Gedanken oder Fragen

15.03.2010 um 17:58 Uhr

Bauernregeln und Wetterregeln

Ob man sich auf die alten Bauernregeln verlassen kann, ist ja immer noch die Frage.
Sie stützen sich meistens auf jahrhundertlange Erfahrungen der Landbevölkerung mit dem Wetter und seinem Verlauf.

Der Unglaube an diese Vorhersagen wird deutliche bei dem Spruch:

"Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist"

Der Hahn kräht immer gerne auf dem Mist.

Nur bei diesem Mist, wie in Großkayna zur Zeit, wo 14. Millionen Liter Gülle nach einer Güllebehälterexplosion ausgelaufen sind, die Gülle sich dort über 2 qkm Land verteilten, wird wohl selbst einem Hahn das Krähen vergangen sein.

Viele Landwirte bedauern sehr, dass sie die Gülle zur Zeit nicht auf die Felder aufbringen können.
Nur wie in Großkayna wollen sie es wohl auch nicht haben.

Heute ist der Lostag Lukretia.
"Zeigt sich Lukretia feucht, bleiben die Kornsäcke leicht."
Es ist heute feucht, dieses verheisst für die Landwirte nichts gutes.

"Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen".

"Wenn der März zum April wird, dann wird der April zum März"

"Ist der Winter hart und weiss, wird der Sommer schön und heiss".
Na dann dürfen wir wohl auf einen sehr schönen Sommer hoffen.

Besonders gefällt mir ja der Wetterspruch:
"Fürchte nicht den Schnee im März,
darunter wohnt ein gutes Herz".

Da kann dann wohl nicht mehr viel passieren, wenn unter dem Schnee des Winters das gute und warme Herz auf uns wartet..

Wer sich jetzt fragt, wo denn Großkayna in Sachsen-Anhalt liegt?
Immer der Nase nach, am Geruch werdet ihr es erkennen.
"Ist das Güllefass im März schon leer, dann gibt es im April auch keine Güller mehr".;-)
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