit Bär

HerrBärT. ist dabei und mitten drin!

Es wird getrommelt, gerasselt und geflötet!

20.01.2011 um 18:46 Uhr

Herr Bär T. in Hannover

Aus Leipzig ist Herr Bär T. wohlbehalten in Hannover angekommen, um hier ein paar Tage an der Staatsoper zu verbringen. Allerdings haben wir in der Dramaturgie-Sitzung erst eine Weile gebraucht, bis wir den karnevalesk verkleideten Bär (Gruß nach Rudolstadt!) als solchen erkannt haben.

Ankunft in Hannover

Zu der Button-Sammlung auf seiner Hose ist ein Exemplar der Jungen Oper Hannover hinzugekommen - SELIGER HELD! Das schien uns passend. Aber um über die weiteren Parallelen zwischen Wagners Siegfried und dem theaterrreisenden Bären zu sinnieren, ist vielleicht das Ring-Blog der Staatsoper der richtige Ort. Anfang März beginnen die Proben zum dritten Teil der Tetralogie von Richard Wagner, und dann wird auch das Ring-Blog aus dem Sommer- und Winterschlaf erweckt.

Doch nun zu Herrn Bär T., kurz HerrBärT.

Direkt nach seiner Ankunft in Hannover hat er die Bekannschaft mit einem Theaterhund gemacht - Motte aus der Theaterpädagogik. Sie haben sich gut vertragen und in der Folge angenehme Tage zusammen im 4. Stock des Opernhauses verbracht - bei diesen Temperaturen ist es doch gut, wenn man jemanden zum Wärmen hat!

Erstkontakt mit Motte, dem Theaterhund

Angekommen!

 

05.01.2011 um 14:30 Uhr

Bye bye Leipzig!

Nun ist es soweit: Ich packe meine Sachen und freue mich auf neue Erlebnisse in der Oper Hannover. Doch bevor ich losfahre, habe ich noch etwas Tolles entdeckt. Hier seht ihr ein Bühnenbildmodell der Händel-Oper „Admeto“. Mit viel Liebe zum Detail und unzähligen Stunden Arbeit hat der Bühnenbildner ein kleines Modell gebaut. Mit Hilfe dieses Modells und vieler technischer Zeichnungen wurden in den Theaterwerkstätten die Kulissen für die große Bühne geschaffen. Bereits hier seht ihr viele Kleinigkeiten: Vitrinen mit Ausstellungsstücken, Treppen, Figuren und sogar Geweihe an der Wand.

Und damit verabschiede ich mich von meinen lieben Freunden, die ich in Leipzig kennengelernt habe.

Euer HerrBärT

04.01.2011 um 10:00 Uhr

Mein letzter Tag an der Oper Leipzig

Mein letzter Tag im Leipziger Opernhaus: Bevor ich an die Oper Hannover reise, gibt es noch eine Station, die ich mir unbedingt anschauen muss.

Es ist kurz nach 9.00 Uhr und ich fahre mit dem Aufzug bis in die oberste Etage des Hauses. Hier verbringt das Leipziger Ballett den Großteil des Tages. Es gibt viele Garderoben, Büros und zwei Ballettsäle, in denen rund 40 Tänzer tagtäglich arbeiten. Die Company hat seit Anfang der Spielzeit einen neuen Direktor: Mario Schröder. Momentan bereiten sie einen Ballettabend vor: „Carmina Burana“, der in zwei Wochen Premiere haben wird.

Damit ich mich hier ungehindert umschauen kann, bekomme ich eine Art „Passierschein“, einen gelben Button, auf dem Charlie Chaplin abgebildet ist und der für das tolle Ballett „Chaplin“ wirbt. Okay, dann kann es losgehen:

Das tägliche Training beginnt zwar erst um 10.00 Uhr, aber dennoch finden sich die ersten Tänzer im Ballettsaal ein, um sich zu erwärmen. Sie  haben einen langen und anstrengenden Tag vor sich: Nach 1 ½ Stunden Training geht es nach einer Pause bis in den Nachmittag mit Proben für den neuen Ballettabend weiter. Hier treffe ich Ana, die Spanierin ist und der ich bei der Arbeit zuschaue. Nur ganz wenige Tänzer stammen aus Deutschland. Die meisten kommen aus Ländern wie Russland, Australien, Japan usw.

Das sieht so einfach aus, ist es aber gar nicht. Ich mache trotzdem mal mit. Ui, schaut mal, wie schön ich mein Bein heben kann.

Ich hätte da noch einen Wunsch: Einmal ein paar Spitzenschuhe anziehen. Das sieht so toll aus, wenn die Tänzerinnen auf Spitze tanzen. So, Ana hilft mir beim Anprobieren. Naja, meine Füße sind ganz schön dick und passen kaum in die Schuhe und wackelig ist es auch noch. Halt mich bloß fest, sonst kippe ich um. Gar nicht so einfach! Du kannst das eben doch viel besser!

Ich glaube, ich brauche eine kleine Erholungspause. Für die Tänzer beginnt sowieso gleich das Training und bevor jemand auf die Idee kommt, dass ich mich auch an die Ballettstange stelle, werde ich mich lieber verkrümeln. Bloß nicht zu viel Anstrengung am letzten Tag.

03.01.2011 um 18:57 Uhr

Meine erste Komische Oper im Leipziger Theater

Nun bin ich wieder da und starte in ein neues Jahr, für das ich euch, meine lieben Leser, viel Erfolg, Glück, Gesundheit und Spaß am, im und ums Theater wünsche.

Wie so viele andere Leute habe ich über Weihnachten natürlich auch ein paar Vorstellungen besucht und Fotos geschossen. Und wie immer konnte ich nicht still im Zuschauerraum sitzen und das Stück anschauen, sondern bin hinter den Kulissen herumgeschlichen.

Auf meinem Weg durch die Garderoben der Sänger stieß ich auf dieses tolle Bild:

Die zwei Künstler des Bildes heißen Justin und Pascal und sind Zwillinge, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen. Aha, anscheinend spielen sie auch im Theater mit, obwohl sie sicher nicht älter als 10 Jahre sind und noch zur Schule gehen. Da steht: "Zar und Zimmermann" und die linke Figur in Rosa ist der Adjutant des Marquis de Chateauneuf und die rechte soll Zar Peter I. als Kind sein.

Was für ein glücklicher Zufall. Gerade heute wird diese Komische Oper von Albert Lortzing gespielt. Da mache ich mich doch gleich auf die Suche nach den beiden. 

Hinter den Kulissen treffe ich auf Leute, die sich wohl im normalen Leben kaum begegnen würden: einen Kleinstadtbürgermeister, der sich für sehr klug hält, einen Werftarbeiter, den alle für den Zaren halten, einen russischen und einen englischen Diplomaten im Taucherkostüm und schließlich auch den französischen Gesandten (re) mit seinem Adjutanten (li) in Rosa. Und während alle den richtigen Zar Peter I. suchen, lerne ich von Pascal, wie ich mit einem Schwert umgehen kann und erfahre, dass er überhaupt nicht aufgeregt ist, wenn er auf der Bühne steht. Im Prinzip ist er ja schon Profi, erklärt er mir, denn er und sein Bruder spielten bereits in vier verschiedenen Theaterstücken mit.

Aber wo verstecken sich nun Justin, der als kleines Zarenkind auftritt und der richtige Zar Peter I.? Am besten, ich bleibe in Bühnennähe und verfolge die Handlung, damit mir nichts entgeht. Irgendwann wird sicher der Zar auftauchen.

In der Zwischenzeit erlebe ich die schöne Marie, die mit viel Herz und Verstand um ihren Bräutigam Peter Iwanow kämpft. Und während die beiden noch vom Heiraten träumen, geben sich zwei andere derweil das Ja-Wort. So kommt es, dass ich dem Brautpaar die Ringe anstecken darf und bei der großen Hochzeitssause dabei bin. Alle Gäste tragen original flandrische Trachten in Schwarz und Weiß. Und wisst ihr was? Auf der Bühne gibt es gar keinen richtigen Wein, sondern nur Apfelsaft, Wasser oder Tee. Dabei hatte ich mich schon so gefreut.

Schließlich habe ich sie endlich entdeckt: Zar Peter I. und das Zarenkind. Beide warten auf einen großen Auftritt, denn während der Zar eine wunderschöne Arie singt, in der er sich an seine Kindheit erinnert: "Einst spielt ich mit Zepter, Krone und Stern", lässt Justin als Zarenkind den Traum bildhaft werden und spielt des Zaren glückliche Kindheit.

Bravo! Das war toll! Eine kleine Träne rollte mir sogar über die Wangen. Und jetzt, nach dem Auftritt, sind die zwei zu Scherzen aufgelegt.

Aber nicht nur ich habe den richtigen Zaren gefunden, sondern alle anderen auch. Und so gibt es am Schluss der Oper für (fast) alle ein Happy End.