Gedanken oder Fragen

21.02.2011 um 00:58 Uhr

Die Brücken am Fluss

Diese Gewissheit, jemanden wirklich zu lieben.
Die hast du nur einmal.


Filmzitat: aus "Die Brücken am Fluss" (1995)

Ich mag diesen Film, mit Clint Eastwood und Meryl Streep in den Hauptrollen.
Ein weicher, ein langsamer Film, ein Film voller schöner Bilder und viel Natur.
Ein Film von der alten überdachten Holzbrücke, die dort am Fluss steht und ein Film, der von der ewigen Liebe, die über den Tod hinausgeht erzählt.
Von dieser unsichtbaren Verbindung zwischen zwei Menschen, deren Liebe zwar unerfüllt bleibt, weil sie nicht imstande sind ihr altes Leben hinter sich zu lassen, aber dennoch für immer und ewig miteinander verbunden bleiben.

Clint Eastwood, dieser alte Haudegen, der sonst eher in Western und anderen Filmen mitspielt, hier wollte er auf sein Alter noch einmal ganz etwas anderes machen. Und es ist ihm sehr gut gelungen, wie ich meine. Sowohl als Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller dieses Filmes

Als Fotograf, der alte Brücken im Bild festhalten will, trifft er dort irgendwo im Nirgendwo auf die verheiratete Meryl Streep.

In den paar Tagen die er dort bleibt verlieben die beiden sich ineinander. Es wäre der Traum für sie, mit ihm mitzugehen. Doch sie entscheidet sich anders.
Sie entscheidet sich für ihren Mann und die Kinder.

Als er nach einigen Tagen die Gegend wieder verlässt, regnet es in Strömen. Sein Wagen hält vor einer roten Ampel. Direkt dahinter sitzt sie mit ihrem Mann im Auto, hat schon den Türgriff in der Hand. Würde wohl am liebsten zu ihm laufen.
Die Ampel wird grün und die beiden Wagen setzen sich in Bewegung. Er biegt nach links ab, sie fahren geradeaus weiter.

Und dieses jedes verdammte mal wenn ich den Film sehe. Da nützt alles hoffen nichts, der Film bleibt wie er ist. Sie gehen getrennte Wege, sehen sich niemals wieder. Doch die Liebe bleibt.
Nach seinem Tode schickt sein Anwalt ihr sein Vermächtnis und seine Aufzeichnungen.
Er lässt seine Asche von der Roseman Brigde in den Fluss streuen, so lautet sein letzter Wille.
Diese, seine und ihre Aufzeichnungen, finden ihre Kinder nach ihrem Tode, regen sich auf, ihre Mutter hatte ein Verhältnis. Doch dann verstehen sie.
Erfüllen der Mutter ihren letzten Wunsch, streuen auch ihre Asche von der Roseman Brücke in den Fluss.

So schwimmt Asche mit Asche für ewig vereint in dem Gewässer, als Zeugnis einer grossen Liebe die den Tod überdauerte.

Ja, ich mag diesen Film, auch wenn es wohl besser sein sollte, im Leben vereint zu sein, als erst nach dem Tode als Asche vereint zu sein.

Die Filmbrücke heisst in Wirkichkeit Cedar Bridge.
Sie wurde im Jahr 1883 erbaut und fiel 2002 einer Brandstiftung zum Opfer. 2004 wurde sie originalgetreu wieder aufgebaut und der Nachbau ist heute ein Publikumsmagnet.

"Ich wollte gerade einen Eistee machen und dann ein Atom spalten"

Sagte sie, als sie sich anbot, ihm die Brücke zu zeigen und er fragte, ob sie denn überhaupt Zeit hätte.

Naja, ich wollte zwar auch gerade ein Atom spalten, aber das kann jetzt warten, bis ich diesen Eintrag fertig geschrieben habe.

Denn eineige Filmzitate aus dem Film will ich zum Schluss noch aufschreiben.

"Die Menschen sind nett hier, in gewisser Weise.
Aber es ist nicht das, was ich mir erträumt habe.
Als Mädchen."

" Es ist nicht menschlich, sich nicht einsam zu fühlen und es ist nicht menschlich, sich nicht zu fürchten"

" Diese Gewissheit, jemanden wirklich so zu lieben, die hast du nur einmal"

Zitate: aus dem Film "Die Brücken am Fluss"




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