Gedanken oder Fragen

02.11.2010 um 23:59 Uhr

Der Mörder von Melanie aus Peine

Soll auf seine Schuldfähigkeit untersucht werden.
Diese psychologische Überprüfung ist in solchen Fällen zwingend vorgeschrieben.

Am letzten Dienstag verschwand Melanie, aus Dungelbeck bei Peine, spurlos.
Eine grosse Suchaktion lief an.
Man fand ihr Auto. Einen Kilometer weiter Melanies Handy.
Suchte Wälder und Kanäle ab, von Melanie selbst aber keine Spur.

Die 23 jährige Melanie hatte eine Verabredung mit einer jungen Frau.
Mit Sarah, so nannte sich ihre neue Bekannte, angeblich 17 Jahre alt, die sie auf der Plattform goolive kennengelernt hatte.
Goolive, ein soziales Netzwerk aus Hannover, welches Menschen verbinden will.
Dort traf sie virtuell auf die junge Sarah, die als Status Bisexuell in ihrem Profil stehen hatte.

Einige Tage chatteten die beiden, dann am letzten Dienstag um 22 Uhr wollte Melanie Sarah persönlich kennen lernen.
Sie verabredeten sich, und Melanie fuhr mit ihrem Wagen zu Sarah.

Konnte sie denn ahnen, dass Sarah nicht Sarah war, sondern ein 27 jähriger Mann, Benjamin F. , der sich erst kurz vorher unter diesem weiblichen Nick bei goolive angemeldet hatte?
Und da stand dann nicht diese Sarah vor Melanie, sondern dieser 1,90 Meter grosse, 27 Jahre alte Mann, der zu ihrem Mörder werden sollte.

Die Polizei fand seine Mobilfunknummer auf ihrem Handy, die Chatprotokolle auf Melanies PC und nahm den Täter fest.
Er war geständig.
Sagte es kam zu einem Streit, in dessen Folge er Melanie mit etlichen Messerstichen in die Lunge tötete, ihr noch die Kehle durchschnitt.
Mit ihrem Wagen brachte er das Opfer in den Wald um die Tote dort zu verscharren.
Führte die Polizei zu dem Ort, an dem dann Melanies Leiche gefunden wurde.

Die Polizei ist zurückhaltend mit Details zum Tatgeschehen, teilt nur mit, sie wurde in einem privaten Raum getötet. Im Auto fand man keine Spuren, aufgrund der Verpackungsart ihres Leichnams.
Es wird auch nicht gesagt, ob der Täter die Tat vorsätzlich geplant hatte.

Dieser Fall erregt grosses Aufsehen, da es sich um eine sogenannte Internetbekanntschaft handelte.
Die Schuld wird dem bösen Internet gegeben, welches so etwas erst möglich macht.
Doch ist es wirklich so?
Springen die Mörder aus dem Monitor und kommen durch den DSL Anschluss?
Nein, ein Treffen ist dafür nötig, wenn man sich real kennen lernen will.
Und dieses sollte möglichst im öffentlichen Raum, wo auch andere Menschen dabei sind, stattfinden.
Am besten, wenn man Freunden oder Angehörigen noch sagt wo man hingeht, damit nichts passieren kann.

Besonders perfide an diesem Fall finde ich, dass sie dachte auf eine Frau zu treffen und aus diesem Grunde sich wohl sicher fühlte. Denn wie oft bringt schon eine Frau eine andere Frau um?

Es alles auf das Internet zu schieben ist wohl auch nicht richtig.
Denn vor der Internetzeit gab es ähnliche Fälle auch, nur dass dann die Frauen die Täter in der Disco oder woanders kennenlernten.
So wie im Fall der Yasmin Stieler aus Uelzen.
Die 18 jährige, die am 5. Oltober 1996 eine Braunschweiger Disco besuchen wollte. Und irgendwo dort im Raum Braunschweig, Peine, Hannover auf ihren Mörder traf.
Er zerstückelte sie. Teile von Yasmin Stieler fand man am Bahndamm in Vechelde, andere in einem Wald bei Peine.
Yasmin Stieler ihren Mörder sucht man noch heute.
Hätte es damals schon diese Chatforen wie heute gegeben, dann hätte man ihren Mörder vielleicht sogar schon anhand der Chatprotokolle gefasst. So wie jetzt den Mörder von Melanie aus Peine.

Trefft ihr euch bedenkenlos mit Chatpartnern aus dem Netz?
Würdet ihr bei einem weiblichen Nickname jede Vorsicht fallen lassen.
Und etwas erstaunt war ich über das Date einer Blogigo Userin hier, die sich mit einem Chatuser traf, der als Nickname "Serienkiller" oder ähnliches sein eigen nannte.
Zum Glücl lief das Date für die Userin friedlich ab, aber da hatte und hätte ich wohl schon Bedenken.;-)
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