Gedanken oder Fragen

06.10.2010 um 09:13 Uhr

Goldener Herbst

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch Träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräfitg die gedämpfte Welt
Im warmen Golde fliessen.

Zitat: Eduard Mörike ( 1804 - 1875 )

Im Nebel ruhte die Welt heute beim Sonnenaufgang nicht, als sich die dunklen Schleier der Nacht lichteten. Nicht ganz, denn noch zeigt der Himmel ein leichtes, milchiges helles Grau.
Vielleicht kommt dieses
"im warmen Golde fliessen"
ja noch, so wie es gestern war. Da floss alles im Golde des hebstlichen Sonnenscheines.
Der Hebst begann ja erst, muss sich noch entwickeln zu seiner goldenen Pracht.

Und überall in den Märkten hingen Skeletto Umhänge sowie andere gruselige Verkelidungen herum.
Wenn da, bei diesen Verkleidungen, der Herbst nicht gleich wieder reiss aus nimmt. ;-)

Ein weiteres sehr schönes Herbstzitat von Sören Kierkegaard findet hier ihr beim

Sterntalermaedchen nebst Diskussion
über den Zauber der verschiedenen Jahreszeiten.

Eduard Mörike war übrigens ein eifriger Sammler von Versteinerungen, die er bei seinen Spaziergängen auf der Schwäbischen Alb fand.
Und vielleicht fiel ihm dieses Herbstgedicht bei einem solchen Spaziergang ein, als die vom Herbst gedämpfte Welt begann im warmen Golde zu fliessen.
Diese ganzen Gesteinssammlungen, die er besass, bereiteten Moerike bei seinen zahlreichen Umzügen oftmals grosse Probleme.
So ist es, bei Umzügen, wenn man sich nicht trennen kann, gerne sammelt und alles mitnehmen will.
Damals zu seinen Zeiten wohl noch mehr als heute.
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