Gedanken oder Fragen

12.03.2010 um 21:03 Uhr

Menschlichkeit zahlt sich für Lehrerin nicht aus

Schüler machen Fehler.
Manchmal auch sehr viele.
So wie beim NRW Zentralabitur bei einer Englischklausur.

Eine 62 jährige Bonner Studienrätin, war bei den Korrekturen der Englischklausuren ihrer Schützlinge entsetzt über die vielen Orthographiefehler.
Sie hätte sie rot anstreichen und vielleicht ein Punkteabzug vornehmen müssen.

Dieses tat sie nicht, stattdessen korrigierte sie die falsch geschriebenen Worte mit ihrem Kugelschreiber oder Füller.

Dieses fiel bei der Nachkontrolle auf, brachte der Lehrerin eine Anzeige wegen Urkundenfälschung ein.

Das Gericht quittierte ihr Verhalten mit einer Geldbusse in Höhe von 1.800 Euro.
Berücksichtigte bei dem Urteil ihre damalige Ausnahme und Stresssituation. Zudem änderten ihre Verbesserungen der Fehler nicht wirklich die Abiturendnoten, stellte das Gericht fest.

Die 62 jährige Englischlehrerin erklärte, sie würde sich für ihr Fehlverhalten fürchterlich schämen.
Ihr Schulleiter will sie nach ihrem 35 jährigen Schuldienst an seiner Schule behalten.

Natürlich hat sich diese Lehrerin nicht systemkonform verhalten, Dinge gemacht, die sie nicht hätte machen dürfen, vielleicht auch ungerecht gegenüber Schülern, die nicht eine solche Lehrerin haben.
Sind da die 1.800 Euro Geldstrafe gerecht oder sollte sie eher eine Auszeichnung als NRW's menschlichste Lehrerin bekommen?
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