Gedanken oder Fragen

03.07.2010 um 18:51 Uhr

Ohne Ballack geht es besser

Grandiose Spielfreude,
Deutschland gegen Argentinien 4 :0
Ja, sie haben es geschafft ins Halbfinale zu kommen.
Das alles ohne Michael Ballack.
Oder vielleicht sogar gerade deswegen?

Alle jammerten vor der WM, was soll bloss werden wenn Ballack nicht mitspielen kann, dazu noch diese viel zu junge und unerfahrene Manschaft.

Doch gerade das macht doch jetzt den Zauber von Trainer Löws neuer Mannschaft aus.
Steigerung von Spiel zu Spiel. Angriffsfussball.
Und heute kickten sie den Favoriten Argentinien raus.
Vielleicht war es sogar ein Glück für die Deutschen, dass Ballack nicht dabei war.
Selbst die Österreicher mögen jetzt die Deutschen.
Der Piefke-Fussball wird jetzt von Holland und Südamerikanischen Mannschaften gespielt, sagen sie..
Kein Verwaltungsfussball mehr wie unter Beckenbauer und Ballack.
Eine ganz neue Art zu spielen, zu zaubern bescheinigen sie den Deutschen.
Statt Piefke ist jetzt "Schland" bei ihnen angesagt.

Wie es in dem lesenswerten Artikel

Die Piefkes und die Deutschen/ standard.at

beschrieben und der neuen Mannschaft gehuldigt wird.

Nebenbei gesagt, besser noch als die Tore der Deutschen Mannschaft, fand ich die Ansprache der beiden Spielführer zu Beginn des Spieles, in dem sie sich gegen jeder Art von Rassismus und Diskriminierung aussprachen.
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03.07.2010 um 03:38 Uhr

ARD Brisant und die Krähen

Sie kann ihr Haus nicht verlassen.
Sitzt den ganzen Tag im verdunkelten Zimmer, im Nettetal, aus Angst vor den Krähen.

Diese haben durch kräftige Schnabelhiebe schon grossen Schaden an den Fenstern und Fensterbänken angerichtet.
Lauern und warten in den Bäumen, um angreifen zu können.
Aus diesem Grunde hat sie die Fensterscheiben mit Folie beklebt. Keiner will oder kann der jungen Frau helfen.
Die Jäger weigern sich die Krähen abzuschiessen, da diese unter Artenschutz stehen.

So berichtete das ARD Magazin "Brisant".

Natürlich wird auch Hitchcocks Film "Die Vögel" als Schreckensvision erwähnt.
Dazu der Bericht über eine Frau, die mit ihrem Hund beim Gang durch den Park von Krähen angegriffen wurde.
Eine setzte sich auf ihren Kopf und begann auf sie einzuhacken. Sie stürzte, die Krähen attackierten sie weiter. Sie konnte sich nur retten, indem sie ihren Hund im liegen über ihren Kopf zog.
Dazu ein Bauer, der berichtete, dass vier seiner Lämmer von Krähen getötet wurden die ihnen die Augen aushackten und anfingen sie auszuweiden.

Krähen und Rabenvögel Schreckensmeldungen auch in zahlreichen anderen Fernsehsendungen und Printmedien wie dem Weserkurier.

Meinungsmache und Effekthascherei mit der Angst des Menschen, oder doch wahre Berichte?

Was steckt dahinter?
In einem Eintrag
Rettungsaktion für eine Elster *klick*

schrieben etliche Kommentatoren, ich hätte sie töten sollen anstatt sie zu retten.
Schilderten Geschichten davon, wie Elstern oder Krähen ihre Kaninchen angriffen etc., ein anderer Kommentator, der sich scheinbar sehr gut mit diesen Vogelarten auskennt, schreibt dort, sie sind sehr schützenswert und richten die genannten Schäden in der Regel nicht an..

Horrorgeschichtern oder selbsterlebtes?
Hier bei mir sind sehr viele Rabenvögel, Elstern und Krähen, besonders vom Herbst bis zum Frühjahr.
Dann sitzen sie oftmals im Schwarm oben in den Bäumen.
Manchmal rufe ich sie auch, in der Hoffnung, dass vielleicht der Rabe oder Krähe dabei ist, den ich mal grosszog und der zwei Jahre lang ein treuer Begleiter war.

Denke dabei an Marlen Haushofer, die in ihrem Roman "Die Wand" von der Krähenzeit schreibt, nach der sie ihr Leben ausrichtet und am Abend, wenn all die schwarzen Krähen sich davonmachten, ein wenig Futter für die weisse Krähe hinstellte. Die aufgrund ihrer weissen Farbe und Andersartigkeit immer abseits sitzt, von ihren Artgenossen ausgeschlossen wurde.
Angst hatte ich vor den Krähen und Raben noch nie, wurde auch noch niemals von ihnen angegriffen.
Sah sie eher immer als meine Freunde an, mit ihrer inteligenten Art.
Und manchmal hielten sie auch den Habicht vom Hühnergehege fern, wofür uch sehr dankbar war..
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02.07.2010 um 23:25 Uhr

Ich trauer mit Ghana

Ghana : Uruguay, welch ein Fussballkrimi.
Nach 90 Minuten und einem 1:1 die Verlängerung.
Zum Ende der Verlängerung fast ein Tor für Ghana, welches nur durch Handspiel im Tor von Uruguay verhindert wird.
Dann Elfmeterschiessen, welches Uruguay 5:3 für sich entscheidet.

So kann mein Tipp, Endspiel Deutschland gegen Ghana nicht mehr aufgehen.;-(
Vielleicht wird es ja ein Deutschland gegen Holland.
Mal schauen.

Schade, sehr schade für Ghana.
Dabei bin ich doch garkein Fussballfan. Schau es mir im Grunde auch nie an, wenn 22 Millionäre 90 Minuten lang einem Ball hinterherlaufen.;-)
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01.07.2010 um 21:20 Uhr

Arbeiterkind und studieren

Arbeiterkind, ein seltsames Wort.
In der heutigen Zeit.
Es gab Zeiten, da waren die Arbeiter noch stolz darauf Arbeiter zu sein. Da wurden noch die Kesselklopper von Bloom und Voss besungen und die Ewerfahrer der Schuten. Längst schon gibt es sie nicht mehr. Sie gingen mit der Zitronenjette von dannen. Und der Stolz mit ihnen.
Heute klingt das Wort Arbeiter und Arbeiterkind schon fast anrüchig.

Kaum ein Wunder, wenn die doch die "Elite" in diesem Zusammenhang herablassend von "Bildungsfernen Schichten", wie sie sie nennen beliebt zu sprechen.
"Lohnabhängige" sagt man auch. So ist es nun einmal wenn man nicht von seinem Ererbten oder den Zinsen seines Guthabens leben kann.
"Lohnabhängig" und immer auf der Kippe ein "Hartzer" zu werden. Wenn man es nicht schon geworden ist.

Die Medien verbreiten gerne diese Story, dass die Kinder "Hartzer" werden wollen.
In der Schule schon lernen, wie man bei der Arge den Antrag auf Hartz IV ausfüllt und abgibt.
Aber das Medienbild bildet nicht die ganze Wahrheit ab.

Viele Kinder aus diesen Schichten sind ehrgeizig, wollen mehr erreichen, strengen sich in der Schule an, träumen von einem Studium.
Etwa jedes vierte Kind aus einem Nichtakademikerhaushalt schafft es, ein Studium zu beginnen.

Manchmal sogar gegen die Widerstände von zu Hause. Wo die Eltern diesen Wunsch, diesen Traum, vielleicht als Flausen ansehen.
Sagen, das Kind sollte lieber etwas ordentliches lernen als zu studieren.
Es nicht wirklich unterstützen, manchmal wohl auch nicht unterstützen können.

Und doch, es ist der Traum so manches Mädchen, manches Jungen, Tierarzt, Ingeneur, Lehrer, Rechtsanwalt etc. zu werden.
Schade wenn diese Träume begraben werden müssen, da die Unterstützung fehlt, man nicht weiss wie man sich diese Träume erfüllen kann.
Niemand einem helfen kann, bei der Suche nach dem geeigneten Studienplatz, oder, und das ist oftmals noch viel schlimmer, bei den Fragen wie das alles finanziert werden kann.

Zu Fragen der Finanzierung, Bafög, Beihilfen, Studienkredit, Stipendien, Studienplätze, Bewerbungen etc. gibt die Seite

studis-online.de *klick*

recht gut Auskunft.
Oder hättet ihr gewusst, das seit 2009 Studenten die Bafög als Studienbankkredit bekommen, auch Wohngeld beantragen können?
So etwas und vieles mehr könnt ihr auf der Seite erfahren.

Im Jahre 2008 grúndete sich eine Initiative, die sich zum Ziel setzte Arbeiterkindern bei Fragen zum Studium zu helfen, damit dafür zu sorgen, dass mehr Kinder aus diesen Schichten ein Studium beginnen.
Die Stiftung "Arbeiterkind" berät studierwillige Jugendliche persönlich. Hat in vielen Städten Aussenstellen, in denen man sich beraten lassen kann. Unter anderem in Berlin, Hamburg, Bochum, München, Dortmund, Kiel, Frankfurt, Mainz, Freiburg, Wiesbaden, Duisburg, Bielefeld, Hannover und Giessen.
Sie stellt auch Studienmentoren, damit das Studium zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden kann.

Nähere Informationen findet ihr auf der Seite

arbeiterkind.de *klick*

Dort findet ihr auch die Adressen und Telefonnummern der Ansprechpartner in eurer Nähe.

Über Rückmeldungen, wie nützlich diese beiden Seiten für euch sind, bzw. Erfahrungen mit der Hilfe durch arbeiterkind.de wäre ich sehr dankbar.
Viel Glück und Erfolg wünsche ich euch bei der Verwirklichung eurer Träume. Möge es gelingen.
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