Gedanken oder Fragen

22.09.2011 um 19:12 Uhr

Satellit UARS auf Heimatkurs

Diesmal sind es keine einstürzende Neubauten, diesmal ist es ein abstürzender Satelit.

Der 1991 in den nahen Weltraum gestartete Forschungssatellit UARS hat Heimweh bekommen.
Er will nicht nach Hause telefonieren, er will zurück, zurück auf die Erde.
Ist ja auch einsam dort oben im Orbit vor sich hinzukreisen, zumal ihm sein Sprit ausging.
Die Ozonschicht der Erde hatte UARS lange genug erforscht, seinen Zweck erfüllt, seine Dienste eingestellt.

Jetzt hält ihn nichts mehr dort oben. Er will zurück auf die Erde, dorthin wo er hergekommen ist.
Keine Kleinigkeit, bei einem Gewicht von ca. 6 Tonnen, dieses ohne Schaden anzurichten, zu bewerkstelligen.
So trudelt UARS vort sich hin, bis er morgen, am 23.09, Freitag,, in die Atmosphäre eintaucht und dabei auseinanderbricht.
Die meisten Trümmerteile werden verglühen, doch einige Brocken des Weltraumschrotts, die durchaus noch 100 Kg schwer sein können, werden auf den Erdboden aufprallen.
Die Nasa warnt schon davor, diese Trümmerteile anzufassen, sie könnten scharfkantig sein.
Das mögliche Aufschlagsgebiet soll sich zwischen 57 Grad Nord und 57 Grad Süd befinden.

Hey, da bin ich dann ja auch betroffen, hier in Norddeutschland.
Die vorausberechnete Absturzzeit wird am Freitag zwischen 20 und 24 Uhr vermutet.
Sollte der Satellit um 23 Uhr noch nicht abgestürzt sein, befindet er sich dann über Norddeutschland, Süddänemark, Südschweden, tritt er dabei in die Erdatmosphäre ein, könnte man eventuell verglühende Trümmerteile sehen. Und wenn eines dieser 100 Kilo Teile einen Neubau trifft, ja, vieleicht könnte dieser dann auch einstürzen.
Atomkraftwerke können von den Trümmern selbstverständlich nicht getroffen werden.
Ausserdem ist laut NASA die Wahrscheinlichkeit, dass die Trümmer auf bewohntes Gebiet stürzen ausserordentlich gering. So wird dann wohl niemand von einem herabstürzenden Trümmerteil erschlagen werden.

Gespannt bin ich ja schon wauf den wirklichen Absturzort, dieser lässt sich aber scheinbar erst sehr kurz vor dem wirklichen Niedergang berechnen.

Warten wir es bis morgen Abend ab, ein kleines kosmisches Feuerwerk wäre sicher schön anzusehen.
In der Zwischenzeit kann ich mir ja noch ein Satellitenauffangsnetz basteln und über meinen Garten spannen. Vielleicht sind ja die alten Batterien des Satelliten noch irgendwie brauchbar und wiederverwendbar, wenn sie runterkommen.
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