Gedanken oder Fragen

06.04.2010 um 15:55 Uhr

John Nash "A Beautiful Mind"

Nur in den rätselhaften Gleichungen der Liebe
kann man eine Logik finden.

Zitat aus "A Beautiful Mind"

Gestern schaute ich mir "A Beautiful Mind" mal wieder an.
Der mit vier Oscar's ausgezeichnete Spielfilm zeichnet das Leben des Mathematikers
John Forbes Nash nach.
Etliche werden diesem Film, über einen Menschen zwischen Genie und Wahnsinn, wohl nichts abgewinnen können, mir jedoch gibt der Film sehr viel.
Selbst wenn er sich nur an den Eckdaten des Lebens von John Nash hält, ansonsten viel Raum für künstlerische Freiheit lässt.
Dieses Rätseln beim schauen, was ist real, was entspringt nur der Phantasie des John Nash, was und welche Personeni sind seinem Wahn, seiner Schizophrenie geschuldet.

John Forbes Nash, 1928 geboren, entwickelte die Spieltheorie weiter, schuf das "Nash Equilibrium".
Nash Doktorarbeit besteht aus nur 28 Seiten.
Im Jahre 1994 wurde John Nash der Nobelpreis der Wirtschaftswissenschaften verliehen.

Seit den fünziger Jahren kämpfte John Nash mit seiner Schizophrenie, mit den Stimmen und Personen die real nicht da waren. Und besiegte sie schliesslich, indem er sie ignorierte.

Vieles aus dem Film wird Nash wohl so nicht gesagt haben, aber er sagte in Interwiews:

"Es hängt ja immer von gesellschaftlichen Übereinkünften ab, was als verrückt gilt und was nicht. Schauen sie sich doch nur die katholische Kirche und ihre Wunder an. Man kann offen sagen, dass man daran glaubt und dennoch ernst genommen werden.
Realität ist immer eine Art von Fiktion der alle zustimmen."
"Das ist ja oft das Problem bei Begabten. Sie haben andere als die vorgegebenen Lösungswege und werden deswegen nicht verstanden oder sogar diskriminiert."

Da kann ich John Nash nur zustimmen, eigene und andere Lösungswege zu suchen, sie zu gehen, scheint in unserer Gesellschaft verpönt zu sein.

Im Film heisste es auch:
"Gott muss ein Maler sein, warum sonst haben wir so viele Farben.
Ja, Gott als Maler, schöne Vorstellung wie er die Welt für uns malte, damit wir in dieser Farbenpracht leben und auch lieben können.

Sehr aufschlussreich weshalb John Nash den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gewann, obwohl Mathematiker eher selten ein Nobelpreis zugesprochen wird, findet ihr hier:

spieltheorie.de/ Nobelpreis für John Nash


Auf der Christian Riek, ein Mathematiker und Spieltheoretiker erklärt, weshalb John Nash seine Arbeiten derart bahnbrechend sind in Bezug auf Wirtschafts- und vor allem Sozialwissenschaften.

Quelle der beiden letzten Nash Zitate: tagesspiegel.de
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