Gedanken oder Fragen

10.10.2009 um 06:33 Uhr

Zahlt die Krankenkasse eine Psychotherapie?

Stimmung: gut

Heute am 10. Oktober ist der
"Welttag für seelische Gesundheit"

Seelische Gesundheit ist zweifellos wichtig, genauso wichtig wie die körperliche Gesundheit.
Wenn nicht sogar noch wichtiger.
Denn was nutzt uns körperliche Gesundheit, wenn wir uns trotzdem krank fühlen, oder durch Depressionen,Sozialphobie, Trauma, Ängste etc. am Leben gehindert sehen.
Psychische Störungen sind inzwischen zu der Volkskrankheit überhaupt geworden. Auch wenn oftmals nicht darüber gesprochen wird.
Es scheint immer noch einfacher zu sein, zu sagen "Ich bin erkältet" als "Ich leide unter Ängsten und Depressionen".
Letztendlich reagiert der Körper irgendwann auch auf seelische Beschwerden mit Gesundheitsstörungen.

Wenn etwas mit den Ohren, dem Hals, dem Magen, den Augen, dem Herzen nicht in Ordnung ist, gehen wir zum Arzt und lassen es abklären um geheilt zu werden.
Anders bei Depressionen oder anderen seelischen Störungen, da ist oftmals eine Hemmschwelle vorhanden, den zuständigen Facharzt oder Therapeuten aufzusuchen.
Es kommt dann oft die Frage auf, wer bezahlt das überhaupt, wie bekomme ich eine Therapie, bin ich überhaupt "krank"?

Leider erkennen die Allgemeinärzte seelische Störungen bei ihren Patienten nicht immer, häufig aufgrund von Zeitmangel. . Behandeln eher die körperlichen Symptome . Manchmal ist auch das Vertrauen des Patienten zum Hausarzt nicht so ausgeprägt, dass er diesem von seinen seelischen Schmerzen oder Problemen erzählen mag.

Nun machen die Welttage für seelische Gesundheit nicht automatisch die Seele gesund.
Was kann man machen, wenn man meint eine Therapie zur seelischen Gesundung zu brauchen?
Zumal es sehr viele verschiedene Therapieformen wie z.B. Bewegungstherapie, Psychoanalyse, Psychotherapie, Verhaltenstherapie etc.gibt.
Um herauszufinden welche Therapieform die passende ist, rät Prof. Frank Schneider, von der Uniklinik Aachen, sich bei einem Facharzt für Psychologie oder Psychiatrie über die für einen persönlich geeignete Therapieform beraten zu lassen.

Nach Anmeldung zu einer Therapie kann der Therapeut bis zu fünf probatorische Sitzungen abhalten, um zu klären, ob der Patient überhaupt eine Therapie benötigt, auch ob Patient und Therapeut ein Vertrauensverhältnis zueinander aufbauen können. Dieses ist die Vorraussetzung für eine weitere Therapie, deren Kosten die Krankenkasse übernimmt.
Wenn es nicht passt, sollte man sich nicht scheuen dieses zu sagen und sich einen anderen Therapeuten suchen.

Man kann sich also von seinem Hausarzt an einen Therapeuten überweisen lassen, aber auch sich selber einen von der Krankenkasse zugelassenen Therapeuten suchen um sich dort direkt anzumelden.

Häufig lese ich hier, dass die Klientinnen sich Gedanken darüber machen, was der Therapeut von ihnen denken könnte, oder dass sie ihn enttäuschen mit dem was sie sagen. Dieses sollte kein Grund sein etwas nicht zu sagen. Denn der Patient steht im Mittelpunkt, nicht der Therapeut, er soll helfen, er verdient damit einfach nur sein Geld, es ist egal was er von dem Patienten oder dessen Handeln persönlich denkt. Er soll ihn dabei unterstützen sein Leben zu leben und nicht werten oder bewerten.

Dankbar wäre ich über Erfahrungsberichte eurer Therapien, auch wie ihr den geeigneten Therapeuten gefunden habt und wie es mit der Kostenübernahm durch die Kassen klappte..
Vielleicht kann der eine oder andere auch schreiben, worauf man im besonderen und speziellen achten sollte.

Regeln für eine Psychotherapie, sowie Hilfe bei der Arztsuche bzw. Psycholgensuche bieten die Seiten

Psychotherapiesuche.de

und

Neurologen und Psychiater im Netz

Ich wünsche mir und euch eine gute und dauerhafte seelische Gesundheit. Die Voraussetzung für ein lebenswertes Leben.
-