Gedanken oder Fragen

03.09.2010 um 03:31 Uhr

Loveparade Helfer Frederik aus Wesel gesucht

Julia, aus Duisburg, sucht Frederik aus dem Kreis Wesel.
Julia, ein 22 jähriges Mädchen aus Duisburg, war auf der Loveparade. Sie wurde von der Menge eingequetscht, überlebte und wurde gerettet.

Julia hat immer noch Albträume. Sieht immer noch diese schrecklichen Bilder vor sich.
Und wie so viele andere auch, sucht sie ihren Helfer. Ihren Helfer der sie tröstete und versorgte, dort im Tunnel.
Ihren "Engel", wie sie ihn nennt. Ihren Engel Frederik aus dem Kreis Wesel, um sich bei ihm für diese Hilfe bedanken zu können.

Es ist jetzt schon einige Wochen her, viele sagen ihr, das Leben geht weiter, du musst auch mal vergessen können. Verstehen nicht, oder wollen nicht verstehen, dass diese, ihre Erlebnisse dort, sie immer noch belasten. Sie sich zurückzieht, wechselhshaft in ihren Launen ist.

So wie es Julia geht, mag es wohl vielen gehen, die davongekommen sind. Es wird dauern dieses alles zu verarbeiten.

Wir und auch ich, fragten uns damals, wie dieses geschehen konnte. Wie Menschen von anderen zerquetscht werden konnten, oder auch Menschen über andere hinwegtrampelten.

Wenn man Julias Blog *klick* liesst, wird einem vieles klarer.
Klarer, dass man dem Geschehen ausgeliefert war, egal wie man sich verhalten hätte, egal wie stark oder schwach man war. Das es nur reiner Zufall war, dieser Hölle lebend zu entkommen.
Vielleicht dann auch mit einem Schuldgefühl, den Toten gegenüber, wie es Julia verspürt, da sie es überlebt hat. Wo doch neben ihr einer starb.
Da war nichts mehr mit anderen Menschen wieder aufhelfen, wenn sie fielen.. Es war einfach keine Bewegung mehr möglich, egal in welcher Richtung, so wie Julia es schrieb. Und auch kein entkommen, eingekeilt in dieser Menge..

Hier noch die Fotos von Frederik, auf Julias Blog.

Irgend jemand müsste ihn doch erkennen, auch wenn Frederik nur auf Knien vor der Trage, von der Seite zu sehen ist.
Falls ihn jemand erkennt, etwas über ihn weiss, bitte bei Julia melden.
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03.09.2010 um 02:36 Uhr

Alles offenlegen in Duisburg

Es sollte alles bedingungslos offengelegt werden.
So hiess es von den Verantwortlichen der Loveparade Katastrophe in Duisburg.
Ein Innenausschuss des Düsseldorfer Parlaments sollte Klarheit schaffen.

Doch statt Klarheit gab es nur Schuldzuschiebungen und nichtbeantwortete Fragen.
Bürgermeister Sauerland weist nach wie vor alle Schuld von sich.
Veranstalter und Polizei ebenfalls.
Scheinbar hat es keine Organisationspanen gegeben.

Letztendlich wird wohl der WDR die Schuld für das Unglück bekommen, denn sie machten Werbung für das Event, sorgten mit für die strömenden Menschenmassen.
Interviewten Veranstalter Schaller auf dem Loveparade Platz vor einem stehenden MC Fit Float LKW.
Diese sollten im Grunde ihre Runden über den Platz drehen, um die Mengen zu verteilen. Jetzt standen alle Floats etwa eine Stunde lang.
Wer liess sie just in dem Moment halten, als der MC Fit Float mit dem Schriftzug günstig für die WDR Kameras stand? Damit nicht der Float Funktion nachkam, die Menschenmengen zu verteilen.
Vielleicht äussert sich der WDR ja noch, ob er den stehenden LKW mit der MC Fit Werbung als Interview Hintergrund haben wollte, oder ob die Trucks auf Anweisung des Veranstalters dort hielten.
Ob dieser Halt einen Einfluss auf das Geschehen vor der Rampe ausübte ist fraglich.


Veranstalter Schaller sagt, die Polizei hat Fehler gemacht. Die Polizei behauptet, die Planung des Veranstalters war mies. Die Stadt sagt, sie kann garnichts dafür, sie hätte alles richtig gemacht.
Dem WDR wurde bisher noch keine Schuld gegeben.
Vielleicht kommt das ja auch noch, nachdem schon woanders den Besuchern die Schuld gegeben wurde.
Es wird alles offengelegt, haben sie versprochen, fragt sich nur wann.

Die Eltern der toten Jugendlichen leiden.
Die Teilnehmer, die nahe am Tode waren, haben immer noch Albträume, leiden unter ihrem erlittenen Trauma.
Während die Verantwortlichen immer noch die Verantwortung hin und herschieben.
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