Gedanken oder Fragen

15.08.2009 um 19:22 Uhr

Die Bremer Stadtmusikanten

Stimmung: gut

Sie hatten es nicht mehr gut, dort wo sie waren.
Sie hatten es wohl auch niemals wirklich gut gehabt dort.
Der Esel des Müllers, der Jahr für Jahr die schweren Getreidesäcke schleppen musste, und jetzt wo er nicht mehr konnte einfach fortgejagt wurde.
Der Hund, der Angst hatte vom Bauern nicht sein Gnadenbrot zu bekommen.
Die Katze, die der Bürgermeister nicht mehr brauchte, da ihre Zähne schon stumpf waren.
Und Gockelmann, der Hahn des Bauern Bolte, der am nächsten Tag im Kochtopf landen sollte.

Besser als hier, werden wir es wohl überall haben können, sagten die vier sich scheinbar.
Und so zogen diese vier so unterschiedlichen Gesellen los, in Richtung Bremen.
Auch wenn jeder von ihnen so ganz anders war, als die anderen drei, so ergänzten sie sich doch prima. Jeder von ihnen konnte etwas, was die anderen drei nicht konnten. So sollte dieses gemeinsame gehen, bei aller Unterschiedlichkeit, doch jedem von ihnen zu Nutzen sein.

Selbst wenn diese vier Bremer Stadtmusikanten niemals in Bremen ankamen, sondern in einer alten Räuberburg sich einquartierten, hatte ihre gemeinsame Wanderung und ihre Verschiedenartigkeit doch ihren Sinn.

Einer alleine von ihnen hätte es nie geschafft, was sie so gemeinsam zu viert schafften.

Besser als hier, werde ich es überall haben.
Sagten sie sich wohl.
Und so gingen sie.
Der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn.
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